SolarSTARK 53 geht in Grasellenbach ans Netz – Kooperationsprojekt mit Firma GED erfolgreich umgesetzt

In unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Außenstelle in Grasellenbach ist eine neue PV-Anlage auf dem Dach der GED Handwerksbedarf & Baustoffe in Betrieb gegangen. Für das Projekt war reichlich Geduld erforderlich. Schon im März war die Modulmontage bereits abgeschlossen. Weitere 5 Monate vergingen jedoch bis zum Netzanschluss.

Die Anlage besteht aus zwei Dächern mit derzeit insgesamt 93 kWp Anschlussleistung. Im kommenden Jahr wird noch ein drittes Dach ans Netz gehen. In Endausbau verfügen die Firmendächer über eine Anschlussleistung von 120 kWp.

Wenn im kommenden Jahr alle Hallen belegt sind, erwarten wir einen Jahresertrag von rund 108.000 kWh. Dies ist mit einer jährlichen CO₂-Minderung von rund 54 Tonnen verbunden. Die Anlage ist mit einer Fernüberwachung ausgestattet. Die aktuellen Ertragsdaten sind online über SolarSTARK-View einsehbar.

Finanziert wurde das Investitionsvolumen in Höhe von 95.000,- € wie immer vollständig über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung.

Die Zusammenarbeit der Energiegenossenschaft Starkenburg mit Unternehmen aus der Region hat sich im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt. Mittlerweile sind 14 Projekte dieser Art entstanden. Die Anschlussleistung der gewerblichen Anlagen beläuft sich auf ca. 2.500 kWp.

TSV Rot-Weiß Auerbach baut Solarstromerzeugung weiter aus – SolarSTARK 52 versorgt jetzt die Gaststätte Weiherhaus

Die TSV Rot-Weiß Auerbach setzt ihren Weg in Richtung nachhaltiger Energieversorgung auf ihrem Vereinsgelände konsequent fort. Nachdem die PV-Anlage auf Gebäude D (SolarSTARK 49) seit März in Betrieb ist, wurde nun gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Starkenburg ein weiterer PV-Baustein hinzugefügt. Auf dem Gebäude A hat nun das Bürgerbeteiligungsprojekt „SolarSTARK 52“ den Betrieb aufgenommen.

Im Vordergrund steht bei diesem Vorhaben die Eigenstromversorgung der Vereinsgaststätte. Nur die überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist. Mit einer installierten Leistung von 80 kWp hilft die Anlage somit dem Verein und dem Pächter der Gaststätte dabei Geld zu sparen, denn der vor Ort erzeugte Solarstrom verdrängt den wesentlich teureren Netzstrom.

Der erwartete Jahresertrag von 58.000 kWh ist mit einer jährlichen CO₂-Minderung von rund 29 Tonnen verbunden. Die Anlage wird per Fernüberwachung erfasst, die Ertragsdaten sind online über SolarSTARK-View einsehbar.

Finanziert wurde das Investitionsvolumen in Höhe von 55.000,- € vollständig über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung. Für die TSV ist besonders wichtig, dass die Vereinsmitglieder Vorrang bei der Vergabe der Beteiligungspakete hatten.

SolarSTARK 52 ist ein weiterer Meilenstein der Photovoltaik-Strategie des TSV. Das neue Projekt knüpft direkt an den eingeschlagenen Kurs des Sportvereins an: regionale Kooperation, nachhaltige Infrastruktur und eine Energiewende, an der sich auch Vereinsmitglieder aktiv beteiligen können.

Übrigens: Die TSV Rot-Weiß Auerbach ist mit rund 3.600 Mitgliedern der größte Verein im Kreis Bergstraße!

Start der Maisernte für die Biogasanlage Lorsch – Dürre sorgt für frühen Beginn der Häckselkampagne

Rund um die Lorscher Biogasanlage herrscht derzeit Hochbetrieb. Seit Montag hat die Maisernte begonnen. Bis in den Abend hinein rollen die schweren landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge. Wie immer drängt die Zeit. Bis zum Wochenende muss die Aktion abgeschlossen sein. Unter Einsatz modernster EDV-gestützter Logistik wird die Häckselkampagne von örtlichen Landwirten durchgeführt. Häcksler und Transportfahrzeuge arbeiten mit einem vernetzten Navigationssystem. Über Funk stehen alle miteinander in Kontakt. Diese Bausteine sorgen für eine optimale „Häckselkette“ für rund 120 ha Erntefläche. Die Devise lautet: Kein Stillstand von Maschinen und kein Kilometer Wegstrecke zu viel.

Der extrem frühe Erntebeginn zeigt eindrücklich, wie der Klimawandel den Fahrplan in der Landwirtschaft zunehmend durcheinanderbringt. In der Vergangenheit war stets der September der klassische Erntemonat. Nach und nach hat sich der Termin immer weiter vor vorne verschoben. Zusätzlich muss in diesem Jahr auch noch mit erheblichen Ernteausfällen gerechnet werden. Denn die Dürre hat den Pflanzen deutlich zugesetzt. Von rund 40 % Ertragseinbußen ist auszugehen. Allerdings verfügt die Biogasanlage noch über ein komfortables Maispolster aus dem Vorjahr. Damit ist der Volllast-Betrieb der Anlage bis zur nächsten Ernte gesichert.

Info:
Die Biogasanlage Lorsch wird seit 12 Jahren von einer Kooperation aus der Energiegenossenschaft Starkenburg und der örtlichen Landwirtschaft betrieben. Aus nachwachsenden Rohstoffen entsteht rund um die Uhr gleichzeitig rund 2,9 Mio kWh Strom und ebensoviel Wärme. Die Anlage kann rechnerisch knapp 2.900 Menschen mit regenerativem Strom versorgen. Die entstehende Abwärme nutzt eine örtliche Großgärtnerei zur Beheizung der Gewächshäuser, dabei werden jährlich rund 130.000 l Heizöl eingespart. Zusätzlich gibt es im Sommerbetrieb noch eine Trocknungsanlage für Holzhackschnitzel und Scheitholz.

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Bebauungspläne für PV-Freiflächenanlage in Otzberg und Fürth genehmigt – Grünstromspeicher sind Bestandteil der Projekte

Für beide Vorhaben wurde im Juni Baurecht geschaffen. Die Standortkommunen Otzberg und Fürth haben dazu die entsprechenden Bebauungspläne verabschiedet. Damit sind alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, um die Maßnahme bautechnisch umsetzen zu können.

Beide Freiflächenanlagen werden jeweils mit einem sogenannten „Grünstromspeicher“ ausgestattet. Als Grünstromspeicher bezeichnet man einen Batteriespeicher, der direkt mit Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien – etwa Photovoltaik gekoppelt ist. Anders als klassische Heimspeicher für den Eigenverbrauch dient er nicht dazu, den Strombedarf einzelner Gebäude abzudecken, sondern den erzeugten grünen Strom zeitlich flexibel ins Netz einzuspeisen.

Die Einstufung als reiner Grünstromspeicher erfordert eine technische oder bilanzielle Trennung, die sicherstellt, dass die Batterie nicht aus dem herkömmlichen Stromnetz (mit Graustrom) geladen wird. Nur so behält der gespeicherte Strom seine Nachweise als Erneuerbare-Energie-Quelle und bleibt gemäß gesetzlichen Vorgaben (Erneuerbare-Energien-Gesetz) förderfähig. Der Einsatz von Grünstromspeichern trägt in besonderem Maße zur Wirtschaftlichkeit der beiden Projekte bei.

Die PV-Anlagen werden von der SolarSTARK-ENTEGA GmbH umgesetzt und betrieben. Dieses Unternehmen ist ein Zusammenschluss aus der ES (51%) und der ENTEGA AG (49%).

Durch die Kooperation mit der ENTAGA AG partizipieren wir von deren fachlichen Kompetenz und Erfahrung in Sachen Projektentwicklung und Energievermarktung in einem sehr anspruchsvollen PV-Segment. Gerade der wirtschaftliche Betrieb von Grünstromspeichern ist mit besonderen Anforderungen verbunden.

Zuschlagsfähige Angebote von Generalunternehmern für beide Vorhaben liegen bereits vor. Die Anlagen sollen bis Ende 2027 betriebsbereit sein.

Technische Daten:

 Otzberg
SolarSTARK 56 XXL
Fürth
SolarSTARK 57 XXL
Flächengröße:4,6 ha5,0 ha
Nennleistung:5,4 MWp7,5 MWp
Grünstromspeicher
Leistung:
2,5 MW5,0 MW
Grünstromspeicher
Kapazität:
5,0 MWh10 MWh
Jahresertrag spez.:1.125 kWh/kWp1.124 kWh/kWp
Module
(Leistung/ Anzahl):
630 Wp/8.856635 Wp/11.832
Jahresertrag Strom gesamt:6,7 Mio. kWh8,4 Mio. kWh
Einspeisung:Mittelspannung; 20 kV-EbeneMittelspannung; 20 kV-Ebene
CO2-Einsparung:ca. 3.300 t/aca. 4.200 t/a

Der Lammerskopf kann kommen! 67 % stimmten beim Bürgerentscheid für einen Bürgerwindpark in Heidelberg

Mit einem eindrucksvollen Votum für die weitere Planung des Bürgerwindparks Lammerskopf setzten die Heidelbergerinnen und Heidelberger im gestrigen Bürgerentscheid ein deutliches Zeichen für den lokalen Ausbau der Erneuerbaren Energien. 67 % Zustimmung bei einer erstaunlich hohen Wahlbeteiligung von rund 40% zeigten, dass die Neckarmetropole kein Ort von NIMBYS ist.

Vorangegangen war eine mehrmonatige Informationskampagne eines Bündnisses für Windkraft. Dieser Zusammenschluss aus Initiativen, Verbänden, Parteien und Energiegenossenschaften hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bürger der Unistadt mit einer umfassenden, faktenbasierten Kampagne an die Wahlurnen zu locken. Dazu zählten neben Vorträgen, Flyern und Infoständen beispielsweise auch Führungen zum benachbarte Windpark Greiner Eck, wo die Energiegenossenschaft Starkenburg seit 2017 ein Bürgerwindrad betreibt.

Nach dem überzeugenden Bürgervotum kann die Stadt Heidelberg nun die Arbeiten zur Änderung des Flächennutzungsplans vorantreiben und setzt damit den Wählerwillen um. Danach beginnt das eigentliche Genehmigungsverfahren für den Windpark. Es liegt also noch viel Arbeit vor der Projektgemeinschaft, die aus den 3 Energiegenossenschaften aus Heidelberg, Kraichgau und Starkenburg, sowie den Stadtwerken Heidelberg und dem Stadtwerkeverbund Trianel besteht.

Der Bürgerentscheid im benachbarten Neckargemünd fiel gestern übrigens auch positiv aus, sodass der Bürgerwindpark Lammerskopf mit 8 Windrädern nun zu einem interkommunalen Vorhaben werden kann.

Generalversammlung der Energiegenossenschaft in Elmshausen beschließt 4 % Dividende und stellt die Weichen für weitere PV-Freiflächenprojekte

Auch in diesem Jahr fand die Generalversammlung der Energiegenossenschaft wieder im Festzelt des TSV Elmshausen statt. Die Örtlichkeit hat sich durch Lage und der vorhandenen Infrastruktur bewährt, nicht zuletzt auch durch das servierte „Odenwälder Fingerfood“, mit dem die Mitglieder dann auch umfangreiche Tagesordnungen problemlos überstehen.

Der Vorstand berichtete traditionell umfassend über das Geschäftsjahr 2025. In dem über 100seitigen Geschäftsbericht, den alle Mitglieder schon vor der Versammlung erhalten hatten, wurden die relevanten Entwicklungen ausführlich dargestellt. Die wesentlichen Zahlen und Grafiken wurden in Auszügen präsentiert.

Besonders in Auge fiel dabei der dynamische PV-Zubau, der satte 600% (!) über dem Vorjahr lag. Das geht vor allem auf das Konto eines Freiflächenprojektes gemeinsam mit ENTEGA und GGEW. Damit verbunden war ein deutlicher Mitgliederzuwachs von 20 % auf rund 1.500 Personen. Mehr als 26 Mio. Kilowattstunden Strom wurden 2025 erzeugt. Bilanziell lassen sich damit jährlich rund 26.000 Menschen versorgen. Grundsätzlich standen 2025 einem schwachen Windjahr durchschnittliche Erträge aus der Photovoltaik gegenüber. Die Biogasanlage in Lorsch musste im vergangenen Jahr einige technische Probleme meistern.

Sehr erfolgreich war wieder einmal das Ergebnis der Ausgründung der Projektstark GmbH, die alle PV-Projekte in Eigenregie umsetzt. Ebenfalls auf der Habenseite standen die zusätzlichen Erträge aus der Vermarktung von Solarstrom direkt an die Gebäudenutzer. Damit lassen sich deutlich höhere Einnahmen generieren als mit der reinen Netzeinspeisung. Mit diesem erfolgreichen Konzept wurden 2026 noch weitere PV-Anlagen realisiert.

Einstimmig wurde der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Ausschüttung eine Dividende von 4 % angenommen.

Eine Satzungsänderung sowie eine intensiv diskutierte Anpassung der Kreditvergabe an Tochterunternehmen rundeten die Formalien ab.

Der Vorstand hatte bereits mit der Einladung angekündigt, den Mitgliedern an diesem Abend exklusiv zwei weitere Großprojekte vorstellen zu wollen. Damit verbunden natürlich auch die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung. In Otzberg und Fürth war im Juni Baurecht für zwei Freiflächen-Photovoltaikanlage geschaffen worden. Es handelt sich in Summe um eine Anschlussleistung von 12,9 MWp. Beide Freiflächenanlagen werden jeweils mit einem sogenannten „Grünstromspeicher“ ausgestattet. Damit wird der erzeugte grüne Strom zeitlich flexibel ins Netz eingespeist. Das Interesse an einer finanziellen Beteiligung war wie so oft groß und schon 2 Tage später hieß es „ausverkauft“.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Wettbewerb „EchtSTARK 2026“, bei dem die Genossenschaft erneut herausragende bürgerschaftliche und gemeinwohlorientierte Initiativen aus der Region auszeichnete. Von siebzehn Vorschlägen erreichten drei Finalisten die Endrunde. Diese stellten ihre beeindruckenden Projekte dem Publikum vor. Die nachfolgende Abstimmung der Mitglieder brachte folgendes Ergebnis:

  1. Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße e.V. – Preisgeld 2.000,- €
  2. Altes Rathaus Traisa (ART) e.V. – Preisgeld 1.500,- €
  3. Erneuerbare IG EFG Fischbach – und Gersprenztal – Preisgeld 1.000,- €

Die Genossenschaft bedankt sich bei allen Engagierten, die mit ihren Initiativen die Region nachhaltig stärken und lebenswert gestalten.

Bürgerentscheid über Bürgerwindpark Lammerskopf am 12.7. in Heidelberg – Starkenburger sind Teil der Projektgesellschaft

Auch die Energiegenossenschaft Starkenburg engagiert sich im Vorfeld des Bürgerentscheids zur Windenergie am Lammerskopf in Heidelberg. Am 12. Juli 2026 werden die Heidelberger Bürgerinnen und Bürger zu den Wahlurnen gerufen. Es gilt über die Frage zu entscheiden, ob die Stadt für das Gebiet Lammerskopf die planerischen Grundlagen für einen Windpark schaffen soll. Bis zu sieben Anlagen mit einem Jahresertrag von insgesamt rund 120 Mio. Kilowattstunden Grünem Strom könnten auf Heidelberger Gemarkung stehen. Die Energiegenossenschaft Starkenburg gehört gemeinsam mit der Heidelberger Energiegenossenschaft, der Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau, den  Stadtwerken Heidelberg und dem Stadtwerkebündnis Trianel zur Projektgemeinschaft dieses Vorhabens. 

Im Rahmen der Informations- und Dialogangebote rund um den Bürgerentscheid lädt die Energiegenossenschaft Starkenburg am Samstag, 28. Juni, von 11 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür am Windpark Greiner Eck ein. Besucherinnen und Besucher erhalten dort Einblicke in die Technik, den Betrieb und die regionale Bürgerbeteiligung an Windenergieprojekten. Die Veranstaltung soll Gelegenheit bieten, Fragen zur Energiewende und zum geplanten Bürgerwindpark am Lammerskopf direkt vor Ort zu diskutieren.

Die Stadt Heidelberg informiert gemeinsam mit dem Forum Energiedialog Baden-Württemberg in den kommenden Wochen umfassend über den Bürgerentscheid und die Hintergründe des Projekts.

Unterdessen hat sich in Heidelberg ein breites Bündnis verschiedener Organisationen für den Bürgerwindpark am Lammerskopf formiert. Unter www.windkraft-heidelberg.de wurden die wichtigsten Fakten zu dem Projekt umfassend aufbereitet und bieten eine gute Grundlage für den Bürgerentscheid.

Dieburger Sportbad spart Geld mit eigenem Sonnenstrom – positive Bilanz bereits nach den ersten Betriebsmonaten

Die aktuellen Energiekrise unterstreicht eindrücklich die Bedeutung des Ausbaus der Ernererbaren Energien. Auf dem Dach des Sportbads des Wassersportvereins Dieburg (WSV) haben seit Jahresbeginn 506 Solarmodule ihre Arbeit aufgenommen. Bei SolarSTARK 46 werden mit 230 Kilowattpeak Leistung jährlich rund 185.000 kWh Solarstrom erzeugt.

Schon nach den ersten Betriebsmonaten zeigen die Ertragszahlen: Es hat sich gelohnt, denn der erzeugte Solarstrom wird vorrangig direkt im Sportbad genutzt, um den hohen Eigenverbrauch des Gebäudes zu decken. Lediglich der überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Damit leistet das Projekt nicht nur einen Beitrag zur Energiewende, sondern hilft auch, die Betriebskosten des Hallenbads zu senken: Der günstige Sonnenstrom verdrängt teuren Netzstrom und verbessert damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

Die Kosten für die örtlichen Stromfresser – vor allem die Lüftung, aber auch die Umwälzpumpen und das Licht – sollen so jährlich um rund 10.000 Euro sinken und damit den WSV-Haushalt spürbar entlasten. Und dabei hatte der Verein selbst keinen Cent in die Hand nehmen müssen. Das Projektvolumen von rund 180.000 Euro und wurde wie üblich zu 100% über einen lokale Bürgerbeteiligung finanziert. Mitglieder des Wassersportvereins waren bei der Zeichnung bevorzugt berücksichtigt.

Mit diesem Projekt setzt die Energiegenossenschaft Starkenburg ihre erfolgreiche Reihe von Bürgersolaranlagen fort. Aktuell ist SolarSTARK 52 in Arbeit – auch wieder auf einem Dach eines Sportvereins (TSV Rot-Weiß Auerbach)

TSV Rot-Weiß Auerbach auch bei nachhaltiger Energieversorgung auf einem Spitzenplatz – SolarSTARK 52 am Start

Die TSV Rot-Weiß Auerbach setzt ihren Weg in Richtung nachhaltiger Energieversorgung konsequent fort. Nachdem die PV-Anlage auf Gebäude D (SolarSTARK 49) inzwischen seit rund zwei Wochen in Betrieb ist, geht es nun mit dem nächsten Baustein weiter: Für Gebäude A startet gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Starkenburg eG das Bürgerbeteiligungsprojekt „SolarSTARK 52“.

Damit wird die Photovoltaik-Strategie des Sportvereins Schritt für Schritt weiter umgesetzt. Das neue Projekt knüpft direkt an den eingeschlagenen Kurs an: regionale Kooperation, nachhaltige Infrastruktur und eine Energiewende, an der sich auch Mitglieder aktiv beteiligen können.

Geplant ist auf dem Dach von Gebäude A eine weitere Bürgersolaranlage der Energiegenossenschaft Starkenburg. Laut Projektsteckbrief wird die Anlage auf dem sanierten Norddach dachparallel montiert. Der erzeugte Strom soll zunächst direkt vor Ort genutzt werden; nur überschüssige Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist. Es handelt sich damit nicht nur um ein weiteres Solardach, sondern um eine Lösung mit direktem Nutzen für den Standort.

Die wichtigsten Projektdaten zeigen die Größenordnung: Vorgesehen sind rund 80 kWp Nennleistung, ein erwarteter Jahresertrag von etwa 58.000 kWh sowie eine jährliche CO₂-Minderung von rund 29 Tonnen. Die Anlage wird per Fernüberwachung erfasst, die Ertragsdaten sollen online über SolarSTARK-View einsehbar sein.

Finanziert wird SolarSTARK 52 vollständig über Bürgerbeteiligung. Für die TSV ist besonders wichtig: Mitglieder des TSV Auerbach haben Vorrang bei der Vergabe der Beteiligungspakete. Falls es mehr Interessierte als verfügbare Beteiligungen gibt, erfolgt die Auswahl nach Entfernung zum Projektstandort.

Mit SolarSTARK 52 setzt die TSV Rot-Weiß Auerbach ihren eingeschlagenen Weg sichtbar fort: nachhaltige Entwicklung nicht nur zu beschreiben, sondern konkret auf dem eigenen Gelände umzusetzen — gemeinsam mit einem starken regionalen Partner und mit der Möglichkeit für Mitglieder, sich unmittelbar daran zu beteiligen.

Grasellenbach wird Standort von SolarSTARK 53- weiteres Gewerbeobjekt erzeugt Sonnenstrom

In Zeiten steigender Energiekosten ist der Strom vom eigenen Dach eine lohnende Alternative. Wer Planung, Bau und Invest nicht stemmen kann, dem helfen wir auch gerne aus.  In Kooperation mit Grasellenbacher Unternehmen GED Handwerksbedarf & Baustoffe eGbR entsteht derzeit eine weitere Bürgersolaranlage der Starkenburger Energiegenossen. Die Anschlussleistung beträgt rund 120 kWp.

Das Konzept sieht eine Aufteilung der Stromerzeugung vor: Ein Großteil des erzeugten Solarstroms (ca. 108.000 kWh/a) wird direkt in das öffentliche Netz eingespeist. Ein weiterer Anlagenteil dient der Eigenversorgung der Gebäude vor Ort; überschüssiger Strom wird ebenfalls ins Netz abgegeben. 
Im ersten Bauabschnitt werden zwei der drei Dächer mit insgesamt 202 PV-Modulen ausgestattet. Die dort erzeugte Energie wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist. Die Montage der PV-Module auf diesen beiden Dächern ist bereits abgeschlossen.
Im nächsten Bauabschnitt folgt die Installation auf dem dritten Dach. Diese Module decken dann vorrangig den Strombedarf vor Ort und reduzieren die Strombezugskosten.

Damit geht es auch an diesem Standort wieder um die bestmögliche Nutzung von solarem Eigenstrom, bei gleichzeitiger optimaler Ausnutzung der verfügbaren Dachfläche und Einspeisemöglichkeiten. Mittlerweile hat die Energiegenossenschaft Starkenburg schon mehrjährige Erfahrung mit diesem Konzept gesammelt, das eine anspruchsvollere Planung voraussetzt.

Wie bei allen ES-Projekten galt auch hier das bewährte Prinzip der Projektnähe. Der erforderliche Investitionsbedarf in Höhe von 95.000 € wurde zu 100% aus dem unmittelbaren Projektumfeld finanziert. 

In Beerfelden entsteht SolarSTARK 51- Kooperation mit Naturprodukte Odenwald GmbH

In Beerfelden entsteht derzeit eine weitere Bürgersolaranlagen der Starkenburger Energiegenossen. Auf Dächern der Naturprodukte Odenwald GmbH wird eine Anlage mit rund 320 kWp installiert. Der jährliche Stromertrag beläuft sich auf rund 256.000 kWh. Damit können ca. 128 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden, was über eine Betriebszeit von 20 Jahren einer eingesparten Menge von rund 2.560 Tonnen CO2 entspricht. 

Die Anlage wird aufgeteilt in Voll- und Überschusseinspeisung. Damit geht es auch an diesem Standort wieder um die bestmögliche Nutzung von solarem Eigenstrom.  Das Projekt ist bewusst auf Flexibilität ausgelegt: Bei künftig steigendem Strombedarf vor Ort können weitere Anlagenteile ohne großen technischen Aufwand in die Eigenversorgung eingebunden werden. So bleibt das System anpassungsfähig und kann langfristig mit den Anforderungen des Betriebs wachsen.

Wie bei allen ES-Projekten galt auch hier das bewährte Prinzip der Projektnähe. Der Investitionsbedarf in Höhe von 275.000 € wurde zu 100% aus dem unmittelbaren Projektumfeld finanziert.

Aktuell läuft die Montage der 698 Module auf den beiden Trapezblechdächern.

Starkenburger ziehen Bilanz des Solarenergie-Ausbaus im Jahr 2025 – Zuwachs liegt um 600% (!) über dem Vorjahreszeitraum

Die Energiegenossenschaft Starkenburg blickt beim Ausbau der Solarenergie auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Im Berichtsjahr konnte ein Ausbauzuwachs von insgesamt 2.551 kWp an neuer Photovoltaikleistung realisiert werden. Damit wurde der Ausbau im Vergleich zum Jahr 2024, in dem 417 kWp neu installiert wurden, um das 6-fach übertroffen. Der wesentliche Grund dafür ist der Einstieg in die Freiflächenphotovoltaik (SolarSTARK 48 XXL Lampertheim) auf deren Konto allein 2.060 kWp Anschlussleistung entfielen.

In den PV-Ausbau wurden im Jahr 2025 rund 1,9 Millionen Euro investiert. Die komplette Projektfinanzierung erfolgte dabei durch die Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg. Es war kein Bankdarlehen erforderlich. Dieses Ergebnis belegt das eindrucksvolle Engagement unserer Mitglieder und unterstreicht das Potential genossenschaftlich organisierter Projekte bei der regionalen Energiewende.

Der deutliche Ausbauzuwachs im Jahr 2025 markiert einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen und unabhängigen Energieversorgung in der Region Starkenburg. Gleichzeitig stärkt die Genossenschaft durch ihre Investitionen die regionale Wertschöpfung und schafft langfristige Perspektiven für erneuerbare Energien vor Ort.

Auch in diesem Jahr wird der konsequente Ausbau der Solarenergie ein zentraler Baustein unserer genossenschaftlichen Arbeit bleiben. Für 2026 sind bereits fünf PV-Projekte in der Umsetzung.


Gut besuchte Infoveranstaltung zum Solarpark Lampertheim: finanzielle Bürgerbeteiligung im Fokus

Gestern fand im Stadthaus Lampertheim eine Informationsveranstaltung der Energiegenossenschaft Starkenburg zum Solarpark Lampertheim statt. Rund 50 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich aus erster Hand über das PV-Projekt und insbesondere über die Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung zu informieren.

Vorstand Micha Jost, Vorständin Ute Schumacher und PV-Expertin Lea Raupbach beantworteten dabei ausführlich die zahlreichen Fragen der interessierten Gäste. Technische Themen sowie Details zum Finanzierungskonzept standen dabei im Vordergrund. Anscheinend waren etliche Anwesende von der Präsentation schon so sehr überzeugt, dass bereits während und kurz nach der Veranstaltung Beteiligungswünsche in 6-stelliger Höhe bei der ES  eingingen.

Bereits seit Januar 2025 speist die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage der Solarpark Lampertheim GmbH zuverlässig Strom ins Netz. Mit einer Leistung von rund 6 Megawatt erzeugt sie jährlich so viel klimafreundlichen Strom, dass rechnerisch etwa 7.000 Menschen aus der Region damit versorgt werden können. Errichtet wurde die Anlage von einem Konsortium aus GGEW AG und ENTEGA Regenerativ GmbH.

Um die Bürgerinnen und Bürger künftig stärker einzubinden, hatte die GGEW AG die Hälfte ihres Anteils an die Energiegenossenschaft Starkenburg eG (ES) übertragen. Die ES organisiert im Gegenzug eine umfassende regionale Bürgerbeteiligung im Volumen von rund 1,6 Million Euro. Damit wird den Menschen vor Ort die Möglichkeit gegeben, sich direkt an der Energiewende zu beteiligen und von den wirtschaftlichen Vorteilen zu profitieren.

Die Solarpark Lampertheim GmbH wird von drei gleichberechtigten Partnern getragen: der GGEW AG, der ENTEGA Regenerativ GmbH und der Energiegenossenschaft Starkenburg eG – alle halten jeweils 33,3 Prozent der Anteile.

Ein herzlicher Dank gilt noch der Stadt Lampertheim in Person des Klimaschutzbeauftragten Yannic Töpper, der den großen Sitzungsaal des Stadthauses für die Veranstaltung  organisiert hat.

Energiegenossenschaft Starkenburg gehört zu den Finalisten des GenoAward 2025 – Preisverleihung am 24.9. in Frankfurt

Am 24. September 2025 versammelten sich Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im F.A.Z. Tower, um die Preisträger des ersten GenoAward 2025 zu ehren. Vor einem Publikum geladener Gäste wurden Genossenschaften in mehreren Kategorien ausgezeichnet. Neben der feierlichen Ehrung der Gewinner gab es ein inspirierendes Rahmenprogramm mit Beiträgen namhafter Redner sowie die Gelegenheit zum Austausch und Networking in exklusiver Atmosphäre.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg startete in der Kategorie „Lokale Heldin“. Hier wurden Genossenschaften ausgezeichnet, die Antworten auf drängende gesellschaftliche Herausforderungen gefunden haben – mit nachhaltigen Lösungen, starker Bürgerbeteiligung und sichtbarem Nutzen für die lokale Gemeinschaft. Auch wenn es am Ende für uns nicht zum Sieg gereicht hat, so kam die ES doch unter die letzten drei Kandidaten.

Unsere Bewerbung basierte auf dem Projekt SolarSTARK 45 – einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 320 kWp auf den Dächern der Bergsträßer Winzer eG.
Die Besonderheit: Hier kooperieren zwei benachbarte Genossenschaften. Die eine hatte kein Geld um eine PV-Anlage errichten zu können. Die Winzer wollten mit der Sonne günstigen Eigenstrom für ihre Betriebsstätte erzeugen. Mangels Kapital landeten die Pläne allerdings in der Schublade. Die Starkenburger hingegen haben genug Geld, aber zu wenige Projekte.
Die Lösung: Die 1.500 m² Dachfläche wurden kurzerhand an die ES verpachtet, die das Projekt binnen weniger Wochen umsetzte. Das Vorhaben wurde dabei zu 100% mit Kapital von Heppenheimer Bürgerinnen und Bürgern finanziert. Unter den Beteiligten ist ein großer Teil auch Mitglied in der Winzergenossenschaft. Seit Mai fließt günstiger Ökostrom an die Winzergenossenschaft. Die vorliegenden Lastgangmessungen zeigen, dass bis zu 80% (!) der erzeugten Solarenergie unmittelbar vor Ort verbraucht werden. Nur der überschüssige Strom gelangt ins Netz. Damit kann die Winzer eG künftig in erheblichem Umfang Energiekosten sparen und leistet gleichzeitig einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz. Um das Projekt in Sachen Regionalität abzurunden, wurde das Solardach von einem ortsansässigen Unternehmen (PBS Energie Gesellschaft für Solarenergie GmbH) errichtet.

Diese enge Verzahnung von Klimaschutz, regionaler Wertschöpfung und genossenschaftlicher Zusammenarbeit hat die Jury überzeugt. Unsere Nominierung zeigt, dass unser Engagement für die Energiewende und Bürgerbeteiligung überregional Anerkennung findet. Wir sind stolz, dabei zu sein!

 

„Royaler Glanz“ bei symbolische Einweihung von SolarSTARK 45

Im Beisein von etlichen Gebietshoheiten, Landrat Chistian Engelhardt sowie Mitgliedern des Hessischen Landtags (Aussschuss für Tourismus) wurde im Heppenheimer Vinoversum das Gemeinschaftsprojekt von der Winzergenossenschaft Bergstrasse und der Energiegenossenschaft Starkenburg symbolisch in Betrieb genommen. Die Gäste zeigten sich besonders  von dem Konzept beeindruckt, wie die Zusammenarbeit zweier benachbarter Genossenschaften zu einer ausgeprägten Win-Win Situation geführt hat. Die Winzer wollten durch PV ihre hohen Stromkosten senken, hatten aber kein Geld für das Projekt. Die Starkenburger suchen immer nach Klimaschutz-Projekten und verfügen dabei über die notwendigen Finanzmittel.

Die PV-Anlage auf den weitläufigen Dachflächen ist auf eine Anschlussleistung von über 300 kWp ausgelegt. Die erzeugte Energie wird hauptsächlich für den Eigenverbrauch der vielfältigen Produktionsprozesse bei der Kelterung sowie Kühlung genutzt. Die ersten Monate zeigen, dass teilweise über 80% der erzeugten Solarenergie unmittelbar vor Ort verbraucht werden. Nur der überschüssige Strom gelangt ins Netz. Damit kann die Winzer eG künftig in erheblichem Umfang Energiekosten sparen und leistet gleichzeitig einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Das Projekt war wie so oft deutlich überzeichnet. Vom Beteiligungsinteresse der Bürgerinnen und Bürger her hätten wir eine doppelt so große Anlage errichten können. Wie üblich, hatte das direkte Projektumfeld Vorfahrt. So kamen zunächst die Mitglieder der Winzer eG zum Zuge, die sich auch gleich den Löwenanteil an dem Projekt sicherten.

 

15 Jahre Energiegenossenschaft Starkenburg – gelungene Jubiläumsfeier am Ufer des Erlachsees

Mit Sonnenschein, Seeblick und vielen gut gelaunten Gästen feierte die Energiegenossenschaft Starkenburg am vergangenen Wochenende ihr 15-jähriges Bestehen. Rund 250 Mitglieder, Mitstreiter, Freundinnen und Freunde kamen ins Naturschutzzentrum Bergstraße in Bensheim, direkt am Ufer des idyllischen Erlachsees, um gemeinsam auf die erfolgreiche Geschichte anzustoßen.

Vorstandsmitglied Micha Jost eröffnete die Jubiläumsveranstaltung mit einem kleinen Rückblick auf die turbulenten Vorgange rund um die Gründung im Dezember 2010. Unter dem Titel: „Schuld war die Gute Ute“, wurde die Bedeutung des damaligen ersten Windkraftprojektes und deren Initiatoren herausgestellt. Mittelpunkt der Ausführungen waren dann auch vor allem die Menschen hinter der Genossenschaft – jene Mitglieder, die mit ihrem Engagement, ihren Ideen und vor allem mit Umsetzungsgeschick, die genossenschaftliche Energiewende in der Region vorangetrieben haben. Passend dazu präsentierte eine reichbebilderte Ausstellung mit rund 40 Plakatwänden eindrucksvoll die Meilensteine der Starkenburger in den vergangenen 15 Jahren.

Auch für Unterhaltung und Genuss war bestens gesorgt. Ein Kinderprogramm mit Schminken, Basteln, Schafe kraulen und einer spannenden Ufer-Expedition brachte die Jüngsten in Bewegung. Das „Frosch-Kino“ bot spannende Einblicke in Welt der Amphibien. Ein fachlich forderndes Quiz lud zum Mitdenken ein. Dem Gewinner winkt nun ein exklusiver Besuch des ersten Starkenburger Windrads „Guten Ute“, mit Ausblick von der Gondel. Fürs leibliche Wohl sorgten die Pfadfinderinnen aus Lorsch mit Kaffee und Kuchen, während ein Foodtruck die Gäste mit Herzhaftem versorgte. 

Etliche befreundete Organisationen aus dem Umfeld des regionalen Klimaschutzes präsentierten sich auf dem weitläufigen Gelände. Vertreten waren das Klimabündnis Bergstraße, BUND Kreis Bergstraße, Solarberater Bergstraße, Energiewende Bergstraße und die Klima-Initiative Ober-Ramstadt e.V.. Der Förderkreis der „Großen Pflanzenfresser Bergstraße e.V.“ informierte über die in der unmittelbaren Nachbarschaft grasenden Wasserbüffel.

Das Fest bot auch den idealen Rahmen um ein spezielles Jubiläumsprojekt zu präsentieren. Hier wurde eine PV-Freiflächenanlage vorgestellt, an der sich die Mitglieder nun finanziell beteiligen können. Die Resonanz an dem neuen Millionenprojekt war überaus groß – zahlreiche Besucherinnen und Besucher füllten schon vor Ort die ersten Reservierungsformulare aus.

Die Mischung aus perfektem Spätsommerwetter, idyllischem Ambiente, entspannter Atmosphäre und vielen anregenden Gesprächen, machten das Jubiläum zu einem rundum gelungenen „Feiertag“, an den man sich noch lange gerne erinnern wird.

Eindrücke des Tages finden Sie in unserer Bildergalerie:

Wir sagen Danke für 15 Jahre Engagement im Aufsichtsrat – ES-Gründungsmitglied Rolf Becker tritt ab

Nach 15 Jahren engagierter und vertrauensvoller Mitarbeit verabschieden wir mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit ein Aufsichtsratsmitglied der ersten Stunde. In der gestrigen Generalversammlung hat Rolf seinen Entschluss bekanntgegeben, sich aus dem Gremium zurückzuziehen.

Rolf zählt zu den Gründervätern der Energiegenossenschaft Starkenburg – ein Engagement, das mit einem besonderen Moment begann: Im Dezember 2010 erreichte ihn während einer Straßenbahnfahrt ein Anruf mit der Frage, ob er bei der Gründung einer Energiegenossenschaft mitwirken wolle. Ohne zu zögern antwortete er: „Ja, ich bin dabei!“ – ein spontanes Ja, das der Beginn einer bemerkenswert erfolgreichen Weggemeinschaft war.

In den vergangenen anderthalb Jahrzehnten haben wir gemeinsam viele zukunftsweisende Entscheidungen getroffen – klug, manchmal mutig, stets im Sinne einer nachhaltigen Energiezukunft in Bürgerhand. Unsere Zusammenarbeit war geprägt von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und einer geteilten Vision.

Besonderes Fachwissen brachte Rolf im Bereich Windkraft ein – auch hier ein echter Pionier: Bereits vor 30 Jahren war er Mitbegründer des ersten Windparks in Südhessen auf der Neutscher Höhe.

Lieber Rolf, wir danken Dir von Herzen – für Deine Zeit, Deine Ideen, Deine Ausdauer und Dein starkes persönliches Engagement.
Durch Deinen Einsatz hat die Energiegenossenschaft Starkenburg an Substanz, Stabilität und Strahlkraft gewonnen – dafür sind wir Dir sehr verbunden.

Neue Bürgersolaranlage auf dem Dach des Dieburger Sportbads geplant – Energiegenossenschaft Starkenburg realisiert Projekt „SolarSTARK 46“ in Kooperation mit dem Wassersportverein Dieburg

Die Energiegenossenschaft Starkenburg wird auf dem Dach des Sportbads des Wassersportvereins Dieburg ihre nächste Bürgersolaranlage errichten. Das Projekt mit dem Namen SolarSTARK 46 entsteht in enger Kooperation mit dem Verein, der gleichzeitig Betreiber (!) des Hallenbads ist – eine absolute Besonderheit in der heutigen Bäderlandschaft, die besondere  Anerkennung verdient.

Der erzeugte Solarstrom wird vorrangig direkt im Sportbad genutzt, um den hohen Eigenverbrauch des Gebäudes zu decken. Lediglich der überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Damit leistet das Projekt nicht nur einen Beitrag zur Energiewende, sondern hilft auch, die Betriebskosten des Hallenbads zu senken: Der günstige Sonnenstrom verdrängt teuren Netzstrom und verbessert damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

Die Montage der Solarmodule ist für August 2025 geplant. Das Projektvolumen beläuft sich auf rund 180.000 Euro und wird wie üblich zu 100% über die Bürgerbeteiligung finanziert. Mitglieder des Wassersportvereins werden bei der Zeichnung bevorzugt berücksichtigt.

Mit diesem Projekt setzt die Energiegenossenschaft Starkenburg ihre erfolgreiche Reihe von Bürgersolaranlagen fort. Neben der lokalen Energiewende wird damit auch das ehrenamtliche Engagement vor Ort gestärkt.

„Kröten“ für Kröten – Energiegenossenschaft Starkenburg unterstützt Naturschützer in Heidelberg bei Rettungsaktion eines Feuchtbiotops

Unser zentrales Anliegen ist fraglos der Klimaschutz durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit eigenen Anlagen. Mitunter müssen wir uns aber auch mit den Auswirkungen der fortschreitenden Klimaerhitzung befassen.

Am vergangenen Freitag (4.4.) erreichte uns ein Hilferuf des ehrenamtlichen Naturschutzwartes der Stadt Heidelberg, Winfried Münster. Man kennt sich vom Projektbeirat des geplanten Bürgerwindparks Lammerskopf. Und genau dort oben, auf dem Bergrücken über Heidelberg, spielt sich witterungsbedingt derzeit eine leise, aber dennoch folgenreiche Tragödie für die lokale Amphibienpopulation ab.

Laut Naturschutzexperten Münster sieht die Lage vor Ort wie folgt aus: „Der Biotopverbund steht vor der ernsthaften Gefahr der Austrocknung. Ohne eine gezielte Zuführung von Wasser droht der Verlust zehntausender Kaulquappen der Erdkröte und des Grasfrosches. Auch der Nachwuchs von Molchen und Feuersalamandern steht auf dem Spiel.“ Winfried Münster bat daher in einem Brandbrief alle potentiellen Unterstützer per E-Mail um schnelle Hilfe.

Angesichts dieser Notlage und unserer logistischen, wie auch finanziellen Möglichkeiten, wollten und konnten die Starkenburger unbürokratisch helfen. Zunächst war geplant mit Fahrzeugen unserer Biogasanlage Lorsch rasch einen Wassertransport zu organisieren. Unser größtes „Flaggschiff“ dort fasst rund 18.000 l Wasser, hätte aber erst aufwändig gereinigt werden müssen, denn für diese Notmaßnahme war Trinkwasserqualität gefragt.

Über die Landwirte entstand der Kontakt zur Firma May aus Laudenbach, deren mobiler Trinkwassercontainer sogar 20.000 l (!) Wasser transportieren kann. Schon am Dienstagmorgen  (8.4.) rollte das Fahrzeuggespann auf dem Lammerskopf und konnte unter fachkundiger Anleitung von Amphibienretter Münster lebensrettendes Nass in den verschiedenen Biotopbereichen ausbringen. Der umtriebige Naturschützer hat dazu auch ein ausführliches Video gedreht (Link YouTube).

Natürlich kann eine solche Aktion ein Feuchtbiotop nicht nachhaltig sichern. Dazu müssten strukturelle Veränderungen her und vor allem muss das Problem der Klimaerhitzung an der Wurzel bekämpft werden. Und deshalb machen wir nun wieder das, was die Energiegenossenschaft Starkenburg am besten kann, wir bauen mit den Menschen vor Ort Anlagen zur klimaschonenden Energieerzeugung. Von den Erlösen finanzieren wir nebenbei auch weiterhin „Kröten-Notgroschen“ für Aktionen dieser Art.

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Wein trifft Watt- neues PV-Projekt mit der Winzergenossenschaft Heppenheim

Unser neues PV-Projekt wird ein echtes Heimspiel und zugleich eine Art genossenschaftliches Familientreffen. Die Winzergenossenschaft Heppenheim eG hat sich mit der Energiegenossenschaft Starkenburg zusammengetan, um ein größeres Photovoltaikprojekt auf den Dächern ihrer Produktionsgebäude zu verwirklichen. 1.500 m² Fäche konnten mit Modulen belegt werden.

Die neue Anlage ist auf eine Anschlussleistung von über 300 kWp ausgelegt. Die erzeugte Energie wird hauptsächlich für den Eigenverbrauch der vielfältigen Produktionsprozesse genutzt. Die vorliegenden Lastgangmessungen zeigen, dass bis zu 80% der erzeugten Solarenergie unmittelbar vor Ort verbraucht werden. Nur der überschüssige Strom gelangt ins Netz. Damit kann die Winzer eG künftig in erheblichem Umfang Energiekosten sparen und leistet gleichzeitig einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Unser Projekt war wieder einmal deutlich überzeichnet. Vom Beteiligungsinteresse der Bürgerinnen und Bürger her hätten wir eine doppelt so große Anlage errichten können. Wie üblich, hatte das direkte Projektumfeld Vorfahrt. So kamen zunächst die Mitglieder der Winzer eG zum Zuge, die sich auch gleich den Löwenanteil an dem Projekt sicherten.

Aktuell ist die Unterkonstruktion bereits fertiggestellt. In der kommenden Woche werden die PV-Module montiert.

Delegation aus Zuzenhausen besucht den Windpark Greiner Eck

Am vergangenen Samstag war eine Delegation aus dem Gemeinderat sowie Bürgerinnen und Bürger von Zuzenhausen und umliegender Gemeinden zu Gast im Windpark Greiner Eck. Durch die aktuell laufende Ausweisung von Windvorrangflächen im Rhein-Neckar-Kreis rückt die Windkraft auch im Kraichgau auf die Tagesordnung des Gemeinderats. Daher entstand der Wunsch, sich einmal direkt vor Ort über dieses hochemotionale Thema zu informieren. Micha Jost und Julia Straus nahmen die Besuchergruppe in Empfang und händigten den Gästen gleich zu Beginn eine 4-seitige Infobroschüre aus, die alle wesentlichen technischen und planerischen Fakten zum Windpark übersichtlich darstellt. Aufgrund des großen Interesses an Führungen in den vergangenen Monaten hat die Energiegenossenschaft Starkenburg umfangreiches Infomaterial zusammengestellt.

Schon während des ca. 20 minütigen Fußmarschs vom Wanderparkplatz „Kreuzschlag“ bis zur nächstgelegenen Anlage des Parks, stelle die 20-köpfige Gruppe verblüfft fest, dass selbst im Winter, wenn die Bäume kahl sind, die Anlagen im Wald erst sichtbar werden, wenn man fast schon vor ihnen steht. Die frostigen Temperaturen gaben auch gleich Gelegenheit um auf eine wichtige Schutzvorrichtung der Windräder aufmerksam zu machen, die bei drohendem Eisansatz sofort abgeschaltet werden. Dies dient sowohl dem Schutz der Anlage, um Schäden durch Unwuchten an den Rotorblättern zu vermeiden, als auch dazu, eventuelle Gefahren durch herabfallendes Eis zu bannen.

Die Gäste hatten natürlich eine Vielzahl von Fragen im Gepäck. Von der Baustellenlogistik, über Brandschutz, Wirtschaftlichkeit, Schall, Auswirkungen auf das Grundwasser, Bürgerbeteiligung und Betriebsführung. Natürlich durfte auch das Thema Fledermausschutz nicht fehlen. Die Windräder werden automatisch abgeschaltet, wenn diese dämmerungsaktiven Tiere unterwegs sind. Hier geht es um vergleichsweise warme und relativ windstille Nächte. Mit entsprechenden Parametern wird dann für jeden Monat des Jahres ein eigener Abschaltalgorithmus für jedes Windrad programmiert. Diese behördlich verfügten Abschaltzeiten müssen jährlich auch vom Betreiber dokumentiert werden.

Einen besonderen Höhepunkt gab es dann zum Ende der Führung. Die Besuchergruppe konnte auch den Innenbereich einer Windenergieanlage besichtigen. Diese nicht alltäglichen Einblicke in die komplexe Anlagentechnik beeindruckten das Kraichgauer Publikum ganz besonders.

Hintergrund:
Der Windpark Greiner Eck, erstreckt sich auf einem Bergrücken über Neckarsteinach/Hirschhorn und besteht aus fünf modernen Windenergieanlagen (ENERCON E-115- 3 MW). Er produziert im Schnitt jährlich über 28 Mio. kWh klimafreundlichen Strom.

Fünf Jahre vergingen von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Es war der erste Windpark im Kreis Bergstraße. Die Energiegenossenschaft Starkenburg betreibt seit 2017 dort ein eigenes Bürgerwindrad, das über eine lokale Bürgerbeteiligung finanziert werden konnte.

Die restlichen vier Windräder stehen im Eigentum der Stadtwerke Viernheim/Bad Vilbel, die das Projekt geplant und umgesetzt hatten.

Neues PV-Dach in Oftersheim – KITA Fohlenweide bekommt günstigen Eigenstrom

Unser neues Solar-Projekt auf einem kommunalen Kindergartendach im badischen Oftersheim war hart erkämpft. Wir konnten uns letztlich in einem komplexen und langwierigen Ausschreibungsverfahrens durchsetzen. Im Focus der Gemeinde standen dabei möglichst geringe Kosten für den Eigenstrombedarf. Nach zwei Ausschreibungsrunden präsentierten wir das beste Angebot. Dabei profitierte die Kommune von unserer langjährigen PV-Erfahrung, denn wir konnten die Verantwortlichen von technischen Änderungen an der Gesamtplanung überzeugen – zum Wohle des Stadtsäckels und zum Vorteil für die finanzielle Bürgerbeteiligung.

Da der aktuelle Strombedarf im Kindergarten Fohlenweide relativ gering ist, erfolgt nun ein Anlagensplitting. Eine kleinere PV-Anlage mit ca. 30 kWp wird künftig vollständig einspeisen, eine weitere mit ca. 69 kWp dient der Überschusseinspeisung. So kann der Strombedarf des Kindergartens gedeckt werden und die ES erhält für den Strom aus der Volleinspeiseanlage eine höhere Vergütung. Dieses Paket macht das gesamte Projekt wirtschaftlich attraktiver und die ES kann daher der Gemeinde Oftersheim einen überaus günstigen Strompreis anbieten. Sollte der Strombedarf im Kindergarten in Zukunft steigen, kann die kleinere Volleinspeiseanlage problemlos in eine Überschusseinspeiseanlage umgewandelt werden.

Wir rechnen mit rund 85.000 kWh Sonnenstrom jährlich, von denen rund 9.000 kWh vor Ort verbraucht werden.
Die Investition von rund 78.000 € wollen wir wieder zu 100% mit Eigenkapital finanzieren – wie immer aus dem unmittelbaren Projektumfeld. Bürgerinnen und Bürger aus Oftersheim haben in diesem Falle Vorrang.

„Sunny“ sorgt für mehr Sonnenstrom  – Energiegenossenschaft Starkenburg reinigt PV-Anlagen künftig mit eigenem Putzroboter

Ein weithin ungenutztes Potential bei PV-Anlagen liegt in einer regelmäßigen Reinigung der Module. Gerade bei relativ flach geneigten Dächern setzten die Paneele im Laufe der Jahre ordentlich Dreck an. Damit sinkt der Ertrag von Sonnenstrom merklich. Die ES hat sich nun für knapp 19.000 € einen Putzroboter zulegt. Das Modell wiegt 50 kg und lässt sich in fünf handlichen Einzelteilen bequem per Hand auf die Dächer transportieren. Den ersten Arbeitstag hat „Sunny“ auf unseren Solaranlagen in Wald-Michelbach absolviert. Am Feuerwehrgerätehaus sowie auf der Sporthalle des Schulzentrums konnte er seine Qualitäten unter Beweis stellen.

Per Fernbedienung zog der kleine Helfer gemächlich seine Runden. Der flexible Wasseranschluss zu einem 1.000 l Tank sorgte für die nötige Flüssigkeitsversorgung. Schon nach knapp 4 Stunden waren die 380 Module sauber. Gereinigt wird mit kalkarmen Quellwasser und dort, wo es die Entwässerungssituation zulässt, zusätzlich noch mit einem Spritzer „Spüli“. Bei einem Anlagenbestand von derzeit 42 PV-Dächern, wird unsere kleiner Freund künftig gut zu tun haben.

Je nach Verschmutzungsgrad kann ein solcher Reinigungsvorgang zu einer Ertragssteigerung von rund 10% führen. Von daher wird sich die Anschaffung von Sunny schnell bezahlt machen.

Energiegenossenschaft Starkenburg bei Kamingespräch mit Hessischem Wirtschaftsminister Mansoori in Neu-Isenburg

Der Genossenschaftsverband hat am vergangenen Freitag in Neu-Isenburg eine kleine Runde zu einem Austausch mit dem Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum Kaweh Mansoori eingeladen. Mit dem Format „Politik-trifft-Praxis“ wurde einigen Energiegenossenschaften die Möglichkeit geboten, im bewusst klein gehaltenen und exklusiven Kreis mit dem Minister ins Gespräch zu kommen.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg vertreten durch Vorstandsmitglied Micha Jost nutzte die Gelegenheit, um die aufwendige Genehmigungsverfahren im Bereich der Freiflächen-Photovoltaik anzusprechen. In der Praxis haben sich mittlerweile Doppelstukturen etabliert, die eine Genehmigung von Anlagen deutlich verzögern. Zusätzlich hat sich die Denkmalbehörde mittlerweile zu einer besonderen Hürde entwickeln.

Der Minister zeigte sich den Anliegen gegenüber sehr aufgeschlossen, da er sich ohnehin das Thema Bürokratieabbau im Bereich Bauen auf die Fahnen geschrieben hat. Es wurde vereinbart diese Sachverhalte direkt mit seinen Fachabteilungen im Ministerium zu besprechen.

Ein weiteres Thema war das Vergabeverfahren von Landesflächen für Windparks, die von HessenForst durchgeführt werden. Hier gab es die Forderung die Bieterstruktur künftig besser zu berücksichtigen. Aktuell wird die Pachthöhe zu 70 % berücksichtigt. Lediglich 30 % der Bewertung berücksichtigen Art und Umfang der Bürgerbeteiligung, Aspekte der regionalen Wertschöpfung usw. Die Ausgestaltung dieses Bereiches trägt maßgeblich zur Akzeptanzsteigerung bei. Die ES könnte in diesem Zusammenhang auf das Beispiel BW verweisen (Bürgerwindpark Lammerskopf) Hier wurde das Verhältnis auf 60/40% korrigiert.

Jubiläumsfeier – 30 Jahre Windpark Neutscher Höhe

Wer eine Vorstellung davon bekommen will, wie lange ein Windrad durchhält, der sollte die Neutscher Höhe besuchen. Seit rund 30 (!) Jahren drehen sich hier drei Windräder der Marke „Tacke“ (0,6 MW Leistung). Sogar die Rotorblätter haben die drei Jahrzehnte Sturm, Hagel, Schnee, Blitz und Donner überstanden. Es gab vereinzelte Ausbesserungen, doch in Betrieb ist immer noch die solide Erstausstattung. Am vergangenen Sonntag wurde dieses beeindruckende Windpark-Jubiläum mit vielen Gästen  ausgiebig gefeiert. Die Torte (Bild) hatte die Energiegenossenschaft als Präsent im Gepäck.

Auf den Weg gebracht wurde das Projekt von der Odenwald GmbH, einem Zusammenschluss von 36 Bürgern. Diese Windkraft-Pioniere bewiesen bereits 1994 Mut, Überzeugungskraft, Durchhaltevermögen und fachliches Geschick. Die Neutscher Höhe erwies sich als ein guter Windstandort, das ausgesuchte Modell als ausgereift und langlebig. Umgerechnet 1,8 Mio. € galt es damals zu finanzieren. Ob sich alles am Ende rentieren würde, war ungewiss. Der Erfolg gibt ihnen nun recht. Aus einem der Gesellschafter wurde mittlerweile sogar ein erfolgreicher Unternehmer, der Windradbauteile in alle Welt verkauft (Franz Mitsch – ESM Schwingungstechnik GmbH Heppenheim). Übrigens waren einige der Pioniere auch an der Gründung unserer Energiegenossenschaft im Jahr 2010 beteiligt.  

Mittlerweile wurden auf der Neutscher Höhe zwei weitere Anlagen dazu gebaut. 2011 ging die „Gute Ute“ der Energiegenossenschaft Starkenburg ans Netz (2 MW-Leistung). Ob auch sie 30 Jahre durchhält, ist nicht gewiss, aber die ersten 13 Jahre verliefen schon einmal vielversprechend.

Projektbeirat Bürgerwindpark Lammerskopf – Pressegespräch mit der Rhein-Neckar-Zeitung

In ihrer heutigen Ausgabe widmete die Rhein-Neckar-Zeitung dem „Projektbeirat Bürgerwindpark Lammerskopf“ einen ausführlichen Bericht. Der Artikel war die Zusammenfassung eines ausführlichen Pressegesprächs mit Bernd Kappenstein -ehemaliger Oberbürgermeister von Schwetzingen – und Micha Jost – Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Mit der Schaffung dieses „Runden Tisches“ im Februar 2024 hat die Projektgemeinschaft ihr Versprechen eingelöst, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Mitglieder sind zwei Bürgerinitiativen, Standort- und Nachbarkommunen, Regionalverbände von BUND und Nabu, der Verein für Amphibien/Reptilien-Biotop Schutz BW, Parents vor Future – Heidelberg, ForstBW und natürlich Vertreter der Projektgemeinschaft, d.h. Stadtwerke Heidelberg, Trianel-Stadtwerkeverbund und drei Energiegenossenschaften.

Die Leitung des Projektbeirates obliegt Bernd Kappenstein. Ihm kommt dabei die Funktion des Moderators zu. Ausgleich und Vermittlung innerhalb des sehr heterogenen Teilnehmerfeldes stehen hier im Fokus. Die Starkenburger haben das Beteiligungsformat maßgeblich entwickelt und vertreten in dem Gremium die beteiligten Genossenschaften.

Der Teilnehmerkreis des Gremiums könnte unterschiedlicher kaum sein. Betrachten manche das Vorhaben grundsätzlich sehr kritisch und würden am liebsten kein einziges Windrad auf dem Lammerskopf sehen, so gibt es seitens der Projektgemeinschaft natürlich auch das vitale Interesse an einer Realisierung des Bürgerwindparks. In diesem fordernden Spannungsfeld bewegt sich die Arbeit des Gremiums.

Vier Sitzungen des Projektbeirates wurden bereits absolviert, darunter eine gemeinsame Exkursion mit Fachplanern ins Projektgebiet. Zwei weitere Treffen sind in diesem Jahr bereits geplant.

Zum ganzen Zeitungsbericht  (pdf-Dokument >>).

SolarSTARK 43 auf KITA in Neckarsteinach – erstmals PV-Anlage auf Gründach

In Sachen Dach-PV betritt die Energiegenossenschaft Starkenburg  mit dem aktuellen Projekt SolarSTARK 43 Neuland. Zu ersten Mal wagen wir uns an ein Gründach. Es war der erklärte Wille der Kommune Neckarsteinach ihrer neuen Kindertagesstätte eine grüne Haube mit trockenliebenden Pflanzen zu verpassen. Aus wasserwirtschaftlicher Sicht und mit Blick auf den innerstädtischen Naturschutz eine durchaus kluge Entscheidung.

Die zusätzliche PV-Anlage birgt jedoch gewisse technische Herausforderungen in Sachen Statik und Montage. Besonders spannend wird der Anlagenbetrieb, denn schattenträchtiger Bewuchs muss auf jeden Fall im Zaum gehalten werden.

Hier kommt nun unser bewährtes Online-Überwachungstool „SolarSTARK-View“ zu Einsatz, das uns in Echtzeit die Ertragsdaten liefert und dabei auch einzelne Teilbereiche separat überwacht. Weicht die Stromerzeugung von verschiedenen Sektoren (z.B. durch Verschattung) zu sehr voneinander ab, schlägt die Software Alarm und es gilt vor Ort Ursachenforschung zu betreiben. Im Übrigen werden bereits alle unsere PV-Anlagen von dieser pfiffigen Eigenentwicklung permanent überwacht.

In den vergangenen Tagen nun die Montage begonnen. 158 Module (67 kWp) werden hier künftig klimafreundliche Energie liefern. Durch die West-Ost-Orientierung wird die Ertragskurve in der Spitze flacher, aber langgestreckter. Aus einer glockenförmigen Ganglinie entsteht eine Art Wannenfigur. Wir rechnen mit rund 60.000 kWh Sonnenstrom jährlich.

Da in der KITA auch gekocht wird, besteht ein vergleichsweise hoher Eigenstrombedarf – vor allem um die Mittagszeit. Damit kann die Kommune ihren „Steckdosenpreis“ durch unseren deutlich günstigeren Sonnentarif ersetzen, der wiederum höher ist, als der EEG-Einspeisetarif. Damit entsteht eine WIN-WIN-Konstellation in Vollendung.

Den Invest von rund 55.000 € wollen wir wieder zu 100% mit Eigenkapital finanzieren – wie immer aus dem unmittelbaren Projektumfeld. Bürgerinnen und Bürger aus Neckarsteinach haben in diesem Falle Vorrang.

Unterricht am Windrad – Schüler der Internationalen Gesamtschule Heidelberg besuchen den Windpark Greiner Eck

Ein „Grünes Klassenzimmer“ bildete den Rahmen der heutigen Exkursion einer Schülergruppe der Internationalen Gesamtschule Heidelberg. Micha Jost und Julia Straus von der Energiegenossenschaft Starkenburg nahmen die Besucher im Windpark Greiner Eck in Empfang.

Die Achtklässler aus dem Profilfach „Naturwissenschaft und Technik“, hatten sich bereits im Unterricht intensiv mit den Thema Klimawandel und Erneuerbare Energien befasst. Unter der Leitung von Fachlehrer Jens Neumann waren die Schüler von Heidelberg durchs Neckartal zum Greiner Eck geradelt, um sich selbst ein Bild zu machen. Besonders von Interesse war es dabei, die verschiedenen Argumente der Windkraftgegner einem konkreten Praxistest zu unterziehen.

Die nachfolgenden Eindrücke wurden dabei von der Schulklasse festgehalten:

Schneisen im Wald?
„Wir fuhren auf normalen Waldwegen zum Windpark. Wir haben dann erfahren, dass alle Bauteile auf diesen Wegen zu den jeweiligen Standorten transportiert worden waren. Keinesfalls waren autobahnähnliche Schneisen im Wald zu sehen, von denen Windkraftgegner bisweilen sprechen“

 Landschaftsbild?
„Das erste Windrad tauchte erst ca. 150 m vor dem Ziel auf. Bis dahin war auf dem ganzen Weg von Heidelberg durch das Neckartal nichts von den Windrädern zu sehen. Natürlich sind Windräder nicht unsichtbar, aber es kommt sehr auf den konkreten Standort und den Blickwinkel an.“

 Lärm?
„Unter dem Windrad konnten wir uns ganz normal unterhalten. Das Gespräch war lauter als das Rauschen der drehenden Rotorblätter im Hintergrund.“

Zusätzliche Informationen gab es noch zum Thema Fledermausschutz, denn Windräder werden automatisch abgeschaltet, wenn diese dämmerungsaktiven Tiere unterwegs sind. Hier geht es um vergleichsweise warme und relativ windstille Nächte. Mit entsprechenden Parametern wird dann für jeden Monat des Jahres ein eigener Abschaltalgorithmus für jedes Windrad programmiert. Diese behördlich verfügten Abschaltzeiten müssen jährlich auch vom Betreiber dokumentiert werden.

Einen besonderen Höhepunkt gab es dann zum Ende der Führung. Die Schüler konnten auch den Innenbereich einer Windenergieanlage besichtigen. Diese nicht alltäglichen Einblicke in die komplexe Anlagentechnik beeindruckten das junge Publikum ganz besonders.

Fazit der Schüler: Viele Falschinformationen in Sachen Windkraft werden durch die Praxis widerlegt. Für eine sachliche Bewertung muss man sich an den Fakten orientieren. Die Diskussion über Windenergie muss vor allem auch immer im Vergleich und Abwägung zu anderen Formen der Energieerzeugung geführt werden.

Hintergrund:
Der Windpark Greiner Eck, erstreckt sich auf einem Bergrücken über Neckarsteinach/Hirschhorn und besteht aus fünf modernen Windenergieanlagen (ENERCON E-115- 3 MW). Er produziert im Schnitt jährlich über 28 Mio. kWh klimafreundlichen Strom.

Fünf Jahre vergingen von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Es war der erste Windpark im Kreis Bergstraße. Die Energiegenossenschaft Starkenburg betreibt seit 2017 dort ein eigenes Bürgerwindrad, das über eine lokale Bürgerbeteiligung finanziert werden konnte.

Die restlichen vier Windräder stehen im Eigentum der Stadtwerke Viernheim/Bad Vilbel, die das Projekt geplant und umgesetzt hatten.

Generalversammlung der ES beschließt 8% Dividende

Zufriedene Gesichter prägten das Bild bei der diesjährigen Generalversammlung im Sport- und Bewegungscampus Bürstadt. Mit 100 Gästen war der Saal restlos gefüllt. Aufgrund des exzellenten Abschneidens der Starkenburger im vergangenen Geschäftsjahr können 8 % Dividende an die Energiegenossen ausgeschüttet werden.

Vorangegangen war der ausführliche Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2023, der überaus Erfreuliches zum Inhalt hatte. Die Investitionen von über 21 Mio. € in Erneuerbare Energien (42 Bürgersolaranlagen, eine Biogasanlage, drei Bürgerwindräder und vier Windparkbeteiligungen) sorgen für eine solide Ertragslage. Mehr als 28 Mio. Kilowattstunden Grüner Strom wurden 2023 erzeugt. Mit diesem Allzeithoch an Erneuerbaren Energien war ein Umsatz von 3,3 Mio. € verbunden.

Bei der Projektentwicklung setzt die ES in Zukunft weiter auf Dach-PV, aber auch zunehmend auf Freiland-Photovoltaikanlagen. An mehreren Standorten in der Region laufen bereits entsprechende Genehmigungsverfahren.

Auch im Bereich der Windenergie tut sich Einiges. Der Bürgerwindpark Lammerskopf nahe Heidelberg wird als Gemeinschaftsprojekt mit zusammen weiteren Energiegenossenschaften, den Stadtwerken Heidelberg und dem Stadtwerkeverbund Trianel mit Elan vorangetrieben.

Finanziell war das vergangene Jahr für die Mitglieder neben der Dividende, auch bei den ausgezahlten Zinsen ergiebig. Für die investierten Beträge in Form von nachrangigen Darlehen flossen auf diesem Weg über 320.000,- € zusätzlich an die Mitglieder.

Bedauerlich ist der Umstand, dass es nach wie vor eine lange Warteliste der Beitrittswilligen gibt. Mehrere hundert Menschen warten aktuell darauf Mitmachen zu dürfen. Dieser Rückstau wird sich vermutlich erst mit einem neuen Millionenprojekt auflösen lassen. Es gehört zum Grundprinzip der ES, dass nur bei neuem Finanzbedarf neue Mitglieder aufgenommen werden können – und die müssen dann auch noch aus dem unmittelbaren Projektumfeld kommen.

Der traditionelle Wettbewerb „EchtSTARK 2024“ war einer der Höhepunkte des Abends. Mit dieser Aktion werden seit einigen Jahren besonders unterstützenswerte Initiativen aus dem sozialen oder ökologischen Bereich finanziell gefördert. Es sind ehrenamtliche, bürgerschaftliche Aktivitäten, die unsere Region „STARK“ machen – d.h. in besonderer Weise dem Gemeinwohl dienen.

Aus 9 Vorschlägen der Mitglieder hatten sich am Ende drei Finalisten für die Generalversammlung qualifiziert, die ihre Projekte jeweils vorstellten. Die anschließenden Abstimmung brachte folgende Ergebnis:

  1. Energiewende-Bergstraße e.V. (Preisgeld: 2.000,- €)
  2. Sternenkinderzentrum Odenwald e.V. (Preisgeld: 1.500,- €)
  3. Leihladen Heinerleih / Kost-Nix Darmstadt (Preisgeld: 1.000,- €)

Lautertal auf dem Weg zu mehr Solarstrom | Freiflächen-PV-Anlagen sollen mit Bürgerbeteiligung umgesetzt werden

Gemeinsam mit der ENTEGA und der GGEW hat die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) am vergangenen Dienstag (4.6.) im Lautertaler Ausschuss für Bau-, Umwelt und Infrastruktur ihr Konzept zum Bau von PV-Freiflächenanlagen vorgestellt. Voruntersuchungen hatten ergeben, dass an in der Odenwaldkommune mehrere geeignete Standorte zu finden sind. Lautertal hatte im Vorfeld auch bereits einen Kriterienkatalog für potenzielle Investoren erarbeitet. Mit diesem Rahmen will die Kommune die Entwicklung der PV-Freiflächen in geordneten Bahnen lenken. Ein Kernelement war eine umfassende Bürgerbeteiligung. Man legt seitens der Politik Wert darauf, dass auch die Menschen vor Ort von einer solchen Anlage finanziell profitieren.

Im Gepäck hatten die Referenten daher das Konzept eines „Bürgersolarparks“. Wenn es denn zu einer PV-Freiflächenanlage kommen sollte, dann mit umfassender Beteiligung der Menschen vor Ort. In Sachen Bürgerbeteiligung verfügt die ES bereits über ein Jahrzehnt an Erfahrungen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann auf diese Weise einen besonderen Schub und zudem die notwendige Akzeptanz bekommen. Im Lautertal betreibt die ES schon seit 2019 erfolgreich drei PV-Dachanlagen, die damals zu 100% mit Bürgergeld finanziert wurden. Das Beteiligungskonzept der Starkenburger fand in der Bevölkerung schon damals großen Anklang.

Beim Blick auf den jährlichen Stromverbrauch Lautertals in Höhe von 20 Mio. Kilowattstunden wurde deutlich, dass der bisherige Anteil an lokal erzeugtem Sonnenstrom mit rund 4 Mio. Kilowattstunden pro Jahr noch lange nicht für die bilanzielle Eigenversorgung ausreicht.

Bei der Präsentation wurde als Beispiel eine 10 ha große PV-Anlage betrachtet. Hier könnten rund 12 Mio. Kilowattstunden Solarstrom klimaneutral erzeugt werden. Das Areal wäre künftig als extensive Grünlandfläche (keine Düngung, keine Pflanzenschutzmittel und keine Bodenbearbeitung) ein wertvolles Element für den Artenschutz und könnte zudem noch als Schafweide dienen.

Ein wesentliches Kriterium zum Gelingen eines solchen Vorhabens ist jedoch der Netzanschluss. An dieser Stelle muss nun sehr intensiv geprüft werden, ob die Rahmenbedingungen in Lautertal passen und die Kapazität des Netzes den Anforderungen genügen.

Vortrag in Bensheim „Windkraft – die zentrale Säule der Energiewende – Erfahrungen aus der regionalen Praxis“

Auf Einladung der Bensheimer GRÜNEN referierte Vorstandsmitglied Micha Jost am 3. Mai 2024 über die praktischen Erfahrungen der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) in Sachen Windkraft. Seit 13 Jahren betreiben die Starkenburger Bürgerwindräder und verfügen daher über reichlich eigene Expertise mit dieser Technologie. Anhand eigener Ertragszahlen konnte Jost eindrücklich belegen, dass Windenergie in Bezug auf Flächeneffizienz und Verfügbarkeit eine herausragende Rolle im Energiemix der Erneuerbaren einnimmt. Die weit verbreitete Meinung, nur mit Photovoltaik ließen sich die erforderlichen Klimaziele erreichen, kann die Praxis eindeutig widerlegen – zumal die Starkenburger selbst den Vergleich zu 42 eigenen PV-Anlagen und ihrer Biogasanlage anstellen können.

In einem „nostalgischen“ Rückblick erinnerte Jost noch einmal an die zurückliegenden Aktivitäten zur Planung eines interkommunalen Windparks zwischen Heppenheim und Bensheim auf dem Heiligenberg/Kesselberg. Bereits vor rund 12 (!) Jahren war eine entsprechende Planung unter Beteiligung der ES schon einmal sehr weit gediehen. Doch veränderte politische Rahmenbedingungen machten das Vorhaben leider zu Nichte.

Dem Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Hier wurden viele vertiefende Fragen rund um die Bereiche Anlagentechnik, Naturschutz, Standorteignung und Akzeptanz thematisiert.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass praktische Erfahrungen aus erster Hand am besten geeignet sind, um die öffentliche Diskussion rund um die Windenergienutzung zu versachlichen. Damit lassen sich auch so manche Mythen und Legenden ausräumen.

Projektgruppe des Bürgerwindparks Lammerskopf trifft sich im Energiepark der Stadtwerke Heidelberg

Die Planungen für den Bürgerwindpark Lammerskopf laufen auf Hochtouren. Die Umweltgutachter haben bereits mit den Untersuchungen vor Ort begonnen. Flora und Fauna müssen intensiv untersucht werden, um den hohen Umweltanforderungen an eine genehmigungsfähige Planung genügen zu können. In regelmäßigen Abständen treffen sich daher die fünf  Projektpartner (Stadtwerke Heidelberg, Trianel sowie die Energiegenossenschaften Heidelberg, Kraichgau und Starkenburg) zum fachlichen Austausch und zur Abstimmung anstehender Projektschritte.

Diesmal wurde das Treffen mit einer Führung im Energiepark der Stadtwerke Heidelberg verbunden. Der Leiter der Stadtwerke – Michael Teigeler – führte die Besuchergruppe durch die verschiedenen Anlagen im Pfaffengrund. Neben dem Holz-Heizkraftwerk, innovativen Wärmepumpen, Biomethan-BHKW´s, bildet der 55 Meter hohe „Zukunftsspeicher“ das Herzstück des weitläufigen Heidelberger Fernwärmenetzes.

Technisch gesehen funktioniert das imposante Bauwerk wie eine überdimensionale Thermoskanne. Heißes Wasser aus dem Fernwärmenetz wird in zwei Zonen gespeichert:

  • Die untere Zone mit einem Volumen von 12.800 Kubikmetern hat eine Maximal- Temperatur von 115°C.
  • In der Zone darüber ist das Wasser kälter. So entsteht der nötige Druck, damit das Heizwasser darunter bei über 100°C nicht verdampft.

Der geplante Bürgerwindpark Lammerskopf soll übrigens den erforderlichen grünen Strom liefern, um den Wärmespeicher mit klimaneutraler Energie zu versorgen. So wird die Windenergie vor Ort auch zur umweltfreundlichen Wärmewende beitragen.

Mit diesem großtechnischen Beispiel wurde deutlich, wie wichtig ein kluges Zusammenspiel unterschiedlicher erneuerbarer Energieträger ist und wie bedeutsam der geplante Bürgerwindpark Lammerskopf für das Gelingen der Energiewende in Heidelberg wird.

Wandergruppe des Odenwaldclubs besucht Windpark Greiner Eck

Auch Temperaturen um 3 Grad und Graupelschauer konnten die Wanderer des Odenwaldclubs nicht abschrecken. Rund 40 wetterfeste TeilnehmerInnen fanden sich am Sonntag am Windrad 5 am Greiner Eck zu einer Führung der Energiegenossenschaft Starkenburg ein. Diese besonders naturverbundene Besuchergruppe wollte sich aus erster Hand darüber informieren, wie die Windkraft ihren geliebten Odenwald verändert. Angesichts der Diskussionen um den geplanten Windpark am benachbarten Lammerskopf ist das natürlich von besonderem Interesse.

Es zeigte sich, dass nichts so transparent und eindrücklich Fakten vermitteln kann, wie die Realität. So staunte manche/r darüber, dass für den Windpark gar keine Schneisen durch den Wald geschlagen wurden, sondern für den Transport aller Bauteile das vorhandene Wegenetz nahezu komplett genutzt werden konnte. Auch die Tatsache, dass ein Turmfundament lediglich 3,5 m tief gründet sorgte für Erstaunen, findet man im Internet auf den einschlägigen Seiten bisweilen absurde Größenordnungen von über 30 (!) Metern.

Einen Windpark mitten in einem FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) anzutreffen und auch Wasserschutzgebiete im Areal vorzufinden, hätten viele nicht für möglich gehalten.

Den dauerhaften Verlust von ca. 0,6 ha Waldfläche pro Windrad kann man (trotz erfolgter Ausgleichspflanzungen und Kompensationen) sicherlich beklagen. Doch zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass das CO2 -Bindevermögen von Wald jährlich rund 10-15 t pro ha ausmacht. Ein Windrad am Greiner Eck pro Jahr jedoch über 2.500 t CO2 einsparen hilft, wenn damit fossile Energieträger ersetzt werden. So manche Argumentationslinie geriet angesichts dieser Fakten ins Wanken.

In Sachen Fledermausschutz galt es besonders viele Wissenslücken zu schließen. Den meisten völlig unbekannt war es, dass in den Zeiträumen, wo Fledermäuse bevorzugt fliegen, die Windräder automatisch abgeschaltet werden. Hier geht es um vergleichsweise warme und relativ windstille Nächte. Mit diesen Parametern wird dann für jeden Monat ein eigener Abschaltalgorithmus programiert. Über ein spezielles Monitoring durch Experten muss die Wirksamkeit der behördlich verfügten Abschaltzeiten auch vom Betreiber nachgewiesen werden.

Einen besonderen Höhepunkt gab es dann zum Ende einer Führung. Die Besuchergruppen konnten auch den Innenbereich einer Windenergieanlage besichtigen. Diese nicht alltäglichen Einblicke in die komplexe Anlagentechnik beeindruckten das Publikum ganz besonders.

Abschließend gab es innerhalb der Wandergruppe viel Verständnis und Einsicht in die Notwendigkeit Windenergie auch im Odenwald zu nutzen, denn die bei weitem größte Bedrohung für den heimischen Wald sei der dramatische Klimawandel.

Hintergrund:
Der Windpark Greiner Eck, erstreckt sich auf einem Bergrücken über Neckarsteinach/Hirschhorn und besteht aus fünf modernen Windenergieanlagen (ENERCON E-115- 3 MW). Er produziert im Schnitt jährlich über 28 Mio. kWh klimafreundlichen Strom.

Fünf Jahre vergingen von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Es war der erste Windpark im Kreis Bergstraße. Die Energiegenossenschaft Starkenburg betreibt seit 2017 dort ein eigenes Bürgerwindrad, das über eine lokale Bürgerbeteiligung finanziert werden konnte.

Die restlichen vier Windräder stehen im Eigentum der Stadtwerke Viernheim/Bad Vilbel, die das Projekt geplant und umgesetzt hatten.

Energiegenossenschaft Starkenburg Teil eines Berichts in aktueller Ausgabe des STERN über Energiewende

In der Ausgabe 13 (21.3.24) beleuchtet das Magazin STERN die Hürden und Widrigkeiten der bundesdeutschen Energiewende. Einerseits haben Erneuerbare Energien Kraft Gesetz „überragendes öffentliches Interesse“ und dienen sogar der „nationalen Sicherheit“. Der Behördenalltag auf den unteren Ebenen sieht allerdings ganz anders aus. In verschiedenen Bereichen beleuchtet der STERN die bundesdeutsche Realität vor allem bei den Genehmigungsprozessen. Im Bereich Photovoltaik wurde man auch auf unsere Probleme bei der Umsetzung von Freiflächen-PV-Anlagen aufmerksam. Damit sind wir ein Bestandteil dieser Reportage geworden.

Gemeinde Messel beschließt Durchführung einer Potentialanalyse für Freiland-PV-Anlagen – gemeinsames Angebot von ES und ENTEGA kommt in der Politik gut an

In ihrer letzten Sitzung der Gemeindevertretung hat die Gemeinde Messel auf Antrag der GRÜNEN-Fraktion die Durchführung einer Photovoltaik-Freiflächenflächen-Potentialanalyse beschlossen. Der Entscheidung vorausgegangen war eine Präsentation der Energiegenossenschaft Starkenburg und der ENTEGA, in der das nützliche Planungsinstrument vorgestellt wurde.

Im Grundsatz liefert eine solche Potentialanalyse für Freiflächenphotovoltaik eine Gesamtschau für ein komplettes Gemeindegebiet. Dabei werden zunächst die verschiedenen planerischen Rahmenbedingungen erfasst (Schutzgebiete, regionale Grünzüge, Vorranggebiete usw.), die Bodengüte sowie Zuschnitt und Ausrichtung von Flächen. Am Ende kristallisieren sich in der Regel 3-4 Standorte heraus (> 5 ha) , die einer vertiefenden Betrachtung unterzogen werden. Im Idealfall sind diese Flächen auch noch in gemeindlichem Besitz, da die Pachtzahlungen dann im Stadtsäckel landen.

Das Ergebnis dieser gründlichen Analyse dient als eine solide fachliche Grundlage für den weiteren Willensbildungsprozess in den gemeindlichen Gremien. Mit diesem Werkzeug ist die Kommune in der Lage den PV-Ausbau wirksam zu steuern und drohendem Wildwuchs entgegenzutreten. In der Praxis zeigt sich, dass derzeit überall Investoren regelrecht „auf der Jagd“ nach Äckern und Wiesen sind und die Kommunen Mühe haben, eine planmäßige Entwicklung sicherzustellen.

Im Gepäck hatten die Referenten auch das Konzept eines „Bürgersolarparks“. Wenn es denn zu einer PV-Freiflächenanlage kommen sollte, dann im Idealfall nur mit bestmöglicher Beteiligung der Menschen vor Ort. In Sachen Bürgerbeteiligung verfügt die ES bereits über ein Jahrzehnt an Erfahrungen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann auf diese Weise einen besonderen Schub und zudem die notwendige Akzeptanz bekommen.

Die Entscheidung in Messel fiel ohne eine Gegenstimme. Nun gilt es die Ärmel hochzukrempeln…

SAT 1 Bericht über Planungshindernisse an unserem geplanten Bürgersolarpark in Reinheim

Die Erneuerbaren Energien sind von „überragendem öffentlichen Interesse“ und „dienen der nationalen Sicherheit“. Diesen hohen Rechtsstatus hat der Gesetzgeber unter anderem auch der Solarenergie zugeschrieben. Doch der graue Genehmigungsalltag sieht leider anders aus. Aktuell hakt es beim Bürgersolarpark Reinheim aufgrund Forderungen des Landesdenkmalamtes. Ein SAT 1 Bericht geht dieser Frage nach (Link zur SAT 1 Mediathek >>) .

In Reinheim im Bereich „Hundertmorgen“ läuft aktuell ein Projekt zur Umsetzung eines 5,7 ha großen Bürgersolarparks. Mehr als 7 Mio. Kilowattstunden Strom sollen hier jährlich klimaneutral erzeugt werden. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens hatte sich nun das Landesamt für Denkmalpflege  als sogenannter „Träger öffentlicher Belange“ zu dem Bauvorhaben geäußert und eine geophysikalische Prospektion gefordert. Die komplette Fläche wurde nun – natürlich auf unsere Kosten – aufwändig nach historischen Relikten untersucht.

Wir sind nun gespannt, wie sich die Ergebnisse auf den weiteren Projektablauf auswirken. Sollte Grabungen angeordnet werden, würde dies zu einer erheblichen Verzögerung bei der Umsetzung des Bürgersolarparks führen. Müssten größere Flächen aufgrund Inanspruchnahme durch den Denkmalschutz entfallen, droht das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen Aspekten gänzlich zu scheitern.

„Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn ein Zukunftsprojekt ausgerechnet am Blick in die Vergangenheit scheitern würde“, sagt ES Vorstand Micha Jost.

Projektbeirat für Bürgerwindpark Lammerskopf beginnt mit der Arbeit – ES als Mitorganisator

Mit der Schaffung dieses „Runden Tisches“ hat die Projektgemeinschaft ihr Versprechen eingelöst, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Im großen Sitzungszimmer der Stadtwerke Heidelberg versammelten sich am vergangenen Dienstag Bürgerinitiativen, Standort- und Nachbarkommunen, Regionalverbände von BUND und Nabu, der Verein für
Amphibien/Reptilien-Biotop Schutz BW, Parents vor Future – Heidelberg, ForstBW und natürlich Vertreter der Projektgemeinschaft, d.h. Stadtwerke Heidelberg, Trianel-Stadtwerkeverbund und drei Energiegenossenschaften.

Der Teilnehmerkreis des Gremiums könnte unterschiedlicher kaum sein. Betrachten manche das Vorhaben grundsätzlich sehr kritisch und würden am liebsten kein einziges Windrad auf dem Lammerskopf sehen, so gibt es anderseits natürlich auch das vitale Interesse an einer Realisierung des Bürgerwindparks. In diesem fordernden Spannungsfeld wird sich die Arbeit des Gremiums künftig bewegen.

Im weiteren Planungsverlauf sorgen die nun anlaufenden Untersuchungen im Projektgebiet für eine fundierte fachliche Datengrundlage, die dann auch Gegenstand der gemeinsamen Beratungen sein werden. Der Projektbeirat wird hier den Planern über die Schulter schauen und exklusiven Zugang zu den gewonnenen Fachinformationen erhalten.

Die Leitung des Projektbeirates obliegt dem Schwetzinger Ex-OB Bernd Kappenstein. Ihm kommt dabei die Funktion des Moderators zu. Ausgleich und Vermittlung innerhalb des sehr heterogenen Teilnehmerfeldes stehen hier im Fokus.

„Trotz großer inhaltlicher Differenzen herrschte eine sachliche und konstruktive Atmosphäre. Auf dieser Basis können wir gut weiterarbeiten.“, so lautet Kappensteins Fazit der konstituierenden Sitzung.

Noch im Februar wird bereits das zweite Treffen stattfinden, dann sollen Art und Umfang der anstehenden naturschutzfachlichen Untersuchungen thematisch im Mittelpunkt stehen.

Energiegenossenschaft Starkenburg aktiv beim Bürgerdialog zur Windenergie in Dossenheim und Schriesheim – ES war zum Thema Bürgerbeteiligung eingeladen

Dossenheim/Schriesheim – Die Energiegenossenschaft Starkenburg beteiligte sich erfolgreich am Bürgerdialog zum Thema Windenergie in den Städten Dossenheim und Schriesheim. Die beiden Veranstaltung (30.1.+ 31.1.) , die auf reges Interesse stießen, hatte das Ziel, die Bürgerinnen und Bürger über die verschiedenen Aspekte der Windkraftnutzung zu informieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag darin, in verschiedenen thematischen Arbeitsgruppen auch Fragen, Meinungen sowie Bedenken aufzugreifen und dabei in einen direkten Dialog mit den Menschen vor Ort zu treten. Vorstandsmitglied Micha Jost und die ES- Mitarbeiterin Lea Schumacher waren eingeladen, um zum Bereich „Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“ zu informieren.  

Aufgrund des „Arbeitsformates“ der beiden Veranstaltung konnte an den unterschiedlichen Thementischen intensiv mit und vor allem auch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Inspiriert von dem Impulsvortrag von ES-Vorstand Micha Jost wurden von den Teilnehmenden sogar schon Ideen zu einer Genossenschaftsgründung vor Ort beraten. Adressen wurden ausgetauscht und eine weitere Zusammenarbeit vereinbart. Erste Vernetzungsstrukturen gewannen Kontur.

Spürbar war sowohl in Dossenheim wie auch in Schriesheim der unbedingte Wille der Menschen vor Ort sich zu engagieren, aber auch an den finanziellen Vorteilen der Erneuerbaren Energien zu profitieren.

Beide Kommunen stehen vor der Entscheidung einen gemeinsamen Windpark zu entwickeln.

„Schatzsuche“ am Bürgersolarpark Hundertmorgen – Landesdenkmalamt sorgt für neue Hürden bei Umsetzung

In Reinheim im Bereich „Hundertmorgen“ läuft aktuell ein Projekt zur Umsetzung eines 5,7 ha großen Bürgersolarparks. Mehr als 7 Mio. Kilowattstunden Strom sollen hier jährlich klimaneutral erzeugt werden. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens hatte sich nun das Landesamt für Denkmalpflege (LfD) als „Träger öffentlicher Belange“ zu dem Bauvorhaben geäußert und eine geophysikalische Prospektion gefordert. Im Klartext: Es soll auf der kompletten Fläche nach historischen Relikten gesucht werden.

Die dazu notwendigen Untersuchungen wurden heute von einem Ingenieur-Büro für Geophysik und Historische Erkundung aus Groß-Umstadt durchgeführt. Dazu wurde die empfindlichen Messgeräte mit einem Quad in einem engen Raster von 25 x 10 cm über die Fläche gezogen.

Mit großer Spannung werden jetzt die Ergebnisse erwartet und deren Auswirkungen auf den Projektablauf. Sollte ein Bodendenkmal gefunden werden, könnten Grabungen angeordnet werden, was zu einer erheblichen Verzögerung bei der Umsetzung des Bürgersolarparks führen könnte. Sollten größere Flächen aufgrund Inanspruchnahme durch den Denkmalschutz wegfallen, droht das Projekt sogar an wirtschaftlichen Aspekten zu scheitern.

Rein formal genießt der Ausbau der Erneuerbaren Energien laut Gesetz „überragendes öffentliches Interesse.“ D.h im Grunde sind alle weitern Belange –  so auch der Denkmalschutz – im juristischen Sinne nachrangig. Darauf setzt die ES entsprechend  große Hoffnung.

„Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn ein Zukunftsprojekt ausgerechnet am Blick in die Vergangenheit scheitern würde“, sagt Vorstand Micha Jost.

2023 Rekordjahr bei Windstrom – Energiegenossenschaft Starkenburg verzeichnet einen Zuwachs von über 37%

2023 war das beste Windjahr seit Gründung der ES im Jahr 2010. Insgesamt 22 Mio. kWh Windstrom wurden erzeugt. Mit dieser Energiemenge können 22.000 Menschen bilanziell jährlich mit Grünem Strom versorgt werden. Das CO2 Minderungspotential beläuft sich allein für 2023 auf über 11.000 t.

Die ES verfügt insgesamt über drei eigene Bürgerwindräder und vier Windparkbeteiligungen. An verschiedenen Standorten laufen derzeit weitere Projektentwicklungen.

Besonders ertragreich war der Windpark am „Greiner Eck“ an der Südspitze des Kreises Bergstraße bei Neckarsteinach. Hier betrug der Zuwachs sogar 42% im Vergleich zu 2022. Ein erneuter Beleg für die exzellente Windhöffigkeit des Standortes. Interessant ist dieser Umstand vor dem Hintergrund der laufenden Planungen eines Windparks auf dem benachbarten Lammerskopf, bei dem die ES auch in der Projektgesellschaft beteiligt ist.

Buergerwerke-Generalversammlung

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2023– Wir haben gewonnen!

Zusammen mit über 100 Bürger-Energiegenossenschaften aus ganz Deutschland setzt sich die Energiegenossenschaft Starkenburg unter dem Dach der Bürgerwerke eG für die Energiewende in Bürgerhand ein. Dieser Einsatz überzeugte die Fachjury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises: Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement geht dieses Jahr an die Bürgerwerke.

In Zusammenarbeit mit der DIHK, dem Bundesumweltministerium und anderen Partnern zeichnet der Deutsche Nachhaltigkeitspreis in diesem Jahr erstmals Unternehmen aus 100 Branchen aus und kürt die Bürgerwerke eG zum Siegerunternehmen in der Kategorie „Energieerzeugung und -handel”.

Wir freuen uns sehr über dieses bedeutende Zeichen für die Bürger-Energiewende und sind stolz, dass wir mit starken Unternehmen nominiert waren, die viel bewegen für Umwelt- und Klimaschutz. Mehr über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis können Sie hier nachlesen: Link

PS: Falls Sie sich bisher noch nicht mit Bürgerstrom versorgen, ist die Auszeichnung mit dem Nachhaltigkeitspreis vielleicht ein guter Anlass, dies zu ändern: Hier können Sie sich über unseren STARKstrom informieren.

Windpark Greiner Eck zieht Besuchergruppen an – allein vier Führungen im Oktober

Jahrelang fristete der Windpark Greiner Eck ein regelrechtes Dornröschen-Dasein. Nach seiner Inbetriebnahme im Jahr 2017 gab es nur vereinzelt Anfragen für Besichtigungen. Angesichts der Diskussionen um den geplanten Windpark am benachbarten Lammerskopf, hat das Interesse jedoch sprunghaft zugenommen. Der Wunsch sich aus erster Hand über die Anlagentechnik und den Praxisbetrieb eines Windparks informieren sowie etwas über die Möglichkeiten einer genossenschaftlichen Bürgerbeteiligung zu erfahren ist enorm angestiegen.

Delegationen aus Heidelberg, benachbarten Kommunen und andere Energiegenossenschaften kamen zum Greiner Eck. Darunter waren Politiker aller Colour, interessierte Bürger, Fachleute aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz, aber auch Windkraftgegner. Das Spektrum war vielfältig und bunt.

Es zeigte sich, dass nichts so transparent und eindrücklich Fakten vermitteln kann, wie die Realität. So staunte manche/r darüber, dass für den Windpark gar keine Schneisen durch den Wald geschlagen wurden, sondern für den Transport aller Bauteile das vorhandene Wegenetz nahezu komplett genutzt werden konnte. Auch die Tatsache, dass ein Turmfundament lediglich 3,5 m tief gründet sorgte für Erstaunen, findet man im Internet auf den einschlägigen Seiten bisweilen absurde Größenordnungen von über 30 (!) Metern.

Einen Windpark mitten in einem FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) anzutreffen und auch Wasserschutzgebiete im Areal vorzufinden, hätten viele nicht für möglich gehalten.

Den dauerhaften Verlust von ca. 0,6 ha Waldfläche pro Windrad kann man (trotz erfolgter Ausgleichspflanzungen und Kompensationen) sicherlich beklagen. Doch zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass das CO2 -Bindevermögen von Wald jährlich rund 10-15 t pro ha ausmacht. Ein Windrad am Greiner Eck pro Jahr jedoch über 2.500 t CO2 einsparen hilft, wenn damit fossile Energieträger ersetzt werden. So manche Argumentationslinie geriet angesichts dieser Fakten ins Wanken.

In Sachen Fledermausschutz galt es besonders viele Wissenslücken zu schließen. Den meisten völlig unbekannt war es, dass in den Zeiträumen, wo Fledermäuse bevorzugt fliegen, die Windräder automatisch abgeschaltet werden. Hier geht es um vergleichsweise warme und relativ windstille Nächte. Mit diesen Parametern wird dann für jeden Monat ein eigener Abschaltalgorithmus programiert. Über ein spezielles Monitoring durch Experten muss die Wirksamkeit der behördlich verfügten Abschaltzeiten auch vom Betreiber nachgewiesen werden.

Einen besonderen Höhepunkt gab es dann zum Ende einer Führung. Die Besuchergruppen konnten dann auch den Innenbereich einer Windenergieanlage besichtigen. Diese nicht alltäglichen Einblicke in die Anlagentechnik beeindruckten das Publikum ganz besonders.

Hintergrund:
Der Windpark Greiner Eck, erstreckt sich auf einem Bergrücken über Neckarsteinach/Hirschhorn und besteht aus fünf modernen Windenergieanlagen (ENERCON E-115- 3 MW). Er produziert im Schnitt jährlich über 28 Mio. kWh klimafreundlichen Strom.

Fünf Jahre vergingen von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Es war der erste Windpark im Kreis Bergstraße. Die Energiegenossenschaft Starkenburg betreibt seit 20217 dort ein eigenes Bürgerwindrad, das über eine lokale Bürgerbeteiligung finanziert werden konnte.

Die restlichen vier Windräder stehen im Eigentum der Stadtwerke Viernheim/Bad Vilbel, die das Projekt geplant und umgesetzt hatten.

Bürgerwindpark Lammerskopf nimmt erste Hürde – Bieterkonsortium mit ES erhält Zuschlag für Leuchtturmprojekt bei Heidelberg

Gestern Abend hat das gemeinsame Bieterkonsortium mit den drei regionalen Bürgerenergiegenossenschaften (Heidelberger EG, Kraichgauer EG und EG Starkenburg), den Stadtwerken Heidelberg sowie dem Stadtwerkeverbund Trianel, den Zuschlag für die ausgeschriebenen Flächen am Lammerskopf zur Errichtung eines Windparks erhalten. Der Forst Baden-Württemberg hatte als Eigentümerin für die Verpachtung des Standortes ein europaweites Ausschreibungsverfahren durchgeführt.

Zwischen Schönau und dem Heidelberger Stadtteil Ziegelhausen liegt eines der größten zusammenhängenden Areale in der Region, das für die Windkraftnutzung gut geeignet ist. Auf rund 600 ha Fläche kann nun eine Bürgerwindpark entwickelt werden. Es wäre der erste (!) Windpark im Rhein-Neckar-Kreis überhaupt. In diesem wichtigen Bereich der Erneuerbaren Energien ist die Region absolut rückständig.

Doch der Weg bis zum Bürgerwindpark ist noch weit und steinig. Zunächst müssen umfangreiche gutachterliche Voraussetzungen geschaffen werden, bevor überhaupt ein genehmigungsfähiger Antrag vorliegt. Die Auswirkungen des Projektes auf Flora, Fauna, Grundwasser und anderen Aspekten des Naturraumes gilt es dabei zu untersuchen. Insgesamt werden rund 5 Jahre bis zu einer Inbetriebnahme ins Land gehen.

Der Erneuerbare Strom soll unter anderem auch dabei helfen, die lokale Wärmewende in Heidelberg voranzubringen. Das bestehende Fernwärmenetz wird derzeit ausgeweitet und mit leistungsstarken Flusswasserwärmepumpen ausgestattet. Der Bedarf an fossilen Energieträger lässt sich damit deutlich reduzieren, allerdings wächst künftig auch hier der Stromhunger. Diesen Zusatzbedarf soll der Windstrom vom Lammerskopf decken helfen und in Heidelberg zu „Grüner Wärme“ werden. Neben der umfassenden Bürgerbeteiligung durch die drei regionalen Energiegenossenschaften, ist das eines der Besonderheiten des Leuchtturmprojektes.

Geplante PV-Freiflächenanlage in Büttelborn jetzt auch mit Bürgerbeteiligung – Projektierer ksolar Projekte GmbH und Energiegenossenschaft Starkenburg eG vereinbaren Zusammenarbeit

In Büttelborn wird derzeit ein zukunftsweisendes Projekt für Erneuerbare Energien auf den Weg gebracht. Eine PV-Freiflächenanlage mit einer geplanten Größe von ca. 50 Hektar und einer Anschlussleistung von ca. 70 Megawattpeak soll auf ehemaligen Spargel- und Erdbeerfeldern entstehen. Das Vorhaben der ksolar Projekte GmbH bekommt nun Unterstützung durch die Energiegenossenschaft Starkenburg eG (ES). Die Starkenburger werden die Schlüsselrolle bei der lokalen Bürgerbeteiligung übernehmen. Eine entsprechende schriftliche Vereinbarung wurde nun getroffen.

Die geplante PV-Freiflächenanlage soll jährlich rund 70 Mio. Kilowattstunden Strom produzieren. Damit wird die Gemeinde Büttelborn bilanziell zum Selbstversorger mit Grünem Strom. Die Anlage wird zur jährlichen Reduzierung von CO2-Emissionen in einer Größenordnung von 35.000 Tonnen beitragen und Büttelborn damit auf dem Weg in die Klimaneutralität deutlich voran bringen.

Dr. Steffen Knepper, Geschäftsführer der ksolar Projekte GmbH, begründet die Kooperation mit dem Wunsch nach umfassender Bürgerbeteiligung: „Wir wollen, dass auch die Menschen im Projektumfeld finanziell von dem Vorhaben profitieren. Die Energiegenossenschaft Starkenburg ist in Büttelborn bereits seit über 10 Jahren mit Bürgersolaranlagen aktiv und hat auch bei anderen Großprojekten gezeigt, dass ihr ausgereiftes Beteiligungskonzept vor Ort ankommt“.

ES-Vorstandsmitglied Micha Jost sieht in der künftigen Zusammenarbeit ebenfalls ein positives Signal für die Bevölkerung vor Ort: „Wir freuen uns, dass die ksolar Projekte GmbH mit einem Kooperationsangebot auf uns zugekommen ist. Es spricht für den Projektierer, dass innerhalb des Gesamtprojektes nun auch ein eigener Bürgersolarpark entstehen soll. Damit wird erhebliche Wertschöpfung vor Ort generiert und zusätzlich fördert es die Akzeptanz.“

Vorgesehen ist, dass die ES aus der Gesamtfläche des Projektgebietes einen Teilbereich übernimmt und den Bürgersolarpark dann in Eigenregie betreiben wird. Hierauf hat insbesondere auch die Gemeindevertretung Büttelborn in ihrer Sitzung am 19.7.2023 Wert gelegt.

Bürgermeister Marcus Merkel zeigt sich sichtlich erfreut über diese neue Entwicklung: „Die geplante PV-Freiflächenanlage ist ein großer Schritt in die nachhaltige Zukunft unserer Gemeinde. Dazu gehört, dass auch unsere Bürger aktiv an der Energiewende mitwirken können und von den wirtschaftlichen Vorteilen Erneuerbarer Energien profitieren. Von daher passt diese Kooperation hervorragend in unser Gesamtkonzept. Unser Ziel ist es, den Stromverbrauch der Gemeinde weitestgehend aus der Anlage zu decken, um planbare und langfristig stabile Energiekosten für unseren Haushalt zu haben.“

Die weiteren Projektschritte für die PV-Freiflächenanlage werden unterdessen mit Hochdruck vorangetrieben. Die Netzanbindung sowie die regionalplanerischen Aspekte stehen dabei besonders im Fokus.

2. Klimaforum des Kreises Bergstraße: Energiegenossenschaft Starkenburg präsentierte am Wochenende lokale Photovoltaikprojekte

Am vergangenen Wochenende zog es zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zum 2. Klimaforum, das dieses Jahr auf dem neuen Bildungs- und Sportcampus in Bürstadt stattfand. Das Forum sollte als Plattform für den Austausch von Ideen und Lösungen für mehr regionalen Klimaschutz dienen. Der Kreis Bergstraße war Organisator der zweitägigen Veranstaltung. Themenspezifische Vorträge, Mitmachaktionen und zahlreiche Aussteller lockten die Besucher*innen auf das weitläufige Sportareal.

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte die Energiegenossenschaft Starkenburg an ihrem Infostand umgesetzte Photovoltaikprojekte. Bürstadt hat sich im Laufe der Zeit zu einem solaren Hotspot entwickelt. Mehr als 1 MWp Anschlussleistung haben die Starkenburger mit insgesamt 6 Dach-PV-Anlagen in der Riedkommune bislang umgesetzt. Insbesondere Bürstädter Sportvereine mit den entsprechenden Hallenflächen waren in der Vergangenheit Projektpartner der ES.

Die Besucher*innen hatten zudem die Gelegenheit, sich über die ganze Projektpalette der ES von Biogas bis zu Windkraft zu informieren. Bei den Gesprächen tauchte dabei auch immer wieder die Frage auf, wie man sich an künftigen Vorhaben finanziell beteiligen kann.

Im Austausch mit den Bürger*innen wurde deutlich, dass das Interesse lokalen Klimaschutz zu unterstützen nach wie vor ungebrochen ist – vor allem, wenn man es mit einer nachhaltigen Geldanlage verbinden kann.

Gemeinde Fürth stellt Weichen für Bürgersolarpark – weiteres Kooperationsprojekt von ES und ENTEGA geht an den Start

Bei der gestrigen Gemeindevertreterversammlung wurde der Aufstellungsbeschluss für die Freiland-Photovoltaikanlage „Beim Seehof“ gefasst. Zuvor hatten bereits die kommunale Energiekommission, die Ausschüsse für Bau und Planung sowie für Umwelt und Landwirtschaft das Vorhaben umfassend diskutiert und ein positives Votum abgegeben.

Auch dieses Projekt wird in Kooperation von der ENTEGA AG und der ES in Form eines Bürgersolarparks umgesetzt, der den Bürgerinnen und Bürgern von Fürth die Möglichkeit zur direkten finanziellen Beteiligung bietet. Die Menschen vor Ort sollen auf diese Weise von den Vorteilen der Erneuerbaren Energien profitieren.

Der Bürgersolarpark „Im Seefeld“ umfasst rund 5,7 ha Fläche und wird für eine installierte Leistung von ca. 7 Megawatt ausgelegt. Die Anlage produziert rund 7 Mio. kWh/a  erneuerbaren Strom, der bilanziell den Jahresbedarf von rund 2.000 Haushalten deckt. Der Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen wird auf ungefähr 3.500 t pro Jahr beziffert.

Das Alleinstellungsmerkmal des Vorhabens besteht vor allem darin, dass für die Bürgerinnen und Bürger von Fürth die Möglichkeit besteht, Anteile an der Solaranlage zu erwerben und von den wirtschaftlichen Vorteilen der erneuerbaren Energieerzeugung zu profitieren. Dieses genossenschaftliche Finanzierungskonzept eröffnet den Bürgern eine direkte Investitionsmöglichkeit in eine nachhaltige Zukunft – und das direkt vor ihrer Haustüre. Die Menschen im unmittelbaren Projektumfeld werden damit aktiv in den Prozess der lokalen Energiewende eingebunden.

Umgesetzt wird der Bürgersolarpark von der SolarSTARK-ENTEGA GmbH, die mit dem Vorhaben in Fürth bereits das fünfte PV-Projekt auf den Weg bringt. Das neue Bündnis verbindet die Expertise der ENTEGA bei der Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien, mit der langjährigen Erfahrung der Starkenburger Energiegenossen in Sachen Bürgerbeteiligung.

Aktuell umfasst unsere Projektliste nunmehr fünf Vorhaben mit insgesamt ca. 37 MWp Anschlussleistung, die aktuell ein Bauleitplanverfahren durchlaufen.

Stadtverordnetenversammlung von Groß-Bieberau gibt Grünes Licht für Bürgersolarpark „Kesberg“

Die Stadtverordnetenversammlung von Groß-Bieberau hat gestern einstimmig den Aufstellungsbeschluss für einen Freiland-Photovoltaikpark im Bereich „Kesberg“ auf den Weg gebracht. Das zukunftsweisende Projekt wird in Kooperation von der ENTEGA AG und der ES in Form eines Bürgersolarparks umgesetzt, der den Bürgerinnen und Bürgern von Groß-Bieberau die Möglichkeit zur direkten finanziellen Beteiligung bietet. Die Menschen vor Ort sollen auf diese Weise von den Vorteilen der Erneuerbaren Energien profitieren.

Der Bürgersolarpark „Kesberg“ umfasst rund 7,3 ha Fläche und wird für eine eine installierte Leistung von ca. 9 Megawatt ausgelegt. Die Anlage produziert rund 9,3 Mio. kWh/a  erneuerbaren Strom, der bilanziell den Jahresbdarf von rund 2.600 Haushalten deckt. Der Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen wird auf ungefähr 4.600 t pro Jahr beziffert.

Das Alleinstellungsmerkmal des Vorhabens besteht darin, dass die Bürgerinnen und Bürger von Groß-Bieberau die Möglichkeit haben werden, Anteile an der Solaranlage zu erwerben und von den wirtschaftlichen Vorteilen der erneuerbaren Energieerzeugung zu profitieren. Dieses genossenschaftliche Finanzierungskonzept eröffnet den Bürgern eine direkte Investitionsmöglichkeit in eine nachhaltige Zukunft – und das direkt vor ihrer Haustüre. Die Menschen im unmittelbaren Projektumfeld werden damit aktiv in den Prozess der lokalen Energiewende eingebunden.

Umgesetzt wird der Bürgersolarpark von der SolarSTARK-Entega GmbH. Das neue Bündnis verbindet die Expertise der ENTEGA bei der Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien, mit der langjährigen Erfahrung der Starkenburger Energiegenossen in Sachen Bürgerbeteiligung.

Aktuell befinden sich nun vier Vorhaben mit insgesamt ca. 30 MWp Anschlussleistung in einem Bauleitplanverfahren.

Delegation des Gemeinderates der Stadt Heidelberg zu Besuch im Windpark Greiner Eck – ES stellt ihr Bürgerwindrad vor

Unter der Leitung von Umweltbürgermeister Raul Schmidt-Lamontain stattete eine Delegation des Gemeinderates der Stadt Heidelberg dem Windpark Greiner Eck einem informativen Besuch ab. Die Exkursion, die in Zusammenarbeit mit dem Windexperten und Projektentwickler Jürgen Simon sowie ES-Vorstandsmitglied Micha Jost von der Energiegenossenschaft Starkenburg organisiert wurde, hatte das Ziel, den Gemeinderäten Einblicke in die nachhaltige Energieerzeugung mittels Windkraft zu ermöglichen. Gleichzeitig wollten sich die Gremienmitglieder angesichts der Diskussionen um den geplanten Windpark am Lammerskopf aus erster Hand über die Anlagentechnik und den Praxisbetrieb des Windparks informieren sowie über die Möglichkeiten einer genossenschaftlichen Bürgerbeteiligung.

Der Windpark Greiner Eck, der sich auf einem Bergrücken über Neckarsteinach erstreckt, besteht aus fünf modernen Windenergieanlagen (ENERCON E-115- 3 MW) und produziert im Schnitt jährlich über  28 Mio. kWh klimafreundlichen Strom. Bei ihrem Besuch hatten die Gemeinderatsmitglieder die Gelegenheit, die imposanten Windräder aus nächster Nähe zu betrachten und Einblicke in die Funktionsweise der Anlagen zu erhalten. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit zu intensiven technischen und planerischen Fragen.

Die fachliche Führung übernahmen Jürgen Simon und Micha Jost von der Energiegenossenschaft Starkenburg, die ihr umfassendes Wissen über erneuerbare Energien und Windkraftanlagen mit den Anwesenden teilten. Sie erklärten die technischen Aspekte der Windenergieerzeugung sowie die ökonomischen und ökologischen Vorteile dieser nachhaltigen Energiequelle.

Einen beonderen Höhepunkt gab es zu Ende der Führung. Projektplaner Jürgen Simon ermöglichte der Besuchergruppe  den Innenbereich einer Windenergieanlage zu besichtigen. Diese nicht alltäglichen Einblicke in die Anlagentechnik beeindruckten die Gremienmitglieder ganz besonders.

Abschließend betonte Umweltbürgermeister Rauol Schmidt-Lamontain die enome Bedeutung nachhaltiger Energiequellen für den Klimaschutz in der Region und ganz konkret die Notwendigkeit eines Ausbaus der Windenergie vor Ort. Dabei seien Bürgerbeteiligungsmodelle wie die hier von der ES praktizierte sehr wichtig, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu fördern.

ProjektSTARK GmbH bekommt neue Betriebsstätte in Grasellenbach – Lager und Büroräume unter einem Dach

Die  ProjektSTARK GmbH ist eine 100% Tochter der Energiegenossenschaft Starkenburg. Seit Mai 2023 übernimmt sie den Bau unserer neuen PV-Dachanlagen und verleiht diesem Geschäftsfeld wieder frischen Schwung. Dafür wurden zusätzliche logistische und personelle Ressourcen geschaffen. Unter dem Dach des neu entstandenen Firmensitzes der Schreinerei Bellut in Grasellenbach wird die ProjektSTARK GmbH künftig über umfangreiche Lagerkapazitäten und großzügige Büroräume verfügen.

Die neue Halle bietet für uns einen abgetrennten Bereich von ca. 100 m² Lagerfläche – ausreichend Platz für PV-Module, Wechselrichter, Kabel und Montageelemente. Im 1. Stock stehen Büroräume zur Verfügung, die auch noch weitere Unternehmen beherbergen. Der Standort hat das Potential zur Keimzelle einer jungen innovativen Startup-Szene im Odenwald zu werden. So wird hier das Webdesign und Grafikunternehmen STARTS einziehen sowie die Agentur „wasjetzt Odenwald„. Ein zusätzlicher Co-Working Space bietet Platz für weitere Firmen. Die Energiegenossenschaft Starkenburg bewegt sich hier im Umfeld der Generation U-30 und kann dabei neue Netzwerke knüpfen und damit auch Nachwuchsförderung betreiben.

In Sachen Energie ist das rund 800 m² große Gebäude natürlich ebenfalls nachhaltig konzipiert. Neben der obligatorischen PV-Anlage (160 kWp) für die Eigenstromversorung, wird das Gebäude klimaschonend beheizt. Aus den Holzabfällen der Schreinerei werden Pellets gepresst und als Brennstoff zum Heizen weiterverwendet.

Nachfolgend einige Impressionen:

TuS Griesheim setzt auf Klimaschutz- Startschuss für gemeinsames Photovoltaikprojekt mit der Energiegenossenschaft Starkenburg

Der TuS Griesheim zählt zu den größten Sportvereinen der Region. Rund 3.800 Mitglieder sind hier in einer Vielzahl von Sportarten aktiv. Derzeit entwickelt der renomierte Traditionsverein große Ambitionen in einer ganz neuen Disziplin: dem Klimaschutz. In einem gemeinsamen Projekt mit der ES werden in den kommenden Wochen auf verschiedenen Dächern Solarmodule mit einer Anschlussleistung von rund 500 KWp montiert. Damit können auf dem Vereinsgelände künftig jährlich rund 400.000 kWh Sonnenstrom klimaneutral erzeugt werden. In der vergangenen Woche wurde zunächst die frisch sanierte Tennishalle mit PV-Modulen bestückt.

Für die Starkenburger ist es bereits die 9. Kooperation mit einem Sportverein. In der Regel verfügen Vereine über große Hallendächer und es besteht gleichzeitig ein großes Interesse der Mitglieder an einer finanziellen Beteiligung. Auf diese Weise wird konkreter Klimaschutz mit einem finanziellen Vorteil für die Menschen aus dem unmittelbaren Projektumfeld verbunden – was letztlich das zentrale Anliegen der Energiegenossenschaft Starkenburg darstellt.

Auch das neue Griesheimer Vorhaben folgt diesem bewährten Konzept. Die Vereinsmitglieder des TuS werden daher die Möglichkeit erhalten, sich finanziell an diesem Projekt zu beteiligen und so 20 Jahre lang von den Erträgen aus Sonnenstrom profitieren. Die Energiegenossenschaft Starkenburg wird die Solardächer (SolarSTARK 38-41) wie üblich zu 100% mit Bürgerkapital finanzieren. Das Investitionsvolumen beträgt rund 390.00,- €.

Bundeswirtschaftsministerium prämiert Kooperationsprojekt zwischen Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule und ES

An der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Bensheim hatte ein engagiertes Bündnis aus Schülern, Lehrern und der Schulleitung ein innovatives Gemeinschafts-Solarprojekt auf dem Schuldach umgesetzt. Kooperationspartner war dabei die Energiegenossenschaft Starkenburg, die den technischen Teil sowie die zugehörige Bürgerbeteiligung organisierte. Eine Delegation der Schule nahm die überregionale Auszeichnung als „Energiesparmeister“ für das beispielgebende Schulprojekt in Berlin zusammen mit einer Prämie von 2.500,- € in Empfang.

Das Besondere an „SolarSTARK 24“ ist, dass dieses PV-Vorhaben über mehrere Monate Eingang in den Projektunterricht der GSS gefunden hatte. Die Schüler befassten sich in verschiedenen Kleingruppen ausführlich mit Planung, Technik und Finanzierung des Vorhabens, das über eine Anschlussleistung von ca. 99 kWp (ca. 100.000 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr) verfügt. Für den erforderlichen Informationsaustausch gab es mehrere Besuche bei der Energiegenossenschaft Starkenburg. Zusätzlich fanden Informationsveranstaltungen in der GSS statt. Das Projekt wurde zu 100% mit Bürgergeld finanziert. Schüler, Lehrer und Bürger aus der Nachbarschaft waren eingeladen mitzumachen. Der Ruf wurde erhört. Das Beteiligungsinteresse überstieg das verfügbare Volumen um das 3-fache!

SolarSTARK 24 ist also mehr als „nur“ eine PV-Anlage. Hier wurde Klimaschutz in Theorie und Praxis mit einem pädagogischen Konzept lebendig verbunden. Damit verwandelte sich Schule zu einem spannenden Lernort, der sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt – so wie man es sich eigentlich wünscht. Dieser Umstand wurde durch diesen Bundespreis nun noch einmal ausdrücklich gewürdigt.

Dieser innovative Ansatz sollte eigentlich als eine Art „Blaupause“ für weitere schulische Nachfolgeprojekte dienen. Denn es gibt zum einen noch reichlich PV-Potential auf den Schuldächern der Region, gleichzeitig sind die Themen „Klimakrise und Erneuerbare Energien“ in den Schulen so präsent wie nie zuvor.

Leider hat der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße bisher alle Bestrebungen und diesbezüglichen Unterstützungsangebote der GSS  blockiert, um das Konzept auf andere Schulen zu übertragen. Offiziell lässt Landrat Christian Engelhardt verlauten: „Will man PV-Anlagen aus wirtschaftlichen Gründen nun lieber selbst bauen“. Allerdings ist man hier in den vergangenen 3 Jahren nicht nennenswert vorangekommen. Allein das prämierte Schulprojekt der GSS umfasst von der Anlagengröße ein mehrfaches (!) dessen, was der Eigenbetrieb seither in Sachen PV realisieren konnte.

„Hoch die Hände, Dividende“ – die Generalversammlung der ES beschließt Dividende in historischer Höhe

Schnell hoben sich im luftigen Festzelt des TSV Elmshausen die Hände bei der Abstimmung zum Tagespunkt „Beschluss über die Verwendung des Jahresüberschusses 2022“. Aufgrund des exzellenten Abschneidens im vergangenen Geschäftsjahr, können 6,5% Dividende sowie eine zusätzliche Sonderzahlung in Höhe von 17,- € pro Geschäftsanteil ausgeschüttet werden. Unter dem Strich bedeutet dies eine tatsächliche Dividende von insgesamt 23,5 %!

Vorangegangen war der ausführliche Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2022, der überaus Erfreuliches zum Inhalt hatte. Die Investitionen von über 21 Mio. € in Erneuerbare Energien (35 Bürgersolaranlagen, eine Biogasanlage, drei Bürgerwindräder und vier Windparkbeteiligungen) sorgen für eine solide Ertragslage. Mehr als 23 Mio. Kilowattstunden Grüner Strom wurden 2022 erzeugt. Der Umsatz der gesamten ES-Gruppe betrug im vergangenen Jahr über 4 Mio. Euro.

Bei der Projektentwicklung setzt die ES in Zukunft weiter auf Dach-PV, aber auch zunehmend auf Freiland-Photovoltaikanlagen. An mehreren Standorten gibt es Planungen für die Erweiterung bestehender Windparks.
Die ausgezahlten Zinsen an die Mitglieder beliefen sich 2022 auf insgesamt über 300.000 €. Für die investierten Beträge in Form von nachrangigen Darlehen wurde im vergangenen Jahr je nach Projekt zwischen 2 und 5 % Zinsen bezahlt. Dazu kommt nun noch die oben erwähnte Dividende von insgesamt 23,5 % obendrauf.

Bedauerlich ist der Umstand, dass es nach wie vor eine lange Warteliste der Beitrittswilligen gibt. Mehrere hundert Menschen warten aktuell darauf Mitmachen zu dürfen. Dieser Rückstau wird sich vermutlich erst mit einem neuen Millionenprojekt auflösen lassen. Es gehört zum Grundprinzip der ES, dass nur bei neuem Finanzbedarf neue Mitglieder aufgenommen werden können – und die müssen dann auch noch aus dem unmittelbaren Projektumfed kommen.

Der traditionelle Wettbewerb „EchtSTARK 2023“ war einer der Höhepunkte des Abends. Mit dieser Aktion werden seit einigen Jahren besonders unterstützenswerte Initiativen aus dem sozialen oder ökologischen Bereich finanziell gefördert. Es sind ehrenamtliche, bürgerschaftliche Aktivitäten, die unsere Region „STARK“ machen – d.h. in besonderer Weise dem Gemeinwohl dienen.

Aus 11 Vorschlägen der Mitglieder hatten sich am Ende drei Finalisten für die Generalversammlung qualifiziert, die ihre Projekte jeweils vorstellten. Bei der anschließenden Abstimmung gab es folgende Ergebnis:

  • 1. Platz: Bergstraße und Umgebung hilft dem Ahrtal e.V. (Preisgeld: 1.500,- €)
  • 2. Platz: Beerbach in Bewegung – Verein für Sport, Gesundheit und Kultur Ober-Beerbach e.V. (Preisgeld: 1.000,- €)
  • 3. Platz: NABU-Ortsgruppe Beedenkirchen (Lautertal (Preisgeld: 500,- €)

Neue PV-Projekte in Bürstadt – SolarSTARK 36 und 37 sind im Bau

Auf den Dächern eines Gebäudekomplexes für Betreutes Wohnen in Bürstadt entstehen in den nächsten Tagen zwei PV-Anlagen mit insgesamt ca. 220 kWp Anschlussleistung. Wir erwarten hier einen durchschnittlichen Jahresertrag von rund 200.000 kWh Sonnenstrom. Der Beitrag zum Klimaschutz beläuft sich auf jährlich ca. 100 t CO2-Einsparung.

Die Investition wird – wie bei allen bisherigen PV-Anlagen –  zu 100% über Eigenkapital mit einer lokalen Bürgerbeteiligung finanziert.

In Bürstadt ist damit schon Standort von insgesamt 6 PV-Projekten der Energiegenossenschaft Starkenburg. Mehr als 1 MWp Anschlussleistung wurden dort über den Weg der genossenschaftlichen Bürgerbeteiligung finanziert.

ES baut Dach PV-Anlagen künftig mit eigener Firma – die „ProjektSTARK GmbH“ ist neues Tochterunternehmen

Keine Module, keine Wechselrichter, keine PV-Firmen – diese Klagelieder hören wir schon seit vielen Monaten, wenn wieder neue Dach-PV-Projekte geplant waren. Damit werden wir uns nicht mehr länger abfinden und nehmen das Thema Dach-Photovoltaik jetzt selbst in die Hand. Über das notwendige Knowhow verfügen wir, neue logistische und personelle Ressourcen wurden geschaffen. Die neue ProjektSTARK GmbH ist eine 100% Tochter der ES und wird, wie es der Name schon sagt, das Projektgeschäft im Bereich der Photovoltaik übernehmen.

Anlieferung von neuen PV-Modulen

Damit es mit der praktischen Arbeit dann auch bald losgehen kann, haben wir in dieser Woche bereits eine erste Lieferung mit 936 PV-Modulen erhalten – der Inhalt eines kompletten Überseecontainers. Das reicht für eine Leistung von ca. 400 kWp. Die dazu passenden Wechselrichter sind ebenfalls geordert. Mit Blick auf die zentralen Bauteile sind wir für die nächsten Projekte gerüstet. Im II. Quartal 2023 werden in Bürstadt dann auch zwei neue Dachanlagen mit insgesamt 220 kWp entstehen.

Mit Blick auf die unterschiedlich langen Lieferzeiten einzelner Bauteile, müssen wir in den nächsten Monaten gezielte Lagerhaltung betreiben. Die Kunst wird künftig vor allem darin bestehen, die Warenströme so zu steuern, dass für das jeweilige Projekt rechtzeitig alle erforderlichen Bauteile verfügbar sind.

Starkenburger EG – Heidelberger EG – EG Kraichgau und Stadtwerke Heidelberg reichen Konzept für Bürgerwindpark Lammerskopf bei ForstBW ein

Zwischen Schönau und dem Heidelberger Stadtteil Ziegelhausen liegt eine der größten Flächen in der Region, die für Windkraft gut geeignet ist. Auf diesem Areal könnte nun ein Bürgerwindpark entstehen, wenn die Eigentümerin – ForstBW – dem Antrag der Bietergemeinschaft zustimmt.

Vier regionale Partner haben sich dazu in einem ganz besonderen Bündnis zusammengeschlossen: Die Energiegenossenschaft Starkenburg, die Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau, die Heidelberger Energiegenossenschaft mit insgesamt über 2.800 Mitgliedern und die Stadtwerke Heidelberg haben am Dienstag, den 21. März, ein Konzept für einen Bürgerwindpark Lammerskopf eingereicht und sich damit um den direkten Zuschlag des Landes als innovatives Leuchtturmprojekt beworben. „Die gemeinsame Stärke der Bieter ist ihre regionale Verbundenheit. Nicht nur der Klimaschutz wird von ihrem Vorhaben profitieren. Auch für die Region und ihre Bürgerinnen und Bürger wird das Leuchtturmprojekt auf vielen Ebenen einen Nutzen bringen“, betont Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Heidelberg. Die Alternative zum direkten Zuschlag wäre eine öffentliche Ausschreibung. Zu 70 Prozent bestimmen dann finanzielle Kriterien die Auswahl der Betreiber. Im Klartext: Nur wer die größte Pacht bietet, hätte die besten Chancen auf den Zuschlag – Bürgerbeteiligung ist hierbei Nebensache.

Planungen für und mit der Region

„Zusammen mit den Energiegenossenschaften wollen wir an den windreichsten Stellen des Gebiets sowie zusätzlich auf einer kleinen Neckargemünder Fläche rund zehn bis 15 Anlagen bauen“, berichtet Prof. Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg. „Dabei werden wir mit Augenmaß vorgehen und uns über einen Planungsbeirat mit den Anrainer-Kommunen abstimmen.“ Planungsbüros und Umweltverbände aus der Region sollen ebenfalls einbezogen werden. Zudem wird die ESM aus Heppenheim, ein Gründungsmitglied der Bürgerenergiegenossenschaft Starkenburg, eingebunden. Der Weltmarktführer für Schwingungselemente arbeitet mit Anlagenbetreibern an neuen Konzepten zur Schallreduzierung. So ist das Konsortium auch bei diesem wichtigen Thema gut aufgestellt.

Lokaler Wind bringt grüne Wärme voran

Innovativ ist das Projekt, weil der geplante Bürgerwindpark intelligent in das regionale Energiesystem integriert wird. „Wir werden nicht nur mehr erneuerbare Energien erzeugen, sondern mit lokalem Wind die grüne Wärme vor Ort voranbringen. Eine Brücke dazwischen ist unser Energie- und Zukunftsspeicher. Damit können wir erneuerbare Energien in Form von heißem Wasser speichern und den Strom aus lokalem Wind optimal nutzen“, betont Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie. Heidelberg arbeitet daran, eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 zu erreichen. Fernwärme spielt bei der beschleunigten Wärmewende eine entscheidende Rolle. Die Stadtwerke Heidelberg bauen ihr Netz kontinuierlich aus und steigern ihre Eigenerzeugung. In diesem Jahr nehmen sie drei große Luftwasserwärmepumpen mit einer Leistung von 4,5 MW in Betrieb. In Planung sind außerdem eine Fluss- sowie eine Abwasserwärmepumpe. Der klimaneutrale Strom aus dem Bürgerwindpark soll diese Anlagen antreiben.

Nutzen für die Menschen in der Projektregion im Fokus

Doch nicht nur der Klimaschutz, auch die Bürgerinnen und Bürger werden von dem Leuchtturmprojekt profitieren. „Wer auf ein Windrad schaut, soll auch den Nutzen haben – das ist der zentrale Leitgedanke bei unserer Projektidee“, sagt daher auch Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg. Der Nutzen für die Menschen in der Region liegt auf mehreren Ebenen:

  • Günstiger Regionalstrom für Bürger/innen und Gewerbe: „Wir bieten Bürger/innen und Gewerbetreibenden an, über unseren genossenschaftseigenen Energieversorger Bürgerwerke eG einen dauerhaft vergünstigten Lokal-Windstrom-Tarif zu beziehen“, stellt Andreas Gißler, Vorstand der Heidelberger Energiegenossenschaft in Aussicht.
  • Bürgerbeteiligung in der Projektorganisation integriert: „Bürger/innen an den Standortkommunen können sich unkompliziert über unsere Genossenschaften an der Projektgesellschaft beteiligen und so einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten“, betont Peter Kania, Vorstand der BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau.
  • Regionale Wertschöpfung: Die Erlöse aus dem Projekt bleiben unmittelbar in der Region und werden in Energiewende und Klimaschutz vor Ort reinvestiert.
  • Umweltbildung: Im neuen Gebäude der Heidelberger Energiegenossenschaft soll ein „Informationszentrum Windenergie“ am Beispiel des Bürgerwindparks Lammerskopf entstehen, das transparent die Entstehung und Wirkung des Windparks zeigen wird.

Unterstützung durch die Kommunen

Die Kommunen Heidelberg und Neckargemünd unterstützen das Vorhaben der Projektpartner. Wie auch das Bieter-Konsortium betonen sie, dass das Konzept einen überregionalen Vorbildcharakter hat. Sie fordern deshalb vom Land, dass es der lokalen Allianz in einem vereinfachten Verfahren den Zuschlag gibt.

„Unabdingbar für den Projekterfolg ist eine Akzeptanz des Vorhabens in weiten Teilen der Bevölkerung“, sagt Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität der Stadt Heidelberg. „Ich bin überzeugt davon, dass sich mit den vier Partnern genau die richtige Allianz herausgebildet hat, die fachliches Know-how mit ihrer Verantwortung für die Region sowie einem guten Blick für die Wünsche und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vereinen. Diese Allianz ist genau die richtige Konstellation, die uns in der Region weiterbringt.“

Neckargemünds Bürgermeister Frank Volk ergänzt: „Schon im Koalitionsvertrag hat sich die Landesregierung dafür ausgesprochen, konsequenten Klimaschutz mit wirtschaftlicher Stärke und Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft gemeinsam zu denken. Ein Bürgerwindpark als innovatives neues Projekt in unserer Region trägt wie kaum ein anderes dazu bei, die Bürgerschaft in eine gute Zukunft mitzunehmen. Wir wünschen uns daher vom Land Baden-Württemberg größtmögliche Unterstützung dieser Idee, denn Klimaschutz in den Köpfen zu verankern, gelingt am besten, wenn man den Menschen ermöglicht, selbst aktiv zu werden und die positiven Auswirkungen ihres Handelns in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu spüren.“

Aktionswoche „Energiewende plus“: Energiegenossenschaften fördern suffiziente Lebensstile – Mitglieder der ES sind beteiligt

In der Energiekrise erleben viele Bürger*innen auf der eigenen Stromrechnung, wie stark das Energiesystem von Öl- und Gasimporten abhängt. Die Energiewende muss nun mit Hoch­druck umgesetzt werden, doch das gelingt nur, wenn gleichzeitig der Energieverbrauch sinkt. Für beide Herausforderungen sind Energiegenossenschaften zentrale Akteure: Sie bauen nicht nur neue Solar- und Windkraftanlagen, sondern unterstützen auch ihre Mitglieder und beim Energiesparen. In der Aktionswoche „Energiewende plus – gemeinschaftlich den Wandel gestalten“ informierten acht Energiegenossenschaften über einen suffizienten Lebensstil. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) begleitete die Kampagne im Projekt „EMUSE“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.

Suffizienz: Gutes, maßvolles Leben

„Würde die ganze Welt so viele Ressourcen nutzen wie die Deutschen, bräuchten wir fast drei Erden. Darum ist klar: Ein gutes Leben für alle, innerhalb planetarer Grenzen, funktioniert nur, wenn wir suffizienter leben, also maßvoller“, sagt Vivian Frick, Umweltpsychologin am IÖW. Den Energiegenossenschaften ist Suffizienz ein wichtiges Anliegen. Als partizipative und gemeinwohlorientierte Akteure eignen sich zudem besonders als Multiplikatoren für suffiziente Lebensstile, wie das Forschungsprojekt EMUSE in einer Studie zeigte.

Im Januar 2023 haben acht Energiegenossenschaften gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen vom IÖW nun die Suffizienzförderung aktiv erprobt: Sie führten die Aktionswoche „Energiewende plus – gemeinschaftlich den Wandel gestalten“ für ihre Mitglieder durch. Das „plus“ steht dabei für Suffizienz: die Energiegenossenschaften setzen sich gleichsam für die den Ausbau von Erneuerbaren, wie auch mit dem suffizienten, an Bedürfnisse angepassten Verbrauch ein. In der Kampagne setzten sich insgesamt fast 300 Mitglieder der teil­nehmenden Energiegenossenschaften mit suffizienten Lebensstilen auseinander, seitens der Energiegenossenschaft Starkenburg haben 46 Mitglieder und Freunde*innen teilgenommen.

Konsumverhalten reflektieren und Engagement stärken

Die Aktionswoche umfasste die Schwerpunktthemen Konsum, Zeitwohlstand und Engagement. Somit ging es erstens darum, wie man das eigene Konsumniveau auf ein verträgliches Maß senkt, etwa durch mehr pflanzliche Produkte und umweltfreundliche Verkehrsmittel. Zweitens reflektierten die Teilnehmer*innen, was für sie ein gutes Leben bedeutet und wie sie anstelle von materiellem Überfluss mehr Zeitwohlstand in ihrem Leben schaffen können. Drittens stand das Thema Engagement im Fokus: Suffizienz beschränkt sich nicht auf den eignen Konsum, es braucht auch das zivilgesellschaftliche Wirken auf Rahmen­b­edingungen, auf die Politik oder Unternehmen.

Teilnehmer*innen testen mehr Suffizienz für einen Monat

Die Teilnehmer*innen bekamen inhaltliche Informationen und Einladungen zur Reflektion des persönlichen Lebens zu jedem der drei Themen. Zudem konnten sie sich zu jedem der Schwerpunkte einen Vorsatz formulieren und diesen einen Monat lang umsetzen. Die Vorsätze der Teilnehmer*innen waren vielfältig. Einige nahmen sich vor, das Auto öfter stehen zulassen, einen ‚Kaufnix-Monat‘ einzulegen oder ein Elektrogerät zu reparieren. Andere wollten den Monat Februar nutzen, um ihre Wohnung zu entrümpeln oder mehr Zeit mit Freund*innen und Familie zu verbringen. Um sich stärker gesellschaftlich zu engagieren, planten viele Teilnehmer*innen, sich in ihrer Energiegenossenschaft oder anderen Initiativen mehr einzubringen oder im Kreis der Familie und am Arbeitsplatz auf die Bedeutung von Suffizienz aufmerksam zu machen. Die wissenschaftlichen Begleitforschung wird unter­suchen, inwiefern die Aktionswoche suffizientes Verhalten steigern konnte.

Die Materialien für die Aktionswoche „Energiewende plus“ werden im weiteren Verlauf des Projektes aufbereitet und veröffentlicht. Für einen ersten Einblick in die Inhalte der Aktionswoche geht es hier zum Videovortrag aus der Auftaktveranstaltung.

Bürgerwindpark Lammerskopf – ES startet mit weiteren Energiegenossenschaften ein „Leuchtturmprojekt“ bei Heidelberg

Die Einbindung der Bürger ist ein zentraler Schlüssel für mehr Akzeptanz bei dem dringend erforderlichen Ausbau der Windenergie, bei dem Baden-Württemberg einen erheblichen Nachholbedarf aufweist. Im Ländervergleich belegt Baden-Württemberg einen der hinteren Plätze –  nach 10 Jahren grüner Regentschaft im Grunde mehr als peinlich. Doch nun soll sich –  in Nachbarschaft zu unserem Windpark Greiner Eck–  bald „was drehen“. Derzeit bemüht sich ein Bündnis aus drei regionalen Bürgerenergiegenossenschaften (ES, Heidelberger EG + BEG Kraichgau) mit zusammen über 2.800 Mitgliedern, gemeinsam mit den örtlichen Stadtwerken den Bürgerwindpark „Lammerskopf“ auf den Weg zu bringen.

Die Stadt Heidelberg und die Lokalpolitik stehen geschlossen hinter dem Bürgerprojekt. Gleichzeitig haben sich Landtagsabgeordnete verschiedener Fraktionen für die Umsetzung des Vorhabens ausgesprochen.

Spannend wird das Thema Flächensicherung, denn der gesamte Bereich ist im Besitz von Forst Baden-Württemberg. Aktuell geht es um die Frage, welche Vergabekriterien nun angelegt werden. Bei dem üblichen Standardverfahren findet die Pachthöhe zu 70% Eingang in die Bewertung. Damit ist es für die Bürgerenergiegenossenschaften im Grunde unmöglich gegen die Marktmacht der überregionalen Marktführer zu bestehen. Die zu erwartende aggressive Bieterschlacht, bei der die Pachthöhe den Ausschlag gibt, kann nur ein Großunternehmen gewinnen.

Es gibt aber auch vereinfachte Vergabekriterien des Landes für Projekte, die „in beispielhafter Weise den Zielen des Klimaschutzes und der Energiewende Rechnung tragen“ … und genau hier sehen wir unsere Chance für ein Leuchtturmprojekt, das zeigt, wie ein echter Bürgerwindpark mit allen relevanten regionalen Akteuren umgesetzt werden kann.

Für uns gilt nach wie vor das Mantra: „Wer auf ein Windrad schaut,, der soll auch den Nutzen haben!“

Energiewende HIER und JETZT – Podiumsdiskussion in Bensheim mit ES-Beteiligung

Die SPD Bensheim hatte zu der Veranstaltung am 6.2.2023 auch das Vorstandsmitglied Micha Jost eingeladen. Dabei stellte der Starkenburger die langjährige Arbeit der ES vor und konnte anhand der stattlichen Projektliste anschaulich darstellen, was Bürger vor Ort in Sachen Energiewende zu leisten im Stande sind.

Exemplarisch wurde das PV-Projekt in der Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule vorgestellt. Das Besondere an „SolarSTARK 24“ war, dass dieses PV-Vorhaben über mehrere Monate Eingang in den Projektunterricht gefunden hat. Die Schüler befassten sich in verschiedenen Kleingruppen ausführlich mit Planung, Technik und Finanzierung des Vorhabens, das über eine Anschlussleistung von ca. 99 kWp verfügt. Am Ende wurde das Projekt letztlich zu 100% mit Bürgergeld finanziert. SolarSTARK 24 war somit mehr als „nur“ eine technische PV-Anlage. Hier wurde Klimaschutz in Theorie und Praxis mit einem pädagogischen Konzept lebendig verbunden. Damit verwandelt sich Schule zu einem spannenden Lernort, der sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt – so wie man es sich eigentlich wünscht.

ES-Vorstandsmitglied Jost gab aber auch zu bedenken, dass die Fokussierung auf PV bei der lokalen Energiewende zu kurz greife. Nur in Verbindung mit reichlich Windkraft, können man in der Region die benötigten Mengen an Erneuerbare Energien erzeugen.

Interessant war in diesem Zusammenhang die Aussage der Stadt Bensheim, dass die selbstgesteckten Klimaschutzziele im aktuellen Tempo und mit den derzeitigen Werkzeugen nicht erreicht werden können.

Hier wurde auch noch einmal an den Windpark auf dem Heiligenberg/Kesselberg erinnert, der 2011 auch unter Beteiligung der ES projektiert wurde, aber mangels politischem Willen nie realisiert werden konnte. Derzeit beginnen sich anscheinend Einige wieder mit dem Gedanken an ein Windparkprojekt anzufreunden. Die Energiehunger Bensheims spricht zumindest dafür.

Steckermodulaktion in Seeheim-Jugenheim und Alsbach-Hähnlein erfolgreich abgeschlossen – ES organisierte Sammelbestellung der Mini-PV-Anlagen

Viele Menschen haben, auch bedingt durch die stark gestiegenen Energiepreise, angefangen über ihren Energieverbrauch nachzudenken. Eine einfache Möglichkeit, selbst Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen, besteht in der unkomplizierten Installation von Steckersolar-Geräten am Balkongeländer, auf einem Flachdach, im Garten oder auf dem Hausdach. In jedem Haushalt ist der Anschluss von Modulen mit einer Gesamtleistung von 600 Watt zugelassen. Auch Mieter können davon profitieren.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg eG hat im späten Frühjahr 2022 zusammen mit Experten interessierte Bürger in Seeheim-Jugenheim und Alsbach-Hähnlein kostenlos beraten und eine Sammelbestellung von PV-Modulen organisiert. Die Nachfrage war so groß, dass die Interessentenliste schon nach wenigen Tagen geschlossen werden musste. Am Ende waren 80 Personen auf der Bestellliste, die dann auch im Rahmen von Hausbesuchen über die Anschluss und Montageoptionen informiert wurden.

Wegen Lieferengpässen wurden die Module nebst Zubehör erst im Januar 2023 ausgeliefert, dafür sparten die Bestseller/innen aber auch die 19% Umsatzsteuer. Die Aktion der Energiegenossenschaft Starkenburg geschah in enger Kooperation mit der REGEV Roßdorf, die ca. 35 lokale Initiativen in Südhessen koordiniert. Im Jahr 2022 wurden über 7.200 Steckersolargeräte bestellt. Bei optimaler Ausrichtung kann ein Modul im Jahr ca. 350 kWh klimaneutralen Sonnenstrom erzeugen.

Die Gemeinde Seeheim-Jugenheim hat auf Initiative von Bürgermeister Alexander Kreissl dankenswerterweise für die Zwischenlagerung den Betriebshof zur Verfügung gestellt. Am 13. und 14. Januar wurden die 172 Module an die glücklichen „Neu-Solarier“ übergeben.

Neues Bündnis für Solarenergie – ENTEGA und Energiegenossenschaft Starkenburg gründen gemeinsame Plattform zum Bau von Bürgersolarkraftwerken

Unter dem Dach der neuen „SolarSTARK-Entega GmbH“ werden künftig Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen in Südhessen umgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Ansatz, die Bürger vor Ort an der Finanzierung und damit an den Erträgen der Projekte bestmöglich zu beteiligen. Erste Vorhaben befinden sich bereits in der Genehmigungsphase. Die geplanten PV-Anlagen in Modautal, Otzberg und Reinheim werden jährlich insgesamt mehr als 20 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen und können damit bilanziell rund 20.000 Menschen versorgen.

Laut Guido Böss, Geschäftsführer der ENTEGA Regenerativ GmbH, ergänzen sich die beiden Projektpartner in idealer Weise: „Das neue Bündnis verbindet die Expertise der ENTEGA bei der Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien, mit der langjährigen Erfahrung der Starkenburger Energiegenossen in Sachen lokaler Bürgerbeteiligung“.

So hat die ENTEGA mit ihrem Planungsteam bereits im März dieses Jahres eine große Freiflächenanlage mit rund 11,3 MWp Leistung in der Moselgemeinde Leiwen in Betrieb genommen und betreibt darüber hinaus drei Solarparks mit einer Leistung von insgesamt knapp 32 MWp. Die Starkenburger Energiegenossen konnten bereits 45 Klimaschutzvorhaben – darunter auch mehrere Millionenprojekte – mit passgenauer lokaler Bürgerbeteiligung vollenden.

Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg, sieht daher auch großes Potential im neuen Zusammenschluss: “Unser Beteiligungsmodell kommt bei den BürgerInnen sehr gut an. Das Interesse vor Ort ist jetzt schon enorm. Seit den ersten Informationsveranstaltungen in den drei Standortkommunen können wir uns vor Anfragen kaum noch retten“.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg und ENTEGA kooperieren bereits seit vielen Jahren. Begonnen hatte die Zusammenarbeit schon 2011 bei der Umsetzung der Bürgerbeteiligung am Windpark Binselberg in Groß-Umstadt. Aufgrund der guten Erfahrungen entstand die Idee, die Geschäftsbeziehungen in größerem Maßstab zu vertiefen.

Das neue Unternehmen ist ein Bündnis auf Augenhöhe mit gleichberechtigten Partnern. Die Starkenburger halten 51% an der neuen Gesellschaft. Stammsitz der SolarSTARK-Entega GmbH ist übrigen in Heppenheim, dem Heimatort der ES. Daher sollen die Aktivitäten nun auch im Kreis Bergstraße intensiviert werden. In einigen Kommunen gibt es bereits vielversprechende Projektansätze.

Neue E-Ladestation der Energiegenossenschaft Starkenburg am Flugplatz Michelstadt – Strom kommt direkt vom Solardach

Auch der Aero-Club Odenwald in Michelstadt unterstützt auf dem Flugplatz „Waldhorn“ die Mobilitätswende. Auf dem Parkplatz vor der Gaststätte „Roter Baron“ wurde dieser Tage offiziell eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge mit zwei Ladeeinheiten in Betrieb genommen. „Getankt“ wird dabei „grüner“ Strom, der von SolarSTARK 35 (73 kWp) auf dem Dach des nahe gelegenen Hangars produziert wird.

Über das neue Angebot für E-Mobile freuen sich Vereins-Vorsitzender Tobias Fleischmann zusammen mit Georg Schumacher von der ausführenden Energiegenossenschaft Starkenburg eG.

Beide weisen darauf hin, dass die öffentliche Ladesäule jedermann zur Verfügung steht und somit auch von Besuchern des Friedwaldes und von den Nutzern der nahe gelegenen Wanderparkplätze gerne genutzt werden können. Eine solche zukunftsweisende Einrichtung erwartet man „in der freien Natur“ eher selten, passt aber ideal zu den Nutzeransprüchen. In der Regel ist die Verweildauer eines geparkten Fahrzeugs länger und reicht damit sogar für einen kompletten Ladevorgang. Nach einer ausgedehnten Wanderung ist selbst ein „restentleerter“ Akku wieder voll.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von einem ortsansässigen Geldinstitut sowie von drei Privatunternehmen aus der Region. Die Ladesäule verfügt über 2 Anschlüsse mit jeweils 11kW Leistung (Stecker Typ 2) und kann mit jeder gängigen Ladekarte oder dem Mobiltelefon freigeschaltet werden. Die Ladesäule ist rund um die Uhr in Betrieb.

Die Ladestation ergänzt das Netz aus insgesamt 7 Ladepunkten, die von der ES mittlerweile errichtet wurden.

Hoher Besuch bei ES-Gründungsmitglied Franz Misch – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zur Visite bei der ESM GmbH

Großer Andrang herrschte auf dem Gelände der Heppenheimer ESM GmbH, als der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zusammen mit dem Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir am Montagnachmittag (8.11.2022) einen Kurzbesuch abstattetet.

Die Firma ESM (Energie- und Schwingungstechnik Mitsch) wurde 1996 von unserem ES-Gründungsmitglied Franz Mitsch aus der Taufe gehoben. Das mittelständische Familienunternehmen zählt mittlerweile 130 Mitarbeiter, die im Drei-Schicht-Betrieb auf 15.000 Quadratmetern Lager- und Produktionsfläche Getriebelager, Generatorlager, Entkopplungselemente für Schaltschränke, Kupplungen und Schwingungstilger zur Reduzierung von Schall oder Turmschwingungen herstellen. Alle Produkte dienen dazu, Windenergieanlagen leiser, langlebiger, günstiger zu machen – und auch dabei, neue Technologiekonzepte zu entwickeln und auszutesten.

Die Firma zählt zu den sogenannten „Hidden Champions“ und gehört bei der Schwingungstechnik zum weltweiten Marktführer in der Windbranche. Schon 185.000 Windenergieanlagen arbeiten mit Bauteilen des Heppenheimer Unternehmens.

Franz Mitsch mahnte bei dem Termin mehr Unterstützung durch die Politik an. Auch auf lokaler Ebene. Leider wird die Windkraft weder von der Standortkommune Heppenheim, noch vom Landkreis Bergstraße vorangetrieben. Als solider Gewerbesteuerzahler und wichtiger Arbeitgeber ist die ESM GmbH jedoch wohlgelitten und zu öffentlichkeitswirksamen Terminen wie diesem, zeigt sich die Lokalpolitik auch gerne.

„Wir brauchen eigene Anlagen“, so Franz Mitsch, um Erfahrungen mit neuen Produkten standortnah erproben zu können, „also gebt uns eine Chance“. Bleibt zu hoffen, dass die anwesende Lokalpolitik (Landrat Engelhardt und Bürgermeister Burelbach) den Appell auch vernommen haben.

Generalversammlung beschließt Dividende von 4%

In diesem Jahr konnte die Generalversammlung der Starkenburger Energiegenossen wieder im luftigen Festzelt des TSV Elmshausen stattfinden. Die komplette Rückwand war entfernt worden und so bot der laue Spätsommerabend perfekte „coronakonforme“ Rahmenbedingungen.

Vom Vorstand gab es überaus Erfreuliches zu berichten. Die Investitionen von über 20 Mio. € in Erneuerbare Energien (35 Bürgersolaranlagen, eine Biogasanlage, drei Bürgerwindräder und vier Windparkbeteiligungen) sorgten für eine überaus solide Ertragslage. Mehr als 22 Mio. Kilowattstunden Grüner Strom wurden 2021 erzeugt. Der Umsatz belief sich im vergangenen Jahr auf über 2,7 Mio. Euro. Trotz Corona konnte man erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Dank der guten Ertragslage wurde eine Dividende von 4 % beschlossen.

Die ausgezahlten Zinsen an die Mitglieder beliefen sich 2021 auf insgesamt über 340.000 €. Für die investierten Beträge in Form von nachrangigen Darlehen wurde im Jahr je nach Projekt zwischen 2% und 5 % Zinsen bezahlt. Dazu kommt nun noch die beschlossene Dividende obendrauf.

Bei der Neuwahl des kompletten Aufsichtsrates war Kontinuität angesagt. Das Gremium wurde komplett für weitere 3 Jahre im Amt bestätigt. Die einstimmige Wiederwahl spiegelt die Zufriedenheit der Mitglieder in die bisherige Gremienarbeit.

Wie üblich, gab der Vorstand auch noch einen Ausblick auf die weitere Projektentwicklung. So wird sich der Fokus künftig verstärkt auf die Umsetzung von PV-Freiflächenanlagen richten. Drei solcher Projekte befinden sich bereits in der Umsetzung.

Heute Prämierung von „EchtSTARK“ – die jährliche Auszeichnung von Bürgerengagement der ES

Bereits das 6. Jahr in Folge prämiert die Energiegenossenschaft Starkenburg Initiativen aus dem sozialen oder ökologischen Bereich. Es sind ehrenamtliche, bürgerschaftliche Aktivitäten, die unsere Region „STARK“ machen – d.h. in besonderer Weise dem Gemeinwohl dienen. Das Spektrum ist bunt und schillernd.

Die Vorschläge kommen stets aus den Reihen der ES Mitglieder. Die drei Finalisten stellen sich heute bei der diesjährigen Generalversammlung in Elmshausen persönlich vor.

•           Active Learning e.V. – Lernen und Sport

•           Pfadfinderinnen Lorsch

•           Streuobstwiesenretter e.V. – Initiative zur Erhaltung der Streuobstwiesen

Per Mitgliederentscheid werden die Geldpreise in Höhe von 1.500 €, 1.000 € und 500 € vergeben.

Bericht in der Hessenschau über Arbeit der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES)

Der Fernsehbeitrag am 4. August 2022 hatte drei verschiedene Projekte der ES zu Thema. Zunächst wird das 5 ha große Vorhaben einer Freiflächen PV-Anlage in Reinheim vorgestellt. Hier realisiert die ES gemeinsam der ENTEGA einen Bürgersolarpark, der in großer Einmütigkeit von Politik und Bürgerschaft auf den Weg gebracht wurde. Es konnte exemplarisch gezeigt werden, wie sich die Stärken eines kommunalen Energieversorgers (ENTEGA)  und einer Bürgerenergiegenossenschaft verbinden lassen, um eine maximale Akzeptanz vor Ort zu erreichen. Der Schlüssel liegt darin, die Menschen im Projektumfeld bestmöglich am finanziellen Nutzen teilhaben zu lassen. Der Stromertrag von rund 7 Mio. Kilowattstunden deckt bilanziell den Jahresverbrauch von rund 7.000 Menschen.

Zusätzlich wurde eine Steckermodulaktion der Energiegenossen in Seeheim-Jugenheim vorgestellt, die eine PV-Nutzung auch für Mieter ermöglicht z.B. durch eine Montage an Balkonen. Diese Module können vergleichsweise leicht direkt an eine Steckdose angeschlossen werden. Die Steckermodule ermöglichen auch Menschen ohne eigene Dachflächen die Sonne nutzbringend „anzuzapfen“.

Am Beispiel einer Kindertagesstätte in Lorsch wurde gezeigt, wie eine Bürgersolaranlage dazu dienen kann, den Eigenstrombedarf einer kommunalen Liegenschaft zu decken. Eine große Wärmepumpe verwandelt dort Sonnenstrom unmittelbar in Heizenergie. Die PV-Anlage wurde durch eine entsprechende PV-Ausrichtung der Module auch in West-Ost-Richtung auf die Eigenstromnutzung hin optimiert.

Zum ganzen Beitrag >>

„Wenn plötzlich alle für den Solarpark stimmen“ -HR-Online berichtet über PV-Projekte der Energiegenossenschaft Starkenburg

Einen ausführlichen Beitrag widmet der Hessische Rundfunk drei PV-Freilandprojekten, die aktuell von der ES in Kooperation mit der ENTEGA realisiert werden. Die drei Standorte Modautal, Reinheim und Otzberg im Landkreis Darmstadt-Dieburg werden ausführlich vorgestellt. Dabei kommen auch die jeweiligen Standortbürgermeister zu Wort und erläutern die lokalen Zusammenhänge und Hintergründe.

Alle drei Vorhaben werden mit einer umfassenden lokalen Bürgerbeteiligung umgesetzt. Wie bei allen bisherigen Vorhaben der ES sollen dabei die Menschen in unmittelbarer Projektnähe bestmöglich von den Vorteilen der Erneuerbaren Energien profitieren – auch finanziell.

Startschuss für zweiten Bürgersolarpark – Gremien in Otzberg geben grünes Licht für Bauleitplanverfahren

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien erfordert künftig erheblich mehr Dynamik, als in den vergangenen Jahren. In diesem Zusammenhang wird neben der Anzahl auch die Dimension von PV-Anlagen zulegen müssen. In den Fokus kommen somit zunehmend Freiflächenanlagen, die allerdings deutlich höhere planerische und genehmigungsrechtliche Herausforderungen stellen, als das Energiegenossenschaften von den klassischen PV-Dachanlagen her kennen.

Ein neues Kooperationsprojekt zwischen der ENTEGA AG Darmstadt und der Energiegenossenschaft Starkenburg eG widmet sich nun diesem Bereich. In der Gemeinde Otzberg beginnt nun das Bauleitplanverfahren für einen Bürgersolarpark. 6,8 Megawatt wird die Anschlussleistung umfassen, auf einer Fläche von rund 5 ha. In diesem Zusammenhang ist natürlich wieder eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen, bei dem vor allem die Menschen in der Standortkommune zum Zuge kommen werden. Ein Volumen von rund 1,75 Mio. € soll den Bürgern im Projektumfeld als langfristige “Grüne Geldanlage” angeboten werden.

Die neu angelegte extensive Grünlandfläche kann zusätzlich für eine Schafbeweidung genutzt werden und Imkern als Standort für Bienenstöcke zur Verfügung stehen.

Klimaschutz zum Anfassen – ES mit Stand beim Lorscher Frühlingsmarkt

Am 15. Mai 2022, fand in Lorsch, im Rahmen des Frühlingsmarktes, der erste Klimatag statt. Das Motto lautete: „Klimaschutz zum Anfassen und Ausprobieren“. Auch die Energiegenossenschaft Starkenburg war bei strahlendem Sonnenschein mit einem Infostand vor dem Rathaus vertreten.

Aus den Gesprächen mit den BesucherInnen wurde deutlich, dass besonders das Thema „Balkon-PV-Module“ derzeit auf besonderes Interesse stößt. Hier gibt es große Bereitschaft selbst einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die ES organisiert aktuell gerade eine Sammelbestellung von Modulen in Seeheim-Jugenheim und Alsbach-Hähnlein. Hier war bereits nach kurzer Zeit das verfügbare Kontingent vergriffen.

Um 14:00 Uhr bot die ES zusätzlich eine gemeinsame Radtour an. Hier wurden zwei Beispiele für konkrete Klimaschutzprojekte in Lorsch vorgestellt. Ziel war die Lorscher Biogasanlage – mit Zwischenstopp an der Bürgersolaranlage in der KITA Dieterswiese (SolarSTARK 26). Vorstand Micha Jost erläuterte den interessierten TeilnehmerInnen die wesentlichen Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Standorten. Die PV-Anlage (200 kWp) auf der KITA war im Jahr 2020 fertiggestellt worden. Die Biogasanlage betreiben die Starkeburger gemeinsam mit Lorscher Landwirten schon seit 2014.

ES spendet an 3 Organisationen für Ukraine-Hilfe – insgesamt 3.000 EURO wurden bereitgestellt

Die aktuellen Ereignisse in und um die Ukraine lassen niemanden kalt. Mittlerweile hat sich eine beeindruckende Welle der Hilfsbereitschaft geformt. Auf vielen Ebenen organisiert sich Unterstützung für die leidenden Menschen in der Ukraine. Auch die ES hat hier einen Beitrag dazu geleistet. Kurzfristig wurden heute 3.000,- als Spende bereitgestellt.

Aus zahlreichen Vorschlägen unserer Mitglieder wurden drei  Organisationen ausgewählt, die sich derzeit in der Ukraine-Hilfe engagieren:

  • Partnerschaft Deutschland-Ukraine/Moldova e.V. (PDUM) – Darmstadt
  • THAT´S WHYnheim e.V.
  • Ärzte ohne Grenzen e.V

Jede dieser Organisationen hat heute 1.000,- Euro als Geldspende erhalten.

Da die Mittel dieser Aktion aus der Verkauf von Erneuerbaren Energien von Anlagen der ES stammen, wird in diesem Zusammenhang auch noch einmal deutlich, wie wichtig die Abkehr von den fossilen Energieträgern ist. Die aktuellen Geschehnisse in und um den Krieg in der Ukraine  machen die Problematik überdeutlich.

Die Erneuerbaren Energien sind der Schlüssel – auch im Bereich einer friedenswahrenden Sicherheitspolitik!

Der Rotmilan und die Windkraft – aktuelles EU-Forschungsprojekt bringt Ausbaugegner in Argumentationsnöte

Hierzulande ist der Rotmilan berühmt geworden als angebliches Opfer der Windkraft. Er wurde zum Hauptdarsteller vieler Gerichtsverfahren gegen Windräder, weil deren Rotorblätter den Rotmilan erschlagen könnten. So argumentieren bis heute viele Kläger und Naturschutzverbände, häufig mit Erfolg. Nicht zuletzt wegen des Rotmilans ist der Ausbau der Windkraft in Deutschland deutlich eingebrochen.

In einem aktuellen Beitrag berichtet das ZDF am 22.02.2022 von den Zwischenergebnissen einer großangelegten EU-Untersuchung mit GPS-bestückten Rotmilanen. Die Todesursachen von 700 getöteten Exemplaren wurde dabei untersucht. Vergiftung, Straßen- und Schienenverkehr landen auf den ersten Plätzen. Auch Stromleitungen zählen zum Gefährdungspotential der Greifvögel. Die Windkraft findet sich weit abgeschlagen auf dem 7. Platz der Todesursachen!

Bleibt zu hoffen, dass diese Erkenntnisse zu einer sachlicheren Diskussion im Zusammenhang mit dem dringend erforderlichen Ausbau der Windenergie beitragen.

PV-Freiflächenanlage in Modautal dient auch dem Grundwasserschutz

Das neue PV-Freiflächenprojekt von ES und ENTEGA in Modautal, dient auch einem Zweck, den man so erst einmal nicht vermutet hätte. Teile des 7 ha messenden Areals liegen im Trinkwasserschutzgebiet und vor Ort gab es in den vergangenen Jahren Probleme mit der Wasserqualität. Ein Förderbrunnen wurde aufgrund erhöhter Nitratgehalte sogar stillgelegt.

Es wird vermutet, dass in dem hängigen Gelände Bodenabschwemmungen von den Äckern zu Stickstoffeinträgen ins Grundwasser geführt haben. Die betreffenden Flächen werden mit der Errichtung der Solaranlage künftig als extensives Grünland genutzt. Durch eine ganzjährige Begrünung lässt sich die Erosion auf jeden Fall deutlich reduzieren, möglicherweise auch ganz vermeiden. Im Laufe der Jahre hofft man so auf ein schrittweise Verbesserung der Wassergüte mit dem Ziel, den Brunnen dann erneut für die Wasserversorgung in Modautal nutzen zu können. Auf diese Weise dient im konkreten Falle der Ausbau der Erneuerbare Energien auch dem Grundwasserschutz.

PV-Freiflächenanlage in Modautal geplant – ES und ENTEGA im Schulterschluss – umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien erfordert künftig erheblich mehr Dynamik, als in den vergangenen Jahren. In diesem Zusammenhang wird neben Anzahl auch die Dimension von PV-Anlagen zulegen müssen. In den Fokus kommen somit zunehmend Freiflächenanlagen, die allerdings deutlich höhere planerische und genehmigungsrechtliche Herausforderungen stellen, als das Energiegenossenschaften von den klassischen PV-Dachanlagen her kennen.

Ein Kooperationsprojekt zwischen der ENTEGA AG Darmstadt und der Energiegenossenschaft Starkenburg eG widmet sich nun diesem Bereich. In der Gemeinde Modautal beginnt nun das Bauleitplanverfahren für einen ersten Solarpark. 7 Megawatt wird die Anschlussleistung umfassen, auf einer Fläche von rund 7 ha. In diesem Zusammenhang ist natürlich wieder eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen, bei dem vor allem die Menschen in der Standortkommune zum Zuge kommen werden. Ein Volumen von rund 2 Mio. € soll den Bürgern im Projektumfeld als langfristige „Grüne Geldanlage“ angeboten werden.

Die neu angelegte extensive Grünlandfläche soll zusätzlich für eine Schafbeweidung genutzt werden und Imkern als Standort für Bienenstöcke zur Verfügung stehen.

Bürgerwindrad wird „geboostert“ – mehr Leistung für WindSTARK 4 durch neue Software

10% mehr Power nur durch ein Softwareupdate? Das klingt zu schön um wahr zu sein und dennoch verfügt das Bürgerwindrad der ES in Gundersheim seit Ende 2021 nun über 2,75 statt 2,5 MW-Leistung, ohne dass es sich rein äußerlich verändert hätte. Auch der Rotor dreht sich nicht schneller. Das Geheimnis liegt in der Anpassung des Drehmoments, das nun durch eine modifizierte Steuerung gesteigert wird. Damit erhöht sich die jährliche Stromerzeugung um mehr als 600.000 Kilowattstunden. Rund 300 Tonnen CO2 werden der Umwelt auf dieses Weise zusätzlich erspart.

Vorangegangen waren mehrmonatige Tests und ein umfassendes  Zertifizierungsverfahren. Zusätzlich musste das ganze natürlich auch noch von der Genehmigungsbehörde abgesegnet werden.

Das Bürgerwindrad WindSTARK 4 ist seit 2014 in Betrieb und hat seither rund 48 Mio. kWh umweltfreundlichen Strom erzeugt. Das Projektvolumen betrug rund 5,25 Mio. €. 239 Bürger aus der Region hatten sich damals finanziell beteiligt.

Ertragsvisualisierung aller ES-Solaranlagen jetzt auch mit Darstellung des Eigenverbrauchs

35 Bürgersolaranlagen hat die ES mittlerweile in Betrieb. Zur benutzerfreundlichen Online-Darstellung der Erträge wurde für unsere Homepage eine Eigenentwicklung realisiert, da die Lösungen von der Stange wie powerdoc oder solarlog unseren Anforderungen nicht genügten. Ein ES Mitglied – im Hauptberuf Softwareingenieur – hat das Programm “SolarSTARK-View“ entwickelt und über die Jahre immer weiter verfeinert. Das neuste Feature ist die Visualisierung des Eigenverbrauchs. Damit lassen sich ganz neue Erkenntnisse gewinnen, mit dem Ziel den günstigen Strom vom Dach bestmöglich zu nutzen. Vor dem Hintergrund der dramatischen Strompreisentwicklung ist dies natürlich von besonderer Bedeutung.

Besonders gut lässt sich das Ganze bei SolarSTARK 27 (200 kWp) beobachten. Der Rimbacher Betrieb für Medizintechnik verfügt über eine Grundlast von rund 20 kW. Die Tagesganglinien zeigen präzise, in welchen Zeiträumen die Firma ganz ohne Netzstrom auskommt. Mit diesen Daten lassen sich dann auch betriebliche Abläufe dahingehend optimieren, dass der Eigenstromanteil maximiert wird.

Klimaschutzkonzept des Landkreises Bergstraße liegt vor – Fahrplan für Mammutaufgabe – Forderungen von Klimaschützern für Windkraftausbau bleiben leider unberücksichtigt

Am 11. November wurde das Klimaschutzkonzept im Ausschuss für Regionalpolitik, Infrastruktur und Nachhaltigkeit des Kreises Bergstraße vorgestellt. Mehr als 200 Seiten umfasst dieses Dokument, das vom neuen Klimaschutzmanager Reiner Pfuhl in akribischer Fleißarbeit zusammengestellt wurde. Das engagierte und ernsthafte Bemühen eine Art Fahrplan zur Klimaneutralität in allen Lebensbereichen zu erstellen, ist dem ist dem Autorenteam keineswegs abzusprechen. Auch die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) war an der Erarbeitung des Dokumentes beteiligt und hat sich -soweit möglich- mit Anregungen eingebracht.

„Was jetzt auf dem Tisch liegt ist nichts weniger als der Auftakt für eine wahre Mammutaufgabe, die nun schnelle und weitreichende Klimaschutzmaßnahmen im privaten und gewerblichen Bereich erfordern“, sagt Micha Jost Vorstandsmitglied der ES. Denn, noch ist Konzept nur eine papiergewordene Absichtserklärung. Die eigentliche Frage lautet jedoch: Wie schnell kommt man auf dem hier vorgezeichneten Weg voran?

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Landkreis als „Treiber beim Klimaschutz“ sind nicht gerade vielversprechend. So brütet die Verwaltung schon mehr als 2 Jahre über der Frage, wie tausende nutzbare Quadratmeter Dachflächen an den 76 Schulen für die Photovoltaik genutzt werden können. Noch ohne, dass dies zu nennenswerten PV-Projekten geführt hätte.

Positiv am Klimaschutzkonzept hervorzuheben ist, dass darin viele zielführende Aspekte enthalten sind. Eine ehrliche Analyse der Ausgangslage bildet das Fundament für ein gehaltvolles Konzept. Die Zahlen dokumentieren gleichzeitig hochoffiziell, wie wenig sich bisher an der Bergstraße in Sachen Klimaschutz in den verschiedenen Handlungsfeldern getan hat und wie weit daher der Weg zur Klimaneutralität noch ist. Einige Beispiele zur Veranschaulichung der Dimension der bevorstehenden Herausforderungen:

Laut Konzept gibt es aktuell rund 5.700 PV Anlagen im Kreis, deren Anschlussleistung nun aber jedes (!) Jahr neu zugebaut werden müsste und das fortwährend 10-15 Jahre in Folge. Nur so würde der Landkreis die benötigten klimaneutralen Energiemengen erzeugen. An der Realisierbarkeit dieser Pläne sind durchaus Zweifel angebracht. Aus Sicht der ES ist daher das Ausblenden der Windenergie, als notwendiges zweites Standbein, ein eklatanter Schwachpunkt des Konzeptes. Nur ein Ausbau der Windkraft wird die Klimaneutralität im Landkreis erst möglich machen, zumal die Windenergie gemäß des vorliegenden Dokumentes mit Abstand der größte Erzeuger der Erneuerbaren Energien im Landkreis darstellt. Die bestehenden 15 Windräder erzeugen jetzt schon deutlich mehr Strom als alle 5.700 PV-Anlagen im Landkreis zusammen. Die ES war übrigens Pionier der Windkraftnutzung im Landkreis und hat gemeinsam mit den Stadtwerken Viernheim 2017 am „Greiner Eck“ einen Windpark realisiert (WindSTARK 6).

„Im bisherigen Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren kann es und darf es künftig nicht weitergehen. Der Klimaschutzmanager muss deutlich mehr fachliche Unterstützung und Kompetenzen in der Kreisverwaltung bekommen und die Umsetzung der ambitionierten Ziele in den einzelnen Handlungsfeldern professionell strukturiert werden“, lautet daher die Forderung der ES. Die Zielerreichung muss fortwährend kontrolliert und die Maßnahmen auf ihre Wirkung überprüft werden. Vor allem sind Kommunen, die Bürgergesellschaft, das Gewerbe und Verbände in diese Aktivitäten angemessen einzubinden.

„Klimaschutz ist Mannschaftssport und der Kreis muss hier eine engagierte Trainerrolle übernehmen. Wenn dem Konzept nicht schnell und zügig wirkungsvolle Taten folgen, wird hier Klimaschutz lediglich simuliert und auf reine Symbolpolitik reduziert“, so ES-Vorstand Micha Jost abschließend.

Zum Klimaschutzkonzept des Kreises Bergstraße: (pdf 6,5 MB)

Generalversammlung 2021 in Elmshausen – Dividende von 3% beschlossen – Preisträger der Aktion „EchtSTARK 2021“ gekürt

Dank 3G + AHA + medizinischer Maske konnte im luftigen Festzelt des TSV Elmshausen die diesjährige Generalversammlung der Starkenburger Energiegenossen coronakonform stattfinden. Die komplette Rückwand war entfernt worden und so bot der laue Spätsommerabend perfekte Rahmenbedingungen für diese  „Freiluftveranstaltung“. Nachdem im vergangenen Jahr die Generalversammlung nur digital stattfinden konnte, war nun wieder einmal Gelegenheit für ein echtes Familientreffen der Energiegenossenschaft.

Vom Vorstand gab es überaus Erfreuliches zu berichten. Die Investitionen von über 20 Mio. € in Erneuerbare Energien (35 Bürgersolaranlagen, eine Biogasanlage, drei Bürgerwindräder und vier Windparkbeteiligungen) sorgen für eine überaus solide Ertragslage. Mehr als 25 Mio. Kilowattstunden Grüner Strom wurden 2020 erzeugt. Der Umsatz belief sich im vergangenen Jahr auf über 2,5 Mio. Euro. Trotz Corona konnte man auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seit Gründung der Genossenschaft zurückblicken. Dank der hohen Erlöse wurde eine Dividende von 3 % beschlossen.

Die ausgezahlten Zinsen an die Mitglieder beliefen sich 2020 auf insgesamt über 300.000 €. Für die investierten Beträge in Form von nachrangigen Darlehen wurde im Jahr je nach Projekt zwischen 2 und 5 % Zinsen bezahlt. Dazu kommt nun noch die beschlossene Dividende von 3% obendrauf.

Alle Formalien wurden in großer Einmütigkeit entschieden. So erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. Beschlossen wurde noch eine Satzungsergänzung, wonach die ES nun künftig auch im Bereich nachhaltiges Bauen tätig werden kann. Zuvor gabe es noch ein lebhafte Diskussion über das Für und Wider einer Ausweitung des Geschäftsfeldes.

Der traditionelle Wettbewerb „EchtSTARK 2021“ war einer der Höhepunkte des Abends. Mit dieser Aktion  werden seit einigen Jahren besonders unterstützenswerte Initiativen aus dem sozialen oder ökologischen Bereich finanziell gefördert. Es sind ehrenamtliche, bürgerschaftliche Aktivitäten, die unsere Region „STARK“ machen – d.h. in besonderer Weise dem Gemeinwohl dienen.

Aus 16 Vorschlägen der Mitglieder hatten sich am Ende drei Finalisten für die Generalversammlung qualifiziert, die ihre Projekte jeweils vorstellten. Bei der anschließenden Abstimmung konnte sich am Ende die Roßdorfer Energie-Gemeinschaft e.V. vor dem NABU-Ortsgruppe Bürstadt und dem Projekt „Gemeinsam Wirtschaften“ aus Bensheim durchsetzen. Die Platzierung war mit Geldpreisen in Höhe von 1.500 €, 1.000 € und 500 € verbunden.

SolarSTARK 35 auf dem Hallendach des Aero-Club Michelstadt installiert

Es ist nun bereite das zweite PV-Projekt der Energiegenossen, das im Umfeld von Hobbyfliegern realisiert wird. Der Aero-Club Odenwald mit Sitz in Michelstadt setzt nun auch auf Sonnenstrom. Erst Anfang des Jahres haben die Weinheimer Segelflieger eine Anlage von der ES erhalten (SolarSTARK 32). In Michelstadt packten die Vereinsmitglieder bei der praktischen Umsetzung tüchtig mit an. Die Montage der Module wurde unter fachkundiger Anleitung in Eigenregie durchgeführt. Der Transport der Panells an die richtige Stelle auf dem Dach ist weitgehend schweißtreibende Handarbeit. Der eigentliche Stromanschluss und die Netzverknüpfung bleibt Sache eines fachkundigen Elektrikers.

Im Rahmen des Projektes werden gleich noch zwei Stromtankstellen für E-Fahrzeuge auf dem Gelände installiert. Vielleicht können auch einmal Motorsegler den Sonnenstrom nutzen, denn mittlerweile hat der elektrische Antrieb in der Luftsportbranche ebenfalls Einzug gehalten. In der Region fliegen schon erste batterieelektrische Prototypen.

Die Anschlussleistung der PV-Anlage umfasst 73 kWp. Damit verbunden ist eine jährliche Energieerzeugung von 67.000 kWh. Damit können der Umwelt alljährlich 33 Tonnen CO2 erspart werden.

Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf rund 48.000 €. Wie bei jedem bisherigen PV-Projekt der Energiegenossenschaft Starkenburg erfolgt die Finanzierung zu 100% mit Bürgerkapital. Vereinsmitglieder bekommen nun die Gelegenheit direkt in eine grüne Geldanlage zu investieren.

Energiegenossenschaft Starkenburg spendet 1.000,- € für Rehkitzrettung – künftig hilft neue Drohne beim Tierschutz

Auf der Neutscher Höhe –  seit 10 Jahren Standort der ersten Bürgerwindanlage der ES – ist die Heumahd in vollem Gange. Eine ernste Gefahr für Rehkitze, die sich in den Wiesen verstecken und mitunter jämmerlich in den Mähwerken der Erntemaschinen enden. Rehkitze kennen nämlich keinen Fluchtreflex, sondern setzten voll auf Tarnung, was in diesem Kontext keine wirklich gute Strategie darstellt. Mit Hilfe einer hochmodern Drohne – ausgestattet mit einer Wärmebildkamera –  werden die Tiere künftig unmittelbar vor der Heuernte aufgespürt und geschützt.

In diesem Jahr konnten schon erste positive Erfahrungen mit der neuen Technik  gesammelt werden. Wird ein liegendes Kitz aus der Luft geortet, lässt der Pilot die Drohne über dem Fundort in der Luft stehen. Das Tier kann nun von den Helfern mit einem Holzkorb geschützt werden, der bei der Mahd dann umfahren wird. Manchmal bietet es sich auch an, das Kitz in einen benachbarten Wald oder Acker mit dichtem Bewuchs abzulegen. Die Kitzretter kommunizieren dabei per Funk mit dem Piloten. Auf dieses Weise konnte schon in diesem Jahr 10 Rehkitzen vor einem drohenden Blutbad bewahrt werden.

Der eigens für Kitzrettung gegründete Tierschutzverein “Neutscher Jägerschaft e.V.“ konnte die Anschaffungskosten von über 6.600 EUR größtenteils durch eine Fördermaßnahme der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, sowie Spenden von der Energiegenossenschaft Starkenburg, der Firma ESM aus Heppenheim, der Odenwaldwind GmbH und des Neutscher Jagdpächters, finanzieren.

Neuer Bürstadter Bauhof bekommt Solardach – SolarSTARK 34 sorgt für regenerative Eigenstromversorgung

Mit dem Umzug des Bürstädter Bauhofs auf das Gelände einer ehemaligen Biogasanlage, nutzt die Kommune die Chance den eigenen Stromverbrauch künftig in hohem Maße mit Sonnenstrom zu decken. In diesem Zusammenhang ist ein Kooperationsprojekt mit der Energiegenossenschaft Starkenburg entstanden. Auf den weitläufigen Hallendächern werden künftig 672 Solarmodule klimaschonenden Strom erzeugen. Was nicht selbst verbraucht wird, wandert ins allgemeine Stromnetz. Durch einen hohen Eigenstromverbrauch spart die Stadt künftig auch noch dauerhaft Geld, denn der Solarstrom vom Dach ist deutlich günstiger als vom Energieversorger. Die Entscheidung für das Projekt war weitsichtig, denn besonders lukrativ wird es, wenn die Kommune ihren Fuhrpark sukzessive auf E-Mobilität umstellt. Die PV-Anlage ist so dimensioniert, dass hier mühelos mehrere Fahrzeuge zeitgleich geladen werden können.

Mit einer Anschlussleistung von 240 Kilowattpeak werden künftig vor Ort jährlich rund 220.000 Kilowattstunden Strom klimafreundlich erzeugt. Über 110 t CO2 bleiben damit der Umwelt Jahr für Jahr erspart. Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf rund 160.000 Euro. Wie bei jedem bisherigen PV-Projekt der Energiegenossenschaft Starkenburg erfolgt die Finanzierung zu 100% mit Bürgerkapital. Die Bürger Bürstadts bekommen nun erneut die Gelegenheit in eine saubere Geldanlage zu investieren. In der Vergangenheit wurden in der Riedkomme hier bereits SolarSTARK 6, 18 und 21 realisiert.

Die Modulmontage soll bereits im Mai 2021 abgeschlossen sein. InteressentInnen können unter info@eneregiestark.de informationen zur Projektbeteiligung anfordern.

Weinheimer Segelflieger auf Sonnenkurs- SolarSTARK 33 auf den Hangars des Luftsportvereins

Reges Treiben herrscht auf dem Gelände der Weinheimer Segelflugfreunde in der Altau. Dort, wo man ansonsten zu Ausflügen in großer Höhen aufbricht, spielt sich derzeit das meiste wenige Meter über dem Erdboden ab. Auf den Hallendächern kommt der Bau der neue Photovoltaikanlage gut voran. Genau 714 PV-Module werden auf dem Hangar des Vereins montiert. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Starkenburg, die hier ihre 33. PV-Anlage realisiert hat. Die Vereinsmitglieder packen beim Bau auch selbst tüchtig mit an und sorgen mit vereinten Kräften dafür, dass die Arbeiten deutlich schneller vorankommen als geplant.

Mit einer Anschlussleistung von 240 Kilowattpeak werden künftig auf dem Vereinsgelände jährlich rund 210.000 Kilowattstunden Strom klimafreundlich erzeugt. Über 100 t CO2 bleiben damit der Umwelt Jahr für Jahr erspart. Die PV-Anlage ist für einen hohen Eigenstromverbrauch optimiert. Der erzeugte Sonnenstrom wird somit zunächst im Vereinsgebäude verbraucht. Lediglich der überschüssige Strom fließt ins Netz. Damit reduzieren sich die Energiekosten des Vereins dauerhaft. Im Rahmen des Projektes werden gleich noch zwei Stromtankstellen für E-Fahrzeuge auf dem Gelände installiert. Vielleicht können auch einmal Motorsegler den Sonnenstrom nutzen können. Mittlerweile hat der elektrische Antrieb in der Luftsportbranche ebenfalls Einzug gehalten.

Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf rund 160.000 Euro. Wie bei jedem bisherigen PV-Projekt der Energiegenossenschaft Starkenburg erfolgt die Finanzierung zu 100% mit Bürgerkapital. Vereinsmitglieder und die Bürger Weinheims bekommen nun die Gelegenheit in eine saubere Geldanlage zu investieren.

SolarSTARK 32 entsteht in Lampertheim- Kanu-Club zapft die Sonne an

Schon lange haben die Verantwortlich des Vereins mit dem Bau einer PV-Anlage geliebäugelt. Es war auch daran gedacht ein solches Projekt alleine zu stemmen. Doch zunächst galt es das Hallendach zu sanieren, was den finanziellen Handlungsspielraum danach deutlich einschränkte. Die gelungenen Beispiele mit Vereins-PV-Projekten aus dem benachbarten Bürstadt (SolarSTARK 18 und 21) brachte den Verein auf die Idee, so etwas mit der Energiegenossenschaft Starkenburg umzusetzen.

Auf dem neuen Dach des Vereinsheims entsteht nun in den nächsten Tagen eine weitere Bürgersolaranlage. Mit einer Anschlussleistung von 60 Kilowattpeak werden künftig jährlich 53.000 Kilowattstunden Strom klimafreundlich erzeugt. Knapp  26 t CO2 bleiben damit jährlich der Umwelt erspart. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 40.000 Euro. Vereinsmitglieder und die Bürger Lampertheims bekommen auf diesem Wege die Gelegenheit in eine saubere Geldanlage zu investieren. Wie bei jedem PV-Projekt erfolgt die Finanzierung zu 100% mit Bürgerkapital.

Die PV-Anlage ist für einen hohen Eigenstromverbrauch optimiert. Der erzeugte Sonnenstrom wird somit zunächst im Vereinsgebäude verbraucht. Lediglich der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist. Damit reduzieren sich die Energiekosten des Vereins dauerhaft.

Für die Starkenburger Energiegenossen geht es auch gleich mit dem nächsten Projekt weiter. So ist SolarSTARK 33 bereits in Vorbereitung. Der neue Bauhof der Stadt Bürstadt bekommt in Kürze ebenfalls ein „Sonnendach“.

Energiegenossenschaft Starkenburg zieht positive Jahresbilanz für 2020- weiterer Zuwachs an Projekten, Mitgliedern und Grünem Strom zu verzeichnen

Sogar in der Corona-Krise bleibt die Energiegenossenschaft Starkenburg auf Wachstumskurs. Aus Sicht der beiden Vorstandsmitglieder Georg Schumacher und Micha Jost ist die Bilanz überaus erfreulich. „Mit über 25 Millionen Kilowattstunden Erneuerbarem Strom aus eigenen Anlagen haben wir um 10% zugelegt und gleichzeitig unsere Mitgliederzahl auf über 1.000 gesteigert.“

Mit ihren Energiemix aus Photovoltaik (PV), Wind und Biogas erzeugen die Starkenburger in der Region rund um ihren Heppenheimer Stammsitz jährlich genug, um rechnerisch 25.000 Menschen mit klimaneutralem Öko-Strom versorgen zu können. Zusätzlich wurden aus nachwachsenden Rohstoffen 2,55 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugt. Damit lassen sich rund 255.000 Liter Heizöl ersetzen.

Der positive Beitrag zum Klimaschutz wird für das Jahr 2020 mit C02 –Einsparungen in Höhe von rund 13.000 Tonnen beziffert.

Zum aktuellen Portfolio der Starkenburger gehören neben 31 Bürgersolaranlagen, eine Biogasanlage, drei Bürgerwindräder und vier Windparkbeteiligungen. Zusätzlich betreibt die Energiegenossenschaft noch 5 Stromtankstellen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Kreis Bergstraße, wo 34 Projekte umgesetzt wurden, davon allein vier in der Kreisstadt Heppenheim. Die meisten Vorhaben wurden zu 100% mit Bürgergeld finanziert.

Getragen wird die Genossenschaft von derzeit 1.039 Mitgliedern, die seit der Gründung im Jahr 2010 mehr als 20 Millionen Euro in den regionalen Ausbau von Erneuerbaren Energien gesteckt haben. „Es gibt immer noch eine lange Warteliste, denn nur mit neuen Projekten können wir auch weitere Interessenten aufnehmen“, sagt Vorstandsmitglied Jost. Dabei legen die Genossen größten Wert darauf, dass bei einer finanziellen Beteiligung zunächst immer die Bürger am Projektort zum Zuge kommen.

Besonders Highlight des vergangenen Jahres war ein gemeinsames Photovoltaikprojekt mit der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim. Initiiert wurde das Vorhaben von engagierten Schülern und Lehrern. Es gelang dort in beispielhafter Weise Klimaschutz in Theorie und Praxis mit einem pädagogischen Konzept lebendig zu verbinden. Die Finanzierung der 99 kWp-Anlage erfolgte komplett durch Bürgerinnen und Bürger im Projektumfeld.

Auch für 2021 planen die Starkenburger weiteren Anlagezuwachs. „Es sind bereits mehrere neue PV-Projekte in der Umsetzung. Aktuell arbeiten wir vor allem mit Sportvereinen intensiv zusammen, die oft über große Hallendächer verfügen und gleichzeitig ihre Stromrechnung mit selbstgenutztem Sonnenstrom senken wollen“, erläutert Vorstandsmitglied Georg Schumacher die weiteren Ausbaupläne der Bürgerenergiegenossenschaft.

Die Führungsriege der Starkenburger hofft auch auf mehr Dynamik des Kreises Bergstraße in Sachen Energiewende. Vor allem bei den Schulen gebe es immer noch zu viel ungenutztes PV-Potential. Hier drängt man auf mehr Tempo bei der praktischen Umsetzung von Projekten. „Mit Ankündigungen und Absichtserklärungen allein werden wir die Klimakrise nicht aufhalten. Am Schluss hilft nur das, was realisiert wurde und die Zeit läuft uns davon“, gibt Vorstandsmitglied Jost zu bedenken.

Entwicklung der Stromproduktion mit eigenen Anlagen:

Von 13 auf 1.000 – die Energiegenossenschaft Starkenburg wird 10 Jahre alt

Am 15. Dezember 2020 feiert die Energiegenossenschaft Starkenburg ihren 10ten Geburtstag. Was zunächst mit 13 Gründungsmitgliedern in Heppenheim begann, hat sich im Laufe der Zeit zu  stattlicher Größe entwickelt. Über 1.000 Energiegenossinnen und -genossen engagieren sich mittlerweile für das Ziel einer „Energiewende von unten“.

Am Anfang stand die Frage, was können Bürger vor Ort tun, um die Erneuerbaren Energien in der Region voranzubringen. Die knappe Antwort nach 10 Jahren lautet: Eine ganze Menge. Mittlerweile wurden gemeinschaftlich über 20 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert. 23 Millionen Kilowattstunden sauberer Strom kommen alljährlich aus eigenen Genossenschaftsanlagen  – aus Sonne, Wind und Biomasse. Rund 11.000 Tonnen CO2 pro Jahr werden der Umwelt damit erspart.

Zentrales Anliegen der Starkenburger ist es, dass dabei die Menschen vor Ort umfassend von den Projekten profitieren. Daher werden die Investitionen in die Erneuerbaren Energien überwiegend mit Bürgergeld finanziert. Der Gewinn daraus fließt dann in Form von Zinsen und Dividenden zurück an die Mitglieder.

Besondere Highlights der vergangenen 10 Jahre waren die Realisierung des ersten Windparks im Kreis Bergstraße („Greiner Eck“), die Übernahme einer Biogasanlage in Lorsch gemeinsam mit der lokalen Landwirtschaft und mittlerweile 31 Bürgersolaranlagen. Sogar ein PV-Projekt in Mali haben die Starkenburger umgesetzt.

Grundlage für die dynamische Entwicklung ist das große Fachwissen innerhalb der Genossenschaft. So gehörten Experten der Erneuerbaren Energien bereits zum Gründerteam. Vor allem im Bereich der Solarenergie wurden viele Projekte umgesetzt. Verantwortlich dafür ist Vorstandsmitglied Georg Schumacher, der als gelernt Umwelttechnikingenieur in seinem Berufsleben schon rund 900 PV-Anlagen gebaut hat. Nun treibt er für die Starkenburger den Ausbau von Sonnenstrom mit Nachdruck voran.

„Wir hätten nie gedacht, dass aus dieser kleinen Genossenschaftsidee einmal so etwas Großes werden könnte“, sagt Micha Jost, Gründungsmitglied und einer der drei Vorstände. Für die Arbeit bei der Genossenschaft hatte er seinen sicheren Rathausjob an den Nagel gehängt.

In die Zukunft blicken die Energiegenossen mit reichlich Optimismus. Dazu Vorstandsmitglied Jost: „Die Bürger sind in Sachen Klimaschutz deutlich weiter als die Politik. So ist die Bereitschaft der Menschen, eigenes Geld in Saubere Energien vor Ort zu investieren ungebrochen. Was uns dabei antreibt ist ein zeitlos kluger Satz des Genossenschaftspioniers Friedrich-Willhelm Raiffeisen – Was einer allein nicht schafft, das schaffen Viele“.

Hirse statt Mais – Biogasanlage Lorsch startet Experiment

Mit der Übernahme der Biogasanlage in Lorsch im Jahr 2014 hat die Betreibergemeinschaft aus ES und Landwirten zunächst den Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung gelegt. Dank einer konsequenten Prozessoptimierung erzeugt man mit dem gleichen Input an Maissilage rund 28 % mehr Strom und Wärme, als der Vorbesitzer. Derzeit geht man hier auch der Frage möglicher Alternativen zum Maiseinsatz nach. In diesem Jahr wurde in der Lorscher Gemarkung erstmals auf mehreren Hektar ein Versuchsanbau mit Hirse gestartet – einer Pflanze, die ursprünglich in Afrika beheimatet ist.

Hirse zeichnet sich durch eine hohe Trockentoleranz aus. Das macht den Anbau auch in niederschlagsärmeren Regionen attraktiv. Die Pflanze ist somit an die fortschreitende „Heißzeit“ in unseren Breiten angepasst.

Ein besonders positiver Aspekt liegt im Nutzen für die Insektenwelt. So ist die Blüte der Hirse für Bienen ein überaus willkommener Pollenspender. Jetzt wird mit Spannung erwartet, wie sich das neue Material im rauen Biogasalltag bewährt.

ES gratuliert STARTS Grafik & Webdesign zum Gründerpreis – Agentur hat auch Homepage der ES gestaltet

Aus 34 Bewerbern hat sich die innovative Agentur mit Sitz in Wald -Michelbach beim diesjährigen Gründerwettbewerb Bergstraße-Odenwald durchgesetzt. Der mit 2.000 € dotierte Preis geht an Theresa Bartmann und Sebastian Theobald. Die beiden haben vor knapp 12 Monaten den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Ein besonders spannendes Projekt entstand im Zuge des Lockdowns. Um das regionale Gewerbe zu stärken, schufen die Preisträger eine Online-Plattform speziell für Unternehmen im Odenwald,

Die STARTS Grafik & Webdesign gestaltet seit 2019 auch die Homepage der ES und sorgt für eine fortwährende Weiterentwicklung des Internetangebotes. Auch ES-Vorstand Micha Jost freut sich über die Prämierung. „Wir gratulieren Theresa und Sebastian ganz herzlich zu ihrerer Auszeichnung. Für uns ist es sehr wichtig ein solch kompetentes und kreatives Team an unserer Seite zu haben. Die beiden leisten ausgezeichnete Arbeit und sind absolut würdige Preisträger. “

Der Start-up-Contest im Rahmen der Gründungsoffensive Bergstraße-Odenwald war in diesem Jahr komplett online möglich. Auf eine Siegerehrung wurde aufgrund der Corona-Situation ganz verzichtet. Die Gewinner wurden in einem Film via Facebook vorgestellt.
https://youtu.be/oocyFT5nXJQ

Buergerwerke-Generalversammlung

Neue Tarife für STARKstrom – sinkende Beschaffungskosten werden an Kunden weitergegeben

Aufgrund der aktuellen Entwicklung können wir in 2021 in den meisten Tarifgebieten den Preis für unseren STARKstrom senken. Unsere Beschaffungskosten für Strom reduzieren sich nach Berücksichtigung der finalen Kostenkomponenten um 0,77 Ct/kWh. Wir geben unsere gesunkenen Kosten direkt an unsere Kundinnen und Kunden weiter – und das mit einer Preisgarantie bis Ende 2021. 

Was selbstverständlich gleich bleibt: Bei uns unterstützt jede verbrauchte Kilowattstunde Ökostrom die Energiewende in Bürgerhand. Hier können Sie den Preis für Ihren Wohnort berechnen und in 10 Minuten online wechseln.

ES zum Interview bei Radio Darmstadt

Am 6. September waren Aufsichtsratsmitglied Brigitte Pötzl und Vorstand Micha Jost zu Gast bei Radio Darmstadt. Eine Stunde standen sie Moderator Aurel Jahn Rede und Antwort zu den Aktivitäten der Starkenburger in Sachen regionaler Energiewende. Dabei ging es auch um die Frage, wie eine Energiegenossenschaft zu einem Solarprojekt in Mali kommt.

Auf Einladung von Radio Darmstadt waren die Pötzl und Jost ins Studio an den Steubenplatz gekommen. In dem Format „Offenes Haus“ werden an diesem Sendeplatz regionale Themen ausführlich beleuchtet. Adrian Jahn hatte eine Vielzahl Fragen im Gepäck und sogar das Musikprogramm auf Erneubare Energien abgestimmt. Die eingespielten Titel behandelten Wind und Sonne.

Im Laufe der Stunde gab es reichlich Gelegenheit über die Projektarbeit der Starkenburger zu sprechen und wie man es schafft eine Energiegenossenschaft von 13 Gründern auf 1.000 Mitglieder anwachsen zu lassen. Ausführlich zur Sprache kamen Fragen der Akzeptanzsteigerung von Windenergie durch Bürgerbeteiligung.

Der Moderator interessierte sich auch sehr für die Entwicklung der Starkenburger vom reinen „Hobby-Zusammenschluss“ zu einem richtigen Unternehmen. Die Entstehungsgeschichte von AfrikaSTARK 1 einem PV-Projekt in Mali musste natürlich auch erzählt werden.

Pressetermin auf dem Dach von SolarSTARK 30 – Bürgermeister Dr. Habich trifft ES-Vorstand Georg Schumacher

Mittlerweile hat die PV-Anlage auf dem neu errichteten Kindergarten „Tagweide“ im Süden Zwingenbergs Gestalt angenommen. Die Inbetriebnahme der Module nach EEG ist bereits erfolgt. Anlass für einen Pressetermin zu dem Bürgermeister Dr. Holger Habich vor Ort eingeladen hatte. Projektleiter Georg Schumacher stellte die neue PV- Anlage vor und erläuterte die technischen Einzelheiten.

Mit einer Leistung von 99 kWp werden jährlich rund 90.000 kWh Solarstrom erzeugt. Die damit einhergehende CO2-Minderung beträgt ca. 45 Tonnen/Jahr. Das Finanzierungsvolumen beläuft sich auf rund 72.000,- Euro und wird zu 100% über eine Bürgerbeteiligung gedeckt. Bei dem beginnenden Beteiligungsverfahren sollen nur Bürger Zwingenbergs zum Zuge kommen – ganz zur Freude von Bürgermeister Dr. Habich.

Die Kommune hatte dazu die Verpachtung der Dachfläche für eine PV-Anlage über ein Bieterverfahren ausgeschrieben. In diesem Wettbewerb konnte sich die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) mit ihrem Bürgerbeteiligungskonzept – wie bereits in anderen Städten – durchsetzen. Der Ansatz, die Bürger vor Ort einzubeziehen, hat dabei die städtischen Gremien überzeugt.

Bereits im Jahr 2013 realisierte die ES in Zwingenberg auf diese Weise ein Kindergartenprojekt (SolarSTARK 8). Das PV-Dach hat bisher schon über 380.000 kWh klimaneutralen Strom erzeugt. Dr Habich erinnerte daran, dass die Kommune bei diesem Projekt schon lange und erfolgreich mit der ES zusammengearbeitet.

Auch bei SolarSTARK 30 wird der direkte Verbrauch des PV-Stroms im Gebäude selbst optimiert. Damit lassen sich in Zukunft die Geräte z.B. für das Zubereiten der Speisen sowie für die Wärmepumpen von der PV-Anlage versorgen. Das ist nicht nur klimaschonend sondern auch kostengünstiger als bei einem Bezug aus dem Stromnetz. Projektleiter Schumacher rechnet damit dass rund 30-40 % des Strombedarfs von der Sonne gedeckt werden kann. Auf diesem Wege wird die Kommune über die Stromrechnung dauerhaft Geld sparen.

Energiegenossenschaft Starkenburg bei Nachhaltigkeitskonferenz in der Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule vertreten

Anlässlich des sechsten Hessischen Tags der Nachhaltigkeit veranstaltete die Bergsträßer Kreisverwaltung am 10. September die erste kreisweite Nachhaltigkeitskonferenz in der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Bensheim. Der Veranstaltungsort war mit Bedacht gewählt, denn die GSS hatte die Gelegenheit im Rahmen der Veranstaltung ein ganz besonders spannendes Projekt zu präsentieren. Gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Starkenburg wurde auf dem Schuldach eine Bürgersolaranlage realisiert.

Es gibt derzeit kaum bessere Orte für Klimaschutzmaßnahmen als Schulen. Dort, wo die neue erfolgreiche Bewegung „Fridays for Future“ entstanden ist, sollten gezielt auch konkrete Projekte für Erneuerbare Energien umgesetzt werden. Nicht zuletzt auch als ein Signal dafür, dass die Proteste verstanden wurden. An der GSS in Bensheim hatte ein engagiertes Bündnis aus Schülern, Lehrern und der Schulleitung erreicht, dass ein neues Gemeinschafts-Solarprojekt gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Starkenburg umgesetzt werden konnte.

Das Besondere an “SolarSTARK 24” ist, dass dieses PV-Vorhaben über mehrere Monate Eingang in den Projektunterricht gefunden hat. Die Schüler befassten sich in verschiedenen Kleingruppen ausführlich mit Planung, Technik und Finanzierung des Vorhabens, das über eine Anschlussleistung von ca. 99 kWp verfügen wird. Für den erforderlichen Informationsaustausch waren mehrere Besuche bei der Energiegenossenschaft Starkenburg eingeplant. Zusätzlich fand im Februar 2020 eine Informationsveranstaltung in der GSS statt. Das Projekt wird zu 100% mit Bürgergeld finanziert. Schüler, Lehrer und die Bürger aus der Nachbarschaft waren eingeladen mitzumachen. Der Ruf wurde erhört. Das Beteiligungsinteresse überstieg das verfügbare Volumen um das 3-fache!

SolarSTARK 24 ist also mehr als “nur” eine weitere PV-Anlage. Hier wird Klimaschutz in Theorie und Praxis mit einem pädagogischen Konzept lebendig verbunden. Damit verwandelt sich Schule zu einem spannenden Lernort, der sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt – so wie man es sich eigentlich wünscht.

Dieser innovative Ansatz könnte als eine Art “Blaupause” für weitere schulische Nachfolgeprojekte dienen. Denn es gibt zum einen noch reichlich PV-Potential auf den Schuldächern der Region, gleichzeitig sind die Themen “Klimakrise und Erneuerbare Energien” in den Schulen so präsent wie nie zuvor.

Energiegenossenschaft gewinnt Ausschreibung für PV-Projekt auf kommunalem Kindergarten in Zwingenberg

In Zwingenberg entsteht derzeit ein neuer Kindergarten in der „Tagweide“, im äußersten Süden der Stadt. Die Kommune hatte dazu die Verpachtung der Dachfläche für eine PV-Anlage über ein Bieterverfahren ausgeschrieben. In diesem Wettbewerb konnte sich die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) mit ihrem Bürgerbeteiligungskonzept – wie bereits in anden Städten – durchsetzen. Der Ansatz, die Bürger vor Ort einzubeziehen, hat dabei die städischen Gemien überzeugt.

Bereits im Jahr 2013 realisierte die ES in Zwingenberg auf diese Weise ein Kindergartenprojekt (SolarSTARK 8). Das PV-Dach hat bisher schon über 380.000 kWh klimaneutralen Strom erzeugt.

Das Richtfest des Neubaus ist für Ende Juli geplant. Im August könnten die ersten Module auf dem Dach montiert werden. Die neue Anlage wird mit einer Leistung von 99 kWp jährlich rund 90.000 kWh sauberen Solarstrom erzeugen. Die damit einhergehende CO2-Minderung beträgt ca. 45 Tonnen/Jahr. Das Finanzierungsvolumen beläuft sich auf rund 72.000,- Euro und wird zu 100% über eine Bürgerbeteiligung gedeckt.

Auch an diesem Standort wird der direkte Verbrauch des PV-Stroms im Gebäude selbst optimiert. Damit lassen sich in Zukunft die Geräte z.B. für das Zubereiten der Speisen von der PV-Anlage versorgen. Das ist nicht nur klimaschonend sondern auch kostengünstiger als bei einem Bezug aus dem Stromnetz.

Neues PV- Projekt in Lorsch – SolarSTARK 29 wird auf DRK-Halle errichtet

Auf dem Dach des neuen DRK-Gebäudes in der Dieterswiese entsteht derzeit SolarSTARK 29.  Es ist mittlerweile die fünfte Anlage in der Klosterstadt, die mit einem genossenschaftlichen Finanzierungskonzept verwirklich wird. Gemäß der Beteiligungsphilosophie der Starkenburger, kommen dabei zunächst die Bürgerinnen und Bürger der Standortkommune zum Zuge, um von den Erlösen des Sonnenstroms 20 Jahre lang finanziell zu profitieren.

Die Anlage wird jährlich rund 53.000 kWh sauberen Strom erzeugen. Die damit einhergehende CO2-Minderung beträgt ca. 26 Tonnen/Jahr. Das Finanzierungsvolumen beläuft sich auf  rund 42.000,- Euro und wird zu 100% über eine Bürgerbeteiligung gedeckt. Mit dieser Methode hat die Energiegenossenschaft bisher alle PV-Anlagen finanziert.

In Zukunft werden die zahlreichen elektrotechnischen Geräte im Gebäude, unter anderem die umweltschonenden Wärmepumpen, direkt von der PV-Anlage versorgt – und das kostengünstiger, als bei einem Bezug aus dem Stromnetz.

Der benachbarte Kindergartenneubau war von der Energiegenossenschaft Starkenburg bereits im Frühjahr mit einer PV-Anlage (SolarSTARK 26 mit 200 kWp) bestückt worden.

Ökostrom-Anteil steigt in Deutschland im ersten Quartal 2020 auf über 50 Prozent – die Starkenburger Energiegenossen verzeichnen im gleichen Zeitraum ein Plus von insgesamt 49 % bei Sonne, Wind und Biomasse

Im ersten Quartal 2020 ist der Ökostromanteil auf 51,2 Prozent gestiegen. Den höchsten Zuwachs verzeichnet Energie aus Windkraft. In Deutschland wurden im ersten Quartal 2020 rund 72,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 51,2 Prozent im Vergleich zu konventionellen Energieträgern wie Kohle, Kernenergie und Erdgas. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag (28.05.2020) mitteilte, liegt der Ökostromanteil damit erstmals über denen konventioneller Energieträger. Im Vorjahr lag der Anteil noch 15 Prozent niedriger.

Über die eigenen Stromerträge freuen sich auch die Starkenburger Energiegenossen. Besonders gute Zahlen lieferte dabei das Bürgerwindrad bei Neckarsteinach. Am „Greiner Eck“ wurden in den ersten 3 Monaten mit einer Anlage schon über 3 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt und damit das Soll um rund 67% (!) übertroffen.

Vorstandsmitglied Micha Jost stellt fest: „Nach unseren Praxiserfahrungen der vergangenen Jahr können wir bestätigen, dass die Windkraftnutzung im Odenwald in hohem Maße wirtschaftlich ist – ganz abgesehen vom Beitrag für den Klimaschutz.“

Mitgliedsnummer 1.000 – Evangelisches Dekanat Heppenheim wird „Energiegenosse“

Begonnen hatte die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) einmal mit 13 Gründungsmitgliedern. Alljährlich war ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen. Jetzt konnte sogar die Mitgliedsnummer 1.000 vergeben werden. Das Evangelische Dekanat Bergstraße zählt nun auch zum Kreis der „Energiegenossen“. Vor dem Heppenheimer „Haus der Kirche“ wurde dieses besondere Ereignis im Rahmen eines Pressegesprächs gewürdigt.

Im Beisein von Präses Dr. Michael Wörner und Dekan Arno Kreh, nahm Sabine Allmenröder die Fachreferentin für gesellschaftliche Verantwortung die Urkunde entgegen. Ute Schumacher, zuständig für die Mitgliederbetreung der ES, überreichte zusätzlich ein kleines Geschenk, mit dem ein Entwicklungshilfe-Projekt in Ruanda unterstützt wird.

Mit ihrer Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft Starkenburg unterstützt das Evangelische Dekanat Bergstraße die regionale Erzeugung von Erneuerbaren Energien und fördert damit maßgeblich die bürgerschaftlich getragene Energiewende vor Ort. Dies ist ein nachhaltiger Beitrag für konkreten Klimaschutz und trägt der Bewahrung der Schöpfung in besonderer Weise Rechnung.

Am „Haus der Kirche“ wurde bereits im Februar eine neue Doppel-Ladestation der ES in Betrieb genommen, die seither intensiv genutzt wird. Das Dekanat nutzt für das Gebäude und die Stromtankstelle Bürgerstrom und ist daher auch STARKstrom-Kunde.

von rechts: Annalene Homa, Dr. Diana Scholz, Andres Guthier (Aufsichtsrat Energiegenossenschaft Starkenburg)

„Wir sind Bergstraße“ freut sich über Spende – Energiegenossenschaft Starkenburg übereicht 2.000 Euro-Scheck – Geld hilft bei der Herstellung von Corona-Stoffmasken

Ein freudiger Anlass führte die Organisatorinnen der Aktion „Wir sind Bergstraße“, Dr. Bianka Scholz und Annalena Homa zu den Starkenburger Energiegenossen nach Heppenheim. In der Geschäftsstelle erwarteten sie Vorstandsmitglied Micha Jost und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Guthier mit einem 2.000-Euro Spendenscheck. Damit soll die weitere Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer unterstützt werden. Bislang wurden schon über 25.000 Schutzmasken genäht und im Kreis Bergstraße an Alten- und Pflegeheime, soziale Einrichtungen, Polizei, Feuerwehr oder Pflegedienste kostenlos verteilt. Unter dem Dach von „Wir sind Bergstraße“ sind rund 500 Näherinnen und Näher aktiv.

„Wir sind durch unsere Mitglieder auf diese Aktion aufmerksam gemacht worden, waren sofort begeistert und haben uns unmittelbar zu einer Spende entschieden“, erläutert Andreas Guthier, .Aufsichtsratsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Dr. Bianca Scholz nahm den Scheck dankend im Empfang. „Toll, dass wir hier eine so wertvolle Unterstützung für unsere gemeinnützige Arbeit erhalten. Besonders freut es mich, dass sich hier zwei echte Bürgerbewegungen gefunden haben. Es immer wieder ermutigend zu erleben, was passiert, wenn engagierte Menschen die Lösung von Problemen selbst in die Hand nehmen.“ Die Mitinitiatorin Annalena Homa ergänzt: „Wir werden uns nun Gedanken machen, welche Formen der Zusammenarbeit in Zukunft möglich wären.“

Das Spendengeld der Energiegenossen stammt übrigens aus den Erträgen des ersten Bürgerwindrades im Kreis Bergstraße (Greiner Eck – Neckarsteinach). „Das Windjahr 2020 war bislang überaus ertragreich“, so Vorstandsmitglied Micha Jost „daher haben wir die finanziellen Möglichkeiten, mit diesen Einnahmen auch solche wichtigen Bürgerprojekte zu unterstützen.“

Neues PV Projekt auf Firmendach – gbo Medizintechnik AG in Rimbach wird Standort von SolarSTARK 27

Firmenvorstand Dr. Eberhard Keck besichtigte gemeinsam mit dem Rimbacher Bürgermeister Holger Schmitt den Baufortschritt der neuesten Bürgersolaranlage. Genossenschaftsvorstand Georg Schumacher, der auch für die Projektplanung und Bauüberwachung zuständig ist, erläuterte den Stand des Vorhabens. Auf dem Dach werden derzeit rund 200 Kilowattpeak Anlagenleistung montiert. Wie bei allen Vorgängerprojekten erfolgt die Finanzierung zu 100% mit Bürgerkapital.

Auf dem Flachdach werden die Module in Ost-Westrichtung montiert. Ziel ist es wie immer möglichst viel von dem erzeugten Sonnenstrom unmittelbar vor Ort zu verbrauchen. Georg Schumacher zeigte sich zuversichtlich, dass die Inbetriebnahme der Anlage noch im Mai erfolgen kann

Das ganze Vorhaben wird wieder als klassisches Bürgerprojekt umgesetzt. Die Menschen in Projektnähe können sich beteiligen und erhalten für 20 Jahre eine Verzinsung von 2,50 % p.a. auf ihre Investition. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma gbo Medizintechnik AG werden bei einer finanziellen Beteiligung bevorzugt berücksichtigt.

Projektdaten im Überblick:

Projektidee:Firma gbo Medizintechnik AG
Planung + Bauleitung:Energiegenossenschaft Starkenburg eG
Kosten:ca. 140.000,- € (netto)
Finanzierung:zu 100% über Bürgerbeteiligung – aus dem unmittelbaren Projektumfeld/Mitarbeiter
Nennleistung:ca. 200 Kilowatt peak (kWp)
Modulleistung:325 Watt peak (Wp)
Jahresertrag:ca. 170.000 kWh
CO2-Minderung:ca. 85 t/a (1.900 t CO2 im Betriebszeitraum von 20 Jahren)
Montage:Aufständerung (10° Dachneigung); Dachausrichtung Ost-West

Schüler-PV-Projekt in der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim – SolarSTARK 24 ist fertig

Es gibt derzeit kaum bessere Orte für Klimaschutzmaßnahmen als Schulen. Dort, wo die neue erfolgreiche Bewegung „Fridays for Future“ entstanden ist, sollten gezielt auch konkrete Projekte für Erneuerbare Energien umgesetzt werden. Nicht zuletzt auch als ein Signal dafür, dass die Proteste verstanden wurden. An der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Bensheim hat nun ein engagiertes Bündnis aus Schülern, Lehrern und der Schulleitung erreicht, dass ein neues Gemeinschafts-Solarprojekt umgesetzt werden konnte.

Das Besondere an „SolarSTARK 24“ ist, dass dieses PV-Vorhaben über mehrere Monate Eingang in den Projektunterricht gefunden hat. Die Schüler befassten sich in verschiedenen Kleingruppen ausführlich mit Planung, Technik und Finanzierung des Vorhabens, das über eine Anschlussleistung von ca. 99 kWp verfügen wird. Für den erforderlichen Informationsaustausch waren mehrere Besuche bei der Energiegenossenschaft Starkenburg eingeplant. Zusätzlich fand im Februar 2020 eine Informationsveranstaltung in der GSS statt. Das Projekt wird zu 100% mit Bürgergeld finanziert. Schüler, Lehrer und die Bürger aus der Nachbarschaft waren eingeladen mitzumachen. Der Ruf wurde erhört. Das Beteiligungsinteresse überstieg das verfügbare Volumen um das 3-fache!

SolarSTARK 24 ist also mehr als „nur“ eine weitere PV-Anlage. Hier wird Klimaschutz in Theorie und Praxis mit einem pädagogischen Konzept lebendig verbunden. Damit verwandelt sich Schule zu einem spannenden Lernort, der sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt – so wie man es sich eigentlich wünscht.

Dieser innovativ Ansatz könnte als eine Art „Blaupause“ für weitere schulische Nachfolgeprojekte dienen. Denn es gibt zum einen noch reichlich PV-Potential auf den Schuldächern der Region, gleichzeitig sind die Themen „Klimakrise und Erneuerbare Energien“ in den Schulen so präsent wie nie zuvor.

Energiegenossenschaft Starkenburg bleibt trotz Corona-Krise handlungsfähig – Anlagenbetrieb in allen Bereichen sichergestellt

Die Corona-Pandemie hält die Welt derzeit in Atem. In allen Bereichen der Daseinsfürsorge sind jedoch viele Menschen bemüht den „Laden“ weiterhin am Laufen zu halten. Neben der notwendigen Gesundheits- und Nahrungsmittelversorgung, gehört dazu auch die gesicherte Energieerzeugung. Mit über 23 Mio. Kilowattstunden Jahresstromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen ist auch die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) Bestandteil dieses System. Die gute Nachricht an dieser Stelle: Alle unsere Anlagen laufen derzeit störungsfrei und produzieren Strom.

Exemplarisch für eine stabile Stromversorgung steht die Lorscher Biogasanlage. Sie hat im vergangenen Jahr 8.684 Stunden Energie erzeugt. Lediglich 86 Stunden stand das Stromaggregat wegen Wartungen. Über 3,1 Millionen Kilowattstunden wurden ins Versorgungsnetz der Klosterstadt eingespeist. Biogasanlagen gehören zu den besonders stabilen Säulen der Energieversorgung. Doch lange Laufzeiten erreicht man nur mit optimierter Ersatzteillagerhaltung und vor allem dadurch, möglichst viele Tätigkeiten kurzfristig in Eigenleistung durchführen zu können. Das hauseigene Serviceteam der ES ist derzeit komplett einsatzfähig.

Auch unsere Windräder laufen aktuell störungsfrei. Alle Wartungen und anstehenden Reparaturen können planmäßig durchgeführt werden. Gerade im ersten Quartal 2020 hat die Windenergie einen enormen Beitrag zur Gesamtstromversorgung Deutschlands geleistet. Allein die Anlagen der ES lagen rund 40% über dem Soll.

Selbst der Ausbau der Photovoltaik kommt trotz Corona-Krise immer noch voran. Derzeit ist SolarSTARK 27 in Arbeit. Die Anlage wird in Rimbach auf Dachflächen der Firma GBO AG errichtet. Noch sind PV-Module verfügbar, aber hier könnte die Lieferkette erste Risse bekommen. China ist die zentrale Fabrikationsstätte und dort standen die Bänder wochenlang still. Erst jetzt beginnt dort wieder langsam die Produktion und der Schiffstransport  der Module dauert rund 6 Wochen.

Niemand kann derzeit eine verlässliche Prognose abgeben, wie lange sich Deutschland noch im Krisenmodus befinden wird, aber die ES setzt alles daran, dass wir solange als möglich Erneuerbare Energien bereitstellen können.

Impuls für E-Mobilität – Neue Stromtankstelle in Heppenheim eingeweiht

Das „Haus der Kirche“ in Heppenheim ist Standort unserer fünften Stromtankstelle. Am 20.2. wurde die Anlage in der Ludwigstraße 14 eingeweiht. Der Standort liegt zentral an der B 3 und hat bereits jetzt schon einige Stammgäste. Die Kosten in Höhe von ca. 4.500 € für die Doppelladestation wurden komplett von 3 Sponsoren finanziert. Zwei davon sind Gründungsmitglieder des Energiegenossenschaft.

Die E-Tankstelle lief seit Dezember vergangenen Jahres im Probebetrieb. Seitdem sind bereits 450 Kilowatt Strom getankt worden, berichtete Georg Schumacher, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg. Die Heppenheimer Firmen ESM Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH, Reibold Guthier und Partner und die Monoflo Produktions GmbH sind Sponsoren der E-Tankstelle. Die Firmenvertreter würdigten bei der Eröffnung der Tankstelle insbesondere die „hervorragende Lage an der B 3 in  unmittelbarer Nähe zur Innenstadt.“ Dies sei vor allem für E-Autofahrer interessant, die in Heppenheim wohnten oder arbeiteten, aber keine Möglichkeit hätten, zu Hause Strom zu tanken.

Energiegenossenschaft Starkenburg zieht Bilanz -Erzeugung von Erneuerbaren Energien im Jahr 2019 auf über 23 Millionen Kilowattstunden gesteigert

Die Energiegenossenschaft Starkenburg eG bleibt in Sachen Erneuerbare Energien weiter auf Expansionskurs.  So konnte die Energieproduktion im vergangenen Jahr erneut ausgebaut werden. Aus Sicht der Vorstandsmitglieder Micha Jost und Georg Schumacher ist die Bilanz überaus erfreulich. „Mit einer Ausbeute von über 23 Millionen Kilowattstunden Strom und 2,55 Millionen Kilowattstunden Wärme können wir für das Jahr 2019 mehr als zufrieden sein.“ Die Steigerung um rund 10 % gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Anlagenzuwachs, Optimierungsmaßnahmen und einem sonnen-, wie auch windreichenreichen Jahr.

Mit ihren Energiemix aus Photovoltaik, Wind und Biogas erzeugen die Starkenburger in der Region rund um ihren Heppenheimer Stammsitz jährlich genug, um rechnerisch 23.000 Energiesparer mit klimaneutralem Öko-Strom versorgen zu können. Auch bei der Wärmeversorgung steigerte sich die Genossenschaft im vergangenen Jahr. So wurden aus nachwachsenden Rohstoffen über 2,55 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugt. Damit lassen sich rund 255.000 Liter Heizöl ersetzen.

Als positiven Beitrag zum Klimaschutz ergeben sich für das Jahr 2019 C02–Einsparungen in Höhe von rund 12.000 Tonnen.

Zum aktuellen Portfolio der Starkenburger gehören neben 23 Bürgersolaranlagen, eine Biogasanlage, drei Bürgerwindräder und vier Windparkbeteiligungen. Zusätzlich betreibt die Energiegenossenschaft noch 5 Stromtankstellen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Kreis Bergstraße, wo 27 Projekte umgesetzt wurden, davon allein vier in der Kreisstadt Heppenheim.

Bislang haben die Starkenburger rund 19,5 Mio. € in den Ausbau der Erneuerbaren Energien gesteckt. Die meisten Vorhaben wurden zu 100% mit Bürgergeld finanziert.

SolarSTARK 26 in Lorsch auf neuem Kindergarten

Die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) beginnt das Jahr mit einem neuen Photovoltaikprojekt in Lorsch. Auf dem Neubau des neu errichteten kommunalen Kindergartens sowie des DRK-Funktionsgebäudes in der Dieterswiese entstehen weitere Bürgersolanlagen. Die Montage der PV-Module soll Ende Januar abgeschlossen sein. Mit dem Einzug der Kinder wird dann auch der erzeugte Sonnenstrom direkt für den Betrieb der Einrichtung eingesetzt. Mit der Inbetriebnahme des DRK-Funktionsgebäudes im Sommer 2020 wird auch dieses Gebäude vom Sonnenstrom profitieren. So werden die zahlreichen elektrotechnischen Ausstattungen und auch die effizienten Wärmepumpen künftig direkt von der PV-Anlage versorgt – und das auch noch kostengünstiger als bei einem Bezug aus dem Stromnetz.

Der Magistrat der Stadt Lorsch verpachtet die Dächer für mindestens 20 Jahre an die Energiegenossenschaft. Wesentlicher Grund dafür war ein überzeugendes Beteiligungskonzept, das es den Bürgern der Klosterstadt ermöglicht, vom finanziellen Nutzen des Projektes langfristig zu profitieren und sich damit mit dem Projekt zu identifizieren.

Für Donnerstag, den 16. Januar 2020 (19:30 Uhr), lädt die Energiegenossenschaft Starkenburg interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Nibelungensaal des Alten Rathauses von Lorsch ein (Altes Rathaus; Marktplatz 1) , um die Möglichkeiten einer Beteiligung an diesem Projekt vorzustellen. Die beiden Vorstandsmitglieder Georg Schumacher und Micha Jost werden das Projekt an diesem Abend ausführlich erläutern.

Bisher wurden alle Solardächer der Energiegenossen zu 100% mit Bürgergeld finanziert. Gemäß der Beteiligungsphilosophie der Starkenburger, kommen dabei zunächst die Bürgerinnen und Bürger der Standortkommune zum Zuge, um von den Erlösen des Sonnenstroms 20 Jahre lang finanziell zu profitieren.

In Lorsch hat die Energiegenossenschaft Starkenburg  bereits in den Jahren 2013 und 2015 drei Photovoltaikanlagen realisiert. Schon damals wurden die Vorhaben zu 100% mit Bürgergeld finanziert. Dieses Ziel will man auch bei den Neuanlagen erreichen.

Schüler des Überwaldgymnasiums in Wald-Michelbach

Klimaschutz-Erfolgsstorys aus Hessen – Beispielhaftes Projekt der Energiegenossenschaft Starkenburg wird vorgestellt

Das Hessische Umweltministerium gibt in einer neu erschienen Broschüre Einblicke in die engagierte Klimaschutzarbeit von Kommunen und weiterer wichtiger Akteure. Dazu gehören auch Energiegenossenschaften. Ein vorgestelltes „Best Practice Beispiel“ ist ein Schulprojekt der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) in Wald-Michelbach. Die Photovoltaikanlage auf der Mensa des dortigen Schulzentrums ist seit 2011 in Betrieb.

Mit SolarSTARK 3 hat die ES schon früh Schulen als wichtigen Ort für Klimaschutzmaßnahmen identifiziert und das in einer Zeit, als die „Fridays-for-future-Bewegung“ noch lange nicht erfunden war. Die Absicht der ES bestand schon damals darin, Klimaschutz in Theorie und Praxis mit einem pädagogischen Konzept  zu verbinden. Daher wurde auch vereinbart, dass die Eugen-Bachmann-Schule und das Überwald-Gymnasium  von der ES eine direkte jährliche Bonuszahlung erhält, wenn das Thema PV regelmäßig Eingang in den Schulunterricht findet.

Jetzt – 8 Jahre später – ist dieser Ansatz wieder moderner denn je. Mit SolarSTARK 24 wird an der Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule an diesen Gedanken erneut angeknüpft. Hier entsteht aktuell eine weiteres Schulprojekt der ES. Bei diesem Vorhaben begleitet eine Schulklasse sogar den kompletten Realisierungsprozess.

Die Broschüre des Landes Hessen ist hier verfügbar ->

Gemeinde Mörlenbach informiert am 21.11.2019 zum Thema „Photovoltaik“ – Energiegenossenschaft Starkenburg stellt lokale Bürgersolarprojekte vor

Am Donnerstag, den 21.11. um 19:30 Uhr laden Bürgermeister Jens Helmstädter und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Bodo Kalesse zu einer Informationsveranstaltung für alle Eigenheimbesitzer und die Eigentümer großer Gewerbe-Dachflächen ins Bürgerhaus ein.

An diesem Abend erfahren alle Interessierten, warum die Photovoltaik in Mörlenbach der am leichtesten und am wirtschaftlichsten realisierbare Beitrag zum Klimaschutz ist, mit dem man einen Schritt in die Energie-Unabhängigkeit geht und auch noch Geld verdienen kann. Damit knüpft die Veranstaltung an das Mörlenbacher Klimaschutzkonzept an, das in den Jahren 2016 und 1017 erarbeitet wurde und dessen Ergebnisse am Beginn der Veranstaltung von den Erstellern des Konzepts kurz vorgestellt werden.

Am Beispiel bereits durchgeführter Beratungen und umgesetzter Projekte auf Privatdächern zeigt die ehrenamtlich und unabhängig tätige BürgerSolarBeratung Weschnitztal an diesem Abend, wie einfach PV-Anlagen zu errichten sind, wie wenig sie heute noch kosten und wie hoch der eingesparte Strombezug ist. Nebenbei räumen die fachkundigen Akteure der BürgerSolarBeratung Weschnitztal mit alten Vorurteilen gegenüber Solaranlagen auf.

Anschließend informiert die Energiegenossenschaft Starkenburg Eigentümer / Gewerbetreibende großer Hallendächer über die Möglichkeit ohne eigene Investitionen eine Rendite aus ihren Dachflächen zu erzielen. Sie können der Energiegenossenschaft ihre Dächer für die Errichtung einer PV-Anlage vermieten. Die Energiegenossenschaft finanziert die Anlagen, indem sie die Bürgerinnen und Bürger in unmittelbarer Projektnähe an der Finanzierung beteiligen. Auf diese Weise profitiert das unmittelbare Projektumfeld langfristig von der Erzeugung Erneuerbaren Energien. Diese Form der Bürgerbeteiligung bzw. der zu 100% bürgerfinanzierten PV-Anlagen wurde in Mörlenbach bereits erfolgreich auf den Dächern der Sporthallen in Ober-Mumbach (99 kWp Anschlussleistung) und ganz aktuell in Weiher (99 kWp Anschlussleistung) umgesetzt.

Fridays-for-Future meets Energiegenossenschaft Starkenburg – neues PV-Projekt in der Geschwister-Scholl-Schule Bensheim

Es gibt derzeit kaum bessere Orte für Klimaschutzmaßnahmen als Schulen. Dort, wo die neue erfolgreiche Bewegung „Fridays for Future“ entstanden ist, sollten gezielt auch konkrete Projekte für Erneuerbare Energien umgesetzt werden. Nicht zuletzt auch als ein Signal dafür, dass die Proteste verstanden wurden. An der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim hat nun ein engagiertes Bündnis aus Lehrern, Schülern und der Schulleitung erreicht, dass die ES auf dem Dach der Sporthalle ein neues Gemeinschafts-Solarprojekt starten kann.

Das Besondere an „SolarSTARK 24“ ist, dass dieses PV-Vorhaben über mehrere Monate Eingang in den Projektunterricht finden wird. Die Schüler befassen sich in verschiedenen Kleingruppen ausführlich mit Planung, Technik und Finanzierung des Vorhabens, das über eine Anschlussleistung von ca. 99 kWp verfügen wird. Für den erforderlichen Informationsaustausch sind mehrere Besuche bei der Energiegenossenschaft Starkenburg eingeplant.

SolarSTARK 24 ist also mehr als „nur“ eine weitere PV-Anlage. Hier wird Klimaschutz in Theorie und Praxis mit einem pädagogischen Konzept lebendig verbunden. Damit verwandelt sich Schule zu einem spannenden Lernort, der sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt – so wie man es sich eigentlich wünscht.

Dieser innovativ Ansatz könnte eine Art „Blaupause“ für weitere schulische Nachfolgeprojekte dienen. Denn es gibt zum einen noch viel PV-Potential auf den Schuldächern der Region, gleichzeitig sind die Themen „Klimakrise und Erneuerbare Energien“ in den Schulen so präsent wie nie zuvor.

SolarSTARK 23 entsteht auf Gewerbehalle im Lautertal – Kooperation mit der Firma Röder Wasserbau

Nach mehreren Kommunal-  und Vereinsprojekten, entsteht die nächste Bürgersolaranlage auf einer Gewerbehalle im Odenwald. Das Traditionsunternehmen Röder, das seit über 230 Jahren (!) in der Gemeinde Lautertal ansässig ist, verpachtet seine Gebäude für ein neues Bürgerprojekt an die Starkenburger. SolarSTARK 23 ist ein weiterer Beitrag zur lokalen Energiewende über den genossenschaftlichen Ansatz.

Die Firma Wasserbau Röder ist allen, die mit dem Thema Gewässerreinigung und -unterhaltung in Verbindung stehen, ein fester Begriff. Die Anlage von neuen Feuchtgebieten für Naturschutzzwecke, Gewässerentschlammungen oder Renaturierungen gehören zur Palette des Unternehmens. Vom Ried bis in den Odenwald reicht der Aktionsradius der Spezialfirma. Der umfangreiche Fahrzeugpark mit Schreitbaggern und Mähbooten sowie die entsprechenden Reparatureinrichtungen benötigen weitläufige Hallen, die nun auch für die Erzeugung von Sonnenstrom genutzt werden. Die neue PV-Anlage ist dabei auf den Eigenverbrauch am Standort optimiert. Erst soll der Strombedarf in der Firma gedeckt werden, dann erst erfolgt die Einspeisung ins Netz.

Anfang November werden die Bauarbeiten beginnen, die Inbetriebnahme ist für das I. Quartal 2020 vorgesehen. Wie bei der Energiegenossenschaft Starkenburg üblich, wird das Projekt zu 100% über eine Bürgerbeteiligung finanziert. Die Menschen vor Ort erhalten dabei den „Vortritt“. Mit diesem erprobten Verfahren wird sichergestellt, dass der finanzielle Nutzen dieses Klimaschutzprojektes vor Ort bleibt.

SolarSTARK 21 in Betrieb – neues Vereinsprojekt in Bürstadt umgesetzt

Innerhalb weniger Monaten konnte die Energiegenossenschaft Starkenburg nun schon das dritte Kooperationsprojekt mit einem Sportverein auf den Weg bringen. Nach der TSG Bürstadt und dem TV Büttelborn, wurde erneut eine Sporthalle in Bürstadt der Standort eines weiteren PV-Vorhabens. Der Kontakt zu den Energiegenossen ergab sich über eine Fachberatung bei der Energieagentur Bergstraße. Der umweltbewegte Verein trug sich schon länger mit der Absicht eine PV-Anlage zu errichten, doch es fehlte das Geld und das Know-how. Ideale Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit, den Beides bringen die Starkenburger mit. Im September ist die 180 kWp-Anlage nun auf den Hallendächern in Betrieb gegangen.

Auf rund 160.000 Kilowattstunden beläuft sich künftig die jährliche Ausbeute an klimaneutralem Sonnenstrom. Mindestens 80 Tonnen CO2 können somit der Umwelt durch den Anlagenbetrieb erspart werden.  Über ein spezielles Onlineportal (SolarSTARK-View) können die Erträge jederzeit eingesehen werden.

Das Projekt zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass die Vereinsmitglieder des TV und Bürger aus Bürstadt die Möglichkeit erhalten hatten, sich finanziell an diesem Projekt zu beteiligen und von den Erträgen 20 Jahre lang zu profitieren. Das Investitionsvolumen für „SolarSTARK 21“ beläuft sich auf rund 140.000,- Euro. Die Energiegenossenschaft Starkenburg hat nun diese Summe – wie geplant- tatsächlich nur über Vereinsmitglieder finanzieren können. Auf diese Weise ist ein „Bilderbuchprojekt“ entstanden, das die ES-Philosophie einer größtmöglichen Beteiligung des direkten Projektumfelds perfekt abbildet.

Der TV Bürstadt wird in Zukunft möglichst viel preisgünstigen Sonnenstrom selbst verbrauchen. Im Zuge der Montagearbeiten wurden dafür die entsprechenden technischen Voraussetzungen geschaffen. Auf diese Weise kann die Vereinskasse zusätzlich entlastet werden.

Energiegenossenschaft Starkenburg beim Klimastreik beteiligt– Infostand in der Bensheimer Innenstadt

Auch die Energiegenossenschaft Starkenburg hat sich am vergangenen Freitag am globalen Klimastreik beteiligt und war mit zahlreichen Mitgliedern an dem eindrucksvollen Demonstrationszug in Bensheim beteiligt. Zusätzlich präsentierten sich die Starkenburger mit einem Infostand zum Thema „Energiewende von unten“ in den Bensheimer Fußgängerzone.

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Rekord bei Stromproduktion – Halbjahresbilanz der Starkenburger fällt positiv aus

Die ersten 6 Monate des Jahres 2019 waren für die Energiegenossenschaft Starkenburg überaus erfolgreich. Bei der Stromerzeugung konnte man in allen drei Sparten der Erneuerbaren Energien zulegen. Sonne, Wind und Biomasse brachten es auf insgesamt 12,8 Mio. kWh. Rund 1 Mio. kWh mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür war der Anlagenzuwachs bei den PV-Anlagen, günstige Witterungsverhältnisse bei Wind und im Bereich Biogas weiterhin eine hohe Prozessstabilität.

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Homepage der Starkenburger bekommt neues Gesicht

Nach nunmehr 8 Jahren bekommt die Homepage der ES ein dringend erforderliches Facelifting. Hintergrund war die Notwendigkeit auf eine sichere SSL-Verschlüsselung umzustellen und auch die zunehmende Nutzung von Handys und Tablets als Endgeräte in der Darstellung zu berücksichtigen. Das System wurde in diesem Zusammenhang auf WordPress umgestellt, ein freies Content-Management-System, das eine weite Verbreitung gefunden hat. Eine rege Community sorgt dabei für eine Vielzahl nützlicher Zusatzprogramme und entwickelt das System kontinuierlich weiter.

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Energiegenossenschaft Starkenburg unterstützt Klimabündnis Bergstraße – Klimaschutzkonzept dringend überfällig

Auch die Energiegenossenschaft Starkenburg unterstützt die Initiative des Klimabündnisses den “Klimanotstand” auszurufen, um der dramatischen klimabedingten Bedrohung von Flora, Fauna und Mensch adäquat begegnen zu können. Die Starkenburger sehen im Kreis Bergstraße erhebliche strukturelle Defizite beim Klimaschutz. „Es ist nicht absolut nicht nachvollziehbar, dass der Landkreis Bergstraße noch immer über kein eigenes Klimaschutzkonzept verfügt“, sagt Vorstandsmitglied Micha Jost. Ziel müsse es sein, zügig einen umsetzungsbezogenen Masterplan zu erstellen, der rasch lokale Maßnahmen als Antworten auf die fortschreitende Klimakrise liefert. So sind beispielsweise die Potentiale der Erneuerbaren Energien in den 22 Kreiskommunen bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Einige Kreiskommunen legen sich bei der Energiewende zwar mächtig ins Zeug, aber der Landkreis, der ja eigentlich eine Bündelungsfunktion hat und Klimaziele vorgeben könnte, bleibt ausgerechnet beim zentralen Zukunftsthema Klimaschutz erschreckend passiv.

Den Anteil der im Landkreis erzeugten erneuerbaren Energien am Stromverbrauch schätzen die Starkenburger anhand der verfügbaren Zahlen auf maximal 10-15%. „Im Grunde ist der Kreis Bergstraße Trittbrettfahrer bei der Erzeugung Erneuerbarer Energien und noch weit vom Bundesdurchschnitt entfernt, der sich mittlerweile um die 40% bewegt.

Die Starkenburger sind nach wie vor aktiv, um die Bürger-Energiewende an der Bergstraße auch künftig mit Nachdruck vorantreiben. Eine besondere Stärke liegt in der konkreten Umsetzung von Maßnahmen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien.

 

ENERCON E160 EP5 E3 in Altheim Walldürn

WindSTARK 7

Im Raum Gerichtstetten (Neckar-Odenwaldkreis) ist Anfang des Jahres 2018 der “Windpark Gerichtstetten”  mit 4 Anlagen des Typs ENERCON E-141 und einer Leistung von je 4,2 MW entstanden. Im Endausbau werden dort 5 Anlagen stehen.

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Generalversammlung in Lorsch– Starkenburger Energiegenossen küren Sieger der Aktion „Echt STARK 2019“

Aus den Vorschlägen der Mitglieder hatten sich am Ende drei Finalisten für die Generalversammlung qualifiziert, die ihre Projekte jeweils in 5 Minuten vorstellten. Bei der anschließenden Abstimmung konnte sich am Ende die Foodsharing Initiative Bergstraße vor der Initiative Waldschwimmbad Ober-Beerbach und dem Projekt „Bienenwaage“ durchsetzen. Mit dem Preisgeld in Höhe von 1.500,- € werden die „Foodsharer“ von der Bergstraße Lastenräder anschaffen mit dem die Lebensmittel transportiert werden können. Die Initiative Waldschwimmbad in Ober-Beerbach verwendet die 1.000,- € für die Unterhaltung der baulichen Einrichtungen. Die Tüftler des Projektes Bienenwaage benötigen Geld für technische Ausstattung ihrer innovativen Idee, die die Arbeit der Hobbyimker in der Region unterstützen soll.

Der Anlagenbestand der Starkenburger hat sich auch 2018 weiter erhöht. Vor allem im Bereich der Photovoltaik konnte ein Zuwachs verzeichnet werde. Mit einem 750 kWp-Projekt in Fürth stieß man in neue Dimensionen vor. Derzeit sorgen 20 Bürgersolaranlagen, drei Bürgerwindräder, vier Windparkbeteiligungen, eine Biogasanlage, eine Pelletheizung sowie 4 Stromtankstellen für eine solide Ertragslage der Energiegenossenschaft. Über 21 Millionen Kilowattstunden klimaneutraler Strom wurden im vergangenen Geschäftsjahr erzeugt. Das Investitionsvolumen belief sich Ende 2018 auf rund 19,3 Mio. €. Die Mitgliederdarlehen wurden im vergangenen Jahr je nach Projektbeteiligung bis zu 5% verzinst. Der Mitgliederbestand ist weiter angewachsen und beträgt aktuell 940 Personen.

Für die Zukunft rechnen die Starkenburger Energiegenossen vor allem im Bereich der Photovoltaik mit weiteren Projekten.

Konferenz für Klimaschutz im Kleinen – ES referiert über genossenschaftliche Unterstützung für Kommunen

Die Gemeinde Rimbach war Gastgeber des 17. Energie- und Klimaschutzforums Südhessen, das kürzlich im Rathaus der Kommune stattfand. Die Foren werden regelmäßig vom Bündnis „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ veranstaltet – einem Netzwerk hessischer Städte, Gemeinden und Landkreise für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. 13 Kommunen aus dem Kreis Bergstraße inklusive Rimbach haben sich diesem Bündnis angeschlossen. Angesiedelt ist es bei der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA) mit Sitz in Wiesbaden. Die Starkenburger Energiegenossen waren eingeladen, um in einem Impulsvortrag die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Kommunen bei der Umsetzung praktischer Klimaschutzmaßnahmen unterstützt werden können. Dabei konnte Vorstandsmitglied Jost auf zahlreiche Praxisbeispiele verweisen.

Das aktuelle Forum wurde in Kooperation mit der Energieagentur Bergstraße, einem Fachbereich der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB) organisiert. 20 Teilnehmer waren gekommen, darunter Bündnis-Mitglieder aus dem Kreis Bergstraße sowie seinen südhessischen Nachbarlandkreisen Odenwald, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Darmstadt. Ebenso nahmen Repräsentanten aus dem Kreis Bergstraße teil, die zwar noch keine Mitglieder sind, sich aber für die Arbeit des Bündnisses interessieren.

Der Rimbacher Bürgermeister Holger Schmitt stellte aktuelle und vergangene Projekte der Gemeinde im Bereich Energie- und Klimaschutz vor. Nach einer Einführung in das Programm sowie aktuellen Informationen aus der Fachstelle Klimakommunen durch Johannes Salzer, Themenfeldleitung Klima bei der LEA, präsentierte Philipp Meister, Projektleiter der Energieagentur Bergstraße, die Serviceleistungen der Energieagentur für die Kommunen des Kreises Bergstraße. „Neben kostenfreien und neutralen Energieberatungen für Bürger aus dem Kreis Bergstraße unterstützen wir diese bei der Umsetzung der Energiewende in der Region“, so Meister.

Weiteren Input lieferte Micha Jost von der Starkenburger Energiegenossenschaft. In seinem Vortrag „Projekte statt Papier – Energiegenossenschaften als ‚praktische‘ Helfer für den kommunalen Klimaschutz“ stellte er am Beispiel der Energiegenossenschaft Starkenburg die grundsätzlichen Potenziale einer bürgerschaftlich organisierten Unternehmensform bei der Umsetzung lokaler Klimaschutzmaßnahmen vor. Mit Projekten aus dem Kreis Bergstraße konnte Vorstandsmitglied Jost veranschaulichen, wie die Zusammenarbeit bereits in der Praxis funktioniert.

Greenteam Alsbach wirbt für Grünen Strom – auch STARKstrom der ES im Angebot

Fay und Malina gehen zwar noch in der Grundschule, haben aber schon den Klimaschutz als ein wichtiges Hauptfach für sich entdeckt. Doch „nur“ zu demonstrieren war ihnen zu wenig, sie wollten gleich auch einen praktischen Beitrag leisten. Dabei gingen die beiden beeindruckend zielstrebig vor. Sie besorgten sich die Erlaubnis in der Alsbacher ALNATURA-Filiale einen Infostand aufbauen zu dürfen und informierten selbstbewusst die Kunden zum Thema „Grünstrom“. Dabei kam auch Informationsmaterial der Energiegenossenschaft Starkenburg für den regionalen „STARKstrom“ zu Einsatz.

Vielleicht kommt die nächste Greta Thunberg von der Bergstraße. Mit gerade einmal 9 Jahren haben sich Fay und Malina in das Thema Grünstrom eingearbeitet und dabei erkannt, dass darin ein wichtiger Schlüssel zur Energiewende liegt. Welcher Strom aus der Steckdose kommt, das hat große Bedeutung. Je mehr die Bürger Strom aus den Erneuerbaren Energien beziehen wollen, desto schneller verschwindet Kohle und Atomstrom vom Markt. Da den beiden „Handeln“ ein zentrales Anliegen ist, entstand die Idee an einem Samstagvormittag die Kunden bei ALNATURA mit einem selbstgebastelten Informationsstand auf das Thema anzusprechen.

Als nächstes werden sich die beiden Aktivistinnen mit ES-Vorstandsmitglied Micha Jost beim Bürgerwindrad „Gute Ute“ in Ober-Beerbach treffen. Denn die beiden engagierten Klimaschützerinnen wollen schließlich auch wissen, woher der Grüne Strom aus der Region stammt.

Auf der neuen Sporthalle in Mörlebach/Weiher wird Solarstrom künftig genossenschaftlich produziert – Infoveranstaltung zu SolarSTARK 22 am 27. Juni

Nach den durchweg positiven Erfahrungen mit der PV-Anlage auf dem Dach der Mumbacher Sporthalle (SolarSTARK 16; in Betrieb seit April 2018), hat die Gemeinde Mörlenbach sich entschlossen, auch das Dach der energetisch sanierten Sporthalle Weiher für ein genossenschaftlich finanziertes „Solar-Kraftwerk“ zu verpachten.

Der besondere Charme dieser genossenschaftlichen Anlagen liegt in der Finanzierung der Projekte über eine ausschließliche Finanzierung durch Bürger.  Zur Vorstellung dieses Projektes findet am 27. Juni um 19:00 Uhr in der Feuerwehr Weiher (Am Gerätehaus 3; 69509 Mörlenbach) eine Info-Veranstaltung für alle Weiherer Bürgern und auch weiteren interessierten Bürgern aus der Gemeinde statt. Die ES erläutert dabei die Eckdaten der projektierten Anlage mit einer Leistung von 100 kWp und einem Finanzierungsvolumen von ca. 80.000 Euro.

Derzeit läuft bereits das Ausschreibungsverfahren zur Errichtung der Anlage, so dass damit zu rechnen ist, ab dem 3. Quartal auch eigenen Strom für die Halle erzeugen zu können. Denn die Anlage ist so konzipiert, dass ein Teil des produzierten Stroms in der eigenen Halle verwendet wird. Insgesamt werden die PV-Module ca. 85.000 kWh pro Jahr Strom produzieren, damit könnten immerhin 85 „Stromsparer“ rechnerisch ihren Strombedarf im Jahr decken und jährlich 42 Tonnen CO2 einsparen.

TV Bürstadt bekommt SolarSTARK 21 – Sporthalle wird zu Solarkraftwerk

Innerhalb weniger Monaten konnte die Energiegenossenschaft Starkenburg nun schon das dritte Kooperationsprojekt mit einem Sportverein auf den Weg bringen. Nach der TSG Bürstadt und dem TV Büttelborn, ist erneut eine Sporthalle in Bürstadt der Standort eines weiteren PV-Vorhabens. Der Kontakt zu den Energiegenossen ergab sich über eine Fachberatung bei der Energieagentur Bergstraße. Der umweltbewegte Verein trug sich schon länger mit der Absicht eine PV-Anlage zu errichten, doch es fehlte das Geld und das Know-how. Ideale Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit, den Beides bringen die Starkenburger mit. Bis Ende Juli soll nun die 180 kWp-Anlage auf den Hallendächern montiert sein.

Der sehr engagierte TV-Vorstand hat das Projekt mit großem Elan vorangetrieben und kann sich dabei auch die Unterstützung seiner Mitgliedschaft gewiss sein. Einstimmig war das Votum bei der letzten Jahreshauptversammlung das Kooperationsprojekt gemeinsam mit den Starkenburgern in Angriff zu nehmen.

Beim TV Bürstadt werden die Dächer der Vereinssporthalle in den nächsten Wochen mit leistungsstarken PV-Modulen ausgestattet. Auf rund 160.000 Kilowattstunden beläuft sich die jährliche Ausbeute an klimaneutralem Sonnenstrom. Mindestens 80 Tonnen CO2 können somit der Umwelt durch den Anlagenbetrieb erspart werden.  Das Projekt zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass die Vereinsmitglieder des TV und Bürger aus Bürstadt die Möglichkeit erhalten, sich finanziell an diesem Projekt zu beteiligen und von den Erträgen 20 Jahre lang zu profitieren. Das Investitionsvolumen für „SolarSTARK 21“ wird mit rund 136.000,- Euro veranschlagt. Die Energiegenossenschaft Starkenburg wird diese Summe – wie bei allen bisherigen Solaranlagen – zu 100% mit Bürgerkapital finanzieren.

Der TV Bürstadt will in Zukunft möglichst viel preisgünstigen Sonnenstrom selbst verbrauchen. Im Zuge der Montagearbeiten werden dafür die entsprechenden technischen Voraussetzungen geschaffen. Auf diese Weise kann die Vereinskasse zusätzlich entlastet werden.

Der Ausbau in Sachen Photovoltaik gestaltet sich bei der Energiegenossenschaft Starkenburg in den vergangenen Monaten sehr dynamisch. Nachdem erst zum Jahresbeginn die 2 MWp-Grenze erreicht wurde, nimmt man nun, die 3 MWp-Schallmauer fest in den Blick.

Energiegenossenschaft Starkenburg startet Kooperationsprojekt in Mali – AfrikaSTARK 1 unterstützt solares Bewässerungsvorhaben

Mehr als 400 Teilnehmer aus 45 Nationen waren vom 8.-10. November 2018 zum „2nd World Community Power Conference“ nach Bamako der Hauptstadt Malis gekommen. Expertinnen und Experten aus aller Welt diskutierten über den Stand der sogenannten „community power“ = Bürgerenergie. Die Starkenburger waren als eine von drei bundesdeutschen Bürgerenergiegenossenschaften ausgewählt worden, um den Stand der Entwicklungen in Deutschland vorzustellen. Im Austausch mit den afrikanischen Kollegen entstanden damals erste Ideen für eine Zusammenarbeit, die nun in ein konkretes Projekt münden. Mit „AfrikaSTARK 1“ wird der Aufbau eines solaren Bewässerungssystems für die dortige Landwirtschaft unterstützt.

Der erste „Testballon“ in einem ganz neuen Geschäftsfeld ist mit einem Volumen von 10.000,- € vergleichsweise klein. Ziel des Bewässerungsvorhabens ist es, die Ernährungssituation der Bevölkerung vor Ort zu verbessern und durch Ertragssteigerungen zusätzlich den Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang soll eine Fläche von ca. 1,5 ha kultiviert werden. Solarstrombetriebene Pumpen ersetzen dabei die ansonsten verwendeten Dieselaggregate.

Es handelt sich ausdrücklich um keine Spende, sondern um ein Darlehen an eine kleine malische Firma, die sich auf die Errichtung von solargestützten Niedervolt-Netzen im ländlichen Raum spezialisiert hat. Der lokale Bezug stellt sicher, dass auftretende Probleme mit eigenen Fachkräften und verfügbaren Mitteln zeitnah gelöst werden können. Damit kann ein dauerhafter Betrieb der technischen Einrichtungen sichergestellt werden. So manches gut gemeinte Entwicklungshilfeprojekt ist daran gescheitert, dass es die Bedürfnisse der Menschen und die örtlichen Gegebenheiten nicht im Blick hatte.

„Wir haben gesehen, dass die Menschen vor Ort am besten wissen was gut für sie ist. Sie sind Technikexperten in eigenen Sache und wollen auch keine Almosen. Für lokal tätige Unternehmen ist es allerdings  schwer an Finanzmittel zu kommen, was uns wiederum relativ leicht fällt“, so Vorstandsmitglied Micha Jost, der sich in Mali selbst ein Bild von der aktuellen Lage machen durfte.

Mit Afrika STARK 1 ist ein Anfang für eine „interkontinentale Zusammenarbeit“ gemacht. Im Erfolgsfalle soll die Kooperation ausgebaut werden, denn die Klimakrise erfordert gemeinschaftliche Kraftanstrengungen auf allen Ebenen.

SolarSTARK 20 steht in Lautertal – Neue Bürgersolaranlage auf dem Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Reichenbach

Mittlerweile haben die Starkenburger das dritte Feuerwehrgerätehaus im Kreis Bergstraße mit einer Bürgersolaranlage ausgestattet. Nach Lindenfels und Wald-Michelbach nutzen nun auch die Lautertaler Floriansjünger Sonnenstrom. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Haun trafen sich die Vorstände Georg Schumacher und Micha Jost heute vor Ort zu einem Pressetermin.

Die Idee für das Projekt stammt ursprünglich aus der Gemeindevertretung Lautertal. Erste Überlegungen reichen zurück bis ins Jahr 2016. Im Zuge der anstehenden Dachsanierung konnte die Photovoltaikanlage dann im Winter 2018/2019 realisiert werden.

Projektdaten:

 Leistung:  ca. 65 kWp

Jahresstromertrag: ca. 54.000 kWh

Solarmodule: 320 Wp – Montage liegend, ohne Aufständerung

 Wechselrichter mit Anlagenfernüberwachung

 CO2-Einsparung: ca. 27 Tonnen /Jahr

Das Finanzierungsvolumen von rund 55.000,- € soll nun zu 100 % aus Bürgerkapital gedeckt werden. Ziel ist es, dies mit den Bürgern der Standortkommune umzusetzen. Dieses Verfahren wird von der ES bereits seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert. Bislang wurden alle PV-Anlagen ohne Bankkredit finanziert.

Eine Beteiligung an dem Projekt ist ab 2.000,- € möglich. Von dieser Summe dienen 200,- € dem Erwerb von 2 Geschäftsanteilen (á 100,- €) bei der Energiegenossenschaft Starkenburg eG. Für SolarSTARK 20 stellt das Mitglied der Genossenschaft ein nachrangiges Darlehen in Höhe von 1.800,- € zur Verfügung. Der Zinssatz für dieses Darlehen beträgt 2,75% bei einer Laufzeit von 20 Jahren.

Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung bei der Umsetzung des Vorhabens war überaus eng und konstruktiv. Nach diesem guten Einstand in Lautertal wurde bereits darüber nachgedacht, die Kooperation zwischen Kommune und ES auch noch auf eventuelle Folgeprojekte auszudehnen. Denkbar wäre es hier auch den Kontakt zu Firmen herzustellen, die über geeignete Dachflächen verfügen.

Weitere Informationen zu einer Projektbeteiligung können unter info@solarstark.de angefordert werden.

Lärmfeuer am Greiner Eck begeistert erneut – Licht verwandelt Windrad in farbiges Kunstobjekt

Unter den mittlerweile zahllosen Lärmfeuern im Odenwald ragt das „Greiner Eck“ im wahrsten Sinne des Wortes heraus. Bis in eine Höhe von 200 Metern strahlten die beiden Windräder am Samstagabend in den klaren Nachthimmel. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr, hatte sich das Zuschauinteresse an diesem Event noch einmal deutlich gesteigert. Der Besucherandrang war am Windrad so groß, dass am Grill sogar kurzzeitig die Brötchen ausgingen.

Der Bürstädter lluminationskünstler Tobias Rohatsch (Macher von „Felsenmeer in Flammen“) tauchte diesmal zwei Windräder in spektakuläre Farben. Um die Lichteffekte im Vergleich zum Vorjahr zu steigern, hatte er noch mehr Lichttechnik im Gepäck. So projizierte ein Hochleistungsbeamer ausgefallene Filmsequenzen auf die Turmfläche und schuf zusammen mit den Lichtprojektoren stimmungsvolle Farbmuster. Die Gäste zeigten sich durchweg begeistert. Unentwegt wurden Handys für Bildaufnahmen gezückt und die Foto-Profis brachten sogar ihr Stativ mit auf den Berg.

Die spektakuläre Beleuchtung bildete das Begleitprogramm für die Freiwillige Feuerwehr Grein, die bereits seit vielen Jahren hingebungsvoll die Tradition der Lärmfeuer pflegen und an diesem Abend die Neugierigen mit Speis und Trank versorgten.

In diesem Jahr hatten sich die Organisatoren zusätzlich noch etwas Besonderes einfallen lassen. Micha Jost, Vorstandsmitglied der Starkenburger Energiegenossen zu den Hintergründen:

„Wir wollten an die ursprüngliche Bedeutung der Lärmfeuer erinnern – sie waren in alter Zeit ein Weg um Alarmnachrichten rasch weiterzuleiten. Das haben wir aufgegriffen, um -passend zur heutigen EARTH-HOUR – eine Warnmeldung mit einem optischem Morsesignalsignal über die Odenwaldhöhen zu senden.“  Unter allen, die es schaffen das Signal zu dechiffrieren, verlosen die Energiegenossen ein sogenanntes „Tesla-Wochenende“. Der Gewinner darf (sofern im Führerscheinbesitz) ein ganzes Wochenende kostenlos mit dem TESLA Model S die besondere Faszination der E-Mobilität hautnah erleben. Einsendeschluss ist der 05.04.2019 – Lösung per Mail an: info@energiestark.de.

Für die Starkenburger Energiegenossen stand noch am Abend fest, dass auch 2020 ein Lärmfeuer am Greiner Eck veranstaltet wird. Neue Ideen für originelle Illuminationseffekte gibt es bereits.

Neue PV-Projekte in Betrieb genommen – Zwei Sporthallen werden zu Bürgersolaranlagen

Die Energiegenossenschaft Starkenburg ist gut ins neue Jahr gestartet. In den vergangenen Tagen konnten gleich zwei neue Bürgersolaranlagen mit einem Finanzierungsvolumen von rund 350.000 € in Betrieb genommen werden. Beide Projekte wurden jeweils gemeinsam mit Sportvereinen umgesetzt. Mit diesem Zubau von insgesamt 440 kWp hat sich der Bestand an Photovoltaik der Starkenburger damit um mehr als 20% erhöht.

Beim TV Büttelborn wurden die Dächer der Vereinssporthalle mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage ausgestattet. Auf rund 94.000 Kilowattstunden beläuft sich die jährliche Ausbeute an klimaneutralem Sonnenstrom. Mindestens 50 Tonnen CO2 können somit der Umwelt durch den Anlagenbetrieb erspart werden.  Das Projekt zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass die Vereinsmitglieder des TV und Bürger aus Büttelborn die Möglichkeit erhalten, sich finanziell an diesem Projekt zu beteiligen und von den Erträgen 20 Jahre lang zu profitieren. Das Investitionsvolumen für „SolarSTARK 19“ betrug rund 90.000,- Euro. Die Energiegenossenschaft Starkenburg hat diese Summe – wie bei allen bisherigen Solaranlagen – zu 100% mit Bürgerkapital finanziert.

Der Verein will in Zukunft möglichst viel preisgünstigen Sonnenstrom selbst verbrauchen. Im Zuge der Montagearbeiten wurden dafür die entsprechenden technischen Voraussetzungen geschaffen.

Noch deutlich größer gestaltete sich das Projekt, das gemeinsam mit der TSG in Bürstadt realisiert wurde. Hier konnten rund 340 kWp auf die August-Held-Halle montiert werden. Rund 300.000 Kilowattstunden klimaneutraler Sonnenstrom werden hier jährlich erzeugt. Der positive Effekt für den Klimaschutr beträgt rund 150 Tonnen CO2 jährlich. Gemäß der Philosophie der Starkenburger, hatten zunächst die Vereinsmitglieder der TSG sowie die Bürger der Standortkommune eine Beteiligungsoption.

Von den Pachteinnahmen plant die TSG eine energieeffiziente Hallenbeleuchtung zu finanzieren und damit langfristig Geld zu sparen. Der Verein will in Zukunft auch möglichst viel Sonnenstrom selbst verbrauchen um damit ebenfalls die Vereinskasse zu entlasten.

Beide Projekte zeichneten sich durch eine extrem intensive Unterstützung durch die Sportvereine aus. Entsprechend groß ist der finanzielle Nutzen für die Vereinsmitglieder und die Menschen vor Ort. Denn für 20 Jahre profitieren nun die Beteiligten an den Erlösen aus der Erzeugung von klimaneutralem Sonnenstrom.

Die Energiegenossenschaft beabsichtigt dieses Kooperationsmodell mit Sportvereinen weiter auszubauen. Erste Gespräche für ein Nachfolgeprojekt laufen bereits.

Koreanische Umweltexperten besuchen Lorscher Biogasanlage

Solch weitgereisten Besuch hat man nicht alle Tage. Eine ExpertInnengruppe aus Südkorea war in dieser Woche zu Gast in Lorsch. Im Rahmen einer ausgedehnten Europareise machte die Delegation Station in der Biogasanlage. Ziel der Besucher aus Fernost war es in verschiedenen Ländern unterschiedliche Anlagen zur Energieerzeugung aus Biomasse zu besichtigen. Die TeilnehmerInnen waren vom Koreanischen Umweltministerium entsandt.

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Eine Solaranlage für den TV Büttelborn – Energiegenossenschaft Starkenburg startet neues Klimaschutzprojekt mit Bürgerbeteiligung

Gemeinsam mit dem TV-Büttelborn hat die Energiegenossenschaft Starkenburg ein neues Projekt in Angriff genommen. Die Dächer der Vereinssporthalle werden derzeit mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage ausgestattet. Auf rund 94.000 Kilowattstunden beziffern die Projektpartner die jährliche Ausbeute an klimaneutralem Sonnenstrom. Mindestens 50 Tonnen CO2 können alljährlich der Umwelt durch den Anlagenbetrieb erspart werden. Die Montagearbeiten laufen bereits.

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Neue Stromtankstelle in Zotzenbach Bürgermeister Holger Schmitt nimmt vierte Ladesäule der ES in Betrieb

Das Projekt war mit Unterstützung der beiden Rimbacher Bürger Hans-Werner Hechler und Thorsten Stockert entstanden.  Vor dort kam die Initiative sowie die Bereitschaft die entsprechende Infrastruktur für die Ladestelle zur Verfügung zu stellen. Seitens der Energiegenossenschaft Starkenburg hat Georg Schumacher das Vorhaben federführend betreut.

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Energiegenossenschaft Starkenburg bei Bürgerenergiekongress vom 8.-10. November 2018 in Mali vertreten – Vorstandsmitglied Micha Jost präsentiert die ES bei internationaler Tagung

Mehr als 400 Teilnehmer aus 45 Nationen waren vom 8.-10. November zum „2nd World Community Power Conference“ nach Bamako der Hauptstadt Malis gekommen. Expertinnen und Experten aus aller Welt diskutierten über den Stand der sogenannten „community power“ = Bürgerenergie. Die Starkenburger waren als eine von drei bundesdeutschen Bürgerenergiegenossenschaften ausgewählt worden, um den Stand der Entwicklungen in Deutschland vorzustellen. Micha Jost hatte dabei Gelegenheit die Arbeit der Starkenburger im Kreise der internationalen Fachleute zu präsentieren und gleichzeitig Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit den Aktiven vor Ort in Afrika zu sondieren.

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Bürgersolaranlage für die August-Held-Halle – TSG Bürstadt und Energiegenossenschaft Starkenburg starten Klimaschutzprojekt

Gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) wird die TSG-Bürstadt ihre Sporthalle mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage ausstatten. Auf rund 300.000 Kilowattstunden beziffern die Projektpartner die jährliche Ausbeute an klimaneutralem Sonnenstrom. Mindestens 150 Tonnen CO2 können durch den Anlagenbetrieb alljährlich der Umwelt erspart werden. Die Montagearbeiten für SolarSTARK 18 laufen bereits.

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Neue ES-Stromtankstelle in Wald-Michelbach – gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Sascha Weber nimmt Energiegenossenschaft Starkenburg weitere Ladesäule in Betrieb

Die neue Ladesäule am Parkplatz „Hofwiese“ ist das Ergebnis einer gelungenen Kooperation zwischen der Gemeinde Wald-Michelbach und der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) – ein lokaler Beitrag, um den allenthalben geforderten Ausbau der Elektromobilität voranzubringen. Die notwendige Parkfläche wurde von der Gemeinde Wald-Michelbach kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Energiegenossenschaft Starkenburg hat die gesamten Projektkosten in Höhe von rund 2.800,- Euro übernommen und wird die Anlage künftig auch betreiben. Im Rahmen eines Förderprogramms für den Ausbau der Ladeinfrastruktur erwarten die Starkenburger noch einen Bundeszuschuss von ca. 40 Prozent an der Investition.

ES-Vorstandsmitglied Georg Schumacher, selbst schon seit Jahrzehnten eingefleischter Elektroautomobilist, lobt die gute Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten. „Ich denke, wir waren ein gutes Team. Bürgermeister Dr. Weber und die Rathausmitarbeiter haben das Vorhaben optimal unterstützt.“

Der Standort der Stromtankstelle ist mit Bedacht gewählt, weil gerade der Parkplatz an der Hofwiese eine gewisse Verweildauer der Fahrzeuge erwarten lässt. Bei der bestehenden 22 Kilowatt Anschlussleistung ist – je nach Fahrzeugtyp – die Batterie in weniger als zwei Stunden randvoll.

Für die Nutzer kostet der Ladestrom derzeit 39 Cent pro Kilowattstunde. Zum Tanken bedarf es einer entsprechenden Ladekarte, über die in der Regel jeder E-Automobilist verfügt. Aber auch an der Rathauspforte bzw. bei der Tourist-Information (ZKÜ – schräg gegenüber) kann man bei Bedarf eine Ladekarte ausleihen.

ES-Vorstand Georg Schumacher betont abschließend: „Wir wollten hier ein einfaches, funktionales und benutzerfreundliches System installieren, das vor allem keine Insellösungen darstellt. In der Praxis brauchte man oft von jedem Stadtwerk und Energieversorger eine eigene Ladekarte, manchmal sogar ein besonderes Ladekabel.“

Besonderen Wert legen die Starkenburger auf die Tatsache, dass hier Bürgerstrom aus der Steckdose kommt, der von Energiegenossenschaften regenerativ erzeugt und vertrieben wird.

Die Stromtankstelle ist die aktuelle Nummer drei im ES-Netz. Die Inbetriebnahme einer weiteren Anlage in Rimbach/Zotzenbach wird in Kürze folgen.

Gute Ute bekommt „Nägel lackiert“-ehrtägige Blattüberholung am Bürgerwindrad auf der „Neutscher Höhe“

Seit 2011 dreht sich auf der Neutscher Höhe das erste Bürgerwindrad der Energiegenossenschaft Starkenburg – intern auch „Gute Ute“ genannt. Zu einer ordnungsgemäßen Betriebsführung gehört die regelmäßige Prüfung der Rotorblätter. In dieser Woche stand wieder einmal eine solche Kontrolle an. Mit Hilfe einer schwebenden Spezialbühne wurden die drei Flügel sorgfältig untersucht und Schäden dabei auch gleich repariert.

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Biogasanlage Lorsch sorgt für Blühstreifen – Saatgut für Landwirte in Lorsch und Einhausen beschafft

Die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) betreibt neben Photovoltaikanlagen und Windrädern seit 2014 auch die Biogasanlage in Lorsch. Im Zusammenhang mit der wachsenden Notwendigkeit den Insektenschutz in der Landwirtschaft durch gezielte Maßnahmen zu verbessern, haben sich die Starkenburger auch mit dem Thema „Blühstreifen“ befasst. So wurde in Zusammenarbeit mit Landwirten in der Gemarkung Lorsch und Einhausen spezielles Saatgut für blühende Feldraine beschafft.

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Ministerium veröffentlicht Faktenpapier -„Infraschall von Windrädern bleibt weit unter der Wahrnehmungsschwelle“ – Keine wissenschaftlich belegbaren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Das Hessische Wirtschaftsministerium hat ein Faktenpapier zu den Infraschall-Emissionen von Windkraftanlagen vorgelegt. „Damit liefern wir über die Grenzen Hessens hinaus einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Debatte“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden.

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Generalversammlung in Lorsch mit Besucherrekord – Mitglieder küren Sieger der Aktion „Echt STARK 2017“

So viele Gäste wie in diesem Jahr konnten wir bei einer Generalversammlung (GV) in Lorsch noch nie begrüßen. Trotz Fußballländerspiels und bestehender Unwetterwarnung für Teile Südhessens waren über 100 ES-Mitglieder am 22. Juni in die Klosterstadt gekommen. Mit großer Spannung war das Mitgliedervotum für die Aktion „Echt STARK 2017“ erwartet worden. Die Starkenburger wollen mit dieser neuen Kampagne alljährlich besondere soziale oder ökologische Projekte aus der Region unterstützen. Dabei geht es um die Würdigung von „echt starkem“ bürgerschaftliches Engagement.

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Energiegenossenschaft Starkenburg beim 4. Klimaschutztag in Bensheim vertreten

In diesem Jahr fand der alljährliche Klimaschutztag am 16. Juni mitten in der Bensheimer Innenstadt statt. Bei strahlendem Sonnenschein bot die Fußgängerzone an diesem Samstag reichlich Publikumsverkehr. Ute Schumacher (Mitgliederbetreuung) und Dr. Bernhard Hein (Vorstandsmitglied) informierten schwerpunktmäßig über das Bürgerstromangebot. Neben der Erzeugung von Erneuerbarer Energie vertreibt die ES nämlich auch „STARKstrom“ an Kunden. Besonderes Interesse fand immer wieder die großformatige Projektkarte der Starkenburger mit den bisher 28 realisierten Vorhaben in der Region. Mit Photovoltaik, Wind, Biomasse und den ersten Stromtankstellen hat die ES schon deutliche „Erneuerbare“ Akzente gesetzt.

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Lokales Bündnis errichtet Stromtankstelle am Felsenmeer – Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Heun nimmt Energiegenossenschaft Starkenburg neue Ladestation für Elektroautos in Betrieb

Die neue Ladesäule am Felsenmeer ist das Ergebnis einer gelungenen Kooperation der Gemeinde Lautertal, einer ortsansässiger Fachfirma (way of energie) und der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES). Ein lokaler Beitrag, um den allenthalben geforderten Ausbau der Elektromobilität voranzubringen.

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Großes Interesse an Baustellenbesichtigung bei SolarSTARK 17 am 4. Mai 2018

Reger Betrieb herrschte bei der Baustellebesichtigung auf dem Windhof. Hier entsteht zur Zeit die größte Bürgersolaranlage im Kreis Bergstraße. Rund 40 Menschen aus Fürth und Umgebung waren an diesem sonnigen Abend der Einladung der ES gefolgt, darunter auch Bürgermeister Volker Oehlenschläger mit Vertretern der kommunalen Gremien.

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Energiegenossenschaft Starkenburg baut ihre bislang größte Bürgersolaranlage – Neues Projekt in Fürth mit 750 kWp Anschlussleistung

Für den weiteren Ausbau der Photovoltaik hat die Energiegenossenschaft Starkenburg wieder einmal ordentlich in die Hände gespuckt. Das mittlerweile siebzehnte Solarprojekt der Region wächst derzeit in Fürth heran. Im Ortsteil Kröckelbach entsteht auf den Dächern eines landwirtschaftlichen Betriebes mit rund 3.800 Quadratmetern die mit Abstand größte je errichtete Bürgersolaranlage im Kreis Bergstraße.

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Bürgersolaranlage in Ober-Mumbach ist am Netz

SolarSTARK 16 produziert ersten Sonnenstrom: Erst im vergangenen Herbst wurde das Projekt „Genossenschaftliche Photovoltaik“ auf einer Vereinshalle in Ober-Mumbach vorgestellt. Nun ist das Bürgerprojekt bereits abgeschlossen. 175 Solarmodule erzeugen seit Anfang April auf dem Hallendach der Sport- und Kulturgemeinde umweltfreundlichen Sonnenstrom. Ein weiterer Beitrag zur Energiewende im Odenwald.

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Bilanz von erstem Betriebsjahr der Enercon E-141 im Windpark Gundersheim-10 Millionen Schallmauer im Praxisbetrieb durchbrochen

Im Windpark Gundersheim ging Mitte März 2017 die weltweit zweite Anlage des Modells „Enercon E-141“ ans Netz. Es war dies gleichzeitig die erste Anlage überhaupt, die im Rahmen einer genossenschaftlichen Bürgerbeteiligung finanziert wurde. Nach einer Bauzeit von knapp 5 Monaten konnte das Windrad mit einer Leistung von 4,2 MW in Betrieb genommen werden.

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