Spektakuläre Aktion beim Odenwälder Lärmfeuer – Windrad verwandelt sich in Lichtkunst-Objekt

Einen besonderen „Lichtblick“ gab es im Rahmen des diesjährigen „Odenwälder Lärmfeuers“ am „Greiner Eck“ zu bestaunen. Am 24. März wurde ein Windrad in spektakuläres Licht getaucht. Der Bürstädter Illuminationskünstler Tobias Rohatsch zauberte mit seinen Helfern aufwendige Farbkreationen auf die Anlage. Die Gäste zeigten sich durchweg begeistert.

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Lärmfeuer am „Greiner Eck“

Windrad wird am 24. März zur Leuchtfackel: Die sogenannten Lärmfeuer zählen zu den alljährlichen Ritualen, die auf den Höhenzügen des Odenwaldes mit Hingabe gepflegt werden.

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Auch Vom Schneeregen nicht zu bremsen – Ausflug auf Windrad im Odenwald begeistert Preisträgerin

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Dazu gehört beispielsweise die Besteigung eines Windrades. Linn Haeffner aus Zell/Bad König wurde dieses seltene Privileg zuteil, als Gewinnerin eines Wettbewerbs beim diesjährigen Windparkfest der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES). Trotz Schneeregens hatte die 20-jährige Studentin sichtlich Freude an ihrer einzigartigen „Gipfeltour“ im Windpark Mossautal.

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Vom Schneeregen nicht zu bremsen – Ausflug auf Windrad im Odenwald begeistert Preisträgerin

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Dazu gehört beispielsweise die Besteigung eines Windrades. Linn Haeffner aus Zell/Bad König wurde dieses seltene Privileg zuteil, als Gewinnerin eines Wettbewerbs beim diesjährigen Windparkfest der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES). Trotz Schneeregens hatte die 20-jährige Studentin sichtlich Freude an ihrer einzigartigen „Gipfeltour“ im Windpark Mossautal.

Der Termin musste von langer Hand geplant werden, da die junge Frau mittlerweile in der Schweiz studiert und nicht mehr allzu häufig in ihrer Odenwälder Heimat anzutreffen ist. Aus praktischen Erwägungen stellten die Stadtwerke Viernheim ihre Anlage im Mossautal für die Windradbegehung zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um Windräder mit 2,4 Megawatt Leistung, einer Nabenhöhe von 120 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern.

Vor dem Aufstieg musste zunächst die umfangreiche Schutzausrüstung angelegt werden. Sicherheit wird schließlich bei der Begehung technischer Anlagen großgeschrieben. Für Linn Haeffner waren Klettergurt, Sicherungsseile und Schutzhelm jedoch nichts Neues. Als leidenschaftliche Bergsteigerin gehört diese Ausstattung zu ihrem Hobby.

ES-Vorstand Georg Schumacher begleitete die Preisträgerin bei ihrem Besuch im Windpark. Als erfahrener Drachenflieger ist er mit dem Aufenthalt in luftiger Höhe bestens vertraut. Für die sicheren Rahmenbedingungen und die technische Betreuung der Gäste sorgten die erfahrenen Betriebsführer der Stadtwerke Viernheim Andreas Vondung und Marco Wühler. Beide sind für Besucherführungen speziell geschult.

Der Aufstieg zur Gondel gelang der Seilschaft in einer Kombination aus schweißtreibender Kletterei und Aufzugnutzung. Nach der Besichtigung der eindrucksvollen Technik im Maschinenhaus stand  optional der Ausstieg zum „Balkon“ des Windrades auf dem Programm. Diese Chance ließ sich die kletterbegeisterte Studentin natürlich nicht entgehen. Ohne Höhenangst und gänzlich schwindelfrei bestieg sie –doppelt mit Seilen gesichert- das zugige Dach der 120 Meter hohen Anlage. Ein echter Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes. Leider trübte der einsetzende Schneeregen eine gute Fernsicht, was dem Vergnügen der Preisträgerin jedoch absolut keinen Abbruch tat.

Vom rund 2-stündigen Ausflug war die Studentin sichtlich überwältigt. Eine solch einmalige Gelegenheit bietet sich nicht alle Tage. Windkraft findet Linn Haeffner übrigens „echt stark“.

Preisträgerin geht in die Luft – Flug über den Windpark „Greiner Eck“

Marie Hambrecht konnte ihr Glück kaum fassen, als sie den Ersten Preis beim Windparkfest der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) Anfang September gewonnen hatte – einen exklusiven Rundflug mit einem Ultraleichtflieger über den Windpark „Greiner Eck“. Die 13-jährige Schülerin stammt selber aus dem Ortsteil Grein und freute sich schon seit Tagen auf das aufregende Ereignis.

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Pressetermin im Heizungskeller – HeizSTARK 1 wird vorgestellt – Bürgerbeteiligung am Projekt beginnt

Im Beisein vom Wald-Michelbacher Bürgermeister Dr. Sascha Weber, der ausführenden Firma Röth und Vorstandsmitglied Georg Schumacher wurde die neue umweltfreundliche Heizung heute der Presse vorgestellt. Die Energiegenossenschaft Starkenburg eG (ES) hat im Rathaus der Gemeinde die über 30jährige Heizanlage durch eine moderne Holzpelletheizung ersetzt. Über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren wird die ES die neue Anlage betreiben und damit die Wärmeversorgung des Gebäudes sicherstellen.

Die Lieferung und Abrechnung der Wärme mit der Standortkommune wird im Rahmen eines langfristigen Wärmelieferungsvertrages (Contracting) geregelt. Die ES ist für die Dauer von 20 Jahren verantwortlich für eine dauerhafte Wärmelieferung der Liegenschaft. Dies beinhaltet die Instandhaltung der Heizungsanlage, das Störungsmanagement sowie die Beschaffung von Brennstoffen (Holzpellets). Grundlage der Maßnahme ist ein umfassendes Energiegutachten aus dem Jahr 2015, in dem die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme nachgewiesen wird.

Für das Projekt wurden gezielt Angebote von Firmen aus dem Projektumfeld eingeholt. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass die Beauftragung mit einem langfristigen Wartungsvertrag und der Sicherstellung eines Notdienstes verknüpft ist. Für den geregelten Dauerbetrieb sind kurze Wege und die unmittelbare Erreichbarkeit einer Fachfirma von zentraler Bedeutung. Daneben ist es das erklärte Ziel der ES die regionale Wertschöpfung zu stärken. Letztlich erhielt die Traditionsfirma Röth als erfahrene örtliche Fachfirma den Zuschlag. Auch die Holzpellets kommen aus der unmittelbaren Nachbarschaft (Fa. Monnheimer).

 

Projektkosten:   ca. 70.000,- €
CO2 Einsparung: ca. 44 Tonnen pro Jahr
Energieverbrauch: ca 180.000 kWh

Heizungssystem:

 

 

    • zwei Holzpelletskessel mit jeweils ca. 48 kW  (insges. 96 kW) als Kesselkaskade installiert – Kessel incl. Pelletszuführung und Regelung sind redundant ausgeführt

 

    • Pufferspeicher mit 3.000 Litern Volumen

 

    • Fernüberwachung

 

    • ergänzende Maßnahmen:
      –    Pelletslager mit ca. 25 cbm (= 15 Tonnen)
      –    Austausch von 75 Thermostatventilen mit hydraulischem Abgleich der Heizkörper

 

 

Die Energiegenossenschaft Starkenburg eG wird über die Bürgerbeteiligung Kapital in einer Höhe von rund 70.000,- € aufbringen und somit eine Eigenfinanzierungsquote von 100% erreichen.
Hinsichtlich der Beteiligungsmöglichkeit kommen die Bürger der Gemeinde Wald-Michelbach als erstes zum Zuge. Der Projektzins über einen Zeitraum von 20 Jahren beträgt 2,5%, bei einer Mindestbeteiligung von 2.000,- €.

 

Bieberzwerge sind „Echt STARK“ – Spendenübergabe im Kindergarten

Mit der Aktion „Echt Stark“ prämiert die Energiegenossenschaft Starkenburg bürgerschaftliches Engagement in der Region. Diesjährige Preisträgerin war der seit über 30 Jahren in Elternregie geführte Kindergarten „Bieberzwerge“ in Klein-Bieberau. Heute wurde der Scheck in Höhe von 2.500 Euro von Vorstand Dr. Bernhard Hein, Micha Jost und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Conrad persönlich überbracht .Im Anschluss gab es für alle Gäste noch das Lieblingsessen der Kinder – Nudeln mit Semmelbrösel und Kirschen.

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Dauerstau vor dem Windrad – Großer Andrang bei Windradfest am „Greiner Eck“

Mit diesem Ansturm hatten die Organisatoren nicht gerechnet. Mehr als 500 Menschen nutzten das Windradfest am „Greiner Eck“, um sich aus erster Hand über die neu errichteten Anlagen zu informieren.

Geduldig reihten sich die Bürger in die Warteschlage ein, um einen Blick in das Windrad werfen zu können und fachkundige Erklärungen zur Anlagentechnik zu erhalten. Doch auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz. Eine Liveband sorgte für gute Stimmung. Die Freiwillige Feuerwehr versorgte die Gäste mit zünftiger Kost vom Grill und kühlen Getränken.

Es war voll im Wald hoch über Neckarsteinach. Die lokale Presse sprach angesichts des Andrangs gar von einem „Volksfest“ im ersten Windpark im Kreis Bergstraße. In Scharen waren die Bürger der umgebenden Orte gekommen und zeigten sich extrem wissbegierig. Neben der Dauerschlage vor dem Windrad, waren auch die fünf Informationstafeln umlagert, auf denen die Geschichte und die Beschreibung des Windparks ausführlich dargestellt wurde. Großen Zuspruch fand das Preisrätsel, bei dem es zahlreiche anspruchsvolle Fragen zum Thema Windenergie zu beantworten galt. Der 1. Preis war ein Rundflug über das „Greiner Eck“ im Ultra-Leichtflieger, den dann auch tatsächlich eine Bewohnerin des Ortsteils Grein gewonnen hatte.

Den Beginn der Veranstaltungen markierten die obligatorischen Grußworte, die so manch überraschende Äußerung enthielten. So berichtete der Neckarsteinacher Bürgermeister Herold Pfeiffer, ein Projektbefürworter von Anbeginn, dass der erste Impuls für den Windparkstandort „Greiner Eck“ vor über 5 Jahren ausgerechnet vom ehemaligen Landrat Wilkes gekommen wäre. Wilkes macht derzeit hauptsächlich als Windkraftgegner von sich reden.

Bürgermeister Oliver Berthold aus Hirschhorn gab in seinem nachdenklichen Grußwort zu verstehen, dass sich beim Thema Schall- und Schattenentwicklung und dem Flächenbedarf die ursprünglichen Befürchtungen nicht bewahrheitet hätten. In der Praxis sehe das alles ganz anders aus. Aus seinen Worten sprach ein gewisser Sinneswandel.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht unterstrich in ihrem Redebeitrag die Bedeutung der Erneuerbaren Energien gerade vor dem Hintergrund des laufenden Atomausstiegs. Die Windkraft wäre dabei ein wichtiger klimaverträglicher Baustein, um die Lücken zu füllen.

Die BUND-Kreisvorsitzenden Guido Carl und Herwig Winter positionierte sich in ihrem Grußwort eindeutig „Pro Windkraft“ und verurteilten die „schrille, einseitig und kompromisslos subjektive Haltung der allenthalben wie Pilze aus dem Boden schießenden Bürgerinitiativen“.

Die Veranstalter von Energiegenossenschaft Starkenburg und Stadtwerke Viernheim/Bad Vilbel legten den inhaltlichen Schwerpunkt des Tages auf eine intensive Informationsvermittlung. In zahlreichen Einzelgesprächen wurde dabei deutlich, dass es vor Ort gelungen war bei den Bürgern viele Vorbehalte auszuräumen, die gerade von den Bürgerinitiativen gegen das Projekt ins Feld geführt wurden.

Am Ende des Tages zogen die Organisatoren eine durchweg positive Bilanz. So auch ES-Vorstandsmitglied Micha Jost: „Das Windradfest am Greiner Eck hat viel dazu beigetragen die Akzeptanz für die Windkraft vor Ort zu stärken. Es wurde deutlich, dass sich die Bürger vor allem  durch die Begegnung mit der Praxis überzeugen lassen“.

Ein Link zum Bericht über die Veranstaltung im der Rhein Neckar-Zeitung vom 4.9.2017 >>

 

Windparkfest am Greiner Eck am 3. September 2017

Von der Idee bis zur Umsetzung hat es fast 5 Jahre gedauert. Nun ist der erste Windpark im Kreis Bergstraße fertiggestellt. Zu diesem Anlass feiern wir am Sonntag, 3. September 2017 gemeinsam  mit der Bevölkerung ein Windparkfest am „Greiner Eck“. Der Windpark verfügt über eine Leistung von 15 MW und kann damit rund 28,6 Mio. kWh Strom pro Jahr klimaneutral erzeugen.

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HeizSTARK 1 liegt gut im Plan-Umbau der Heizzentrale im Rathaus von Wald-Michelbach in vollem Gange

Neben Sonne, Wind und Biogas hat die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) auch das Thema Erneuerbare Energie bei Heizanlagen für sich entdeckt. Im Rathaus von Wald-Michelbach wird derzeit die betagte Ölheizung aus dem Jahr 1983 durch eine moderne Anlage für Nachwachsende Rohstoffe ersetzt.

Zum Einsatz kommt eine Holzpelletanlage mit zwei Heizkesseln mit einer Leistung von jeweils 50 Kilowatt sowie ein 3.000 Liter Pufferspeicher. Zusätzlich wird am Standort ein Pelletlager mit einem Volumen von 25 cbm nachgerüstet. Bis zum Beginn der Heizperiode Mitte September soll die Anlage betriebsbereit sein. Bislang läuft alles nach Plan.

Mit dem Projekt HeizSTARK 1 gehört Energiecontracting zu einem weiteren Geschäftsbereich der ES. In der Funktion als Wärmedienstleister betreibt sie die neue Kesselanlage im Rathaus für 20 Jahre, einschließlich Wartung, Brennstoffbeschaffung und Notdienst. Die Gemeinde muss sich hier künftig um nichts mehr kümmern.

ES-Vorstandsmitglied Georg Schumacher betreut das Projekt vor Ort. Der gelernte Umwelttechnikingenieur, hat früher selbst solche Heizanlagen gebaut und sieht für die Starkenburger noch reichlich Potential in diesem Bereich. „Es gibt noch viele Kommunen, die vor ähnlichen Problemen stehen wie in Wald-Michelbach. Die Heizungen sind veraltet und ineffizient, aber die finanziellen Mittel für einen umweltfreundlichen und energiesparenden Ersatz fehlen“, so die Einschätzung von Schumacher. In solch einer Situation könne die ES aushelfen.

Möglicher Weise macht das Beispiel aus Wald-Michelbach noch Schule in der Region.

 

Generalversammlung in Lorsch mit Besucherrekord – Mitglieder küren Sieger der Aktion „Echt STARK 2017“

So viele Gäste wie in diesem Jahr konnten wir bei einer Generalversammlung (GV) in Lorsch noch nie begrüßen. Trotz Fußballländerspiels und bestehender Unwetterwarnung für Teile Südhessens waren über 100 ES-Mitglieder am 22. Juni in die Klosterstadt gekommen.

Mit großer Spannung war das Mitgliedervotum für die Aktion „Echt STARK 2017“ erwartet worden. Die Starkenburger wollen mit dieser neuen Kampagne alljährlich besondere soziale oder ökologische Projekte aus der Region unterstützen. Dabei geht es um die Würdigung von „echt starkem“ bürgerschaftliches Engagement.

Aus ursprünglich 12 beeindruckenden Vorschlägen hatten sich am Ende drei Finalisten für die GV qualifiziert, die ihre Projekte den Mitgliedern vorstellten. Bei der Abstimmung konnten sich am Ende die Bieberzwerge aus Klein-Bieberau vor den Sonnenkindern Zwingenberg und der BürgerSolarBeratung Weschnitztal durchsetzen. Das beeindruckende mittlerweile 30jährige (!) Engagement für den Erhalt dieses vereinsgetragenen Kindergartens in Elternregie hat die Mitglieder überzeugt.

 

Mit dem Preisgeld von 2.500,- € soll nun Ersatz für eine betagte Küche geschaffen werden, denn gekocht wird in dem Kindergarten natürlich auch. Lieblingsspeise der Biberzwerge wären übrigens Nudeln mit Kirschen und Semmelbröseln, berichtet Sonja Conrad, die den Kindergarten bei der GV vorstellte. Diese aus- und hausgemachte Delikatesse sollte dann nach der Investition in die neue Küche noch etwas schneller auf dem Tisch stehen.

 

Alle satzungsgemäßen Formalien der GV wurden in großer Einmütigkeit entschieden. So erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wie gewohnteinstimmig.

 

Der Vorstand legte wie immer einen ausführlichen Jahresbericht (86 Seiten) vor, der den ES- Mitgliedern bereits im Vorfeld zur GV zugeschickt worden war. Transparenz bildet bei der ES die Grundlage für ein erfolgreiches genossenschaftliches Miteinander. Der Anlagenbestand der Starkenburger hat sich auch 2016 weiter erhöht. Derzeit sorgen fünfzehn Bürgersolaranlagen, drei Bürgerwindräder, drei Windparkbeteiligungen und eine Biogasanlage für eine solide Ertragslage der Energiegenossenschaft. Knapp 13 Millionen Kilowattstunden klimaneutraler Strom wurden im vergangenen Geschäftsjahr erzeugt. Das Bilanzvolumen wurde um 29% gesteigert und belief sich 2016 auf rund 10,2 Mio. €.

 

Der Mitgliederbestand ist im vergangenen Jahr um weitere 10% angewachsen und beträgt aktuell 827 Personen.

 

Rabatt-Aktion für E-Mobile – Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg können verbilligt einen Renault ZOE erwerben

In Deutschland ist die Elektromobilität noch nicht so recht in Fahrt gekommen. Auch das staatliche Förderprogramm hat die gewünschte Wirkung bislang verfehlt. Nun haben es die Bürger mal wieder selbst in die Hand genommen. Über ihren genossenschaftlichen Dachverband „Bürgerwerken eG“ haben 70 Genossenschaften, darunter auch die Energiegenossenschaft Starkenburg, nun die bereits zweite Rabattaktion für E-Mobile aufgelegt. Genossen können ab sofort einen Renault ZOE oder einen KANGOO verbilligt erwerben.

Die Idee ist einfach: Über Kooperationsmodelle kann man Nachfrage zu einer gewissen „Marktmacht“ bündeln. Gemäß dem Motto des Genossenschaftgründers Friedrich-Wilhelm Raiffeisen: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen Viele“,  wurde von den Bürgerwerken eG mit Renault-Deutschland ein Rabatt ausgehandelt, der deutlich unter dem Listenpreis liegt. Mit entsprechenden Vordrucken und Formularen kann der Kauf bei jedem Renault-Händler abgewickelt werden.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg hat bei der ersten Rabattaktion bereits selbst einen Renault ZOE als Firmenwagen angeschafft.

Nach nunmehr 100 Tagen Dauerbetrieb sind die Starkenburger von den Fahreigenschaften des Stromers restlos begeistert. Allein schon die Energie-Effizienz des 5-Sitzers beeindruckt. Mit einem Verbrauch von 13,5 kWh auf 100 km schlägt er Benziner in dieser Modellklasse um Längen. Der Stromverbrauch entspricht einem Energiegehalt von rund 1,3 l Benzin. Zudem ist die Reichweite von rund 300 km absolut erstwagentauglich. Konkurrenzlos ist der nahezu lautlose Antrieb, der eher an Gleiten als an Fahren erinnert. Dazu kommt eine Spritzigkeit im Stadtverkehr, die in Punkto Beschleunigung so manchen röhrenden PS-Protz hinter sich lässt.

Weitere Infos zur Rabattaktion unter: info@energiestark.de

WindSTARK 6

Im Bereich Hirschhorn/ Neckarsteinach ist Anfang des Jahres 2017 der Windpark “Greiner Eck”  mit 5 Anlagen des Typs ENERCON E-115 und einer Leistung von je 3,0 MW entstanden.

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Energiegenossenschaft Starkenburg setzt auf E-Mobilität – Dienstfahrten künftig mit ZOE

Der Ausbau der Elektromobilität in Deutschland kommt nur schleppend voran. Grund genug, um hier eigene Akzente zu setzen. Seit knapp 4 Wochen ist die Energiegenossenschaft Starkenburg daher elektrisch unterwegs. Zum Einsatz kommt ein Renault ZOE, der nach einem Modellupdate über eine leistungsfähige 40kWh-Batterie verfügt. Mit einer echten Reichweite von 250-300 km ist der ZOE trotz zeitweiligem Heizungseinsatz (Wärmepumpe) absolut erstwagentauglich. Reichweitenangst kommt daher keine auf.

Der „Stromer“ verbreitet durch seine geschmeidigen Fahreigenschaften eine wohltuende Gelassenheit inmitten von Lichthupenhektik. Das nahezu lautlose Gleiten verleitet dazu sich dem Verkehrsfluss einfach hinzugeben. Mehr als ein sanfter Pedaldruck ist dazu nicht erforderlich. Sogar das Bremsen kann man sich mit etwas Übung fast abgewöhnen. Beim Rollen ohne Gaspedaleinsatz wird die Batterie wieder aufgeladen, was sich in einem leicht erhöhten Rollwiderstand bemerkbar macht.

In der Praxis entwickelt man automatisch einen wachsenden Ehrgeiz darin beim Fahren möglichst viel Energie zu sparen. Etliche zentral positionierte Displays informieren fortwährend über den aktuellen Verbrauch und die mögliche Reichweite. Im Schnitt wurden bisher 13,5 kW Strom pro 100 km verbraucht, was dem Energiegehalt von ca. 1,3 l Benzin entspricht. Da die ES mit ihrem derzeitigen Anlagenbestand jährlich rund 19 Mio. Kilowattstunden Strom aus Erneurbaren Quellen erzeugt, ist die Energieversorgung vollumfänglich sichergestellt.

Biogasanlage Lorsch wird um neue Holztrocknung erweitert – verbesserte Abwärmenutzung

Effizienzsteigerung ist die dauerhafte Herausforderung bei der Optimierung der Biogasanlage in Lorsch. Das dortige Blockheizkraftwerk erzeugt pro Jahr ca. 2,9 Millionen Kilowattstunden Strom. Als Nebenprodukt entstehen rund 3 Millionen Kilowattstunden Abwärme. Derzeit nutzt eine benachbarte Großgärtnerei über einen Zeitraum von rund 8 Monaten die anfallende Wärme nahezu vollständig. In den Sommermonaten geht allerdings noch viel Energie ungenutzt verloren. In Kooperation mit einem Odenwälder Unternehmer wird jetzt eine Trocknungsanlage für Holzhackschnitzel nachgerüstet.
Im Endausbau können in der neugeschaffenen Anlage rund 160 cbm Hackschnitzel gleichzeitig getrocknet werden. Der Heizwert des Materials steigt damit beträchtlich. Über entsprechende Wechselcontainer lässt sich die Logistik schnell und unkompliziert abwickeln. Die Stahlbehälter verfügen einen Zwischenboden und sind über großformatige fliegende Schlauchleitungen mit dem leistungsstarken Gebläse verbunden. Nach einer Trocknungszeit von 2-3 Tagen hat das Material einen optimalen Brennwert.

WindSTARK 5 läuft – E-141 ist am Netz

Im Windpark Gundersheim ist die weltweit zweite Anlage des Modells Enercon E-141 erfolgreich ans Netz gegangen. Es ist dies gleichzeitig die erste Anlage, die im Rahmen einer genossenschaftlichen Bürgerbeteiligung finanziert wurde. Nach einer Bauzeit von knapp 5 Monaten konnte das Windrad mit einer Leistung von 4,2 MW Mitte März Betrieb genommen werden. Der Rotordurchmesser von 141 Metern sorgt für eine maximale Windausbeute.

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WindSTARK 5

Im Windpark Gundersheim ist die weltweit zweite Anlage des Modells ENERCON E-141 im März 2017 erfolgreich ans Netz gegangen.

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Energiegenossenschaft Starkenburg baut Stromtankstellen – kostenloses Angebot für Kommunen in der Region

Die Weiterentwicklung der Elektromobilität zählt fraglos zu einem wichtigen Zukunftsthema. Aus Sicht der Energiegenossenschaft Starkenburg geht der Ausbau der notwendigen Lade-infrastruktur in der Region jedoch viel zu schleppend vonstatten. Die in Heppenheim beheimatete Bürgerenergiegenossenschaft wird sich daher in den nächsten Monaten selbst um den Bau neuer Stromtankstellen kümmern.


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Umweltbundesamt bestätigt: Windenergie stellt kein gesundheitliches Risiko dar

Das Umweltbundesamt (UBA) hat im November 2016 die Studie „Mögliche gesundheitliche Effekte von Windenergieanlagen“ veröffentlicht. Diese Publikation von unabhängiger Stelle entkräftet ein zentrales Argument der  Windkraftgegner. Der Studie nach sind die gesundheitlichen Gefährdungen bei der Einhaltung aller Vorschriften als „sehr gering“ einzuschätzen.

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Windparkerweiterung in Gundersheim auf der Zielgeraden – neue Anlage hat 4,2 MW Leistung

Heute wurde in Gundersheim das gewaltige Maschinenhaus der E-141 auf den Turm gezogen. Für die anspruchssvolle Montage musste ein Zeitfenster mit geringen Windgeschwindigkeiten abgepasst werden. Das Windrad der Firma ENERCON setzt in Sachen Dimension neue Masstäbe. Vor allem der Rotordurchmesser von 141 Metern sorgt für eine maximale Windausbeute. Bislang wurden erst wenige Windräder dieses Typs errichtet

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„STARKstrom“ im Angebot – Tarif für Bürgerstrom bleibt auch 2017 stabil

Neben dem Bau und dem Betrieb von PV-, Wind und einer Biogasanlage hat die Energiegenossenschaft Starkenburg ihr Betätigungsfeld erweitert und bietet seit geraumer Zeit auch Ökostrom an. Gemeinsam mit 62 weiteren Genossenschaften haben sich die Starkenburger zu den Bürgerwerken eG zusammengeschlossen und vermarkten unter diesem Dach Energie aus eigener Erzeugung und das überraschend günstig. Entgegen dem allgemeinen Trend wurde der Strompreis 2017 nicht erhöht.

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Fünf Jahre Energiegenossenschaft Starkenburg – Bürger engagieren sich für die Energiewende in der Region

Am 15. Dezember feiert die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) ihren fünften Geburtstag. Angetreten waren die Gründer Ende 2010 in der der Absicht, einen eigenen Beitrag zur  Energiewende in der Region zu leisten. Noch vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima wollte man den Ausbau der Erneuerbaren Energien gemeinschaftlich vorantreiben.

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Windpark Greiner Eck – erste Anlage fertig montiert

Die erste Windenergieanlage ist nun fertig montiert. In einer nächtlichen Montageaktion wurde das dritte Rotorblatt der ENERCON E- 115 in 136 Metern Nabenhöhe verschraubt. Die anhaltend starken Winde auf dem Höhenzug über Neckarsteinach hatten die diffizilen Arbeiten immer wieder verzögert.

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Fünf Jahre Energiegenossenschaft Starkenburg – Bürger engagieren sich für die Energiewende in der Region

Am 15. Dezember feiert die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) ihren fünften Geburtstag. Angetreten waren die Gründer Ende 2010 in der der Absicht, einen eigenen Beitrag zur  Energiewende in der Region zu leisten. Noch vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima wollte man den Ausbau der Erneuerbaren Energien gemeinschaftlich vorantreiben. Was damals  mit 13 Bürgern am Stammsitz in Heppenheim anfing, ist inzwischen zu einer Gemeinschaft von 730 Personen angewachsen. Über 11 Millionen Euro haben die Starkenburger seit ihrer Gründung in Sonne, Wind und Biogas investiert.

Wenn Micha Jost, Gründungsmitglied und Vorstand der ES, in der Heppenheimer Geschäftsstelle auf seine Projektlandkarte blickt, schaut er auf 19 bunte Fähnchen. Jedes einzelne steht für ein Projekt der ES. Gelb markiert sind die Solardächer – SolarSTARK 1-14 heißen die Photovoltaikanlagen. Blau leuchten WindSTARK 1-4. Es sind die beiden Bürgerwindräder und Beteiligungen an Windparks. Das grüne Fähnchen zeigt auf die Biogasanlage in Lorsch, die seit letztem Jahr auch zum Portfolio gehört.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten der Energiegenossen liegt dabei im Kreis Bergstraße mit insgesamt 13 Anlagen, davon allein drei in Heppenheim.

„Wir hätten damals nie gedacht, dass die Genossenschaft einmal solche Dimensionen annehmen würde – für uns war es zunächst eine Art Hobby“, erinnert sich Jost, der seit Anbeginn dem Vorstand der ES angehört. „Aber durch das Interesse und die Unterstützung der Bürgerschaft hat sich eine Dynamik entwickelt, die wir dann nicht mehr bremsen konnten und wollten“, sagt der gelernte Agraringenieur. Seit diesem Jahr hat er seinen sicheren Arbeitsplatz in der Kommunalverwaltung mit einer neu geschaffenen Stelle bei der Energiegenossenschaft getauscht.

Mit ihren Energiemix aus Photovoltaik, Wind und einer Biogasanlage erzeugen die Starkenburger mittlerweile jährlich rund 11 Millionen Kilowattstunden Strom, genug um rechnerisch 11.000 Energiesparer mit klimaneutralem Öko-Strom versorgen zu können. Aber auch im Bereich der regenerativen Wärmeerzeugung kommen stattliche 1,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr zusammen. Damit werden rund 150.000 Liter Heizöl ersetzt.

Die meisten Projekte wurden zu 100% mit Bürgergeld finanziert. Dabei achten die Genossen sehr darauf, dass zunächst immer die Bürger vor Ort zum Zug kommen.

„Die Verbindung zwischen der Bevölkerung und dem lokalen Projekt ist uns ein großes Anliegen“ unterstreicht Jost, „bei uns haben die Menschen vor Ort stets den Vorrang bei einer finanziellen Beteiligung“, so der ES-Vorstand.

Noch immer ist die Warteliste für eine Aufnahme in die ES lang, denn das Interesse der Bürger ist weit größer als es die Projekte zulassen. Mitgliederzuwachs gibt es nur in Verbindung mit neuen Anlagen.

Das Prinzip einer Genossenschaft gehört für die Starkenburger zu der idealen Geschäftsform, um mit vielen Menschen etwas zu erreichen. Hier hat jedes Mitglied das gleiche Stimmgewicht, egal wie viel Geld investiert wurde. Eine durch und durch demokratische Struktur. Außerdem ist eine jährliche externe Kontrolle des Geschäftsbetriebs verpflichtend. Genossenschaften zählen daher zu der insolvenzsichersten Unternehmensform in Deutschland.

Für kommendes Jahr hat sich die ES auch wieder einiges vorgenommen – sowohl bei der Photovoltaik als auch bei der Windkraft. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass zum sechsten Geburtstag noch ein paar mehr Fähnchen auf unserer Projektlandkarte stecken werden – denn in Sachen Klimaschutz gibt es noch sehr viel zu tun“, so Jost abschließend.

ES-Generalversammlung am 26. Juni in Lorsch – ES steigert Bilanzvolumen auf über 7,9 Mio. Euro – neues Vorstandsmitglied stellt sich vor.

Am 26. Juni tagte die Generalversammlung der ES in Lorsch. Der Paul-Schnitzer Saal im Museumszentrum bot wie bereits im Vorjahr den idealen Rahmen für die jährliche Zusammenkunft und für Gespräche sowie den Austausch der Mitglieder untereinander. Zuvor waren die 720 Mitglieder bereits am Nachmittag zu einer Führung in die neuerworbene Biogasanlage in Lorsch eingeladen. Von dem Angebot machten die Starkenburger reichlich Gebrauch, denn allein dieses Projekt zählt 146 Beteiligte.

Zwölf Bürgersolaranlagen, zwei Bürgerwindräder und zwei Windparkbeteiligungen sorgen derzeit für eine solide Ertragslage. Zusätzlich wurde mit der Übernahme der Biogasanlage im vergangenen Jahr ein neues Geschäftsfeld erschlossen. Das Bilanzvolumen stieg 2014 um knapp 64 % auf rund 7,9 Mio. €.

Alle Formalien wurden in großer Einmütigkeit entschieden. So erfolgte die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig. Die ausgezahlten Zinsen an die Mitglieder beliefen sich auf insgesamt 252.307 €. Damit wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 70 % mehr Gelder ausgeschüttet, als noch im Vorjahr. Für die investierten Beträge in Form von nachrangigen Darlehen wurde im Jahr 2014 je nach Projekt zwischen 3,25 und 5 % Zinsen bezahlt.

Das neue Vorstandsmitglied Dr. Bernhard Hein präsentierte sich den Mitgliedern. Der Starkenburger der ersten Stunde wird sich schwerpunktmäßig mit der Vernetzung der Mitglieder befassen. Er plant die vielen engagierten Energiepioniere zusammenzuführen, um den Austausch zu stärken und die Erfahrungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurden von den Mitgliedern eine Vielzahl von interessanten Anregungen und Ideen vorgebracht, die die Entwicklung der Genossenschaft fördern sollen. Ein Beleg dafür, dass die ES-Mitglieder aktiv am Geschehen teilhaben und die Energiewende in der Region aktiv unterstützen.

Im Anschluss informierte Kai Hock von den Bürgerwerken eG über die neuen Wege im Stromvertrieb. Der anschauliche Kurzvortrag verdeutlichte die Vorteile bei der Nutzung von Genossenschaftsstrom. Seine Werbung für das Angebot von „STARKstrom“ wurde von den Zuhörern interessiert aufgenommen. Noch lange nach Ende der Veranstaltung sorgte das Thema für intensive Fachgespräche.

Ministerium veröffentlicht Faktenpapier -„Infraschall von Windrädern bleibt weit unter der Wahrnehmungsschwelle“ – keine wissenschaftlich belegbaren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Das Hessische Wirtschaftsministerium hat ein Faktenpapier zu den Infraschall-Emissionen von Windkraftanlagen vorgelegt. „Damit liefern wir über die Grenzen Hessens hinaus einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Debatte“, sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch in Wiesbaden. Infraschall entsteht bei vielen technischen und natürlichen Vorgängen, beispielsweise beim Meeresrauschen. Er ist zu tief für das menschliche Ohr; lediglich bei hohem

Schalldruck ist er wahrnehmbar. Grundsätzlich kann er sich auf die menschliche Gesundheit auswirken – dies jedoch nur bei Schalldruckpegeln deutlich oberhalb der Wahrnehmungsschwelle.

„Nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse ist der in Hessen geltende Mindestabstand von 1000 Metern zwischen Windrädern und Ortslagen so groß, dass der von den Anlagen ausgehende Infraschall weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle bleibt und somit keine wissenschaftlich belegbaren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat“, sagte der Minister. Auch ein Mindestabstand von 600 Metern, wie er für sogenannte Weiler einzuhalten ist, sei nach heutigem Stand des Wissens unbedenklich.

Das von namhaften Expertinnen und Experten verfasste Papier ist im Internet zugänglich. Es beschreibt auf der Grundlage eines Hearings im Dezember 2014 sowie einer daran anschließenden öffentlichen Konsultation und Auswertung wissenschaftlicher Quellen den aktuellen Stand der Wissenschaft und der Rechtsprechung. Dabei berücksichtigt es auch die Positionen windkraftkritischer Bürgerinitiativen.

Quelle: Pressemitteilung Hessisches Wirtschaftsministerium vom 10. Juni 2015

Saubere Luft in der Biogasanlage Lorsch-Nachrüstung von Katalysator reduziert Schadstoffgehalte

Knapp 2,9 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt die Biogasanlage am Lorscher Weschnitzufer jährlich aus nachwachsenden Rohstoffen und ist damit die leistungsstärkste Anlage dieser Art im gesamten Kreis Bergstraße.

In einem Blockheizkraftwerk (BHKW) entsteht aus Biomethan Strom für rund 1.000 Haushalte, sowie Wärme, die überwiegend in einer benachbarten Großgärtnerei verbraucht wird. Durch eine freiwillige technische Nachrüstung ist es den neuen Betreibern der Biogasanlage nun gelungen die Schadstoffgehalte im Abgas des BHKW zu reduzieren. Ein Katalysator sorgt seit Ende März für eine optimierte Biogasverbrennung.

Die Betreiber aus der örtlichen Landwirtschaft und der Energiegenossenschaft Starkenburg haben sich Anfang des Jahres zu der Investition entschlossen. Der neu eingebaute Abgaskatalysator reduziert vor allem den Gehalt an Formaldehyd auf einen Wert unter 40 Milligramm pro Kubikmeter. Ungereinigt liegt der Wert im Abgas um das dreifache höher.

Georg Schumacher Vorstandsmitglied der ES hat das Projekt technisch betreut und auch die wesentlichen Umrüstungsarbeiten selbst vorgenommen. „Das Vorhaben hat uns knapp 8.000 Euro gekostet. Das ist noch vergleichsweise wenig, da wir hier viele Arbeiten in Eigenleistung vorgenommen haben“, berichtet Schumacher, der als gelernter Umwelttechnikingenieur in der Materie zu Hause ist.

Allein die mehrstündige Abgasmessung durch ein zertifiziertes Prüfinstitut schlägt mit fast 2.000 Euro zu Buche. Künftig wird nun jährlich eine wiederkehrende Überprüfung stattfinden, um die Einhaltung der Grenzwerte dauerhaft zu überwachen.

Die umweltfreundliche Maßnahme ist nicht nur ein Beitrag zur Luftreinhaltung, sondern bringt den Betreibern auch konkrete finanzielle Vorteile. Mit der Nachrüstung ist eine Erhöhung der Stromvergütung um 1 Cent pro erzeugter Kilowattstunde verbunden.

Saubere Luft in der Biogasanlage Lorsch –Nachrüstung von Katalysator reduziert Schadstoffgehalte

Knapp 2,9 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt die Biogasanlage am Lorscher Weschnitzufer jährlich aus nachwachsenden Rohstoffen und ist damit die leistungsstärkste Anlage dieser Art im gesamten Kreis Bergstraße. In einem Blockheizkraftwerk (BHKW) entsteht aus Biomethan Strom für rund 1.000 Haushalte, sowie Wärme, die überwiegend in einer benachbarten Großgärtnerei verbraucht wird. Durch eine freiwillige technische Nachrüstung ist es den neuen Betreibern der Biogasanlage nun gelungen die Schadstoffgehalte im Abgas des BHKW zu reduzieren. Ein Katalysator sorgt seit Ende März für eine optimierte Biogasverbrennung.

Die Betreiber aus der örtlichen Landwirtschaft und der Energiegenossenschaft Starkenburg haben sich Anfang des Jahres zu der Investition entschlossen. Der neu eingebaute Abgaskatalysator reduziert vor allem den Gehalt an Formaldehyd auf einen Wert unter 40 Milligramm pro Kubikmeter. Ungereinigt liegt der Wert im Abgas um das dreifache höher.

Georg Schumacher Vorstandsmitglied der ES hat das Projekt technisch betreut und auch die wesentlichen Umrüstungsarbeiten selbst vorgenommen. „Das Vorhaben hat uns knapp 8.000 Euro gekostet. Das ist noch vergleichsweise wenig, da wir hier viele Arbeiten in Eigenleistung vorgenommen haben“, berichtet Schumacher, der als gelernter Umwelttechnikingenieur in der Materie zu Hause ist.

Allein die mehrstündige Abgasmessung durch ein zertifiziertes Prüfinstitut schlägt mit fast 2.000 Euro zu Buche. Künftig wird nun jährlich eine wiederkehrende Überprüfung stattfinden, um die Einhaltung der Grenzwerte dauerhaft zu überwachen.

Die umweltfreundliche Maßnahme ist nicht nur ein Beitrag zur Luftreinhaltung, sondern bringt den Betreibern auch konkrete finanzielle Vorteile. Mit der Nachrüstung ist eine Erhöhung der Stromvergütung um 1 Cent pro erzeugter Kilowattstunde verbunden.

Baustellenbesichtigung am Windpark Gundersheim – Maschinenhaus steht schon zur Endmontage bereit

Am 10. Mai 2014 fand ein weiterer Baustellentermin am Windpark Gundersheim statt. Rund 30 Interessenten und Projektbeteiligte trotzen Regen und Wind, um sich vor Ort ein Bild über den fortgeschrittenen Stand der Arbeiten zu machen. Die Vorstandsmitglieder Georg Schumacher und Micha Jost informierten über die technischen Einzelheiten und den weiteren Projektverlauf. Die Teilnehmer nutzten dabei die Gelegenheit, das bereits angelieferte Maschinenhaus der Energiegenossen in Augenschein zu nehmen. Das 80 Tonnen schwere Bauteil bildet das Herzstück der 2,5 Megawatt-Windmühle und soll in der kommenden Woche montiert werden. Rund 7,1 Millionen Kilowattstunden klimaneutralen Strom produziert das neue Bürgerwindrad jährlich. Ende Juni soll der Windpark Gundersheim ans Netz gehen. Für die Starkenburger beläuft sich das Projektvolumen rund 5,25 Mio. €.

Windpark Gundersheim jetzt mit zwei fertigen Anlagen

Heute wurde breits die zweite Windenergieanlage in Gundersheim fertiggestellt. In stundenlanger Feinarbeit wurde der 80 Tonnen schwere Rotor passgenau in 139 Metern Höhe fixiert. Die zahlreichen Schaulustigen vor Ort mussten viel Geduld mitbringen, denn die Vorbereitungen dieser zentralen Bauphase waren langwierig. Allein zwei Kräne waren erforderlich, um die Aktion umzusetzen. Am Ende konnte der 120 Meter Rotor präzise am Generatorenhaus befestigt werde. Vier weitere solche Aktionen werden in den nächsten Wochen noch folgen.

WindSTARK 4 bekommt Rotor – seit dieser Woche ist der „Große Gunder“ komplett

An einem windstillen Vormittag hat das Montageteam der Firma GE dem neuen Bürgerwindrad der Energiegenossenschaft Starkenburg im rheinhessischen Gundersheim die „Rotorkrone“ aufgesetzt. Dabei wurden die drei Flügel komplett mit Nabe in 139 Metern Höhe am Maschinenhaus fixiert. Über die außerordentliche Leistung von Personal und Technik, die bei einer solchen Präzisionsarbeit an den Tag gelegt wurde, kann man nur staunen. Vier der sechs Windräder sind nun komplett montiert. Das Projekt kommt damit auf die Zielgerade und der geplante Inbetriebnahmetermin am 30. Juni 2014 wird mit größter Wahrscheinlichkeit gehalten.

Der Windpark Gundersheim verfügt über eine Anlagenleistung von insgesamt 15 Megawatt. Mit knapp 42 Millionen Kilowattstunden wird rechnerisch der Jahresstrombedarf für rund 40.000 Menschen gedeckt. Der Umwelt bleiben dabei alljährlich 22.000 Tonnen CO2 erspart.

Unter http://www.energiestark.de/html/windstark_4.html stehen aktuelle Bilder zum Windpark Gundersheim. Hier ist auch der „Große Gunder“ in seiner ganzen Pracht zu bewundern.

Schüler des Überwaldgymnasiums in Wald-Michelbach

Schulzentrum Wald-Michelbach erhält Solarbonus von Energiegenossenschaft Starkenburg – rund 1.800 Euro für Photovoltaikstrom kommt Schulen direkt zugute

„Wer unter einem Solardach lernt und arbeitet, der soll auch den Nutzen haben“ – getreu dieses Mottos erhalten sowohl das Überwald-Gymnasium, wie auch die Eugen-Bachmann Schule je 918 Euro Bonuszahlung für das Sonnenjahr 2013. Grundlage dafür war der Wunsch der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) beide Schulen dauerhaft an den Solarerträgen zu beteiligen. „Es ist unser Ziel, dass auch die finanziellen Vorteile der Erneuerbaren Energien bei den Menschen vor Ort ankommen“, betont ES-Vorstand Georg Schumacher und sieht darin ein zentrales Anliegen der Energiegenossenschaft Starkenburg verwirklicht.

Im Herbst 2011 wurde auf dem Dach der Sporthalle des Schulzentrums eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 137 Kilowattpeak errichtet. Üblicherweise erhält bei Projekten dieser Art lediglich der Eigentümer eine Pacht. Doch die ES wollte nicht nur der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße ein Nutzungsentgelt zahlen, denn davon hätten die Schulen keinen unmittelbaren Nutzen gehabt. Auf freiwilliger Basis wurde daher eine zusätzliche Bonuszahlung eingeführt. Beide Schulen erhalten 20 Jahre lang jeweils 3% vom Stromertrag. Daran hatte die ES allerdings eine zentrale Verpflichtung geknüpft: Einmal im Jahr müssen die Schulen eine Aktion zum Thema Photovoltaik durchführen.

Im vergangenen Jahr hatten sowohl das Überwald-Gymnasium, wie auch die Eugen Bachmann-Schule das Thema Photovoltaik im Rahmen der bundesweiten „Woche der Sonne“ eine Informationsveranstaltung organisiert.

Damit die Schüler die Erträge des Sonnendachs stets im Blick haben, wurden von der Energiegenossenschaft großformatige Monitore angeschafft, die alle Leistungsdaten der Anlage in Echtzeit darstellen. Auf diese Weise ist diese zukunftsträchtige Energietechnologie im Schulbetrieb stets präsent. Gleichzeitig können diese Informationen in den naturwissenschaftlichen Unterricht integriert werden. Die Photovoltaikanlage auf dem Schulzentrum hat seit Inbetriebnahme bereits 264.000 Kilowattstunden Strom erzeugt und damit der Umwelt bislang 180 Tonnen CO2 erspart. Auf rund 4.000 Euro belaufen sich seither die freiwilligen Zahlungen der Starkenburger an das Schulzentrum.

„Durch die Bonuszahlungen hat die Energiegenossenschaft vergleichsweise hohe Betriebskosten für diese Anlage zu stemmen“, erklärt Vorstandsmitglied Georg Schumacher und nennt die Gründe dafür. „Teilen gehört für uns zum genossenschaftlichen Geschäftsprinzip. Außerdem betrachten wir das auch als eine Investition in die Umweltbildung der nachkommenden Generation, die sich in Zukunft noch weitaus stärker als wir mit den erneuerbaren Energien befassen muss“, meint der 53-jährige Wald-Michelbacher.

Zusätzlich zu den Schulen profitieren knapp 60 Bürger vor Ort ebenfalls von der Photovoltaikanlage. Sie hatten die Kosten von rund 270.000 Euro damals zu 100% mit Eigenmitteln finanziert und erhalten nun für diese nachhaltige Investition 20 Jahre lang 5% Zinsen.

Neues Bürgerwindrad der Starkenburger wächst in die Höhe – Bau des Windparks zwischen Bermersheim und Gundersheim liegt gut im Zeitplan

Es geht voran auf der Baustelle zwischen Bermersheim und Gundersheim: Alle Fundamente sind mittlerweile gegossen, die mannshohen Turmsegmente eingetroffen. Nebeneinander gereiht warten sie auf ihren Einsatz. Sobald die untersten Betonringe eingemessen und fixiert sind, wird ein Spezialkran die tonnenschweren Halbschalen aufeinandersetzen. Und das ganz ohne Mörtel oder sonstige Ausgleichsschicht. Auf diese Weise entstehen in den kommenden Wochen sechs 139 Meter hohe Türme. Abschließend werden diese noch verspannt und im Fundament verankert. Das sorgt für Stabilität und Tragfähigkeit. Ab Mitte April werden dann Maschinenhaus und Rotorblätter gezogen.

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, erklärt juwi-Projektmanagerin Anne Paltzer. „Dank des milden Winters haben wir die Fundamente aller Anlagen bereits fertig stellen können.“ Und die haben es in sich: Jedes einzelne hat einen Durchmesser von mehr als 20 Metern und ist rund vier Meter tief. Mehr als 1.300 Kubikmeter Stahlbeton sorgen so für einen allzeit sicheren Stand. Paltzer ergänzt: „Alles läuft nach Fahrplan. Zwei Türme stehen bereits, bis Mitte April werden auch die anderen fünf Türme errichtet sein.“

Wie diese in den Himmel wachsen, lässt sich gegenwärtig in den Weinbergen zwischen Gundersheim und Bermersheim beobachten: Ein Spezialkran setzt die 3,80 Meter hohen und 40 Tonnen schweren Halbschalensegmente Schicht für Schicht aufeinander. Nach der Fertigstellung wird jeder der sechs 139 Meter hohen Türme mehr als 1.000 Tonnen wiegen. Danach werden Gondel und Rotorblätter gezogen. Wenig später kann der Windpark Gundersheim/Bermersheim dann ans Netz gehen.

Er wird Rheinhessen zuverlässig und wirtschaftlich mit sauberem Windstrom versorgen, denn die sechs modernen Binnenland-Anlagen vom Typ General Electric (GE) 2.5 nutzen mit ihren 60 Meter langen Rotorblättern die Windverhältnisse Rheinhessens optimal aus. Zusammen produzieren die Anlagen jährlich Strom für 13.200 Haushalte. Das entspricht in etwa der dreifachen Einwohnerzahl der Verbandsgemeinde Westhofen.

Symbolischer Spatenstich beim Windpark Gundersheim – Bürgerwindrad soll am 30. Juni 2014 ans Netz

Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele. Dieses genossenschaftliche Grundprinzip gilt natürlich auch für die Energiewende. Seit Jahrzehnten sind es die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, die den Umbau unserer Energieversorgung vorantreiben. Mit ihrem Engagement investieren sie in eine gerechte, nachhaltige und ökologische Zukunft. In Gundersheim, in der Verbandsgemeinde Westhofen, ist die Energiegenossenschaft Starkenburg eG. dabei, die Energiewende in Bürgerhand weiter voranzutreiben. Nach der Fertigstellung werden die Starkenburger eines der sechs Windräder betreiben. Heute fiel der offizielle Startschuss zum Bau des Bürgerwindrads.

Mit großen Schritten geht es voran auf der Baustelle in Gundersheim. Die bauvorbereitenden Maßnahmen sind abgeschlossen, nun beginnen die eigentlichen Arbeiten: Fundamente müssen gegossen, die 140 Meter hohen Türme errichtet werden. In wenigen Monaten soll der Windpark ans Netz gehen. Mit einer Leistung von rund 15 Megawatt produziert er über eine Laufzeit von mindestens zwanzig Jahren sauberen Strom für rund 13.200 Haushalte.

„Wir freuen uns, dass es so zügig voran geht mit dem Bürgerwindrad“, so juwi-Projektmanagerin Anne Paltzer. „Der Weg zu einer sicheren, klimafreundlichen und ökologischen Energieversorgung führt über dezentrale Strukturen und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Deswegen unterstützen wir die Arbeit von Energiegenossenschaften ausdrücklich und sehr gerne.“

Micha Jost, Vorstand der Energiegenossenschaft Starkenburg e.G. ergänzt: „Neue Energiebürger, vor allem aus der Region Gundersheim, sind herzlich willkommen, denn unsere Energiegenossen profitieren auch finanziell von der Energiewende.“ Eine Beteiligung an dem Bürgerwindrad ist bereits ab 2.000 Euro möglich. Für das Bürgerwindrad Gundersheim wurde der Projektzins für die Nachrangdarlehen auf 3,75 Prozent festgelegt.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg eG. hat bereits in der Vergangenheit Bürger gezielt in Wind- und Solarprojekte eingebunden und möchte nun auch bei der Anlage in Gundersheim/Bermersheim lokalen Klimaschutz mit finanziellen Vorteilen für Menschen vor Ort verbinden. So betreibt die Genossenschaft seit Dezember 2011 ein eigenes zwei-Megawatt-Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe und ist an zwei weiteren Windparks beteiligt.

Zum Pressebericht der Allgemeinen Zeitung >>https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/alzey/vg-westhofen/gundersheim/in-gundersheim-und-bermersheim-gehen-windrad-bauarbeiten-voran_13844923

Homepage der Energiegenossenschaft wird intensiv genutzt – über 34.000 Aufrufe in 2013

Das Internet zählt unterdessen zu den wichtigsten Informationsmedien. Diesem Umstand trägt auch die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) seit ihrer Gründung konsequent Rechnung, indem sie über Projekte, aber auch über die laufenden Anlagenerträge ausführlich Online informiert. So wurde im vergangenen Jahr die Homepage der ES rund 34.400 mal aufgerufen. Im Vergleich zu 2012 ist dies ein Anstieg von knapp 43% (23.900 Aufrufe). Der Zuwachs spiegelt das wachsende Bürgerinteresse an der Arbeit der ES und dem Wunsch sich auch finanziell an der Energiewende in der Region zu beteiligen. Die ES hat unterdessen 13 Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien umgesetzt. Ein Bürgerwindrad befindet sich derzeit im Bau.

Windpark Gundersheim kommt gut voran – Projektumsetzung liegt im Zeitplan

Begünstigt von guten Witterungsbedingungen kommt der Bau des Windparks im Rheinhessischen Gundersheim gut voran. Neben den Wegebaumaßnahmen werden bereits die Fundamentstandorte vorbereitet. Eine Inbetriebnahme der Windräder ist für das 3. Quartal 2014 geplant. Errichtet werden

Anlagen vom Typ GE 2.5 – 120 mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einem Rotordurchmesser von 120 Metern. Der Windpark wird eine Gesamtleistung von 15 Megawatt umfassen und pro Jahr rund 42 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Eine der sechs Anlagen wird von der Energiegenossenschaft Starkenburg als Bürgerwindrad betrieben. Mit der erzeugten Strommenge einer Anlage kann rechnerisch der Bedarf von rund 7.000 Personen gedeckt werden. Die damit verbundene CO2 Einsparung beträgt jährlich 3.500 Tonnen. Eine Beteiligung an dem Projekt ist noch möglich, wobei Bürger aus dem Raum Gundersheim /Bermersheim den Vorzug erhalten.

Infoveranstaltung in Gundersheim – Energiegenossenschaft Starkenburg stellt Konzept für Bürgerwindrad vor

Mit rund 70 interessierten Zuhörern war das Evangelische Gemeindezentrum in Gundersheim am 18.11. gut gefüllt. Zusammen mit dem Projektentwickler juwi stellte die ES das Konzept des Bürgerwindrades vor. Zunächst erläuterte Projektleiterin Anne Paltzer den Stand der Umsetzung des Windparks. 6 Anlagen von GE (2,5 MW) werden in Gundersheim zum Einsatz kommen. Die ersten Arbeiten an den Kranstellflächen haben bereits begonnen. ES-Vorstand Micha Jost stellte die Bürgergenossenschaft sowie die Beteiligungsmöglichkeiten vor. Das Projekt wird nach dem bewährten „Starkenburger Modell“ finanziert, das heißt, mit möglichst viel Eigenkapital, von möglichst vielen Bürgern, die möglichst nahe am Projektstandort wohnen. Aktuell umfasst die Liste der Beteiligten 190 Personen. 1,1 Mio. € Bürgergeld sind bereits eingegangen.

Energiegenossenschaft Starkenburg baut neues Bürgerwindrad – Projektstart schon 2013

Aufgrund der intensiven regionalen Vernetzung mit den unterschiedlichsten Akteuren in Bereich der Windenergie, hat sich für die Energiegenossenschaft Starkenburg kurzfristig die Möglichkeit eröffnet, innerhalb eines bereits genehmigten Windparks eine Windenergieanlage erwerben zu können. Damit steht die Energiegenossenschaft Starkenburg vor der Umsetzung ihres bislang größten Windenergieprojektes seit Gründung. Dabei handelt es sich um den Bau einer 2,5 MW-Anlage mit 139 m Nabenhöhe und einem Rotordurchmesser von 120 m. Der neue Windpark besteht aus insgesamt 6 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 15 MW. Er wird im Rheinhessischen Hügelland errichtet, in einem Gebiet, das an Windhöffigkeit die „Neutscher Höhe“ (WindSTARK 1) sogar noch übertrifft. Die ersten Arbeiten im Bereich der Infrastruktur des Windparks beginnen bereits im Oktober dieses Jahres. Die Anlagen werden im 3. Quartal 2014 ans Netz gehen. Das Projekt wird nach dem bewährten „Starkenburger Modell“ finanziert, das heißt, mit möglichst viel Eigenkapital, von möglichst vielen Bürgern, die möglichst nahe am Projektstandort wohnen.

Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg bekommt Deutschen Solarpreis 2013 – Erhard Renz erhält Auszeichnung für besonderes Engagement

Seit über 25 Jahren setzt sich unser Mitglied  Erhard Renz konsequent für Erneuerbare Energien ein. Die Atomkatastrophe in Tschernobyl gab den Anstoß, sich für die regionale Energiewende in Bürgerhand zu engagieren. In Bürstadt war er als Stadtverordneter acht Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. Zudem setze sich Renz früh für die Windkraft in Südhessen ein. Immer wieder gelang es ihm, Menschen zu motivieren, sich in Vereinen zu organisieren. Er baute mehrere Energiegenossenschaften und 2006 den Verein Metropolsolar Rhein-Neckar mit auf. 2010 war er einer der 13 Gründungsmitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg, deren Weiterentwicklung er seither engagiert betreibt.

Anfang 2012 rief er zusammen mit anderen Mitstreitern den Deutschen Solarbetreiber-Club ins Leben. 2004 initiierte er die Kampagne „Solarbrücke“. Durch die symbolische Aneinanderreihung von Solarmodulen sollte der Abschaltfunke vom AKW Obrigheim nach Biblis überspringen. Eine originelle Solarwette schloss Renz 2005 bei der Einweihung der weltgrößten PV-Dachanlage ab. Innerhalb eines Jahres musste der Landrat mehr installierte Solarthermie-Leistung nachweisen, als die 5 MW Solaranlage an Strom.

In zahlreichen Vorträgen informiert und begeistert er Menschen für Photovoltaik, Windkraft und Bürgerbeteiligung. Als „Sonnenflüsterer“ betreibt er einen Blog, der bereits mehr als 1.400 Artikel umfasst. Außerdem ist er Mitgründer der Plattform „Energieblogger“.

Erhard Renz setzt sich in seiner Arbeit entschieden für die dezentrale Energiewende ein. Mit Weitsicht und Überzeugung hat er viele innovative Ideen für die Region umgesetzt und Erneuerbare Energien für eine breite Öffentlichkeit in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Kontakt:

Erhard Renz, Bürstadt

www.sonnenfluesterer.de

SolarSTARK 10 im Bau – aktuelles PV-Projekt der Energiegenossenschaft Starkenburg setzt auf Eigenverbrauch

Auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen lassen sich PV-Anlagen wirtschaftlich betreiben. Das jüngste Projekt der ES auf einer landwirtschaftlichen Halle in Lorsch setzt voll auf Eigenstromverbrauch. Trocknungsanlagen und Belüftungen werden künftig mit einem maximalen Sonnenstromanteil laufen. Bis Ende September wird die 70 Kilowattpeakanlage ans Netz gehen. Die Finanzierung der Anlage erfolgt wieder im Rahmen einer 100%igen Bürgerbeteiligung. Obwohl die Warteliste der ES weiter wächst, erhalten die Bürger am Projektort (Lorsch) zunächst den Vortritt. Auch wenn dies mit einem höheren Verwaltungsaufwand verbunden ist, wird die ES an dieser bewährten Praxis weiter festhalten.

WindSTARK 2 in trockenen Tüchern – Bürger können sich über die ES am HSE Windpark Binselberg beteiligen

Am Mittwoch (4.9.) unterzeichneten die HSE und die Energiegenossenschaft Starkenburg einen Vertrag über eine zehnprozentige Beteiligung am HSE Windpark Binselberg. Damit kommt die HSE dem steigenden Interesse von Bürgerinnen und Bürgern aus der Region entgegen, sich finanziell an der Umsetzung der Energiewende zu beteiligen. „Unsere Projekte für den Ausbau der erneuerbaren Energien wollen wir gemeinsam mit der Bürgerschaft und nicht gegen sie umsetzen. Schon die große Nachfrage nach dem, gemeinsam mit den Sparkassen entwickelten, Umwelt-Sparkassenbrief zeigte, wie groß das Interesse in der Bevölkerung ist. Jetzt ermöglichen wir durch die Zusammenarbeit mit Genossenschaften auch eine direkte Beteiligung an einem Windpark“, sagte die HSE-Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig.

Die HSE hatte schon bei der Einweihung des Windparks Binselberg angekündigt, bis zu 20 Prozent der Gesellschaftsanteile an interessierte Bürger und Unternehmen zu verkaufen. In einem ersten Schritt wurden nun am Mittwoch zehn Prozent der Anteile an die Energiegenossenschaft Starkenburg veräußert.

Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg eG, zeigte sich sichtlich erfreut über die Offerte der HSE. „Diese Beteiligungsoption bewerten wir außerordentlich positiv. Sie belegt aus unserer Sicht, wie ernst es dem Unternehmen damit ist, die Bürger bei der Energiewende mitzunehmen. Nun laden wir vor allem die Menschen aus der Umgebung des Standortes Binselberg ein, sich an diesem Windpark zu beteiligen.“

Die HSE hat auf dem Binselberg bei Groß-Umstadt zwei Windenergieanlagen (Enercon E-82) errichtet und im Winter 2010/2011 in Betrieb genommen. Die Anlagen verfügen über eine Leistung von vier Megawatt und erzielen einen Stromertrag von über 9.000 Megawattstunden pro Jahr. Damit lassen sich rund 3.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen. Zudem werden jährlich mehr als 5.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

Landesnetzwerk Bürger-Energiegenossenschaften am 26. August aus der Taufe gehoben – Energiegenossenschaft Starkenburg zählt zu den Gründungsmitgliedern

Die Hessischen Energiegenossenschaften organisieren sich, um künftig in der Öffentlichkeit und auch gegenüber der Politik mehr Gehör zu finden. Am 26.8.2013 fand das Gründungstreffen in Hofheim/Taunus statt. 11 Energiegenossenschaften haben an diesem Abend die Satzung als Gründungsmitglieder unterschrieben. Der neue Verein nennt sich nun Landesnetzwerk Bürger-Energiegenossenschaften Hessen e.V. (i.G.) , kurz: LaNEG Hessen e.V. Maßgeblich vorangetrieben wurde die Idee der Vereinsgründung von der SolarInvest Main-Taunus eG.

Ute Schumacher sowie die ES-Vorstände Georg Schumacher und Micha Jost waren in Hofheim, um die Gründung dieser wichtigen Dachorganisation zu unterstützen.  Das neue Netzwerk, soll neben der Außenwirkung vor allem das Tagesgeschäft der rund 60 Hessischen Energiegenossenschaften unterstützen. Hier wird immer noch überwiegend im Ehrenamt gearbeitet. Häufig steht man vor den gleichen Herausforderungen und kann hier letztlich auch voneinander lernen. Ziel ist es, das Netzwerk möglichst bald auch auf hauptamtliche Füße zu stellen. Nur so lassen sich die vielfältigen Aufgaben dauerhaft bewältigen.

In Hessen gibt es derzeit knapp 60 Energiegenossenschaften. Das Spektrum ist derzeit noch sehr heterogen. Es reicht von ehrenamtlich geführten Genossenschaften, wie beispielsweise der ES oder der Energiegenossenschaft Darmstadt, bis hin zu Genossenschaftsgründungen, initiiert von Banken und Kommunalvertretern, die schon über hauptamtliche Mitarbeiter verfügen. Ein Beispiel dafür ist

die Energiegenossenschaft Odenwald mit über 2.200 Mitgliedern, die unterdessen sogar im Immobiliengeschäft tätig ist.

Informationsveranstaltung am Binselberg – Bürgerbeteiligung läuft an

Das Interesse an einer Beteiligung am Windpark Binselberg ist bei den Menschen vor Ort erfreulich groß. Nach dem heutigen Bürger-Informationstermin am Fuße der Windräder in der Nähe von Groß-Umstadt geht der ES-Vorstand davon aus, dass bereits innerhalb der nächsten Tage alle Anteile vergeben sein werden. Bürger aus der unmittelbaren Umgebung erhalten den Vorzug. Die HSE AG hat der ES zu Beginn des Monats einen Anteil von 10% an dem 8 Mio. €-Projekt verkauft. Dies war an die Bedingung geknüpft worden, hier eine direkte Bürgebeteilung umzusetzen.

Projekt SolarSTARK 9 lässt Mitgliederzahl der Energiegenossenschaft Starkenburg auf über 500 anwachsen

Nachhaltiger kann man mit Energie eigentlich kaum umgehen. Ab sofort wird auf der Neunkircher Höhe gespeicherte Sonnenenergie in Form von Holzstämmen mit Photovoltaikstrom zu Brennmaterial verarbeitet. SolarSTARK 9, das neuen Bürgerprojekt der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) auf dem Dach eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, versorgt den dortigen Maschinenpark künftig mit kostengünstigem und klimaneutralem Sonnenstrom. Da die Solarenergie mittlerweile den Steckdosenpreis deutlich unterschritten hat, wird der Eigenverbrauch zunehmend interessanter. Die 51 Kilowattpeak-Anlage beschert nun dem Halleneigentümer neben der Dachpacht zusätzlich eine geringere Stromrechnung.

Die Investitionssumme für SolarSTARK 9 in Höhe von rund 66.000 Euro wurde zu 100% über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung finanziert.  Mit dem neuen Projekt verfügt die ES nun über insgesamt 9 Bürgersolaranlagen, verteilt auf drei südhessische Landkreise mit einer Leistung von insgesamt 600 Kilo¬wattpeak, was einer Stromausbeute von jährlich einer halben Million Kilowattstunden entspricht. Die Mitgliederzahl hat sich parallel dazu auf 509 erhöht – damit zählen die Starkenburger nunmehr zu den größeren Energiegenossenschaften Hessens.

„Wir können den Strombedarf unserer Mitglieder rechnerisch fast komplett über Photovoltaik decken“, freut sich Georg Schumacher, ES-Vorstand und zuständig für die Solarsparte der Energiengenossenschaft. Die Errichtung der neuen Bürgersolar¬anlage in Neunkirchen in der Gemeinde Modautal hat Schumacher von der Planung bis zur Umsetzung gemeinsam mit einer lokalen Fachfirma innerhalb von nur 15 Ta¬gen umgesetzt.

Neben Photovoltaikanlagen betreibt die ES schon seit Ende 2011 ein Bürger-windrad nahe Ober-Beerbach. Hier wurden allein im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das Windrad auf der Neutscher Höhe zählte damals zu den ersten genossenschaftlich betriebenen Windenergieanlagen Deutschlands.

Vorstandsmitglied Micha Jost sieht die derzeitige Mitgliederentwicklung der ES allerdings mit gemischten Gefühlen.

„Letztlich können wir nicht wirklich zufrieden sein, denn noch immer schieben wir einen Berg von rund 500 aufnahmewilligen Bürgern vor uns her, die wir andauernd vertrösten, weil die entsprechenden Projekte vor Ort fehlen“, gibt Jost zu bedenken.

„Wir müssen daher weiter in der Vorwärtsbewegung bleiben und schnellstmöglich weitere Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energie in Angriff nehmen“, beschreibt der 51jährige Darmstädter die Marschrichtung für die nächsten Monate.

Auf der Liste steht neben der Photovoltaik und Windenergie auch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom mit einem energieeffizienten Blockheizkraftwerk

Höhenretter üben Personenbergung bei WindSTARK 1 – zwei „Opfer“ erfolgreich abgeseilt

Am 2. Juni 2013 probte der Höhenrettungszug der Berufsfeuerwehr Darmstadt auf der Neutscher Höhe. Die fünf Profis unter Leitung von Frank Landzettel hatten die Aufgabe, eine Personenbergung aus der Gondel über den „Luftweg“ zu bewerkstelligen. Das angenommene Szenario war ein Arbeitsunfall bei Montage- oder Wartungsarbeiten. Im Ernstfall müsste die Person aus der Arbeitsluke an der Unterseite der Gondel über 100 Meter direkt nach unten abgeseilt werden. Die Aktion wurde dann gleich auch in zwei Durchgängen erfolgreich absolviert. Um die Übung noch etwas realistischer auszugestalten, bestand das zweite „Opfer“ aus dem ES-Vorstandmitglied Micha Jost. Adrenalingefüllt, aber ansonsten unbeschadet, überstand Jost den kontrollieren freien Fall aus luftiger Höhe in einer Rettungsbahre.

Da die Höhenretter alle notwendigen Sicherungsutensilien in großer Zahl mitführten, konnte die eingeladene Presse in der vorschriftsmäßigen Schutzausrüstung die besondere Gelegenheit zu einer Turmbesteigung nutzen. Dabei entstanden zum Teil auch spektakuläre Bilder.

Generalversammlung wählt Aufsichtsrat – Mitglieder für drei weitere Jahre im Amt bestätigt

Im Zeichen großer Geschlossenheit stand die diesjährige Generalversammlung der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) am 21. Juni in Ober-Beerbach. Einen deutlichen Ausdruck der Mitgliederzufriedenheit boten die Aufsichtsratswahlen, die ein einstimmiges Ergebnis brachten. Manfred Conrad, Andreas Guthier, Rolf Becker und Franz Schreier, bildeten den alten und neuen Aufsichtsrat. Sie erhielten in offener Wahl das Mandat für drei weitere Jahre. Wirtschaftlich ist die ES gut aufgestellt. Neun Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad sorgen derzeit für eine komfortable Ertragslage. Das Bilanzvolumen stieg 2012 auf 3,261 Mio. €, die ausgezahlten Zinsen an die Mitglieder beliefen sich auf 117.782 € und damit 173 % mehr als noch im Jahr 2011. Für die investierten Beträge der Bürger in Form von nachrangigen Darlehen wurde im Jahr 2012 je nach Projekt zwischen 4,0 und 5,0 Prozent Zinsen bezahlt.

Sorgen bereitet die lange Warteliste von mittlerweile mehr als 500 Bürgern, die noch nicht in die Energiegenossenschaft Starkenburg aufgenommen werden können, weil es an  entsprechenden Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien mangelt. Nur eine umfassende Projektentwicklung kann hier Abhilfe schaffen. Der ES Vorstand ist daher bemüht noch in diesem Jahr weitere Vorhaben auf den Weg zu bringen, zumal einige Mitglieder nach einem ES-Aufruf zusätzliche potentielle Standorte für Bürgersolaranlagen recherchiert hatten.

Der schon traditionelle gemeinsamer Imbiss durch die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach rundete die harmonische Veranstaltung ab.

SolarSTARK 4 knackt 100.000 Kilowattstunden Marke – Nachfolgeprojekte vor Ort möglich

Nach nur 15 Monaten Betriebszeit hat SolarSTARK4, die 600 m2 große Photovoltaikanlage auf der Sporthalle Büttelborn-Worfelden bereits 100.000 Kilowattstunden  umweltfreundlichen Strom erzeugt und damit rund 70 Tonnen klimaschädliches CO2 gegenüber konventioneller Energieerzeugung eingespart. Die produzierte Strommenge würde ausreichen, um im Mittel rund 20 Haushalte zu  versorgen, so Mitinitiator Andreas Peters. „Von der Idee bis zur Realisierung waren es Anfang 2012 nur rund 10 Wochen, da einerseits alle Fraktionen in der Gemeindevertretung das Projekt befürwortet haben und mit der Energiegenossenschaft Starkenburg(ES) ein engagierter Partner zur Verfügung stand, der die Anlage exzellent technisch geplant und mit der beauftragten Firma zügig ans Netz gebracht hat.“

Die Investitionssumme von 125.808,58 Euro wurde zu 100% von 50 Beteiligten finanziert, davon waren 46 Bürger direkt aus dem Ort – „Damit konnten wir  ein fast lupenreines Büttelborner Projekt umsetzen!“, wie ES-Vorstandsmitglied Micha Jost von der betont. „Wir sind mit der Anlage bislang in jeder Hinsicht sehr zufrieden. Allen Beteiligten hat die Investition im vergangenen Jahr bereits 5% Zinsen eingebracht “, zieht Jost ein positives Resümee des ersten Betriebsjahres. Die stark frequentierte Webseite, auf der die Stromproduktion immer aktuell dargestellt und statistisch aufbereitet wird, erfreut sich bei den beteiligten Bürgern  großer Beliebtheit, immerhin kann sie schon rund 4.600 Klicks seit Beginn verzeichnen. „Ich werde häufig gefragt, ob es weitere Projekte in Büttelborn geben wird“, so Mitinitiator Andreas Peters, „allerdings muss man ein geeignetes Dach dafür finden und einen Besitzer, der es zu fairen Konditionen vermietet.“ Micha Jost ergänzt: „Bei einem PV-Nachfolgeprojekt in Büttelborn müsste der Eigenverbrauch eine größere Rolle spielen. Nur mit einem klugen Verbrauchskonzept kann man die PV derzeit  wirtschaftlich darstellen.“

Andreas Peters und Micha Jost hoffen , dass die hervorragenden Produktionsergebnisse von SolarSTARK4 zu weiteren Nachfolgeprojekten in Büttelborn führen  „Es sind noch noch viele Schritte hin zu einer vollständigen Energiewende“, so Andreas Peters abschließend. „Aber mit Hilfe einer Genossenschaft wie der ES können die  Bürger  mit moderaten Beträgen mithelfen, dass die Regenerativen Energien zügig ausgebaut werden. Gleichzeitig bleibt der finanzielle Nutzen vor Ort, bei denen, die gemeinschaftlich in solche Projekte investieren“.

HR-Bericht über Energiewende – Energiegenossenschaft Starkenburg zum Interview im Studio

Am 19. Mai 2013 hat der Hessische Rundfunk einen Beitrag über die Energiewende gesendet. Thema war die dezentrale und regenerative Stromproduktion in Bürgerhand insbesondere unter Beteiligung von Energiegenossenschaften. Die HR-Umweltredaktion hatte zu diesem Thema auch Vorstandsmitglied Micha Jost ins Studio eingeladen und zu den konkreten Aktivitäten der ES befragt.

SolarSTARK 9 in Betrieb genommen – neue Bürgersolaranlage der Energiegenossenschaft Starkenburg in Modautal

In Neunkirchen hat die SolarSTARK-Familie neuen Zuwachs  bekommen. Auf einer landwirtschaftlich genutzten Halle wurde eine Anschlussleistung von 51 Kilowattpeak installiert. Knapp 47.000 Kilowattstunden jährlicher Stromertrag werden hier erwartet. Wie immer, musste es mit der Umsetzung ziemlich schnell gehen. In weniger als 3 Wochen war das Projekt realisiert. Schon Ende April konnte die Anlage in Betrieb genommen werden.

 Auch an diesem Standort wird der Eigenstromverbrauch eine besondere Rolle spielen, ein Betriebskonzept, das sowohl die Wirtschaftlichkeit, als auch den energietechnischen Nutzen eines solchen PV-Vorhabens wesentlich verbessert.

Was die Projektbeteiligung betrifft, gilt auch hier wieder das bewährte „Zwiebelschalenprinzip“. gemäß der Philosophie der ES, haben Bürger in Projektnähe wieder Vorrang.

Der Zins für das Nachrangdarlehen beträgt für dieses Projekt 3,75 %. Eine Beteiligung ist ab 2.000,- € möglich.

Der Projektsteckbrief enthält weitere Informationen zur Bürgersolaranlage in Neunkirchen.

Spendenübergabe an „Kindergarten Windrad“ –Förderverein nimmt auf der Neutscher Höhe insgesamt 1.000 Euro entgegen

Die „Gute Ute“ hat mittlerweile schon viele Gäste auf die Neutscher Höhe gelockt, doch selten war das Durchschnittsalter einer Besuchergruppe am Genossenschaftswindrad so niedrig. ES-Vorstandsmitglied Micha Jost durfte an diesem Samstag 15 Kinder des Seeheim-Jugenheimer Kindergartens Windrad begrüßen. Eltern, Kinder sowie die Leiterin der Einrichtung Barbara Ruschke-Jürgensen waren gekommen, um einen Spendenscheck über 500 € in Empfang zu nehmen. Groß war die Überraschung, als Franz Mitsch, Geschäftsführer der Firma ESM GmbH, Betreiber der benachbarten Windenergieanlage, auftauchte und ebenfalls einen Scheck über 500 € im Gepäck hatte. 

 Die insgesamt 1000 € sollen laut Vorsitzenden des Fördervereins, Martin Seebohn, der Gestaltung der Außenanlage des Kindergartens dienen. Eine Gegeneinladung wurde bei dieser Gelegenheit gleich ausgesprochen, die ES-Vorstand Jost und ESM-Geschäftsführer Mitsch gerne annahmen.

Die kleinen und großen Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich ausgiebig über das Windrad zu informieren. Die Leiterin Ruschke-Jürgensen bat in diesem Zusammenhang um kindgerechtes Infomaterial, damit man das Thema Windenergie mit in das Bildungsprogramm der Einrichtung aufnehmen kann. Denn der Name Windrad ist nicht von ungefähr gewählt und die besondere Verbundenheit mit den Erneuerbaren Energie symbolisieren.

Die Idee für diese Spende wurde übrigens von Mitgliedern der ES während der letzten Generalversammlung geboren. Auf diese Weise soll die Genossenschaft auch soziale Einrichtungen im Einzugsgebiet fördern.

HR-Info zu Gast bei WindSTARK 1

In einem besonderen Adventskalender hat hr-iNFO sich im Dezember 2012 unterschiedliche Überraschungen ausgedacht, die hr-iNFO-Hörer erleben konnten. Dabei haben wurden „Türen“ geöffnet, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dazu gehörte auch ein Besuch zu unserem Windrad. Zwei HR-Hörer bekamen am vergangenen Sonntag die einmalige Chance zu einem ungewöhnlichen Ausflug in luftige Höhen. Der Artikel und Hörfunkbeitrag ist auf der HR-Homepage zu finden.

Reservierung für SolarSTARK 8 abgeschlossen – Projekt mehr als 100% überzeichnet

Die Reservierungsphase für die neue Photovoltaikanlage auf dem Zwingenberger Kindergarten ist mittlerweile abgeschlossen. Das Interesse an einer Beteiligung hat das Angebot um mehr als das Doppelte überstiegen. Nun werden die Bewerbungen anhand der räumlichen Nähe zum Projekt sortiert. Gemäß den Vergaberegeln der Energiegenossenschaft Starkenburg haben die Bürger der Standortkommune absoluten Vorrang. Die Photovoltaikanlage verfügt über eine Leistung von 50 Kilowattpeak und ist bereits seit Ende Januar 2013 am Netz.

Schüler des Überwaldgymnasiums in Wald-Michelbach

Energiegenossenschaft Starkenburg zahlt Solarbonus an Schulzentrum Wald-Michelbach – über 2.100 Euro kommen Schulen direkt zugute

„Wer unter einem Solardach lernt oder arbeitet, der soll auch den Nutzen haben“ -getreu diesem Motto erhalten sowohl das Überwald-Gymnasium, wie auch die Eugen-Bachmann Schule jeweils 1.070 Euro für das Sonnenjahr 2012. Grundlage dafür war der Wunsch der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) beide Schulen dauerhaft an den Erträgen für Sonnenstrom zu beteiligen.

 „Es ist unser Ziel, dass die finanziellen Vorteile der Erneuerbaren Energien bei den Menschen vor Ort ankommen“, betont ES-Vorstand Georg Schumacher und sieht in der Sonderzahlung ein zentrales Anliegen der Energiegenossenschaft Starkenburg verwirklicht. Im Herbst 2011 wurde auf dem Dach der Sporthalle im Schulzentrum eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 137 Kilowattpeak errichtet. Üblicherweise erhält bei Projekten dieser Art lediglich der Dacheigentümer eine Pacht. Doch die ES wollte nicht nur dem Kreis Bergstraße ein Nutzungsentgelt zahlen, denn davon hätten die Schulen keinen unmittelbaren Nutzen gehabt. Auf freiwilliger Basis wurde daher eine zusätzliche Bonuszahlung eingeführt. Beide Schulen erhalten 20 Jahre lang jeweils 3% vom Stromertrag.

An die Auszahlung hatte die ES allerdings eine zentrale Verpflichtung geknüpft: Einmal im Jahr müssen die Schulen eine Aktion zum Thema Photovoltaik durchführen. Für die „Woche der Sonne“ vom 26. April bis zum 5. Mai haben deshalb sowohl das Überwald-Gymnasium, wie auch die Eugen-Bachmann-Schule angekündigt, das Thema Photovoltaik im Rahmen einer Informationsveranstaltung aufzugreifen.

Damit die Schüler die Erträge des Sonnendachs stets im Blick haben, wurden von der Energiegenossenschaft großformatige Monitore angeschafft, die alle Leistungsdaten der Anlage in Echtzeit darstellen. Auf diese Weise ist diese zukunftsträchtige Technologie für die Schülerinnen und Schüler stets präsent. Gleichzeitig können die Informationen in den naturwissenschaftlichen Unterricht integriert werden. Die Photovoltaikanlage auf dem Schulzentrum hat seit Inbetriebnahme bereits 140.000 Kilowattstunden Strom erzeugt und damit der Umwelt bislang 98 Tonnen CO2 erspart.

 Vorstandsmitglied Georg Schumacher räumt unumwunden ein, dass die Energiegenossenschaft durch diese freiwillige Bonuszahlungen vergleichsweise hohe Betriebskosten für die PV-Anlage zu verkraften hat.

„Teilen gehört für uns zum genossenschaftlichen Geschäftsprinzip. Außerdem betrachten wir das auch als eine sinnvolle Investition in die Umweltbildung der nachkommenden Generation, die in Zukunft noch weitaus stärker als wir mit der Energiewende zu tun haben wird“, begründet der 52-jährige Wald-Michelbacher die Sonderzahlung.

 Zusätzlich zu den Schulen profitieren knapp 60 Bürger vor Ort ebenfalls von der Photovoltaikanlage. Sie hatten die Kosten von rund 270.000 Euro zu 100% mit Eigenkapital finanziert und erhalten dafür 20 Jahre lang 5% Zinsen für diese nachhaltige Investition.

SolarSTARK 8 in Zwingenberg – Reservierungsfrist für Bürgerbeteiligung läuft seit 15. März 2013

Am 15. März wurde die neueste Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kindertagesstätte Zwingenberg in einer gemeinsamen Veranstaltung der Stadt Zwingenberg und der Energiegenossenschaft Starkenburg symbolisch in Betrieb genommen. An diesem Standort erzeugen bereits seit Ende Januar 210 PV-Module mit einer Leistung von 50,4 Kilowattpeak jährlich rund45.000 Kilowattstunden klimaneutralen Strom. Das Investitionsvolumen betrug rund 68.000,- Euro (netto).

 Seit diesem Termin besteht für die Bürger die Gelegenheit sich an dem Projekt zu beteiligen. Ziel der ES ist es wie immer zunächst die Menschen vor Ort zu berücksichtigen. Wie üblich, wird eine umfassende Projektbeschreibung das Bürgersolarprojekt  vorstellen. Mit diesem Projekt hat sich die Gesamtleistung aller 8 PV-Anlagen auf über 550 Kilowattpeak erhöht.

Herr Pomy geht in die Luft – Rundflug über Neutscher Höhe für Gewinner von Preisrätsel

Beim Windradfest der Energiegenossenschaft Starkenburg im August vergangenen Jahres war als erste Platz des Preisrätsels ein Rundflug über die Neutscher Höhe ausgelobt worden. Glücklicher Gewinner war damals Joachim Pomy aus Bensheim. Da für das Fliegen neben dem Terminkalender auch stets das richtige Wetter von besonderer Bedeutung ist, dauerte es eine Weile bis alles zusammenpasste.

Am vergangenen Sonntag war es dann so weit. Vom Flugplatz Worms aus startete die 4-sitzige Robin 400 über den Rhein in Richtung Osten. Joachim Pomy, der beruflich viel mit dem Flieger unterwegs ist, saß jedoch zum ersten Mal in einer Sportmaschine. Dieses sehr viel unmittelbarere Flugerleben war sichtlich nach seinem Geschmack.

Nachdem man in sicheren Abstand das AKW Biblis passiert hatte, ging es direkt auf den Odenwald zu. Bereits nach rund 20 Minuten war das Ziel erreicht und in knapp 1000 Fuß Höhe (ca. 300 m) wurde die „Gute Ute“ auf der Neutscher Höhe umrundet.

Nach einem letzten Blick auf die eindrucksvolle Frankfurter Skyline drehte die Maschine wieder nach Westen ab. Auf dem Rückflug zeigte sich der deutliche Unterschied in Sachen Windenergienutzung zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Während man während des Fluges im Odenwald kaum Windenergieanlagen ausmachen konnte, waren in Rheinland-Pfalz zahlreiche Windparks zu sehen. Aus dieser Perspektive wird deutlich, warum Hessen in Punkto Windenergie im Ländervergleich einen hinteren Tabellenplatz belegt.

Nach rund 45 Minuten landete die Maschine wieder sicher auf dem Wormser Sportflugplatz.

Für Joachim Pomy ging ein ungewöhnlicher Sonntagnachmittag zu Ende, den er noch lange in guter Erinnerung halten wird.

WindSTARK 1 mit gutem Start im ersten Betriebsjahr

Bilanz für WindSTARK 1 – Energiegenossenschaft Starkenburg mit erstem Betriebsjahr sehr zufrieden

Für die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) nahm das erste Betriebsjahr ihres Bürgerwindrades auf der „Neutscher Höhe“ einen erfreulichen Verlauf. Die „Gute Ute“ wie das 2‐ Megawattkraftwerk auch gerne genannt wird, kam im Jahr 2012 rechnerisch auf rund 2.200 Vollaststunden und brachte einen Stromertrag von 4,44 Millionen Kilowattstunden. „Schon das erste Jahr verlief vielversprechend.  Ohne die unvermeidlichen Anlaufprobleme hätten wir sogar ein noch besseres Ergebnis erreichen können“, erläutert Georg Schumacher, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der ES.

Alle 282 am Projekt beteiligten Bürger durften sich bereits über die Zinsüberweisungen für das Wirtschaftsjahr 2012 freuen. Aufmerksam verfolgt die ES die aktuelle Diskussion um die Frage der Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen im Odenwald. Andreas Guthier, Aufsichtsratsmitglied und gelernter Betriebswirt kommt aufgrund der vorliegenden Zahlen zu einem klaren Ergebnis: „Unser Standort, der ja schließlich auch im Odenwald liegt, bietet eine ausgesprochen gute Wirtschaftlichkeit. Für unsere Mitglieder ist das eine solide Investition“, erklärt der Heppenheimer Finanzexperte.

 Die ES verweist dabei auf den praktizierten genossenschaftlichen Grundsatz, dass derjenige, der auf ein Windrad schaut, auch den Nutzen haben soll. „Dieses Beteiligungsprinzip zur direkten Einbindung der Bürger, können wir allen Kommunen, die sich mit dem Thema Windkraft beschäftigen nur wärmstens empfehlen. Wir sind auch gerne bereit unsere Erfahrungen zu teilen“, ergänzt Aufsichtsratsmitglied Guthier.

 In der Debatte besorgter Naturschützer über potentielle Windanlagenstandorte fehlt nach Meinung der ES vielfach die Kenntnis darüber, dass die Planungen stets umfangreiche Gutachten zu Flora und Fauna beinhalten und in ausgewiesenen Schutzgebieten zusätzliche FFH (Flora‐Fauna‐Habitat)‐Verträglichkeitsanalysen erforderlich sind. „Die gutachterliche Prüfung naturschutzfachlicher Aspekte nimmt den größten Teil der Genehmigungsplanung ein. Wer sich ernsthaft mit diesem Thema befasst, der wird überrascht sein, wie streng hier die behördlichen Vorgaben in punkto Ökologie sind“, erläutert Vorstandsmitglied Georg Schumacher die gängige Praxis.

 „Im Übrigen zählt der beginnende Klimawandel zur ärgsten Bedrohung für den Fortbestand der heimischen Flora und Fauna. Diesen Aspekt darf man in der Diskussion über das Für und Wider der Windkraft nicht aus den Augen verlieren“, so der 52jährige Umweltingenieur, der privat neben einer eigener Photovoltaikanlage und Pelletheizung, auch noch ein reaktiviertes Mühlrad als Stromquelle für seine Elektrofahrzeuge nutzt.

 Dach Berechnungen der ES hat die „Gute Ute“ der Umwelt allein 2012 rund 2.200 Tonnen CO2 erspart. „Auch das ist ein konkreter Beitrag zum Klima‐ und Naturschutz vor Ort“, ergänzt Vorstandsmitglied Schumacher.

Energiegenossenschaft STARKENBURG zieht Jahresbilanz – 2012 wurden knapp 4,9 Millionen Kilowattstunden klimaschonender Strom erzeugt

Energiegenossenschaft STARKENBURG zieht Jahresbilanz – 2012 wurden

knapp 4,9 Millionen Kilowattstunden klimaschonender Strom erzeugt

Die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) mit Sitz in der Kreisstadt Heppenheim

blickt zufrieden auf die Stromproduktion des vergangenen Jahres. Mit Abstand am

leistungsfähigsten zeigte sich dabei das Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe mit

einem Ertrag rund 4,4 Millionen Kilowattstunden. Der Sonnenstrom summierte sich

auf rund 0,5 Millionen Kilowattstunden. Im Jahr 2012 blieben damit der Umwelt rund

2.800 Tonnen klimaschädliches CO2 erspart.

Insgesamt 8 Photovoltaikanlagen und ein Bürgerwindrad hat die ES seit ihrer Gründung

im Dezember 2010 errichtet. Die Standorte sind über 3 Landkreise verteilt, wobei

allein am Stammsitz Heppenheim 3 Bürgersolaranlagen mit einer Gesamtleistung

von rund 190 Kilowattpeak betrieben werden.

Dank des hohen Bürgerinteresses konnte die ES alle Projekte bisher mit 100% Eigenkapital

stemmen.

„Interessant waren vor allem die Erfahrungen unseres ersten Betriebsjahres in Sachen

Windenergie. Obwohl es anfänglich noch technische Probleme gab, lief das

Bürgerwindrad 6.900 Stunden und produzierte damit insgesamt 79 % des Jahres

Strom“, berichtet Vorstandsmitglied Georg Schumacher. Der 52jährige Energieexperte

unterstützt die Bürgergenossenschaft ehrenamtlich mit Know-how aus über zwei

Jahrzehnten beruflicher Erfahrung im Bereich der Erneuerbaren Energie und der

Elektromobilität.

Beim Stromverkauf geht die ES unterdessen neue Wege und vertreibt ihren Windstrom

außerhalb des staatlichen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Über eine

Direktvermarktung konnten dabei sogar noch Zusatzerlöse erzielt werden.

„Unsere wirtschaftliche Situation ist durchaus erfreulich“, so die Einschätzung des

Heppenheimer Aufsichtsratsmitglieds Andreas Guthier mit Blick auf die Einnahmen.

Der gelernte Betriebswirt und Steuerberater sieht die Energiegenossenschaft finanziell

auf gutem Kurs. Ende Januar konnten die Mitglieder erneut die monetären Früchte

heimischer Sonnen- und Windenergieproduktion ernten. 474 Energiegenossen erhielten

für das Jahr 2012 Zinszahlungen von über 110.000 Euro. Eine 3-fache Steigerung um

im Vergleich zum Jahr 2011.

Jüngstes ES-Projekt war die Errichtung einer 50-Kilowattpeak Bürgersolaranlage auf

dem kommunalen Kindergarten der Stadt Zwingenberg. Seit Ende Januar fließt klimaschonender

Sonnenstrom ins Netz. Auch an diesem Standort setzt die ES auf

eine umfassende Beteiligung der Menschen von Ort.

Für das laufende Jahr ist die weitere Projektentwicklung das Hauptanliegen der Starkenburger.

„Mittlerweile stehen fast 500 Menschen auf der Warteliste, für die wir intensiv

nach Beteiligungsmöglichkeiten suchen“, beschreibt Aufsichtsratsmitglied Guthier

die anstehenden Herausforderungen für die Bürgerenergiegenossenschaft.

Energiegenossenschaft Starkenburg informiert über „Smart Grid für Privathaushalte“ – Matthias Dahlheimer vom Fraunhofer-Institut referierte am 23. Januar in Heppenheim

Intelligente Netze oder Smart Grid sind ein Thema, das derzeit hoch im Kurs steht. Entsprechend gut gefüllt war das Heppenheimer Tagungszentrum im Weiherhaus ab 18:30 Uhr zum angekündigten Vortrag von Mathias Dahlheimer vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik. Passend zum Thema hatte der Ingenieur eine Fülle von technischen Gerätschaften im Gepäck, um die entsprechenden Funktionen anschaulich darstellen zu können.

 Neben einem Umbau der Stromerzeugung muss in Zukunft auch der Stromverbrauch intelligenter werden. Jeder Einzelne kann Strom im eigenen Haushalt klug nutzen. Wer seinen Verbrauch genau kennt, findet leichter Stromfresser und kommt auf neue Ideen, wie Strom sinnvoll genutzt werden kann.

 „Einmal im Jahr die Stromrechnung zu kontrollieren, reicht dazu nicht aus“, meint Mathias Dalheimer vom Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern. Studien belegen, dass ein regelmäßiges Feedback über den eigenen Stromverbrauch dabei hilft, Strom zu sparen. Die Geräte des Fraunhofer-Instituts eignen sich für den Einsatz im Privathaushalt und geben jederzeit Auskunft darüber, wie viel Strom gerade im Haushalt verbraucht wird. Sie sind einfach zu installieren und können auch im Altbau und mit einfachen Stromzählern verwendet werden. Mit den Technologien des Projekts »mySmartGrid« (www.mysmartgrid.de) rückt das „Smart Grid“, das Stromnetz der Zukunft, in greifbare Nähe.

 Wer eine Photovoltaik-Anlage sein eigen nennt, erhält über mySmartGrid außerdem eine Ertragsprognose für die kommenden drei Tage und kann seine Anlage überwachen. Bei einem Ausfall wird umgehend per E-Mail informiert. Zudem errechnet das System den Eigenverbrauch von Sonnenstrom. Je höher dieser ist, desto besser. So wird im Idealfall das Stromnetz durch die mittäglichen PV-Stromspitzen weniger belastet und der eigene Sonnen-strom ist zudem günstiger als Strom aus dem Netz.

 Von unterwegs per Smartphone die Waschmaschine starten, weil die eigene Photovoltaikanlage gerade viel Sonnenstrom liefert – solchen Komfort wünschen sich viele Hausbewohner. Dank intelligent vernetzter Steckdosen können Verbraucher künftig ihre Haushaltsgeräte fernbedienen und so ganz nebenbei ihre Energiekosten senken.

 Die Funksteckdosen sind Bestandteil des Hausautomatisierungssystems HexaBus, das im Projekt »mySmartGrid« (www.mysmartgrid.de) entwickelt wurde. »Wir verwenden die Hexabus-Komponenten, um das Smart Home der Zukunft zu realisieren. Mit ihnen steuern wir Haushaltsgeräte so, dass der Energieverbrauch optimiert oder gesenkt wird. Zum Beispiel können Hausbewohner die Waschmaschine dann starten, wenn die Photovoltaikanlage auf dem Dach entsprechend viel Strom produziert«, sagt Mathias Dalheimer, Wirtschaftsingenieur am ITWM in Kaiserslautern, mySmartGrid-Projektleiter.

 Nach seinem Vortrag sah sich einer Fülle von Fragen gegenüber, die sich zunehmend zu Fachgesprächen entwickelten, da ein Gutteil der Gäste über profundes Vorwissen verfügte.

 Erst nach knapp 3 Stunden war der Informationshunger der letzten interessierten Bürger gestillt.

 Aufgrund der positiven Resonanz des Vortrages gibt es bereits Überlegungen zur Ausrichtung einer weiteren Veranstaltung, die sich dann mit dem Thema „Speicherung von Energie“ befassen könnte. Auch dazu läuft am Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern ein entsprechendes Forschungsprogramm.

Besuch bei der Guten Ute – MdL Gerhard Kleinböck lädt interessierte Bürger aus Weinheim nach Ober-Beerbach

Rund 70 Bürger standen am Fuße der „Guten Ute“, um sich aus erster Hand zum Thema Windkraft zu informieren. Eingeladen hatte der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck, der in seinem Wahlkreis Weinheim die Diskussion um das Thema Windkraft mit Informationen aus erster Hand versachlichen will. „An der Bergstraße und im angrenzenden Odenwald lässt sich äußerst ertragreich Strom aus Windkraft erzeugen“, bringt Kleinböck die wesentliche Erkenntnis seines Vor-Ort-Termins auf den Punkt.

 Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten das Angebot des SPD-Abgeordneten wahrgenommen, sich in Seeheim-Jugenheim ein eigenes Bild von den derzeit viel diskutierten Windrädern zu machen. Die Interessierten erfuhren beeindruckende Zahlen zur Windenergienutzung in der Region. Micha Jost von der Energiegenossenschaft Starkenburg berichtete, dass das von ihnen betriebene Windrad jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom produziert und somit 1.250 Haushalte mit Energie versorgen kann. Die Rotoren der 3,3 Millionen teuren Anlage drehten sich 2012 6.900 Stunden und erzeugen somit knapp 80 Prozent des Jahres Strom. Die klimaschonende Energie der „Guten Ute“ reduziert den CO2-Ausstoß jährlich um 2.800 Tonnen.

 „Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll, dass die Windenergienutzung auch in unserer Region sinnvoll ist“, fordert Gerhard Kleinböck mögliche Standorte im Wahlkreis unvoreingenommen zu prüfen. Die Standortanalyse für Weinheim, die Windexperte Dipl.-Ing. Jürgen Simon den Teilnehmern der Exkursion vorstellte, ergab, dass der Eichelberg zwar die besten Windverhältnisse vorzuweisen hat, topografisch jedoch äußerst schwierig zu erschließen ist. Der Planer präferiert in Weinheim daher den Geiersberg. Laut seiner Aussage ähneln die Windverhältnisse dort jenen in Seeheim-Jugenheim.

 Sozialdemokrat Gerhard Kleinböck hat klare Vorstellungen was den Betrieb der Windräder in der Region betrifft. „Ich kann die Forderung ‘Wer drauf schaut, soll auch profitierten’ nur unterstützen“, begrüßt er Überlegungen der Energiegenossenschaften Starkenburg (Heppenheim) und Hohe Waid (Weinheim), mögliche Anlagen in seinem Wahlkreis als Bürgerwindräder zu konzipieren. „Dies würde den Energiemarkt demokratisieren und somit den gesellschaftlichen Gewinn nochmals steigern“, wünscht sich Gerhard Kleinböck neben der politischen auch die finanzielle Bürgerbeteiligung an der Energiewende.

Erste externe Genossenschaftsprüfung für Starkenburger– Schlussbericht bescheinigt ordentliche Arbeit

Genossenschaften zählen zu den insolvenzsichersten Unternehmensformen. Ein Grund dafür ist die regelmäßige externe Kontrolle durch den Genossenschaftsverband. Die ES hatte im Dezember 2012 nun erstmals Besuch eines Wirtschaftsprüfers, der den Geschäftsbetrieb mehrere Tage lang unter die Lupe nahm. Dabei wurden die komplette Buchhaltung, die Kalkulationen und das Projektmanagement begutachtet. Das bestehende Controllingsystem wurde auf Umfang und Güte abgeklopft. Die vollständige Digitalisierung aller Belege und Rechnungen hatte dabei die Arbeit des Prüfers deutlich erleichtert. Auch die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war Gegenstand der Begutachtung.

Der nun vorliegende Abschlussbericht attestiert den Starkenburgern „geordnete wirtschaftliche Verhältnisse“. Besonders interessant war die Feststellung von  „relativ niedrigen Verwaltungskosten“ bei gleichzeitig „hoher Verzinsung der Nachrangdarlehen“ für die Energiegenossen.

Aufgrund der hohen Bilanzsumme wird die ES künftig jährlich einer Prüfung unterzogen.

Neuer Tagesrekord für WindSTARK 1 – Stromproduktion erreichte am 4.Advent bisheriges Maximum

Am 23.Dezember 2012 stellte die Anlage auf der Neutscher Höhe mit 46.884 Kilowattstunden einen neuen Tagesrekord auf. Damit wurde die bisherige Spitzenleistung vom 4. Februar 2012 mit einem Stromertrag von 42.287 kWh um rund 10% übertroffen. Das theoretische tägliche Maximum liegt bei ca. 48.000 Kilowattstunden. WindSTARK 1 hat damit innerhalb von nur 24 Stunden genau so viel Strom erzeugt wie eine Photovoltaikanlage mit einer Anschlussleistung von 50 Kilowattpeak in einem ganzen Jahr.

Energiegenossenschaft Starkenburg baut neue Bürgersolaranlage – Heppenheimer Nibelungenschule ist Standort von SolarSTARK 7

Die Montagearbeiten auf dem Dach der Heppenheimer Nibelungenschule sind abgeschlossen – der erste umweltfreundliche Sonnenstrom fließt bereits. Die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) hat ihre mittlerweile siebte Bürgersolaranlage in Betrieb genommen. Georg Schumacher, ehrenamtliches ES-Vorstandsmitglied, war der Projektleiter und freut sich nun über den weiteren Zuwachs im Anlagenbestand. Das Sonnendach bot allerdings auch einige unerwartete Herausforderungen.

“Wir haben bei diesem Projekt erstmals auch das Thema Denkmalschutz berücksichtigen müssen. Bei der Auswahl der Module und der Montage der Anlage,  galt es die Vorgaben der Fachbehörde einzuhalten. So wurden aus optischen Gründen Module mit schwarzem Rahmen montiert“, beschreibt Solarexperte Schumacher die Besonderheiten des Vorhabens.

Initiiert wurde das Projekt von der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße, die SolarSTARK 7 in der Umsetzung unbürokratisch und engagiert unterstützte. Bereits im vergangenen Jahr kam auf diese Weise das Schulzentrum in Wald-Michelbach zu einer Bürgersolaranlage durch die Starkenburger Energiegenossen.

Gemäß der Genossenschaftsphilosophie, die den lokalen Bezug stets in den Vordergrund stellt, sind nun vor allem Schuleltern, Lehrer und Bürger aus Heppenheim eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Für neue Energiegenossen wird das Solarsparbuch auf dem Schuldach 20 Jahre lang einen Zins von 3,75 % Zins abwerfen.

Neben der Pacht für das Schuldach, die an den Kreis Bergstraße geht, wird die Nibelungenschule von der ES künftig einen direkten zusätzlichen „Solar-Bonus“ erhalten, der dieser Einrichtung unmittelbar zur Verfügung steht.

Mit ihrem siebten Solarprojekt hat die Energiegenossenschaft Starkenburg das halbe Megawatt bei der Photovoltaik überschritten. 506 Kilowattpeak solare Anlagenleistung sind nun bereits in Bürgerhand. Die ES erwartet in diesem Jahr knapp 460.000 Kilowattstunden Sonnenstrom. Die damit verbundenen Einnahmen in Höhe von rund 120.000 Euro kommen den mittlerweile 474 Mitgliedern zu Gute.

Vorstandsmitglied Schumacher zeigt sich für den weiteren Expansionskurs der Starkenburger zuversichtlich: „Wir werden unsere Hände nun nicht in den Schoß legen, denn bei der regionalen Energiewende gibt es für die Bürger noch viel zu tun. Das nächste Solarprojekt ist bereits in Arbeit.“

Wer sich für eine finanzielle Beteiligung an dem Projekt interessiert findet hier eine ausführliche Projektbeschreibung.

Technische Daten von SolarSTARK 7:

– Leistung: 28 kWp

– Stromertrag: ca. 25.000 kWh/Jahr

– CO2-Minderungspotential: 17 Tonnen/Jahr

– Kosten: ca. 43.000,- €

Genossenschaft „BürgerEnergieRheinMain“ gegründet – Energiegenossenschaft Starkenburg hat mit Know-how unterstützt

Die Genossenschaftsfamilie wächst weiter. Am 22. November 2012 wurde im Bürgerhaus Mörfelden die Energiegenossenschaft „BürgerEnergieRheinMain (BERM) von 27 Personen gegründet. Die ES hatte dabei bereits im Vorfeld der Neugründung mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Zum damaligen Gründungsworkshop in Mörfelden konnte die ES Motivation und Fachwissen beisteuern. So hat ein Mitglied der ES nun auch einen Sitz im Aufsichtsrat inne.

Bei der Konzeption der Finanzierung orientiert sich die BERM mit den sogenannten Nachrangdarlehen eng am „Starkenburger Modell“. Zusätzlich haben wir ein Berechnungsmodell für die Projektkalkulation zur Verfügung gestellt. Mit dieser kollegialen Unterstützung folgt die ES weiter ihrem selbstgesteckten Ziel, den Genossenschaftsgedanken zu fördern und Hilfestellung bei Neugründungen zu leisten. Konkurrenz ist hier fehl am Platze, denn letztlich geht es darum die Energiewende auf breiter Front gemeinsam mit Bürgern voranzubringen.

Wir wünschen den Kollegen der BERM einen guten Start und viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Energiegenossenschaft Starkenburg bei Heppenheimer Bürgerversammlung vorgestellt

Auf Einladung der Stadt Heppenheim hatte die Energiegenossenschaft Starkenburg Gelegenheit sich am 30. Oktober im Rahmen der diesjährigen Bürgerversammlung vorzustellen. Vor rund 100 Gästen erläuterte Aufsichtsrats- und Gründungsmitglied Andreas Guthier den Aufbau und die Ziel der Bürgergenossenschaft. Dabei wurde deutlich, dass die Starkenburger einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung des Heppenheimer Klimaschutzkonzeptes leisten können. Darin wird dem Ausbau der Windkraft in der Kreisstadt einen besonderen Stellenwert zugeschrieben. Die Energiegenossenschaft hatte dem Heppenheimer Magistrat bereits im Februar 2012 ein Angebot zur Umsetzung eines Bürgerwindparks (HeiKe) unterbreitet. Guthier stellte an diesem Abend auch das neueste Photovoltaik-Projekt vor (SolarSTARK 7), das zum 31.10. ans Netz gegangen ist.

Zum Pressebericht im Bergsträßer Anzeiger vom 01.11.2012. https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger_artikel,-heppenheim-stadt-will-mehrheit-am-stromnetz-erlangen-_arid,402464.html

Energiegenossenschaft Starkenburg bewirbt sich um Roßdorfer Bürgerwindpark-Projekt

 Geht es nach dem Wunsch der Gemeinde Roßdorf, werden sich auf kommunalem Grund bald auch Windräder drehen. Im Bereich Tannenkopf könnte ein Windpark mit bis zu 4 Anlagen errichtet werden. Auf ausdrückliche Anfrage der Gemeinde hat die Energiegenossenschaft Starkenburg im Rahmen eines offiziellen Bieterverfahrens auch ein Angebot zur Anpachtung kommunaler Flächen abgegeben. Das Anforderungsprofil beinhaltete unter anderem auch ein Konzept zur Bürgerbeteiligung – die Kernkompetenz der Energiegenossenschaft. Klare Zielrichtung der Starkenburger ist natürlich die umfassende Bürgerbeteiligung nach dem Motto: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“. Ziel ist es daher einen Bürgerwindpark umzusetzen.

Nach der fristgerechten Abgabe werden sich nun die Gremien der Gemeinde Roßdorf mit den Angeboten befassen.

Energiegenossenschaft Starkenburg mit Vortrag beim Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ am 26. September in Kassel vertreten

Am 25. und 26. September 2012 fand bereits zum vierten Mal der Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ statt. Mit mehr als 800 Teilnehmern zählt die Veranstaltung zum bundesweit größten Kommunalkongress zum Thema „Erneuerbare Energien in Regionen und Kommunen“. Neben den Mitveranstaltern Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Landkreistag wurde der Kongress vom Forschungsverbund Erneuerbare Energien, dem Klima-Bündnis, dem Institut für Urbanistik unterstützt und vom Umweltbundesamt fachlich beraten. Schirmherr war Bundesumweltminister Peter Altmaier.

Für kommunale Entscheider sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft bot der Kongress Gesprächspartner, die bereits Erfahrungen gesammelt haben oder vor den ersten Herausforderungen stehen. In den Foren wurden Informationen aus der Praxis für die Praxis geliefert und diskutiert.

Im Hessenforum berichtete die Energiegenossenschaft Starkenburg über ihre Projekte. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass das Thema Bürgerbeteiligung eine wachsende Bedeutung bekommen wird. Dabei fand das Genossenschaftsmodell á la Starkenburg besonderen Anklang. Vor allem, weil mit der direkten Projektbeteiligung der Bürger die regionalen Wertschöpfung bestmöglich realisiert werden kann. Das Motto“ Wer auf ein Windrad schaut, der soll den Nutzen haben“, bringt diesen Grundsatz auf einen einfachen Nenner.

Am 11.10.2012 wird die Energiegenossenschaft Starkenburg auf Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Hans-Böckler-Stiftung bei der Tagung „Finanzierung des Energieumstiegs“ in Berlin über ihre praktischen Erfahrungen berichten.

Ausflug in die Gondel von WindSTARK1 – Preisträger löst Gutschein ein

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen, sondern nur gewinnen. Dazu gehört beispielsweise ein Ausflug auf das „Dach“ des Bürgerwindrades „WindSTARK1“. Diese besondere und bislang erst wenigen Menschen vorbehaltene Besichtigungstour, war einer der Preise beim diesjährigen Windradfest der Energiegenossenschaft Starkenburg. Gut gesichert mit Helm, Sicherungsgurt,

Handschuhen und Halteseil wagte Matthias Mattei aus Balkhausen am Samstag den Aufstieg zum Dach des Bürgerwindrades.

Nach einer ausführlichen Einweisung durch ES-Vorstand Micha Jost über das unfallverhütende Verhalten innerhalb der Anlage, wurde zunächst das Windrad angehalten, damit ein gefahrloser Auf- und Abstieg möglich war. Denn nur wenn der Rotor steht, darf die Gondel betreten werden.

Die erste Etappe führte senkrecht über eine Leiter, bis zur sogenannten Befahranlage, eine Art Miniaufzug der gerade einmal Platz für zwei Personen bietet. In gemächlicher Fahrt schaukelte man nach oben. Am Endpunkt angelangt ging es wiederum per Leiter weiter, um so letztlich die letzten Meter bis in die Gondel zu meistern.

Vor Ort erläuterte Micha Jost dem Gast die eindrucksvolle Technik innerhalb der Gondel. Der mächtige 7 Tonnen schwere Generator, das Herzstück der 2 Megawattanlage, hat hier seinen Platz. Der eigentliche Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes folgte im Anschluss. In 100 m Höhe wagte der Gewinner den gut gesicherten Ausstieg auf das Dach der Gondel. Ein atemberaubender Ausblick über die Weiten des Odenwaldes belohte den Mut.

Das besondere Ereignis wurde von Matthias Mattei mit vielen Bildern festgehalten und dürfte damit noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein weiterer Preis des Windradfestes ist übrigens ein Rundflug über die Neutscher Höhe. Beim Einlösen dieses Preises wird ES-Vorstandsmitglied und Hobbypilot Georg Schumacher persönlich am Steuerknüppel des Flugzeugs sitzen.

SPD-Mühltal besucht WindSTARK1 – über 50 interessierte Bürger sind dabei

Eine Besuchergruppe von über 50 Personen folgte der Einladung der SPD-Mühltal zu einem Besuch des Bürgerwindrades der Energiegenossenschaft Starkenburg auf die Neutscher Höhe. Unter der Führung der SPD-Vorsitzenden Ruth Breyer wanderte die Gruppe von Frankenhausen in Richtung „WindSTARK 1“, wo sie bereits von Micha Jost und Manfred Conrad erwartet wurden. Vorstandsmitglied Jost stellte die Bürgerenergiegenossenschaft vor und erläuterte technische Details zu der 2 Megawatt-Anlage. Die Starkenburger Energiegenossen hatten eigen für diesen Tag zusätzlich ein Informationsblatt für die Gäste vorbereitet.

Die Besucher zeigten sich sichtlich beeindruckt und stellten intensive Detailfragen zu Betriebsführung und Anlagensicherheit. In die Diskussion mischten sich auch nachdenkliche Stimmen zur Frage des Landschaftsbildes. Hier wurde deutlich, dass die optische Wirkung von Windrädern je nach Betrachter höchst unterschiedlich ausfällt und damit subjektiv ist. Die harten Fakten sprechen jedoch eindeutig für die Windenergie, die mit Abstand das größte Potential im Bereich der regenerativen Energien hat. „Eine Energiewende ohne den Ausbau der Windkraft ist nicht zuschaffen“, so war dann auch das Fazit der allgemeinen Diskussion.

Zum Abschluss der Veranstaltung zog die Gruppe weiter ins Dorfgemeinschaftshaus Frankenhausen,  wo der Energiepolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Hans-Peter Hörr bei kühlen Getränken und Brezeln über die aktuellen Aktivitäten im Kreis Darmstadt-Dieburg informierte. Zum Abschluss sahen die Teilnehmer noch eine Diashow über den Aufbau der Windräder auf der Neutscher Höhe im Oktober 2011.

Erstes Windradfest der Energiegenossenschaft Starkenburg stieß auf großes Bürgerinteresse

Bei recht herbstlichen Wetter fand am 26. August das erste Windradfest der ES am Fuße der „Guten Ute“ statt. Kühle Temperaturen und gelegentliche Schauer taten dem Besucherinteresse allerdings keinen Abbruch. Ein strammer Südwestwind trieb das Windrad ordentlich an und so konnten alle Gäste die 2 MW-Anlage auch in Aktion erleben. Knapp 300 Bürger aus der Region nutzten an diesem Tag die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Nutzung der Windenergie zu informieren.

Den Beginn der Veranstaltung markierte um 11:00 Uhr ein musikalischer Frühschoppen.  Die Band Nobby & Bobcats gaben kernigen Rock & Roll  sowie Schlager der 50er und 60er Jahre zum Besten. Michael Anton aus Ober-Ramstadt, selbst ein Energiegenosse, war als Frontmann der Band im Einsatz.

In seinem einleitenden Grußwort brachte Bürgermeister Kühn seine Anerkennung für das innovative Betreibermodell des Bürgerwindrades zum Ausdruck. „Sie waren mit der Energiegenossenschaft Starkenburg Pioniere in Sachen Bürgerbeteiligung und haben das richtig angepackt“, so der Seeheim-Jugenheimer Rathauschef.

Als Programmpunkte wurde neben Kinderbasteln auch Einiges an Fachinformationen geboten. Zwei Kurzfilme zeigten den Antransport sowie der Aufbau des Windrades im Oktober des vergangenen Jahres. Zusätzlich wurden Daten und Fakten zum bisherigen Anlagenbetrieb präsentiert. Die anwesenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der ES wurden in zahlreichen Einzelgesprächen von Gästen zu technischen Anlagendetails aber auch zu weiten Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung befragt. Dabei wurde deutlich, dass großes Interesse an Folgeprojekten besteht.

Auch Menschen aus dem weiteren Umfeld nutzten die besondere Gelegenheit sich vor Ort einen Eindruck in Sachen Windenergienutzung zu verschaffen. „Das hört man ja kaum“, so ein überraschter Kommentar eines Ehepaares aus Birkenau, wo auch ein Bürgerwindrad der Energiegenossenschaft geplant ist.

Beim großen Preisrätsel war einiges an Fachwissen in Sachen Windkraft gefragt. Für drei Teilnehmer lohnte sich das Mitmachen ganz besonders. Stolzer Gewinner eines Rundfluges über die Neutscher Höhe war Joachim Pomy aus Bensheim. Über eine Windradbesichtigung mit Ausstieg aus der Gondel in 100 Metern Höhe durfte sich Benedikt Haug aus Seeheim freuen. Clara Schwarzenberg erhielt als dritten Preis einen Windradbausatz.

Maßgeblich unterstützt wurde das Windradfest durch die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach. Neben der allgemeinen Logistik waren die Floriansjünger beim Ausschank und der Verköstigung aktiv und sorgen für den ausreichenden Nachschub bei Speis und Trank.

Der gute Zuspruch und die positiven Rückmeldungen der Besucher sorgten für ein positives Fazit der Veranstalter. Damit kann die alles beherrschende Frage: „Gibt es das im nächsten Jahr wieder?“, mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet werden.

Hessischer Rundfunk mit Schwerpunkt Energiewende- Interview auf der Neutscher Höhe

Der Hessische Rundfunk will in einer 10-wöchigen Serie den Zustand und das Tempo der Energiewende in Hessen gründlich erforschen. In diesem Zusammenhang war auch die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) Gesprächspartner. HR-Redakteur Raphael Stübig hat Landwirt Ludwig Schuchmann – Windradpionier der ersten Stunde – Manfred Conrad Geschäftsführer der Odenwald-Wind GmbH und ES-Aufsichtsratsvorsitzender sowie ES-Vorstand Micha Jost auf der Neutscher Höhe besucht. Herausgekommen ist ein Beitrag für HR Info, der am 11.09.2012 gesendet wurde.

Halbjahresbilanz – beide Photovoltaikanlagen am Heppenheimer Stammsitz liegen deutlich über dem Soll

Mit 474 Mitgliedern ist die Energiegenossenschaft Starkenburg binnen 18 Monaten zu stattlicher Größe herangewachsen. Die Warteliste umfasst unterdessen mehr als 300 Bürger, die sich an kommenden Klimaschutzprojekten beteiligen wollen. Begonnen haben die Starkenburger im Mai 2011 mit zwei Photovoltaikanlagen an ihrem Stammsitz in Heppenheim. Im ersten Halbjahr 2012 übertrafen die beiden Bürgersolardächer die Erwartungen bei der Produktion von sauberem Sonnenstrom. 24 Prozent betrug das Plus bei SolarSTARK 1, SolarSTARK 2 brachte 8 Prozent mehr als kalkuliert.

Insgesamt 160 Kilowattpeak Leistung hat die Energiegenossenschaft Starkenburg auf Heppenheimer Dachflächen installiert. Das dazu notwendige Investitionsvolumen von rund 410.000 Euro konnte mit knapp 78 Bürgern gestemmt werden.

Das erste Projekt entstand auf dem Dach einer Firma für Schwingungstechnik dicht neben der A5. Gemäß dem Motto der Energiegenossenschaft „Wer unter einem Photovoltaikdach lernt, lebt, spielt, betet, feiert oder arbeitet, der soll den Nutzen haben“, hatten zunächst die Mitarbeiter des Unternehmens die Option sich zu beteiligen.

Die Bürgerprojekt SolarSTARK 2 war das Ergebnis tatkräftiger Unterstützung durch die Stadt Heppenheim, die im Juni 2011 das Dach der frischsanierten kommunalen Mehrzweckhalle in Ober-Laudenbach zur Verfügung stellte. Seither ist Heppenheim sogar  Mitglied in der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Der Betrieb aller Sonnendächer hat neben dem Beitrag zum Klimaschutz für die beteiligten Bürger auch einen  erfreulichen finanziellen Zusatzeffekt. Die Investition in die beiden Anlagen wird  für 20 Jahre mit 4,0 beziehungsweise 4,5 Prozent verzinst. Wirft ein Projekt mehr Ertrag ab als kalkuliert, fließt der Überschuss in den Gesamttopf der Energiegenossenschaft Starkenburg und wird zusätzlich über eine Dividende an alle Mitglieder ausgeschüttet.

Vorstandsmitglied Georg Schumacher fasst die Ergebnisse des erste Halbjahres zusammen: „Wir haben mit beiden Anlagen in Heppenheim bereits 95.000 Kilowattstunden Strom klimaneutral erzeugt und damit 20.000 Kilowattstunden mehr als geplant. Die Einnahmen belaufen sich bisher auf rund 24.000 Euro.“

Trotz der mittlerweile etwas schwierigeren Rahmenbedingungen, soll es in Sachen Photovoltaik noch weitergehen: „Wir haben derzeit einige Optionen für neue Bürgerprojekte, auch in Heppenheim“, berichtet Vorstand Schumacher, der alle Photovoltaikanlagen der Starkenburger betreut.

Derzeit engagiert sich die Energiegenossenschaft an ihrem Stammsitz auch bei der Erstellung des kommunalen Klimaschutzkonzeptes. Die Stadt Heppenheim will mit diesem ambitionierten Projekt die lokalen Potentiale in Sachen regenerativer Energie ermitteln und Wege zu deren Umsetzung festlegen.

Vorstand Micha Jost arbeitet in der Fachgruppe „Erneuerbare Energien“ mit. „Wir freuen uns, dass wir hier unseren Sachverstand einbringen dürfen und werden später vor allem an der praktischen Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes aktiv mitwirken“, versichert das Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Schüler des Überwaldgymnasiums in Wald-Michelbach

Bürgersolaranlage auf Wald-Michelbacher Schulzentrum mit 16 Prozent im Plus – Energiegenossenschaft Starkenburg zieht zufriedene Halbjahresbilanz

Als im November vergangenen Jahres die 137 Kilowatt-Photovoltaikanlage im Beisein von Bürgermeister Joachim Kunkel und Landrat Matthias Wilkes eingeweiht wurde, hätten die Projektverantwortlichen nicht gedacht, dass sich das Genossenschaftsprojekt „SolarSTARK3“ gleich vom Start an so gut entwickeln würde. Besonders erfreulich ist dieser Umstand für 60 Bürger aus Wald-Michelbach, die im vergangenen Herbst die erforderliche Investitionssumme von 270.000 Euro zu 100% mit Eigenkapital gestemmt haben. Umgesetzt wurde das Projekt von der Energiegenossenschaft Starkenburg in Zusammenarbeit mit der IG Energiewende Überwald. Zwischen der ersten Bürgerinformationsveranstaltung und der Inbetriebnahme der Anlage lagen damals gerade 8 Wochen.

Vorstandsmitglied Georg Schumacher zeigt sich zufrieden mit den Erträgen der ersten 6 Monate „ Wir liegen trotz eines bisher eher durchwachsenen Sommers überraschend gut im Plan“, so der 52jährige Wald-Michelbacher, der die Idee für das Bürgersolardach hatte. Mit der umweltfreundlichen Erzeugung von 72.000 Kilowattstunden Sonnenstrom wurden der Umwelt bereits 51,8 Tonnen Kohlendioxid erspart.

Möglich wurde das Projekt mit Unterstützung des Kreises Bergstraße, der als Eigentümer aller Liegenschaften von der Energiegenossenschaft Starkenburg nun eine markübliche Pacht erhält. Zusätzlich sind beide Schulen mit jeweils 3% der Erträge (rund 1.000 Euro pro Schule und Jahr) beteiligt.

Georg Schumacher war die finanzielle Einbindung der Schulen ein wichtiges Anliegen. „Es gehört zu unserer Philosophie, dass Betroffene zu Beteiligten werden und auch der finanzielle Nutzen der Erneuerbaren Energien vor Ort bleibt“, sagt das Vorstandsmitglied der Starkenburger.

Damit die Schüler die Stromerträge stets gut im Blick haben, wurden von der Energiegenossenschaft eigens zwei große LED-Infodisplays angeschafft. Damit können sowohl das Überwaldgymnasium, als auch die Eugen-Bachmann Schule die umweltfreundliche Stromproduktion der PV-Anlagen in Echtzeit überwachen.

„Wir wollen die Schüler über diesen Weg auch an das Thema erneuerbare Energien heranführen, denn letztlich muss die nachwachsende Generation die nun begonnene Energiewende vollenden“, erläutert Schumacher die Absicht dahinter und verweist dabei auf die Notwendigkeit die regenerative Energieerzeugung auf lokaler Ebene mit Nachdruck voranzutreiben.

Zum Beitrag für den Klimaschutz gesellt sich ein erfreulicher finanzieller Nebeneffekt. Die Investition der Wald-Michelbacher Bürger wird mit 5% verzinst. Somit werden alljährlich insgesamt rund 14.000 Euro ausbezahlt – und das für eine Dauer von 20 Jahren. Zusätzlich erfolgt eine Gewinnbeteiligung an allen Projekten der Energiegenossenschaft Starkenburg, die mit 474 Mitgliedern insgesamt 6 Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad betreibt.

Volles Haus in Ober-Beerbach – Generalversammlung der Energiegenossenschaft Starkenburg am 22. Juni 2012 endet mit gemeinsamem Public Viewing

Im Bürgerhaus von Ober-Beerbach fand am vergangenen Freitag die diesjährige Generalversammlung der Energiegenossenschaft Starkenburg statt. Knapp 140 Mitglieder waren bei der zweistündigen Veranstaltung vertreten. Alle Beschlüsse sowie die Entlastung der Gremien wurden einstimmig gefasst. Wie geplant, konnte im Anschluss an die Versammlung mit tatkräftiger Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Beerbach im Bürgerhaus ein EM-Public Viewing auf der Großleinwand angeboten werden. Ausreichend mit Bier und Würstchen versorgt, fieberten die Energiegenossen nach getaner Arbeit am Ende noch gemeinsam mit „Jogis Jungs“. Umrahmt von 4-fachem Torjubel galt es abschließend den Einzug ins Halbfinale zu feiern.

Manfred Conrad führte als Vorsitzender des Aufsichtsrats souverän durch die Veranstaltung. In seinem Bericht bescheinigte der Neutscher Betriebswirt dem Vorstand eine gute Leistung und unterstrich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den Gremien der Bürgergenossenschaft. Ausdruck fand dies unter anderem in zahlreichen gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Vorstandsbericht für 2011 ging Vorstand Micha Jost detailliert auf die Besonderheiten des Aufbaujahres ein. Vergleichbar mit einer Firmengründung, musste die Genossenschaft zunächst eine komplette Infrastruktur aufbauen. Gleichzeitig galt es die Mitgliederverwaltung, die Projektentwicklung und deren Finanzierung gleichzeitig zu bewältigen. Das dynamische Wachstum belegen die Mitgliederzahlen, die von 13 auf 371 bis Ende 2011 anstiegen.

Drei Bürgersolaranlagen wurden im Mai, Juni und November 2011 in Betrieb genommen. Insgesamt 297 Kilowatttpeak Anschlussleistung wurden so realisiert.

Zentrale Herausforderung war allerdings die fristgerechte Inbetriebnahme des 2 Megawatt Bürgerwindrades. Die „Gute Ute“, wie sie von den Mitgliedern liebevoll genannt wird, ging am 10 Dezember 2011 ans Netz und fand bilanztechnisch noch keine Berücksichtigung bei den Stromerträgen.

2011 verzeichnete die Genossenschaft knapp 60.000 Euro an Einnahmen. Davon konnten bereits 43.000 Euro an die Mitglieder als Zinsen für die gewährten Darlehen ausbezahlt werden. Durch die besonderen Rahmenbedingungen im Gründungsjahr belief sich der Verlustvortrag bei einem Bilanzvolumen von 2,76 Mio. Euro auf rund 25.500 Euro.

Der Ausblick auf das laufende Jahr zeigte ein durchweg erfreuliches Bild. Auf Basis der Erträge der ersten 6 Monate, bewegt sich die Prognose 2012 auf 320.000 Euro zu und damit im Vergleich zu 2011 auf nahezu den fünffachen Ertrag. Grund dafür ist die Tatsche, dass 2012 bereits sechs Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad  ganzjährig für Stromeinnahmen sorgen.

Für 2012 planen die Starkenburger für die Projektdarlehen Zinsen von über 120 000 Euro an die Mitglieder auszuschütten. Bei planmäßigem Verlauf könnte dann bereits eine zusätzliche Dividende gezahlt werden.

Die Mitglieder nutzten die Generalversammlung für zahlreiche Fragen, die überwiegend um das Thema Windenergie kreisten. Das Interesse an den Ertragszahlen, Verfügbarkeiten und der Betriebsführung der Anlage, waren dabei die Schwerpunkte. In die verschiedenen Wortmeldungen mischte sich immer wieder auch Lob und Anerkennung für die engagierte Arbeit der Verantwortlichen.

Die ehrenamtlich tätigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurde daher auch einstimmig entlastet.

Nach Ende der Versammlung hatte die freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach einen kleinen Imbiss vorbereitet und verwandelte die Bürgerhalle mit Großbildleinwand und perfektem Ton in eine Public-Viving Arena. Die Veranstaltung geriet damit unversehens zur stimmungsvollen Fankurve.

Das packende Viertelfinalspiel, mit dem deutlichen Sieg der deutschen Nationalmannschaft, rundeten einen aus Sicht der Energiegenossenschaft Starkenburg erfolgreichen Tag ab.

Genossenschaftsmitglieder auf der grünen Wiese – Fototermin für „Bild am Sonntag“

23 ES-Mitglieder trafen sich am 20. Juni zu einem Fototermin auf der grünen Wiese. Hintergrund für diese ungewöhnliche und kurzfristig angesetzte Aktion war eine Anfrage der „Bild am Sonntag“ (BamS). Die auflagenstärkste Wochenendzeitung Deutschlands wird in ihrer Ausgabe am 1. Juli 2012 in einer Beilage verschiedene Genossenschaften vorstellen. Die ganze Aktion steht im Zusammenhang mit dem weltweiten UN-Jahr der Genossenschaften. Zu den ausgewählten, gehört auch die Energiegenossenschaft Starkenburg.

Die Mitglieder waren trotz schlechtester Wetterprognosen mitsamt Kind (Hannah) und Hund (Dusty)an zur „Guten Ute“ geeilt. Just um die Mittagszeit wurde die Wolkendecke dünner und entgegen aller Erwartungen herrschte schließlich doch noch ideales Fotografenlicht.

Geduldig folgten die Mitglieder den Regieanweisungen des Fotografen. Es dauerte eine ganze Weile bis schließlich jeder an der richtigen Stelle stand und 25 Gesichter synchron ins Objektiv schauten. Einzig Hund Dusty lies es am Ende an Konzentration mangeln, denn sein Tagespensum an Bewegung war vermutlich noch nicht ganz gedeckt.

Der Absatz der „BamS“ wird am 1. Juli in der Region Starkenburg vermutlich etwas höher ausfallen.

Informationsveranstaltung zum geplanten Bürgerwindpark Flockenbusch in Wald-Michelbach

Am Montag, 11. Juni 2012  (19:00 Uhr)  findet im „Haus des Gastes“ in Schönmattenwag (Heidelbergerstraße 58) eine Informationsveranstaltung zu unserem neuen geplanten Bürgerwindpark „Flockenbusch“ statt.

Für das Vorhaben im Grenzgebiet zwischen Wald-Michelbach und Brombach hat  bereits die konkrete Projektentwicklungsphase begonnen. Die Energiegenossenschaft Starkenburg könnte an diesem Standort sogar mehrere Windräder errichten.

Gemäß unserm Motto: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“, möchten wir zunächst die umliegende Bevölkerung über die Möglichkeiten und Chancen einer Bürgerbeteiligung informieren und das Projekt im Detail vorstellen.

Im Rahmen der Veranstaltung besteht auch die Möglichkeit erste Beteiligungsanteile zu reservieren.

Erste Million ist voll – großes Interesse bei Beteiligung an Bürgerwindpark „HeiKe“

Knapp 3 Wochen nach dem ersten Aufruf zu einer finanziellen Beteiligung haben Bürger aus Heppenheim und Umgebung bereits Reservierungen in einer Höhe von 1 Million Euro für den geplanten Bürgerwindpark auf dem Heiligenberg/Kesselberg (HeiKe) gezeichnet. „Das Interesse, dieses Klimaschutzprojekt umzusetzen ist groß“, berichtet Vorstandsmitglied Micha Jost. „Für uns ist der gute Zuspruch ein weiterer Beleg dafür, dass die Bürger bereit sind, die allseits geforderte Energiewende sogar mit eigenem Geld zu unterstützen“, lautet die Einschätzung von Jost.

Bei der Bürgerbeteiligung gilt für die Energiegenossen der zentrale Grundsatz: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“. Aus Sicht der Starkenburger ist dies der Schlüssel für die Akzeptanz der Windenergie vor Ort. Die hohe Beteiligungsbereitschaft der Bevölkerung bestätigt die bisherigen Erfahrungen, denn die Projekte der Energiegenossenschaft Starkenburg (sechs Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad) waren immer schnell ausgebucht. Bislang konnten alle Vorhaben zu 100 Prozent mit Eigenkapital finanziert werden.

Aus fachlicher Sicht gab es für das Projekt in dieser Woche noch eine weitere gute Nachricht. Der beauftragte Windgutachter hatte „HeiKe“ eine durchschnittliche Windhöffigkeit von über 7 Metern pro Sekunde in 140 Metern Höhe bescheinigt.

„Wir wussten zwar schon aus Voruntersuchungen und Berechnungen, dass der Standort eine gute Eignung aufweist, aber dass der Wind so kräftig weht, freut uns natürlich beson-ders“, so der Heppenheimer Windenergieplaner Jürgen Simon, der seit 3 Jahren an der Umsetzung des Projektes arbeitet.

Den Befürchtungen der Naturschützer wird im Rahmen weiterer Gutachten nachgegangen. Windexperte Simon erklärt dazu: „Wer im Februar bei unserem HeiKe-Waldspaziergang da-bei war, konnte sich vor Ort davon überzeugen, dass die eigentlichen Windradstandorte nicht in den wertvollen Buchenbeständen liegen. Manchen Kritikern würde ich empfehlen, sich erst einmal mit Fakten zu versorgen, anstatt die Öffentlichkeit mit falschen Informationen immer wieder auf´s Neue zu verunsichern“, mahnt Simon zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion.

In Sachen Finanzierung und Standorteignung stehen für die Starkenburger die Signale auf Grün. Doch an entscheidender Stelle klemmt es, denn die Zustimmung des Grundstückseigentümers, der Stadt Heppenheim, für das Projekt, steht noch aus. Nach wie vor wartet man auf eine Reaktion auf das Pachtangebot, welches die Energiegenossenschaft Starkenburg der Kommune bereits im Februar unterbreitet hatte.

„Unser Ziel ist es, mit intensiver Bürgerbeteiligung die Windkraftpotentiale im Grenzgebiet zwischen Heppenheim, Bensheim und Lautertal zu erschließen. Wir wollen das Projekt in enger Kooperation mit den Kommunen umsetzen. Auch der regionale Energieversorger GGEW steht als Projektpartner schon bereit“, erläutert Vorstandsmitglied Jost das vorliegen-de Konzept.

Für die Starkenburger bietet die Windkraft generell ein wachsendes Betätigungsfeld. „HeiKe ist nicht unser einzige Windprojekt. Wir arbeiten zeitgleich an mehreren Odenwaldstandorten an der Umsetzung von Bürgerwindparks. Hier sind Kommunen zum Teil selbst sehr engagiert dabei, solche Projekte voranzubringen, denn Windenergienutzung birgt auch erhebliche kommunale Einnahmequellen“, berichtet das Heppenheimer Aufsichtsratsmitglied Andreas Guthier.

Was den Betrieb von Bürgerwindrädern angeht, kann die Energiegenossenschaft bereits auf Erfahrungen bauen. Seit vergangenem Dezember dreht sich auf der Neutscher Höhe bei Seeheim

Jugenheim eine 2 Megawattanlage. 282 Bürger sind an diesem 3,5 Millionen-Euro Projekt beteiligt – vielleicht ein Modell auch für Heppenheim.

Symbolischen Einweihung der Bürgersolaranlage SolarSTARK4 auf der Sporthalle Worfelden am 28.04.2012

Im Beisein des Büttelborner Bürgermeisters Horst Götzenleuchter und der Landtags-Vizepräsidentin Ursula Hammann (GRÜNE), wurde am Samstag, 28.04. die Photovoltaikanlage SolarSTARK4 symbolisch eingeweiht. Rund 40 Personen, darunter überwiegend beteiligte Bürger, waren bei strahlendem Sonnenschein der Einladung gefolgt  Auf dem Sporthallendach in Büttelborn/Worfelden wird seit dem 8. März umweltfreundlicher Sonnenstrom produziert. Knapp 600 Quadratmeter verschattungsfreie Südlage sorgen dabei für ideale Rahmenbedingungen.

Alle Redner lobten in ihren Wortbeiträgen die genossenschaftiche Bürgerbeteiligung als gutes Instrument die Energiewende voranzubringen und sprachen sich dafür aus, diesen Weg mit weiteren Projekten weiterzuverfolgen.

Das besondere an diesem 127.000 Euro-Photovoltaikprojekt ist die Tatsache, dass die Finanzierung der Anlage allein über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung erfolgte, mehr als 90% der Investition wurde dabei durch Bürger und Bürgerinnen direkt aus Worfelden, Klein-Gerau und Büttelborn bereit gestellt.

Das Projekt „SolarSTARK4“ entstand auf Initiative engagierter Bürger aus Büttelborn mit  Unterstützung durch alle Parteien in der Gemeindevertretung. Umgesetzt wurde das Vorhaben von der Energiegenossenschaft Starkenburg, die seit Dezember 2010 den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreibt. Die unabhängige Bürgergenossenschaft zählt inzwischen 435 Mitglieder und betreibt insgesamt sechs Photovoltaikanlagen (Gesamtleistung rund 476 Kilowattpeak) in der Region sowie – als bislang größtes Projekt – ein 2 Megawatt Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe in Seeheim-Jugenheim.

Reservierungen für Bürgerwindpark HeiKe ab sofort möglich

Seit mittlerweile drei Jahren wird in Heppenheim über die Möglichkeiten der lokalen Windenergienutzung diskutiert. Es gibt im Bereich Kesselberg/ Heiligenberg einen geeigneten Standort, der sich nach Ansicht der Energiegenossenschaft Starkenburg zur Realisierung eines Bürgerwindparks anbietet. Damit könnte die allseits geforderte Energiewende vor Ort Wirklichkeit werden.  Mit diesem Reservierungsformular können ab sofort Bürger ihr Interesse für die  Beteiligung an diesem Klimaschutzprojekt bekunden. Die Energiegenossenschaft Starkenburg folgt damit ihrem Motto: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“.

Grundsätzlich soll die Investition für 2-3 Windenergieanlagen am Standort Heiligenberg/ Kesselberg über eine umfassende Bürgerbeteiligung realisiert werden.

 Diese unverbindliche Reservierung, dient zunächst dazu, das Finanzierungskonzept für den Bürgerwindpark HeiKe konkretisieren zu können und gleichzeitig als Dokumentation des  Interesses der Bürger an diesem Klimachutzprojekt, mit dem die allseits geforderte  Energiewende vor Ort neue Impulse bekommen würde.

 Das Projekt „HeiKe“ befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase und wird nicht vor dem Jahr 2014 umzusetzen sein. Voruntersuchungen haben aber ergeben, dass der Standort grundsätzlich für die Windenergienutzung gut geeignet ist. Der Bereich ist daher bereits als Vorrangfläche ausgewiesen.

 Alle erforderlichen Grundstücke für den Bürgerwindpark befinden sich in kommunalem Eigentum. Die Energiegenossenschaft Starkenburg bemüht sich seit geraumer Zeit bei der Stadt Heppenheim intensiv um die Anpachtung dieser Flächen. Bislang leider noch ohne Erfolg.

 Der Abschluß eines Pachtvertrages mit der Stadt Heppenheim ist der zentrale Baustein zur Umsetzung dieses Bürgerwindparks.

Energiegenossenschaft Starkenburg führt Naturschutzmaßnahme durch – neue Hecke für den Neuntöter auf der Neutscher Höhe angelegt

Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg haben am vergangenen Wochenende auf der Neutscher Höhe eine rund 40 Meter lange Hecke angelegt. Die Naturschutzmaßnahme steht im Zusammenhang mit der Errichtung des Bürgerwindrades „WindSTARK 1“. Beim Bau der 2 Megawattanlage im Oktober 2011 mussten Sträucher einer Kranstellfläche weichen, für die nun ein entsprechender Ersatz geschaffen wurde.

Die Pflanzliste des neuen Feldgehölzes umfasste Arten, die besonders auf die Bedürfnisse des Neutöters abgestimmt waren. Vor allem dieser Vogel hatte damals einen Lebensraum verloren. So wurden überwiegend Schwarzdorn, Hunds- und Feldrosen gepflanzt, denn der Neuntöter, ist durch seine Vorliebe bekannt, seine Beutetiere auf Dornen aufzuspießen. Diese Methode der ausgeklügelten Vorratshaltung, hat dem „Vogel des Jahres 1985“ seinen martialischen Namen eingebracht. Die ornithologische Fachliteratur beschreibt das Verhalten allerdings als eine Form, um ungünstige Witterungsverhältnisse mit einem ausreichenden Nahrungsangebot zu überbrücken.

Rund 200 heimische und standorttypische Gehölze wurden von den ehrenamtlichen Helfern während des halbtägigen Arbeitseinsatzes in Handarbeit eingepflanzt.

Für Vorstandsmitglied Micha Jost ist es mit der reinen Pflanzaktion aber noch lange nicht getan, den nun steht die Aufwuchs- und Erhaltungspflege an.

„Jetzt gilt es, die neue Hecke mit reichlich Wasser heil über den ersten Sommer zu bringen. Wir haben zum Glück Genossenschaftsmitglieder unter den Landwirten und der Jägerschaft vor Ort, die uns hier aktiv unterstützen. Auch das Unkraut müssen wir in Schach halten“, beschreibt Jost das notwendige Arbeitspensum der kommenden Monate.

Neben dem Neuntöter wird das neue Feldgehölz auch der sonstigen heimischen Fauna willkommenen neuen Lebensraum bieten und damit einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt auf der Neutscher Höhe leisten.

Heppenheimer Altbürgermeister setzen auf Windenergie – Gerhard Herbert und Ulrich Obermayr laden am 31. März zu einem Informationsbesuch zum Bürgerwindrad auf die Neutscher Höhe ein

Um sich aus erster Hand über die Möglichkeiten der Windenergienutzung in Verbindung mit intensiver Bürgerbeteiligung zu informieren, haben die beiden Heppenheimer Altbürgermeister Gerhard Herbert und Ulrich Obermayr gemeinsam einen Besuchstermin am Windrad der Energiegenossenschaft Starkenburg auf die Neutscher Höhe organisiert.

Der Heppenheimer Windenergieplaner Jürgen Simon wird die Führung am 31. März begleiten und dabei einen Einblick in Planung und Betrieb des Genossenschaftswindrades geben.

An der 2 Megawatt Anlage zwischen den Ortsteilen Neutsch und Ober-Beerbach sind über 250 Bürger aus dem direkten Umfeld finanziell beteiligt.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg möchte auch an ihrem Stammsitz in Heppenheim das erfolgreiche praktizierte Beteiligungskonzept fortführen und hatte der Kreisstadt bereits vor einigen Wochen ein Angebot zur Errichtung des Bürgerwindparks „HeiKe“ unterbreitet.

„Wir haben gemeinsam beschlossen, die langwierige Diskussion in Heppenheim durch Fakten und praktische Beispiele konstruktiv voranzubringen“, so Gerhard Herbert, der bis Ende August 2011 Heppenheimer Bürgermeister war.

Ulrich Obermayr, der Vorgänger im Amte, sieht die Zeit gekommen, jetzt endlich zu Handeln. „Wir kommen um die Windkraftnutzung  als regenerative Energiequelle einfach nicht herum, diese Option muss auch Heppenheim nutzen“, fordert der ehemalige Rathauschef.

Interessierte Bürger sind zu diesem Informationstermin am Samstag, 31.03.2015 um 14:00 Uhr ganz herzlich eingeladen (Treffpunkt Neutscher Höhe; Wegkreuzung Hutzelstraße/ Neutscher Straße oder direkt am Windrad („WindSTARK1“). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Energiegenossenschaft Starkenburg zählt nun über 400 Mitglieder

SolarSTARK 6 in Bürstadt ist auf der Zielgeraden. Mit der Fertigstellung der Photovoltaikanlage in Büttelborn-Worfelden hat die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) die Grenze von 400 Mitgliedern übersprungen. Das Sonnendach auf einer kommunalen Sporthalle im Kreis Groß-Gerau liefert bereits Strom und wurde zu 100% mit Bürgerkapital finanziert.

SolarSTARK5 auf dem Feuerwehrgerätehaus in Lindenfels-Schlierbach ist ebenfalls schon am Netz. Im Bau befindet sich derzeit noch die Anlage in Bürstadt (SolarSTARK 6). Am 21. März wird in der Riedkommune eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger durchgeführt.

Nach Abschluss dieses Projektes verfügt die ES im Bereich der Photovoltaik insgesamt über 480 kWp Anschlussleistung.

Alle drei Genossenschaftsprojekte werden noch die Einspeisevergütung gemäß den Festsetzungen des „alten“ EEG erhalten.

SolarSTARK 4-6 noch bis 9. März 2012 ans Netz – gleich an drei Genossenschaftsbaustellen wird mächtig Gas gegeben

Trotz politischem Gegenwind aus Berlin wird sich die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) nicht entmutigen lassen und ihre Anstrengungen vervielfachen, um alle drei derzeit laufenden Photovoltaikprojekte noch fristgerecht fertigzustellen. Insgesamt 180 kWp Leistung müssen noch auf ein Rathaus (Bürstadt), eine Sporthalle (Büttelborn) und ein Feuerwehrgerätehaus (Lindenfels) montiert werden.

Vorstandsmitglied Georg Schumacher hatte die PV-Projekte so weitsichtig angelegt, dass die erwartete Kappung zum 31.03. im Zeitplan bereits einkalkuliert war. „Aber die Absichtserklärungen der vergangenen Woche in Berlin hatte auch die Starkeburger hart getroffen“, so Schumacher.

„Die Spielregeln sogar für laufende Projekte zu ändern, das ist schon eine neue Qualität im Umgang mit den Erneuerbaren Energien und man zweifelt an der Ernsthaftigkeit der politische Verantwortlichen die Energiewende tatsächlich umsetzen zu wollen“, so Vorstand Micha Jost.

Der Vorstand der ES sieht gerade für Bürgergenossenschaften die Gefahr, dass manches Bürgerprojekt, das bereits beauftragt wurde, nun kippt und zum Verlustgeschäft wird.

Erste Million ist geschafft – Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe liegt in Sachen Stromerzeugung gut im Plan

Vielleicht hat ja auch das neu errichtete Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass der von besorgten Zeitgenossen prognostizierte Stromkollaps während der winterlichen Kälteperiode bislang nicht eingetreten ist. Die „Gute Ute“, wie das Zwei-Megawatt Bürgerwindrad von den Mitgliedern der Energiegenossenschaft Starkenburg liebevoll genannt wird, hat sich auf jeden Fall mächtig ins Zeug gelegt. Knapp 9 Wochen nach Inbetriebnahme sind nun schon 1 Million Kilowattstunden auf der Uhr – frischer Odenwaldwind für die Steckdosen der Region.

Der Neutscher Manfred Conrad hat das Bürgerwindrad von zu Hause aus ständig im Blick und konnte dabei feststellen, dass gerade der schneidende Ostwind während der Frosttage der Anlage zu beachtlichen Erträgen verholfen hat. „Gerade während der kalten Tage ist das Genossenschaftswindrad konstant gut gelaufen“, so die Analyse des Neutschers.

Conrad, der auch dem Aufsichtsrat der Energiegenossenschaft angehört, verfolgt die Kraftanstrengungen der „Guten Ute“ nicht nur mit eigenen Augen, sondern hat per Mausklick den Zugriff auf alle Betriebsdaten via Internet. Auf diese Weise lassen sich alle wichtigen Informationen per Tastendruck abrufen und für statistische Auswertungen aufbereiten.

„Der bisherige Tagesrekord der „Guten Ute“ war am 2. Februar zu verzeichnen. In nur 24 Stunden wurden 42.287 Kilowattstunden Strom erzeugt“, weiß Manfred Conrad.

Vorstandsmitglied Micha Jost zeigt sich erfreut über den guten Start. „Wir sind mit den bisherigen Stromerträgen zufrieden und hoffen, dass wir uns durch Optimierung in der Betriebsführung noch steigen können“, so das Vorstandsmitglied aus Darmstadt.

An der Finanzierung des 3,5 Millionen Euro Projektes haben sich mehr als 250 Bürger aus der Region beteiligt,  die sich über jeden windigen Tag besonders freuen können.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg verfolgt das Ziel, noch weitere Vorhaben zur Nutzung der Windenergie in der Region umzusetzen.

Für den 16. Februar ist Micha Jost von der Gemeinde Lautertal zu einer Bürgerversammlung eingeladen, um das genossenschaftliche Beteiligungsmodell vorzustellen. In der Odenwaldgemeinde herrscht ein großes parteiübergreifendes Interesse am Ausbau der Windenergie –  unter intensiver Einbindung der Bürger vor Ort.

Jost sieht hier ein interessantes Potential für weitere Genossenschaftsprojekte „Vielleicht bekommt unsere Gute Ute in Lautertal noch Geschwister“.

Bürgerbeteiligung konkret- Energiegenossenschaft STARKENBURG erwirtschaftet über 37.000 Euro Zinsen für Mitglieder

Knapp 13 Monate sind seit der Gründung der Energiegenossenschaft Starkenburg vergangen. Nun können die mittlerweile 372 Mitglieder zum ersten Mal die monetären Früchte heimischer Sonnen- und Windenergie ernten. In den vergangenen Tagen erhielten die Energiegenossen Zinsüberweisungen für das Jahr 2011 in einer Höhe von rund 37 000 Euro.

Vorstandsmitglied Micha Jost freut sich über den gelungenen Start: „2011 war das Jahr des Aufbaus. Im Mai ging die erste Fotovoltaikanlage ans Netz, unser Windrad war sogar erst im Dezember betriebsbereit. Dennoch haben wir schon genügend Einnahmen erzielt, um die vereinbarten Zinsen zahlen zu können.“ Drei Bürgersolaranlagen und ein Zwei-Megawatt-Windrad haben das Geld für die Energiegenossenschaft verdient. Finanziert wurden die Projekte zu 100 Prozent mit Kapital der Bürger aus der Region. Für das Jahr 2012 planen die Starkenburger, einen Zinsertrag von über 100 000 Euro für die Mitglieder zu erwirtschaften.

Andreas Guthier, der dem Aufsichtsrat angehört, sieht das erste Betriebsjahr der Genossenschaft durchweg positiv. „Wir haben unser Versprechen eingelöst. Die Bürger aus der Region können über die Energiegenossenschaft Starkenburg von den Vorteilen der regenerativen Energien profitieren. Wir arbeiten hart daran, 2012 weiterhin gute Ergebnisse zu liefern“, so der Heppenheimer Steuerberater. Die aktuelle Projektliste umfasst vier weitere Bürgersolaranlagen mit einer Anschlussleistung von rund 250 Kilowatt-Peak, deren Realisierung bis zum Juni 2012 ansteht.

Auch in Sachen Windenergie soll es nach den Plänen der Starkenburger weitergehen. Allerdings müssen Bürgerwindparks langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. So vergehen von der Idee bis zur Umsetzung fast zwei Jahre, heißt es in einer Pressemitteilung der Energiegenossenschaft. „Nach unserem ersten Bürgerwindrad ist jetzt aber ein Bürgerwindpark dran“, zeigt sich Vorstandsmitglied Georg Schumacher, Umweltingenieur aus Wald-Michelbach, zuversichtlich, nach den mittlerweile erworbenen Projekterfahrungen auch größere Vorhaben angehen zu können.

In Sachen Projektfinanzierung werden die Genossen auch in Zukunft mit einer hohen Eigenkapitalquote arbeiten. Denn allein 250 Personen warten darauf, Mitglied werden zu dürfen. „Wir müssen alle Interessenten im Moment leider vertrösten“, bedauert Micha Jost den aktuellen Projektengpass und verweist dabei auf ein echtes Luxusproblem der Genossenschaft. „Wir haben derzeit mehr Geld als Energieprojekte“, bringt Jost die aktuelle Situation auf den Punkt.

Neues genossenschaftliches Solarprojekt in Büttelborn nimmt Gestalt an

Am 10. Januar wurde von der Energiegenossenschaft Starkenburg im Volkshaus Büttelborn eine Projektidee für eine Bürgersolaranlage vorgestellt. Auf dem Dach der kommunalen Sporthalle in Worfelden würden Photovoltaikmodule mit einer Leistung von knapp 80 Kilowattpeak Platz finden. Erste Kalkulationen gehen von Projektkosten von rund 153.000 € aus, wobei eine 100ige Finanzierung mit Eigenkapital angestrebt wird. Gemäß der Philosophie der ES sollen bei diesem Projekt zunächst wieder die Menschen vor Ort zum Zuge kommen. Unterdessen haben sich bereits 50 örtliche Interessenten gemeldet. Die parlamentarischen Gremien wollen nun relativ zügig über das Projekt entscheiden.

„Bürgersolaranlagen in genossenschaftlicher Hand“ ES referiert bei Veranstaltung am 10. Januar in Büttelborn

Im Februar 2011 hatte die Gemeindevertretung Büttelborn auf Initiative von GLB und SPD, aber auch mit den Stimmen der CDU beschlossen, auf geeigneten Dächern kommunaler Gebäude Bürgersolaranlagen zu errichten. Ziel dieser Initiative ist es, die Energiewende, die inzwischen breiter und gesellschaftlicher Konsens ist, auch lokal umzusetzen. Bürgern und Bürgerinnen, die selbst über keine geeigneten Dachflächen verfügen oder die ihr Geld ökologisch sinnvoll anlegen möchten, soll so die Gelegenheit gegeben werden, die notwendige Veränderung der Energielandschaft vor Ort mit voran zu treiben. Die Veranstalter – GLB, BUND, CDU, Nabu und SPD – möchten die Einwohner/innen Büttelborns, Klein-Geraus und Worfeldens einladen, sich am Dienstag, 10. Januar 2012, ab 20:00 Uhr im Hochzeitssaal des Volkshauses Büttelborn zu informieren, wie man Bürgersolaranlagen im Rahmen einer Genossenschaft realisieren kann.

Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg (www.energiestark.de) wird über die Organisation und Einrichtung solcher Anlagen anhand von drei in 2011 umgesetzten Solarprojekten mit insgesamt rund 300 kWp berichten. Darüber hinaus wird er einen Konzeptvorschlag für eine erste Bürgersolaranlage auf dem Dach der Sporthalle Worfelden erläutern, die bis zu 80 Einwohner/innen Büttelborns, Klein-Geraus und Worfeldens eine finanzielle Beteiligungsmöglichkeit bieten würde. Nach dem Vortrag von Micha Jost wird Fragen der Besucher/innen breiten Raum eingeräumt.

Durch den Abend führt als Moderatorin Maria Eiden-Steinhoff vom BUND.

Gemeinsam aktiv für „HeiKe“ – GGEW und Energiegenossenschaft Starkenburg vereinbaren Projektpartnerschaft für interkommunalen Bürgerwindpark

Bereits seit September 2011 zählt der regionale Energieversorger GGEW zu den Mitgliedern der Energiegenossenschaft Starkenburg eG. Nun soll die Kooperation vertieft werden. Ziel ist es, mit intensiver Bürgerbeteiligung die Windkraftpotentiale im Bereich Bensheim, Heppenheim und Lautertal zu erschließen. Hierzu unterzeichneten GGEW-Vorstand Dr. Peter Müller und der Vorstand der Energiegenossenschaft nun die Vereinbarung über eine Projektpartnerschaft.

Konkret geht es darum, gemeinsam einen Bürgerwindpark im Bereich Heiligenberg/Kesselberg (Projektbezeichnung „HeiKe“) zu entwickeln. Dort könnten auf Grundstücken der Standortkommunen insgesamt fünf moderne Windkraftanlagen jährlich rund 35 Millionen Kilowattstunden Strom CO2-neutral erzeugen.

„Die Energiewende ist breiter politischer und gesellschaftlicher Konsens“, betont Müller, „doch von alleine wird sie nicht vonstattengehen – dafür bedarf es großer gemeinsamer Anstrengungen.“ Unternehmen, Bürger und Kommunen, die sich hier rechtzeitig engagierten, sieht er mittelfristig im Vorteil: „Die Energielandschaft in Deutschland und auch in Europa befindet sich im Umbruch. In nicht allzu ferner Zukunft werden diejenigen klar im Vorteil sein, die sich frühzeitig unabhängig gemacht haben von zunehmend teuren fossilen oder nuklearen Energieträgern und die eine nachhaltige Energieversorgung der eigenen Region vor Ort sicherstellen können“, so der Chef der GGEW.

Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg freut sich über die Zusammenarbeit mit dem leistungsfähigen Projektpartner.„Für uns als Bürgergenossenschaft ist es

von zentraler Bedeutung, die lokalen und regionalen Kräfte zu bündeln. Wir sollten vor Ort gemeinsam handeln, denn neben dem wichtigen Klimaschutzaspekt birgt der Bürgerwindpark ein erhebliches finanzielles Wertschöpfungspotential für die am Projekt beteiligten Bürger, Kommunen und Unternehmen. Wir reden hier von zweistelligen Millionenbeträgen während der Betriebszeit des Bürgerwindparks HeiKe“, beschreibt Jost die Projektperspektiven. Über Pachten und Gewerbesteuern sei das Projekt nicht zuletzt für die kommunalen Haushalte sehr lukrativ.

Für die Energiegenossen gilt dabei der zentrale Grundsatz: ’Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben’. Die Starkenburger sehen darin den Schlüssel für die Akzeptanz von Windenergie.

Erste Gespräche mit den potentiellen Standortkommunen wurden bereits geführt. Umgehend sollen nun die nächsten Schritte zu Planung und Genehmigungsverfahren der Anlagen in Angriff genommen werden. Die beiden Projektpartner machen dabei einen durchaus überschaubaren Zeithorizont auf.

„Wenn wir eine zielgerichtete und reibungslose Zusammenarbeit mit allen Beteiligten hinbekommen, können wir das Projekt innerhalb von zwei Jahren umsetzen“, erklärt Jost. Damit hätte der als klimaneutrale Veranstaltung geplante Hessentag 2014 in Bensheim eine durchaus stattliche und thematisch passende Besucherin sicher: „Wenn es nach uns geht, kommt HeiKe zum Hessentag“, bekräftigen Jost und Müller augenzwinkernd.

Erstes Mitgliedertreffen der Energiegenossenschaft Starkenburg am Fuße von WindSTARK1

Über 100 Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) sowie weitere Interessenten waren am gestrigen Samstag (17.12.) der Einladung auf die Neutscher Höhe gefolgt. Am Fuße von WindSTARK1 versammelten sich die Energiegenossen zu einem Treffen, das eine Mischung aus außerordentlicher Generalversammlung, Tag der Offenen Tür und Geburtstagsparty bildete. Schließlich galt es gemeinsam auf das einjährige Genossenschaftsjubiläum anzustoßen.

Die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach hatte Bratwurst und Glühwein vorbereitet sowie vorsorglich wärmende Feuerstellen angelegt.Den musikalischen Rahmen bildete der Posaunenchor Fischbachtal, der mit seinen gekonnten Darbietungen zusätzlich auch noch etwas Adventsstimmung auf der Neutscher Höhe verströmte.

Vorstand Micha Jost begrüßte die Gäste und stellt die Mitglieder der ES-Gremien vor. Jost gab einen Ausblick auf weitere ES Projekte, denn man wolle es nicht bei einer Windenergieanlage belassen. Ein Vorhaben in Modautal sowie im Bereich Heppenheim wären derzeit in der konkreten Planung, weitere Vorhaben seien in einer Entwicklungsphase.

Windexperte Jürgen Simon berichtete ausführlich vom Stand der Dinge in Sachen WindSTARK1. Der Netzanschluss sei mittlerweile erfolgt, die Anlage bereits seit einer Woche am Netz und seit Donnertag auch im Volllastbetrieb. Allerdings ist die Anlaufphase mit zahlreichen Tests und Parametrierungsmaßnahmen verbunden. Dabei wurden auch fehlerhafte elektronische Bauteile ermittelt, ein Grund dafür, warum an dem Nachmittag das Windrad leider keinen Strom produzierte. Die Fehler würden aber zeitnah behoben. Eine Endabnahme des Windrades mit der formalen Übergabe an die ES ist zum Jahresende vorgesehen.

In Sachen Rechtstreit brachte Jürgen Simon gute Nachrichten mit. Der Eilantrag auf Baustopp wurde vom Verwaltungsgericht Kassel mittlerweile entgültig abgelehnt.Die Besucher machten trotz gelegentlicher Graupelschauer ausgiebig von der Gelegenheit Gebrauch, sich im Detail über „ihr“ Windprojekt zu informieren. Zusätzlich gab es die Möglichkeit einen Blick auf die technische Steuereinheit des Windrades zu werfen.

Noch bis weit in die Dämmerung standen Menschengruppen in regem Gesprächsautausch am wärmenden Lagerfeuer beieinander.

Energiegenossenschaft Starkenburg feiert Geburtstag – Schub für regionale Energiewende durch Bürgerbeteiligung

Die Energiegenossenschaft Starkenburg wird am 15. Dezember ein Jahr alt. Von 13 Gründungsmitgliedern ist die unabhängige Bürgergenossenschaft mittlerweile auf rund 370 Personen angewachsen. „Eine solch stürmische Entwicklung hätten wir uns nicht träumen lassen. In unserem ersten Geschäftsplan, war damals von höchstens 50 Beteiligten bis Ende 2011 die Rede“, erinnert sich Vorstandsmitglied Micha Jost.

Angetreten war man in der Absicht konkrete Klimaschutzprojekte gemeinsam mit den Menschen vor Ort umzusetzen – und die Bürger der Region zogen engagiert mit.

Neben dem eingängigen Beteiligungskonzept, lag ein Teil des Erfolgs sicher auch an allgemeinen politischen Rahmenbedingungen der letzten Monate.

„Da wirkte natürlich auch der `Fukushima-Effekt´, verbunden mit der sich daran anschließenden Energiewende und in jüngster Zeit die Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Das hat uns einen zusätzlichen Schub gegeben“, vermutet Andreas Guthier, Mitglied des Aufsichtsrates aus Heppenheim, dem Sitz der Organisation.

Mittlerweile ist das Projektvolumen der Starkenburger auf 4,2 Millionen Euro angewachsen. Zum Anlagenbestand gehören derzeit drei Photovoltaikanlagen mit einer Anschlussleistung von insgesamt 300 Kilowattpeak und ein Bürgerwindrad mit zwei Megawatt Leistung auf der Neutscher Höhe, das in der vergangenen Woche seine Stromproduktion aufgenommen hat.

Gemäß dem Motto „Wer draufschaut, der soll auch den Nutzen haben“, wurde das erste genossenschaftliche Bürgerwindrad der Region auf den Weg gebracht.

„Mehr als 250 Menschen haben sich hier beteiligt“, berichtet Vorstandsmitglied Jost vom bislang größten Projekt.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg arbeitet unabhängig und überparteilich. Vorstand, wie auch Aufsichtsrat, engagieren sich ehrenamtlich.

„Zum Glück können wir die Arbeit derzeit auf recht viele Schultern verteilen, aber wir werden uns angesichts der dynamischen Entwicklung mit der Frage eines künftigen Personalausbaus auseinandersetzen müssen“, so Vorstandsmitglied Georg Schumacher, der in Wald-Michelbach zu Hause ist und die Projekte im Überwald maßgeblich vorangebracht hat.

Für die nächste Zukunft sehen die Energiegenossen in der Windenergienutzung ein großes Aktionsfeld.

„Wir beobachten, dass einige Kommunen in Südhessen das Thema klug und energisch vorantreiben. Die umfassende Bürgerbeteiligung wird dabei zu einem zentralen Erfolgsgaranten“, beschreibt Aufsichtsrat Andreas Guthier die Erfahrungen der letzen Monate.

Auch am Stammsitz Heppenheim planen die Starkenburger einen Bürgerwindpark. Unter dem Projektnamen „HeiKe“ (Heiligenberg/ Kesselberg) könnte ein interkommunales Projekt entstehen. Heppenheim, Bensheim und Lautertal wären hier beteiligt. Rund 2 Jahre werden dabei für Planung und Genehmigung bis zur Umsetzung veranschlagt.

Rechtzeitig zum Hessentag im Jahr 2014 in Bensheim – von der Kommune bereits als klimaneutrale Veranstaltung angekündigt – könnte das Bürgerprojekt abgeschlossen sein.

„Wenn es nach uns geht, kommt HeiKe zu Hessentag. Bensheim entstehen dabei keinerlei Kosten – im Gegenteil, über Pachten und Gewerbesteuern ist das Projekt auch für`s klamme Stadtsäckel sehr lukrativ“, fasst Vorstandsmitglied Jost abschließend die Vorteile des Bürgerwindparks zusammen.

Frischer Wind für die Steckdose- Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe seit dem Wochenende am Stromnetz

Neutscher Höhe, 10. Dezember, 11:55 Uhr – nahezu geräuschlos gleiten die Rotorblätter von WindSTARK1 aus der Parkposition in die Betriebsstellung. Mehr als 6500 Quadratmeter Flügelfläche, verteilt auf einen Radius von 92 Metern, tasten sich langsam in den böigen Westwind. Gemächlich setzt sich die zwei Megawattanlage in Bewegung. Das erste genossenschaftlich betriebene Bürgerwindrad der Region beginnt damit frische Odenwaldluft in sauberen Strom zu verwandeln.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist WindSTARK1 noch in diesem Jahr ans Netz zu bringen, damit haben wir unser wichtigstes Ziel erreicht“, freut sich Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg, über den gelungenen Start.

Die Starkenburger machen allerdings keinen Hehl daraus, dass man sich einen noch früheren Netzzugang gewünscht hätte. Doch musste der Verteilnetzbetreiber Rhein-Main-Neckar (VNB) zusammen mit dem norddeutschen Windradhersteller REpower einige komplexe Probleme bewältigen.

Lothar Litters, Geschäftsführer des VNB, kennt die Knackpunkte: „Die 2 Windräder mit insgesamt 4 Megawatt Leistung speisen in Ober-Beerbach in eine bestehende 20.000-Volt-Leitung, an der auch andere Verbraucher angeschlossen sind. Aufgrund bundeseinheitlicher Richtlinien sind zur Inbetriebnahme umfangreiche Prüfroutinen vorgesehen, damit die Netzstabilität nicht gefährdet wird. Auch wir haben ein großes Interesse daran, dass die Windkraftanlagen zügig angeschlossen werden“, so der Chef des Verteilnetzbetreibers.

Für Tobias Pfeifer,  bei REpower zuständig für den Bereich Netzanschluss, ist das Vorhaben auf der Neutscher Höhe nun fast abgeschlossen.

„Unser Inbetriebnahme-Team hat die Anlage heute in Gang gesetzt.  Die Tests verliefen einwandfrei, das Windrad dreht jetzt  vollautomatisch. In der nächsten Woche wird dann noch die zweite Anlage auf der Neutscher Höhe in Betrieb genommen und ein Feintuning an der Windparkregelung vorgenommen. In Zukunft werden sich unsere Servicetechniker  um den reibungslosen Betrieb kümmern, per Fernüberwachung haben wir die Anlage rund um die Uhr im Blick “, erklärt der Windenergieanlageningenieur.

Seit heute freuen sich die Genossen nicht mehr nur über Sonnenschein für ihre Solaranlagen, sondern auch besonders über ausgedehnte Tiefdruckgebiete. Schlechtes Wetter wird für die Bürgergenossenschaft momentan sogar wesentlich einträglicher. „Unser Windrad produziert in einer einzigen windigen Woche mehr Strom, als unsere drei Bürgersolaranlagen auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern in einem ganzen sonnigen Jahr“, beschreibt Vorstandsmitglied Jost die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der beiden regenerativen Energieformen.

5 Millionen Kilowattstunden wird WindSTARK1 im Schnitt pro Jahr liefern, rechnerisch ausreichend für 1.250 Haushalte.

Die Starkenburger Energiegenossen arbeiten schon an weiteren Windenergieprojekten in der Region. Auf dem Plan steht nun ein erster Bürgerwindpark. In Modautal wird das Projekt „Bürgerwindpark Johannesberg“ bereits in den Gremien beraten.

Im „Dreiländereck“ Bensheim, Heppenheim und Lautertal ist der interkommunale Bürgerwindpark „HeiKe“ (Heiligenberg/Kesselberg) in Planung.

Energiegenossenschaft Starkenburg stellt Konzept für Bürgerwindpark Johannesberg vor – Einladung zur Präsentation in den Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Modautal am 7. Dezember

Die Gemeinde Modautal will am Johannesberg einen neuen Windpark errichten. Der politische Wille dazu ist parteiübergreifend vorhanden und die planerischen Vorbereitungen in Form eines Teilflächennutzungsplanes sind bereits auf den Weg gebracht. Am 7. Dezember stellt die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) im Haupt- und Finanzausschuss ein Konzept vor, das die Entwicklung des „Bürgerwindparks Johannesberg“ zum Ziel hat.

Getreu dem Motto „Wer draufschaut, der soll den Nutzen haben“, will die ES hier vor allem die Modautaler Bürger an diesem Projekt beteiligen und an den finanziellen Vorteilen der Erneuerbaren Energien teilhaben lassen.

Die ES kann dabei auf die guten Erfahrungen mit ihrem Bürgerwindrad „WindSTARK1“ auf der Neutscher Höhe verweisen. An diesem Projekt sind mehr als 250 Personen beteiligt, darunter auch bereits Bürger aus Modautal.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 19:30 Uhr (Mittwoch, 7. Dezember 2011).

Ort: Brandau Hofreite – Sitzungssaal (Odenwaldstraße 34, 64379 Modautal)

SolarSTARK3/ÜberwaldSOLAR1 auf der Zielgeraden – Photovoltaikanlage geht in dieser Woche an Netz

Die Montagearbeiten auf dem Turnhallendach des Schulzentrums in Wald-Michelbach sind mittlerweile nahezu abgeschlossen. In dieser Woche könnte der erste Sonnenstrom fließen. Das ganze Genossenschaftsprojekt wurde in nur 2 Monaten verwirklicht. Nachdem am 26.09.2011 bei einer Informationsveranstaltung in Wald-Michelbach der Startschuss gegeben wurde, entwickelte sich das Projekt in rasendem Tempo. Rund 270.000,- Euro galt es in kürzester Zeit zu beschaffen, die nun sogar zu 100% mit Eigenkapital finanziert wurden – solider geht es nicht. Das Interesse im Überwald war derart groß, dass keine Bank gebraucht wurde.

Gemäß der Genossenschaftsphilosphie, die den lokalen Bezug im Vordergrund sieht, haben sich Lehrer, Eltern und Bürger der Umgebung beteilen können. Für die neuen Energiegenossen wird das Solarsparbuch auf dem Schuldach nun 20 Jahre lang 5% Zins abwerfen.

Besonders Lob hat sich in diesem Zusammenhang die Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße verdient, die das Genossenschaftsprojekt unbürokratisch und engagiert unterstützte. Neben der Pacht für das Schuldach, werden beide Schulen künftig einen direkten zusätzlichen Bonus erhalten, der den Einrichtungen dann unmittelbar zur Verfügung steht.

Nach dem vielversprechenden Einstieg in die lokale Energiewende sind die Überwälder bereits auf der Suche nach einem Nachfolgeprojekt – vielleicht wird es diesmal sogar ein Windrad. Wald-Michelbach verfügt hier über ganz besonders gute Rahmenbedingungen.

Technische Daten:

 Leistung: 137 kWp

 Stromertrag: 118.000 kWh genug für 35 Haushalte

  CO2 Minderungspotential:110 Tonnen/Jahr

Energiegenossenschaft Starkenburg eG begrüßt Ergebnisse des Hessischen Energiegipfels in Sachen Windkraft – Schnelle Umsetzung der Landesvorgaben am Heppenheimer Kesselberg möglich

Die Energiegenossenschaft Starkenburg sieht sich durch die aktuellen Beschlüsse beim Hessischen Energiegipfel in ihrer Arbeit bestätigt und hofft nun auf rasche Umsetzung dieser Vereinbarungen in der Region.

„Mehr Windkraft und mehr Bürgerbeteiligung bei der Energiewende, genau das sind die Ansätze, die wir verfolgen“, umschreibt Vorstandsmitglied Micha Jost die wichtigen Kernthemen aus Genossenschaftssicht.

Nach Auffassung der Starkenburger lassen sich gerade am Heppenheimer Stammsitz diese Ziele vergleichsweise einfach umsetzten. Der Vorstand der Energiegenossenschaft weist darauf hin, dass der Bürgerwindpark im Bereich Kesselberg/ Heiligenberg jetzt sofort angegangen werden könnte.

„Wir wissen durch Voruntersuchungen um die gute Standorteignung, wir haben das Konzept der Bürgerbeteiligung und die Fläche ist im Regionalplanentwurf als Windvorrangfläche ausgewiesen. Wir könnten im Grunde gleich in die Genehmigungsplanung einsteigen“, sagt das Heppenheimer Aufsichtsratsmitglied Andreas Guthier.

Einziger Knackpunkt: Die geeigneten Flächen gehören alle der Stadt Heppenheim und hier steht eine Entscheidung über eine Verpachtung noch aus.

„Seit unserer Informationsveranstaltung im September erreichen uns ständig Anfragen von Heppenheimern, die sich an diesem regenerativen Energieprojekt finanziell beteiligen wollen“, beschreibt Micha Jost das anhaltend große Interesse an einer Realisierung des Bürgerwindparks.

Knapp 40% des Heppenheimer Stroms könnten mit dem Vorhaben auf dem Kesselberg klimaneutral erzeugt werden.

„Wir sind optimistisch, dass die Aufbruchsstimmung des Hessischen Energiegipfels auch die letzten verbliebenen Windkraftskeptiker erfassen wird. In Sachen Wind gibt es auf Landesebene schon eine Große Koalition und das sollte sich jetzt bis auf die kommunale Ebene fortsetzten“, hofft Vorstandsmitglied Micha Jost.

„In den nächsten Wochen wollen wir das Gespräch mit den Heppenheimer Fraktionen suchen und erneut für das Klimaschutzprojekt auf den Kesselberg werben“, kündigt Andreas Guthier an und sieht dabei gute Chancen für eine breite politische Unterstützung. “Wir suchen den Konsens mit allen Beteiligten, denn dieses umfassende Bürgerprojekt nutzt letztlich der Stadt Heppenheim als Ganzes“, betont Guthier.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg zählt mittlerweile über 300 Mitglieder und engagiert sich derzeit vor allem im Bereich der Photovoltaik und der Windkraft. Seit November 2011 betreibt sie das erste Bürgerwindrad der Region auf der „Neutscher Höhe“ bei Seeheim-Jugenheim. Die Investition von 3,5 Millionen Euro wurde ausschließlich über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung finanziert.

WindSTARK1 steht – die Vision eines Bürgerwindrades hat Gestalt angenommen

Bei strahlendem Sonnenschein wurde unter den Augen zahlreicher Schaulustiger, darunter viele Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg, am heutigen Sonntag (16.10.) der Aufbau von WindSTARK1 abgeschlossen. Aufgrund günstiger Witterungsverhältnisse konnte die 2 MW-Windkraftanlage auf der Neutscher Höhe in nur zwei Tagen errichtet werden.

Die Montage markiert die wichtigste Zwischenetappe auf dem Weg zu unserem Genossenschaftswindrad, das nun rund 250 Eigentümer vorweisen kann.

Nach Monaten und Jahren intensiver Arbeit, die aber auch mit einigen Rückschlägen und manch bangen Momenten verbunden waren, vor allem bei der Zwischenfinanzierung, wurde aus der Vision eines Bürgerwindrades nun Wirklichkeit.

In den nächsten Wochen stehen nun die Endabnahme, Einbindung in das Stromnetz sowie verschiedene Funktionsprüfungen und Zertifizierungen an. Bis Ende November könnte dann der erste Genossenschaftsstrom aus guter Odenwälder Luft gewissermaßen als „Erzeugerabfüllung“ in die Leitungen fließen.

Auf der Seite Windenergie sind einige Bilder der letzten Tage zusammengestellt.

Wie bereits mehrfach angedeutet, wollen wir uns aber mit „nur“ einem Bürgerwindrad auf Dauer nicht zufrieden geben. Wir werden uns nun, neben verschiedener Photovoltaikprojekte, intensiv um das Vorhaben WindSTARK2 im „Dreiländereck“ Heppenheim/Bensheim/Lautertal bemühen.

WindSTARK1 wohlbehalten auf der Neutscher Höhe angekommen

Zügig und ohne Probleme ging in der gestrigen Nacht der Transport des Genossenschaftswindrades vonstatten. Die 10 Spezialfahrzeuge meisterten den Parcours von der Autobahnausfahrt DA-Eberstadt auf die Neutscher Höhe in gut 3 Stunden mit Bravour.

Schon um 23:00 Uhr und damit drei Stunden früher als geplant, rollten die Transporter von der Autobahn A 5 ab. Flankiert von einer umfangreichen Polizeieskorte sowie mehreren Servicefahrzeugen, ging es in erstaunlich zügiger Fahrt über die B 426 in Richtung Waschenbach nach Frankenhausen.

Knapp 100 gut gelaunte Schaulustige standen bereits an der „Schikane“ in Frankenhausen und bestaunten die Millimeterarbeit, mit der die Fahrzeuge die enge Rechtskurve in den Flugraben zu bewältigen hatten. Vor allem für die 3 Rotoren mit jeweils 46 m Länge war diese Abzweigung ein kniffeliges Eck. Dank autonom lenkbaren Hinterachsen und verschiedener hydraulischer Spezialfunktionen des Aufliegers gelang das Kunststück. Mit Szenenapplaus und aufmunternden Worten honorierten die technikbegeisterten Nachtschwärmer die Leistung der Transportprofis.

Allerdings merkte man dem Logistikteam bereits an, dass die Beteiligten bereits vor einer Woche mit dem ersten Windradtransport entsprechende Erfahrung gesammelt hatte.

Wer den Transport in der Nacht verpasst hat, kann jetzt am Wochenende den spektakulären Aufbau des Genossenschaftswindrades miterleben.

Bürgerwindpark WindSTARK2 sorgt für Gesprächsstoff

Die Diskussion um den potentiellen Bürgerwindpark auf dem Kesselberg/ Heiligenberg hat in Bensheim, Heppenheim und Lautertal deutlich an Dynamik gewonnen. Bei einer Veranstaltung am vergangenen Mittwoch (28.09.) auf Einladung der Grünen Liste Bensheim, zu der die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) geladen war, wurde deutlich, dass auch bei der Grünen Liste ein großes Interesse an einer Realisierung besteht. So will ja Bensheim beispielsweise 2014 einen klimaneutralen Hessentag veranstalten. Mit einem Bürgerwindpark könnte man unter Beweis stellen, wie sich so etwas intelligent vor Ort bewerkstelligen lässt. In dem lokalen Energieversorger GGEW hat die ES einen Partner gefunden, der sich auch an der Realisierung dieses Wind-Projektes beteiligen möchte. Es deutet sich an, dass sich aus der Kombination von lokalem Energieversorger und Bürgergenossenschaft besonders interessante Synergismen ergeben. Die GGEW ist im übrigen Mitglied in der ES.

Großes Interesse am Projekt WindSTARK2 in Heppenheim

Mit knapp 120 Gästen war die Informationsveranstaltung am 8. September 2011 im Heppenheimer Kupferkessel ausnehmend gut besucht, wobei die Stühle nicht für alle Gäste ausreichten.

Aus Sicht der ES war das große Interesse aus Politik besonders erfreulich. Unter anderem waren der Heppenheimer Bürgermeister Rainer Burelbach, Altbürgermeister Gerhard Herbert, sowie Bürgermeister Jürgen Kaltwasser aus Lautertal anwesend. Weiterhin waren nahezu alle in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien im Saal. Von Seiten der Energieversorger war Dr. Peter Müller von der GGEW gekommen.

Vorstandsmitglied Micha Jost stellte zunächst die Energiegenossenschaft Starkenburg und deren Arbeitsweise vor. Dabei wurde deutlich, dass in dem praktizierten Genossenschaftsmodell über die Bürgerbeteiligung eine große Chance zur Akzeptanzsteigerung der Windkraft liegt. Das Motto „Wer draufschaut, soll auch den Nutzen haben“, sollte künftig für alle Windparkplanungen gelten.

Gründungsmitglied Jürgen Simon ging ausführlich auf die konkrete Planung auf dem Kesselberg ein und beschrieb die vielfältigen Untersuchungen, die für das Projekt erforderlich sind. Neben dem Thema Naturschutz, Lärm und Schattenwurf, werden von den Genehmigungsbehörden auch die Auswirkungen auf das Landschaftsbild bewertet.

Die Fläche am Kesselberg eignet sich für insgesamt fünf Windräder, wobei drei Anlagen auf der Gemarkung Heppenheim und zwei auf Bensheimer Gelände aufgestellt werden könnten.

Andreas Guthier moderierte zum Abschluss die Fragerunde. Aus den Wortbeiträgen des Publikums war weitgehende Unterstützung zu dem Projekt erkennbar.

In die grundsätzlich positive Stimmung mischten sich allerdings auch einige kritische Stimmen, die sich um die Folgen für das Landschaftsbild oder den Auswirkungen für den Waldbestand durch das Projekt sorgten. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen konnte man sich jedoch sehr sachlich und nüchtern mit diesen Themen auseinandersetzen.

Bleibt zu hoffen, dass die Politik das Angebot der ES dieses Bürgerprojekt voranzutreiben aufgreift und baldmöglich in den Gremien über die Frage der Grundstücksverfügbarkeit entschieden wird. Die Kommune ist alleiniger Eigentümer der Flächen.

WindSTARK2 läuft an – Informationsveranstaltung am 8. September in Heppenheim

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ Gemäß dieser alten Fußballerweisheit wollen wir die Windkraftnutzung in der Region mit einem neuen Projekt voranbringen. Nachdem die Finanzierung von WindSTARK1 abgeschlossen ist, der Bau planmäßig voranschreitet und die Anlage bis Ende 2011 laufen soll, lassen wir unseren Blick nun zu weiteren windigen Wipfeln schweifen.

Der Heppenheimer Kesselberg ist ein nachweislich guter Standort für die Windenergienutzung in der Region. Wie Voruntersuchen belegen, könnten hier drei Windräder mit einem voraussichtlichen Stromertrag von über 15  Millionen Kilowattstunden pro Jahr errichtet werden. Damit wäre der Strombedarf von 11.000 Menschen – das sind rund 40% der Heppenheimer Bevölkerung – allein aus regenerativen Quellen zu decken. Das CO2-Minderungspotential liegt bei über 8.000 Tonnen/Jahr.

Mehr Klimaschutz, größere Versorgungssicherheit, hohe regionale Wertschöpfung – es gibt gute Gründe für Bürgerwindräder auf dem Kesselberg.

Am Donnerstag, 08.09.2011 wird die Energiegenossenschaft Starkenburg zu diesem Thema eine Informationsveranstaltung in Heppenheim durchführen, zu der wir hiermit alle interessierten Bürger herzlich einladen.

Veranstaltungsort: Gaststätte „Kupferkessel“; Heppenheim; Graben 5 (Beginn 19:00 Uhr)

Im Gespräch mit Dr. Michael Meister – Besuch des MdB bei den Energiegenossen in Heppenheim

Zu einem umfassenden Gedankenaustausch trafen sich der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag Dr. Meister am 17.08. mit vier Vertretern der Energiegenossen und Fachleuten aus der Energiebranche am Stammsitz der Energiegenossenschaft in Heppenheim. Neben Sebastian Beiwinkel, Firmeninhaber, der aufstrebenden Heppenheimer Solarfirma pbs, war auch Dipl. Ing. Jürgen Litters, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verteilnetzbetreiber VNB aus Darmstadt, mit am Tisch.

Das Treffen war auf Initiative des Lindenfelser Friedrich Roth zustande gekommen, der schon seit Jahrzehnten im Odenwald die Realisierung von kleinen Pumpspeichern verfolgt.

Zentrales Thema waren dann auch die Herausforderungen der Speichertechnologien als flankierendes Element für den weiteren Ausbau der regenerativen Energien. Hier ging es auch um die Frage, ob im Odenwald kleinere Pumpwasserspeicher errichtet werden können, um die wachsenden Netzbelastungen auszugleichen.

Jürgen Litters schilderte aus Sicht des Verteilnetzbetreibers die besondern Schwierigkeiten und die Notwendigkeit des Ausbaus der Netze im Bereich der Mittel und Niederspannung. Hier seien viel größere Probleme zu bewältigen, als auf der Hochspannungsseite, die aber derzeit eher im Blickpunkt der öffentlichen Diskussion steht..

Es herrschte Einigkeit darüber, dass für den Kreis Bergstrasse eine erste orientierende  Überprüfung potentieller Standorte für Pumpspeicherkraftwerke sinnvoll wäre. Die Energiegenossenschaft sagte hier eine entsprechende Unterstützung zu.

Dr. Meister zeigte sich sehr interessiert an den Projekten und Ziele der Energiegenossenschaft Starkenburg. Dabei kam auch das Vorhaben eines Bürgerwindparks auf dem Heppenheimer Kesselberg zur Sprache, das die Energiegenossenschaft Starkenburg in Schulterschluss mit der Lokalpolitik angehen möchte.

Trotz Eurokrise und EU-Turbulenzen nahm sich Dr. Meister knapp 90 Minuten Zeit für das Treffen in seinem Wahlkreis und so reichte es zum Abschluss sogar noch für ein kleines Erinnerungsphoto.

Photo: Dr. Michael Meister (3. v. r)von links: Jürgen Litters (VNB), Dr. Alos Mair Vorstand ES, Friedrich Roth, DR. Meister, Micha Jost (Vorstand ES), Andreas Guthier (Aufsichtrat ES)

Spatenstich für WindSTARK1 auf der Neutscher Höhe

Am 30. Juli 2011 um 11:00 Uhr fand der Spatenstich für WindSTARK1 auf der Neutscher Höhe statt. Trotz durchwachsenen Wetters waren annähernd 100 Menschen mit dabei, als die Energiegenossenschaft Starkenburg, unterstützt von der 3 P Windenergie, der Energiegenossenschaft Odenwald, dem Seeheim-Jugenheimer Bürgermeister Olaf Kühn und dem Kreisdezernenten Christel Fleischmann zur Schippe griff.

Die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach hatte das „Catering“ übernommen und so gab es im Anschluss in entspannte Atmosphäre, noch einen angeregten Meinungsaustausch und viele interessante Genossengespräche. Am Ende dauerte die Veranstaltung über 2 Stunden.

Baubeginn beim Bürgerwindrad auf der „Neutscher Höhe“ – Inbetriebnahme von WindSTARK1 noch in diesem Jahr

Die Energiegenossenschaft Starkenburg arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Realisierung des Bürgerwindrades auf der „Neutscher Höhe“. In der vergangenen Woche wurde der Kaufvertrag für das 2 Megawatt-Windrad unterschrieben. Die Aufstellung der Anlage ist für Oktober 2011 geplant. Mit den Fundamentierungsarbeiten wurde bereits in dieser Woche begonnen.

„Nun sind die Weichen gestellt, damit unser Windrad noch 2011 ans Netz gehen kann“, sagt Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Knapp 5 Millionen Kilowattstunden Strom werden künftig jährlich auf der „Neutscher Höhe“ klimaneutral erzeugt. Damit können rechnerisch 1.250 Haushalte mit Strom versorgt werden. Das Projektvolumen von WindSTARK1 beträgt rund 3,5 Millionen Euro.

Rund 230 Menschen sind mittlerweile am ersten Genossenschaftswindrad Südhessens finanziell beteiligt. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens hat der Projektentwickler 3P Windenergie im übrigen auch ein altes Versprechen eingelöst. Das Heppenheimer Unternehmen hatte bereits während der Genehmigungsphase immer wieder die Umsetzung eines Bürgerwindrades angekündigt.

Gemäß dem Motto: „Wer draufschaut, der soll auch davon profitieren“, haben sich zahlreiche Bürger aus den Gemeinden Seeheim-Jugenheim, Modautal und Mühltal zum Mitmachen entschieden. Mit im Boot ist auch die benachbarte Energiegenossenschaft Odenwald, die einen Anteil von 49% an „WindSTARK1“ erwerben wird.

Bislang haben die Bürger der Region in 4 Monaten über 1,4 Millionen Euro an Eigenkapital aufgebracht. „Täglich erreichen uns weitere Anfragen, ob und wie man sich an dem Projekt finanziell beteiligen kann“, so Vorstandsmitglied Micha Jost. Die „Starkenburger“ sind daher zuversichtlich, auch die verbleibenden 350.000 Euro in den nächsten Wochen zusammenzubekommen.

Der Neutscher Manfred Conrad, Aufsichtsratvorsitzender der Energiegenossenschaft Starkenburg, sieht in dem Projekt ein Zukunftsmodell für weitere Vorhaben im Bereich der regenerativen Energien: „Hier haben ’Mutbürger’ unter Beweis gestellt, dass Sie bereit sind, sich sogar mit eigenem Geld aktiv an der Energiewende zu beteiligen.“

Die Energiegenossenschaft Starkenburg verfügt zusätzlich noch über Photovoltaikanlagen mit insgesamt 160 Kilowatt peak Anschlussleistung und plant derzeit in verschiedenen Kommunen der Region weitere Solar- und Windenergieprojekte.

Verwaltungsgericht Darmstadt lehnt Windrad-Klagen ab – WindSTARK1 hält Grenzwerte ein

Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat einen Eilantrag von zwei Neutscher Bürgern mit Beschluss vom 27. Juni abgelehnt. Anwohner hatten die Genehmigungsbehörde zwingen wollen den Sofortvollzug zum Bau der Windräder auszusetzen. Das Gericht sah hier keinerlei Ansatzpunkte und hat die Klage abgewiesen.

Im Kern geht es um die Frage, ob Neutsch ein reines Wohngebiet (geringere Lämgrenzwerte), ein allgemeines Wohngebiet oder gar ein Dorf- und Mischgebiet (höhere Grenzwerte) ist. Je nach Einstufung sind während der Nachtzeiten höhere Lärmpegel möglich.  Die Kläger waren der Meinung Neutsch sei ein reines Wohngebiet. Für diese Einstufung gibt es angesichts der vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe sowie der schon seit 16 Jahren betriebenen 3 Windrädern vor Ort keinerlei Grundlage.

Das Verwaltungsgericht sieht diesen Bereich als allgemeines Wohngebiet an und konnte keine Überschreitung der zulässsigen Grenzwerte durch die Windräder feststellen.

Im Juli wird nun mit den ersten Baumaßnahmen begonnen.

Ertragsdaten von SolarSTARK1 im Netz verfügbar

Das erste PV-Projekt der Energiegenossenschaft Starkenburg hat jetzt den ersten vollen Monat absolviert und mit einer Punktlandung abgeschlossen. Der Stromertrag im Juni 2011 lag bei 104% des Sollwertes und erfüllte damit die Erwartungen.

Die Ertragsdaten sind über Solar-Log online verfügbar. Ein Passwort für den Zugang ist nicht erforderlich. Klickt man den Button „Grafiken“ , erhält man den Tagesgang der Stromproduktion. Stündlich werden die Datensätze automatisch aktualisiert. Die Funktionalität dieser Seite ist weitgehend selbsterklärend und nach wenigen Minuten hat man alle Informationsmöglichkeiten über Tages-, Monats- und Jahresdaten herausgefunden.

Eine wirklich perfekte Ertragskurve bietet der 27.6.2011, wo die Anlage 168% des Tagessolls erreicht hat.  Insgesamt wurde mit SolarSTARK1 schon über 25.000 kWh Strom erzeugt.

Energiegenossen montieren PV-Anlage – SolarSTARK 2 in Ober-Laudenbach nimmt Gestalt an

Am 11. Juni haben Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg bei der Montage von SolarSTARK 2 in Ober Laudenbach mitgeholfen. Ziel der Aktion war es, neben der Gewinnung praktischer Erfahrungen im Bereich Photovoltaik, auch die Montagekosten des Projektes zu senken. Bei dieser Anlage auf einer kommunalen Mehrzweckhalle kommen Dünnschichtmodule zum Einsatz, die mit einem speziellen Klebeverfahren auf der Metalldachhaut befestigt werden. Die Methode ist praktisch und preiswert. Ein großer Vorteil liegt darin, dass die Dachhaut an keiner Stelle verletzt wird und dennoch eine stabile Verankerung der PV-Module sichergestellt ist. Im Juni wird die 19,5 kWp Anlage ans Netz gehen.

„SolarSTARK1“ ist am Netz – Energiegenossenschaft Starkenburg hat die erste Fotovoltaikanlage verwirklicht

Knapp fünf Monate nach Gründung der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) ist das erste Projekt fertiggestellt. Auf dem Dach der neuen Werkshalle der Firma ESM GmbH, An der Autobahn 2, wird seit Mitte dieser Woche Bergsträßer Sonne in elektrische Energie verwandelt.

„Solarstark 1“ heißt die Fotovoltaikanlage mit 140 Kilowatt Spitzenleistung. Das Besondere an dem 380 000 Euro teuren Projekt ist die Tatsache, dass die Anlage nur von Bürgern Heppenheims und der Region finanziert wurde. Auch die Mitarbeiter des Standortunternehmens haben sich beteiligt. Das Credo der ehrenamtlich tätigen Starkenburger Energiegenossen lautet: „Wer unter einem Photovoltaikdach lebt, lernt, spielt, arbeitet oder betet, soll auch von den Erträgen profitieren.“

Die Rahmenbedingungen für gute Energieerträge sind vor Ort ideal. 598 Solarmodule sind verschattungsfrei in exakter Südausrichtung im 30-Grad-Winkel zur Sonne positioniert. Pro Jahr werden auf dem Dach 130 000 Kilowattstunden Strom erzeugt und dem Klima damit 120 Tonnen Kohlendioxid erspart.

Bereits im Juni wird das nächste Projekt fertiggestellt. Dann geht „Solarstark 2“, eine Fotovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle in Ober-Laudenbach, ans Netz. Auch dort sollen Bürger investieren und profitieren. Das dritte und mit Abstand größte Vorhaben der Energiegenossenschaft ist nach deren Angabe ein sogenanntes Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe bei Seeheim-Jugenheim. Auch dieses 3,5-Millionen-Euro-Projekt soll nach den Plänen der Genossenschaft noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.

Mit verschiedenen Kommunen ist die Energiegenossenschaft derzeit im Gespräch, um weitere kommunale Dachflächen in Bürgersolaranlagen zu verwandeln. „Wir sehen in der Fotovoltaik ein wichtiges Aktionsfeld für uns. Allerdings liegt das mit Abstand größte regenerative Energiepotential in der der Windenergie“, betont Vorstandsmitglied Micha Jost. Daher plane die Energiegenossenschaft in dieser Sparte, auch im Kreis Bergstraße mit den Bürgern Projekte zu verwirklichen.

Auch zum Thema Wasserkraft seien erste Kontakte geknüpft. „Wir sondieren die Chancen, im Odenwald kleinere Wasserkraftanlagen zu realisieren“, sagt der Heppenheimer Franz Schreier, der dem Aufsichtsrat der Genossenschaft angehört.

Generell will die ES alle verfügbaren Möglichkeiten ausschöpfen, um die regionale Energieversorgung auf regenerative Beine zu stellen. „Wir zählen uns zu den Mutbürgern, die mit eigenen Projekten bei der Energiewende aktiv mithelfen wollen“, betont Vorstandsmitglied Jost.

Grünes Licht für Windräder durch Gemeinde Modautal – Parlament stimmt Vergleichsangebot zu

Die Modautaler Gemeindevertretung hat dem Mediationsergebnis für die Wegenutzung für das neue Windrad auf der Neutscher Höhe offiziell zugestimmt. Die Kommune hatte ursprünlich gegen den Sofortvollzug der Baugenehmigung geklagt, da die Erschließung aus ihrer Sicht nicht gesichert sei. Der vom Projektentwickler 3 P Windenergie angebotene Mitbenutzungsvertrag der „Hutzelstraße“ war von Modautal als nicht zumutbar abgelehnt worden.

Das Verwaltungsgericht Darmstadt schlug daraufhin ein Mediationsverfahren vor. In dessen Verlauf einigten sich die Beteiligten darauf, dass ein Sachverständiger den Zustand der Straße per Videoaufzeichnung festhält. Treten Schäden an der Straße auf, die durch den Bau des Windrads entstanden sind, müssen die Betreiber die Kosten für die Instandsetzung übernehmen.

Anfang Dezember hatte das RP den Bau von zwei Windrädern auf Seeheim-Jugenheimer Gemarkung genehmigt. Mit dem formalen Schritt des Parlaments ist die Erschließung der Windräder nun gesichert.

Baustellentermin der Energiegenossenschaft in Heppenheim- Presse informiert ausführlich über SolarSTARK1

Am 6. Mai 2011 fand auf der Baustelle von SolarSTARK1 eine Infoveranstaltung statt. Über diesen Termin wurde am 10.05.2011 im Starkenburger Echo sowie im Bergsträßer Anzeiger ausführlich berichtet.

++Bergsträßer Anzeiger 10. Mai 2011++

„Woche der Sonne“: Bürgersolarkraftwerk in Heppenheims Südwesten /

Genossenschaft informierte

Kein Tummelplatz für Rendite-Haie

Gerade so, als ob man es vorher mit ihm abgesprochen hätte,

setzte Petrus mit dem Beginn der vom 6. bis zum 15. Mai bundesweit

laufenden „Woche der Sonne“ sein freundlichstes Gesicht auf. Als am

Freitag auf dem Gelände der Firma ESM GmbH die lokale

Auftaktveranstaltung stattfand, sandte der Wettermacher Sonne satt auf

das mit 598 Solarmodulen ausgestattete Dach der 4000 Quadratmeter

großen Produktions- und Lagerhalle. Die Anlage soll einen jährlichen

Stromertrag von mindestens 134 000 Kilowattstunden erbringen. Vorstand,

Aufsichtsrat und Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg eG,

von der die Einladung ausgegangen war, dürften sich gefreut haben über

den eingefangenen Sonnenschein. Die von ihnen betriebene

Photovoltaikanlage „Solarstark 1“ wird aller Voraussicht nach noch im

Mai in Betrieb gehen können. „Ich bin da ganz zuversichtlich“, sagte

Sebastian Beiwinkel, Geschäftsführer der kooperierenden „pbs energie“

(powered by sun), die in der Heppenheimer Siegfriedstraße ihren Sitz

hat.

Hocherfreut über die Resonanz

An guten Nachrichten fehlte es auch sonst nicht. Vorstandsmitglied

Micha Jost zeigte sich hocherfreut über die Resonanz auf das von der

Genossenschaft unterbreitete Angebot. Seit dem Tag ihrer Gründung vor

gerade mal sieben Wochen sind Reservierungen von über einer Million

Euro für Beteiligungen eingegangen. „Das stimmt uns optimistisch“,

machte Jost aus seiner Genugtuung keinen Hehl.

Auch wenn über Fukushima kaum ein Wort verloren wurde, dürften den

Besuchern die dramatischen Vorgänge im japanischen Kernkraftwerk doch

im Hinterkopf gesteckt haben. Tenor: „Auf Argumentationshilfen dieser

Art hätten wir lieber verzichtet.“ Immerhin bewegt sich in der Politik

einiges. Unabhängig davon wird sich die Bevölkerung erst nach dem von

Kanzlerin Merkel einberufenen Moratorium ein Bild darüber verschaffen

können, wie ernst es der Regierung mit dem Ausbau alternativer Energien

tatsächlich ist.

Ausdrücklich kein Solarverein

Die Energiegenossenschaft Starkenburg versteht sich als politisch

neutraler Zusammenschluss von Interessenten, die auf lokaler Ebene

einen persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten wollen. Pate bei

ihrer Gründung stand die Absicht, auch solche Mitbürger, die über kein

eigenes Haus verfügen oder denen das nötige Kleingeld für ein

Sonnendach fehlt, an den Segnungen von Photovoltaik-Anlagen teilhaben

zu lassen. „Wir sind aber kein Solarverein“, stellte Micha Jost klar.

Die Genossenschaft sei offen für alle Quellen regenerativer

Energiegewinnung, Windkraft und Biogas inklusive.

Stromkonzerne, die nach Gesetzen der Logik das Wohl ihrer Aktionäre im

Auge haben, dürften das Aufkommen der bundesweit inzwischen 200

Energiegenossenschaften mit Argwohn zur Kenntnis nehmen. Hier rückt

ihnen, wenn auch fast noch im Verborgenen, eine Konkurrenz zu Leibe,

die vor allem mit demokratischen Strukturen punkten kann. Ähnlich wie

bei Vereinen, wird das letzte Wort immer die Generalversammlung haben.

Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder arbeiten auf ehrenamtlicher

Basis. Für „Rendite-Haie“ (Jost) bietet die Energiegenossenschaft

Starkenburg keine Entfaltungsmöglichkeiten. Gleichwohl rechnet sich ein

finanzielles Engagement.

Die Mindestbeteiligung am Projekt „Solarstark 1“ setzt sich aus einem

Geschäftsanteil von zweimal 100 sowie einem nachrangigen Darlehen in

Höhe von 1800 Euro zusammen, das mit vier Prozent verzinst wird. Die

Tilgung erfolgt bereits ab dem vierten Jahr. Laufzeit: 20 Jahre. Mit

dieser Kalkulation wähnt sich die Genossenschaft auf der sicheren

Seite. Micha Jost: „Wir versprechen lieber weniger, als Menschen mit

überhöhten kurzfristigen Renditeerwartungen zu ködern.“ Der schnelle

Euro ist mit der Genossenschaft nicht zu machen. Der Vorstand setzt

stattdessen auf Kontinuität und Solidität. Bergsträßer Anzeiger 10. Mai 2011

Mehrzweckhalle wird Sonnenkraftwerk – Energiegenossenschaft Starkenburg stellt am 5. Mai Projekt in Ober-Laudenbach vor

Neue Wege in Sachen Bürgerbeteiligung beschreitet die Energiegenossenschaft Starkenburg gemeinsam mit der Stadt Heppenheim. Auf dem Dach der neu sanierten Bürgerhalle im Stadtteil Ober-Laudenbach wird eine Fotovoltaikanlage errichtet, die den Bewohnern des Ortes zu einer dauerhaften „Sonnenrendite“ verhelfen soll. Das Projektvolumen umfasst rund 41 000 Euro und wird ausschließlich über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung finanziert. Unter dem Projektnamen „Solar-Stark 2“ produziert die Anlage pro Jahr 16 000 Kilowattstunden sauberen Solarstrom. Der damit verbundene Erlös fließt ab Juni in die Taschen der Bürger, die sich an der Finanzierung beteiligen werden.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wird das Projekt am Donnerstag (5.) um 19 Uhr im Bürgerhaus Ober-Laudenbach der Öffentlichkeit vorgestellt. Schon jetzt sind im Internet unter www.energiestark.de entsprechende Informationen über das Vorhaben zu finden.

Micha Jost vom Vorstand der Energiegenossenschaft Starkenburg betont dabei den lokalen Charakter des Projekts. „Wir wollen ausdrücklich die Ober-Laudenbacher einladen, bei diesem Projekt mitzumachen. Unser Ziel ist es, dass die Menschen im direkten Umfeld der Anlage von den Vorteilen der regenerativen Energie profitieren“, beschreibt Jost die Genossenschaftsphilosophie.

Infoveranstaltung am 6. Mai 2011 an der Baustelle von SolarSTARK1 in Heppenheim

Die bundesweite Aktion „Woche der Sonne“, vom 6.-15. Mai 2011 dient dazu, die Verbreitung der klimafreundlichen Solartechnologie durch gezielte Öffentlichkeitsar-beit weiter voranzubringen.

Dieses Ziel deckt sich mit den Aktivitäten der neu gegründeten Energiegenossen-schaft Starkenburg eG, die eine Nutzung der Photovoltaik (PV) zum „regionalen Brei-tensport“ ausbauen will.

Gerade, weil nicht jeder ein Gebäude oder das Geld für ein eigenes Sonnendach hat, beschreiten die „Starkenburger“ mit ihrem Genossenschaftsmodell neue Wege. In Form von Gemeinschaftsanlagen sollen möglichst viele Menschen von den Vorteilen der Photovoltaik profitieren.

Das Interesse der Bürger an der Genossenschaftsidee ist überraschend groß. „Wir haben in nur 7 Wochen, Reservierungen von über 1 Mio. Euro für Beteiligungen an unseren regionalen Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien erhalten,“ so Vorstandsmitglied Micha Jost und sieht darin auch Auswirkungen der energiepoliti-schen Umbrüche der letzten Wochen.

„Wir stellen in den Gesprächen mit Interessenten zunehmend fest, dass die Bürger vor Ort nach Möglichkeiten suchen, ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten“, beschreibt Jost die aktuellen Erfahrungen der Energiegenossenschaft.

Am Freitag, 6. Mai (18:00 Uhr) wird die Infoveranstaltung auf dem Gelände der ESM GmbH in Heppenheim stattfinden (An der Autobahn 2 – Zufahrt über verlängerte Westerwaldstraße).

An diesem Standort wird sowohl das Genossenschaftsmodell, als auch das Projekt „SolarSTARK1“ vorgestellt. Die PV-Anlage mit einer Leistung von 140 Kilowatt peak wird von der Energiegenossenschaft Starkenburg als Bürgersolarkraftwerk betrieben.

Interesse übersteigt Erwartungen – fast 190 Bürger wollen „Energiegenossen“ werden

187 Bürger der Region haben in diesen Tagen Post von der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) erhalten, denn die drei Energieprojekte WindSTARK1, SolarSTARK1+2 kommen nun in die Finanzierungsphase. Die Interessenten haben jetzt die Möglichkeit, über eine verbindliche Projektbeteiligung Mitglied bei der ES zu werden. Rund 1,47 Mio. Euro wollen die Bürger aus der Region in regenerative Energien vor Ort investieren. Dieses eindrucksvolle Reservierungsvolumen, ist innerhalb von nur 9 Wochen zusammengekommen. Für alle Projekte wäre damit die erforderliche Eigenkapitalausstattung gesichert. Das Projektvolumen beträgt 4 Mio. Euro.

Für weitere Reservierungswünsche wird sich spätestens Ende Mai das Zeitfenster schließen. Das Projekt SolarSTARK2 ist bereits ausgebucht.

Die dynamische Entwicklung hat die Gründungsmitglieder der ES sichtlich überrascht. Laut Geschäftsplan, der bei der Genossenschaftsgründung am 15. Dezember 2010 vorgelegt wurde, hatten die Genossen bis Ende 2013 mit 50 Mitgliedern gerechnet. Das Ziel könnte schon Mitte 2011 um ein mehrfaches übertroffen sein.

„Mutbürger“ formieren sich zu Leuchtturmprojekt – Informationsveranstaltung zum Bürgerwindrad in Ober-Beerbach am 14.04.2011 mit unerwartet hohem Zuspruch

So hatten sich die Organisatoren der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) ihren ersten Informationsabend nicht vorgestellt und vermutlich auch nicht all diejenigen Besucher, die pünktlich um 20.00 Uhr den Saal „Rottmansdorf“ in der Bürgerhalle Ober-Beerbach (Gemeinde Seeheim-Jugenheim), mit Kuli und Notizblock bewaffnet, betreten wollten. Der Füllstand im Raum hatte zu diesem Zeitpunkt die kritische Marke bereits erreicht und so gab es nur noch Stehplätze. Wer sitzen wollte, musste im Vorraum Platz nehmen und erlebte die komplette Veranstaltung dann als „Hörspiel“. Statt der erwarteten 60 waren knapp 120 Personen der Einladung der Energiegenossenschaft Starkenburg gefolgt.

Zunächst spannte der Ober-Beerbacher Ortsvorsteher Michael Broser (CDU) in seinem einleitenden Grußwort den Bogen von den tagesaktuellen Geschehnissen der allseits proklamierten Energiewende, hin zu einer regenerativen Energieversorgung vor Ort.

Im Anschluss gab Dipl.-Ing. Jürgen Simon von der Firma 3P-Windenergie aus Heppenheim einen umfassenden Überblick zum Projektstand der genehmigten Windkraftanlagen auf der Neutscher Höhe. Hier wurden die technischen Aspekte, aber auch die rechtlichen Sachstände umfassend dargestellt. In diesem Zusammenhang wurde auch offen über die noch bestehenden juristischen Auseinandersetzungen informiert, die mit dem Projekt noch verbunden sind. Chronologisch stellte Simon die verschiedenen Projektschritte vor. Hier wurde deutlich, dass bereits seit Jahren im kompromissorientierten Dialog mit Kommunen und Bürgern an einer optimalen Standortfindung gearbeitet wurde. Simon erinnerte auch daran, dass schon immer die Idee eines Bürgerwindrades im Raum stand: „Dieses Versprechen lösen wir heute ein“, so der Projektentwickler, der eine Inbetriebnahme des Windrades noch im Jahr 2011 anstrebt.

Im zweiten Teil des Abends erläuterte Gründungs- und Vorstandsmitglied Micha Jost die Genossenschaftsidee sowie die Möglichkeiten der Finanzierung eines Bürgerwindrades durch die Menschen vor Ort.

„Wer draufschaut soll auch den Nutzen haben“, formulierte Jost das zentrale Anliegen der Genossenschaft im Zusammenhang mit dem Windrad, das im südhessischen Raum ein echtes Leuchtturmprojekt in Sachen Bürgerbeteiligung darstellt.

Auffällig war die Konzentration, mit der die Besucher trotz der beengten Verhältnisse die beiden Vorträge aufmerksam verfolgten und die sehr sachkundigen Fragen. Zentrales Diskussionsthema war immer wieder die Sicherheit der Ertragsprognosen und der angebotene Zinssatz von 4,25% für das Projektdarlehen. Jost wies wiederholt darauf hin, dass die ES in punkto Gewinnversprechen eher zurückhaltend kalkuliert und daher ungünstige Rahmenbedingungen zu Grunde gelegt hat. „Alle was die Genossenschaft erwirtschaftet, wird verteilt. Die Mitglieder entscheiden dabei über die Höhe, wobei jeder, unabhängig von seiner Beteiligungshöhe, gleiches Stimmrecht hat“, sagte das Vorstandsmitglied, mit Verweis auf die satzungsgemäßen Statuten. Durch den Projektmix zwischen Wind- und Solaranlagen könne die ES mit jedem Projekt mehr Stabilität bezüglich der Einnahmeseite gewinnen, denn Windstärke und Sonnenstunden bestimmen letztlich die Ertragshöhe.

Jost kündigte an, dass noch im Mai das Finanzkonzept für WindSTARK1 stehen müsse und dann auch keine Reservierungen mehr möglich sind.

Am Ende des Informationsabends deckten sich die Besucher am Ausgang mit Projekt-Steckbriefen und Reservierungsbögen für WindSTARK1 ein, wobei auch hier nicht alle zum Zuge kamen, denn das Angebot war für die halbe Besucherzahl ausgelegt. Der Verweis auf die Möglichkeit die wichtigen Informationen auch über www.energiestark.de beziehen zu können, vermochte die Enttäuschung der zu kurz gekommen rasch dämpfen.

Noch lange nach Ende der Veranstaltungen wurde in Gruppen- und Einzelgesprächen Fragen und Anregungen der Besucher diskutiert. Eine davon war die Projektidee ein Darmstädter Schuldach mit einer Photovoltaikanlage auszustatten. Schüler, Eltern und Lehrer sollten dabei sowohl finanzieren und auch profitieren. Arbeitstitel gemäß der ES-Nomenklatur dafür wäre „SolarSTARK 3“.

Die Energiewende hat, zumindest im Südhessen, bereits begonnen.

Energiegenossenschaft Starkenburg startet gemeinsames Projekt mit der Stadt Heppenheim – innovatives Konzept für Bürgersolaranlage

[Neue Wege in Sachen Bürgerbeteiligung beschreitet die Energiegenossenschaft Starkenburg zusammen mit der Stadt Heppenheim. Auf dem Dach der neusanierten Bürgerhalle im Stadtteil Ober-Laudenbach wird eine Photovoltaikanlage errichtet, die den Bewohnern des Ortes zu einer „Sonnenrendite“ verhelfen soll. Das Projektvolumen umfasst rund 40.000 Euro und wird ausschließlich über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung finanziert. Unter dem Projektnamen „Solar-STARK 2“ produziert die Anlage pro Jahr 16.000 Kilowattstunden sauberen Solar-strom. Der damit verbundenen Erlöse fließt in die Taschen der Bürger, die sich an der Finanzierung beteiligt haben. Micha Jost vom Vorstand der Energiegenossenschaft Starkenburg betont dabei den lokalen Charakter des Vorhabens: „Wir wollen ganz besonders die Ober-Laudenbacher einladen, bei diesem Projekt mitzumachen. Unser Ziel ist es, dass die Menschen im Umfeld der Anlagen von den Vorteilen der regenerativen Energien profitieren“, beschreibt Jost die Genossen-schaftsphilosophie. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wird das Projekt nach den Osterferien im Bürgerhaus Ober-Laudenbach vorgestellt. Doch schon jetzt sind im Internet unter www.energiestark.de entsprechende Informationen über die Modalitäten einer Betei-ligung zu finden. Besonders angetan waren die „Energiegenossen“ vom Tempo mit der die Stadt Hep-penheim die Idee der Bürgerbeteiligung aufgegriffen hat. Franz Schreier, Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft, hatte die Kontakte zur Kreisstadt geknüpft und das Projekt am 16. März 2011 im Heppenheimer Magist-rat vorgestellt. „Wir haben in der Sitzung parteiübergreifenden Zuspruch für das Genossenschafts-modell erfahren und die Verwaltung hat umgehend alle notwendigen Schritte zur ra-schen Umsetzung des Projekts eingeleitet“, beschreibt Schreier die kurzen Entschei-dungswege im Heppenheimer Rathaus. ]

Neue Wege in Sachen Bürgerbeteiligung beschreitet die Energiegenossenschaft Starkenburg zusammen mit der Stadt Heppenheim. Auf dem Dach der neusanierten Bürgerhalle im Stadtteil Ober-Laudenbach wird eine Photovoltaikanlage errichtet, die den Bewohnern des Ortes zu einer „Sonnenrendite“ verhelfen soll.

Das Projektvolumen umfasst rund 40.000 Euro und wird ausschließlich über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung finanziert. Unter dem Projektnamen „Solar-STARK 2“ produziert die Anlage pro Jahr 16.000 Kilowattstunden sauberen Solar-strom. Der damit verbundenen Erlöse fließt in die Taschen der Bürger, die sich an der Finanzierung beteiligt haben.

Micha Jost vom Vorstand der Energiegenossenschaft Starkenburg betont dabei den lokalen Charakter des Vorhabens:

„Wir wollen ganz besonders die Ober-Laudenbacher einladen, bei diesem Projekt mitzumachen. Unser Ziel ist es, dass die Menschen im Umfeld der Anlagen von den Vorteilen der regenerativen Energien profitieren“, beschreibt Jost die Genossen-schaftsphilosophie.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wird das Projekt nach den Osterferien im Bürgerhaus Ober-Laudenbach vorgestellt. Doch schon jetzt sind im Internet (siehe unten) entsprechende Informationen über die Modalitäten einer Beteiligung sowie ein entsprechendes Reservierungsformular zu finden.

Besonders angetan waren die „Energiegenossen“ vom Tempo mit der die Stadt Hep-penheim die Idee der Bürgerbeteiligung aufgegriffen hat. Franz Schreier, Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft, hatte die Kontakte zur Kreisstadt geknüpft und das Projekt am 16. März 2011 im Heppenheimer Magist-rat vorgestellt.

„Wir haben in der Sitzung parteiübergreifenden Zuspruch für das Genossenschafts-modell erfahren und die Verwaltung hat umgehend alle notwendigen Schritte zur ra-schen Umsetzung des Projekts eingeleitet“, beschreibt Schreier die kurzen Entschei-dungswege im Heppenheimer Rathaus.

SolarSTARK 2

Auf dem sanierten Dach der Bürgerhalle in Ober-Laudenbach wird eine 19,5 kWp-Photovoltaikanlage montiert. Die Inbetriebnahme erfolgt im Juni 2011.

Informationsveranstaltung der Energiegenossenschaft Starkenburg am 14.4.2011 in Ober-Beerbach

Aufgrund des wachsenden Interesses für das geplanten Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe, wird am   Donnerstag, 14.04.2011  um  20:00 Uhr  in Seeheim-Jugenheim in der Bürgerhalle Ober-Beerbach (Im Mühlfeld 7) eine Informationsveranstaltung der Energiegenossenschaft Starkenburg eG stattfinden.

Dieser Abend soll dazu dienen, die Möglichkeiten und Chancen einer Bürgerbeteiligung am konkreten Beispiel eines genossenschaftlich finanzierten Windrades auf der „Neutscher Höhe“ aufzuzeigen. Gleichzeit besteht die Möglichkeit im direkten Austausch Fragen und Details zu diesem Projekt zu besprechen.

Energiegenossenschaft Starkenburg zu Gast beim Magistrat der Stadt Heppenheim – SolarSTARK 2 nimmt Konturen an

Am 16.3.2011 hatte die ES auf Einladung von Bürgermeister Gerhard Herbert die Gelegenheit das neueste Projekt „SolarSTARK2“ im Magistrat vorzustellen. Geplant ist auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses von Ober-Laudenbach eine PV-Anlage über eine Bürgerbeteiligung zu finanzieren.Vorstand Micha Jost und Aufsichtsratsmitglied Franz Schreier hatten knapp eine Stunde lang die Gelegenheit den Parlamentariern die Genossenschaft sowie das PV-Projekt vorzustellen. Das Genossenschafts-Projekt wurde seitens der Politik begrüßt. Man verständigte sich darauf, in einem nächsten Schritt die weiteren Umsetzungsmodalitäten zu klären.

Startschuss für Bürgerbeteiligung – Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) informiert alle Interessenten über Beteiligungsmöglichkeiten

In Form eines Rundmails hat die ES alle Interessenten heute über den Stand der Projekte WindSTARK 1 und SolarSTARK 1 informiert. Für beide Projekte wurden mittlerweile Projektsteckbriefe und die zugehörigen Reservierungsformulare erstellt. Alle Informationen sind digital verfügbar.

WindSTARK 1

Das 2 MW-Bürgerwindrad-Projekt auf der „Neutscher Höhe“ ist nun soweit gediehen, dass die Möglichkeit besteht Beteiligungspakete an dem Projekt zu reservieren:

Unter www.energiegenossenschaft-starkenburg.de/unterlagen/informationen/steckbrief_windstark_1_lesen.pdf ist der Projekt-Steckbrief verfügbar, der alle wesentlichen Informationen zu Technik und Finanzen enthält.

Unter www.energiegenossenschaft-starkenburg.de/unterlagen/formulare/reservierung_beteiligung_windstark_1.pdf steht ein Formular mit dem Beteiligungspakete an dem Projekt zunächst unverbindlich reserviert werden können.

SolarSTARK 1

Das Projekt einer 140 kWp-Photovoltaikanlage auf dem Hallendach der Firma ESM GmbH in Heppenheim ist ebenfalls weit fortgeschritten.Unter www.energiegenossenschaft-starkenburg.de/unterlagen/informationen/steckbrief_solarstark_1_lesen.pdf ist der einen Projekt-Steckbrief verfügbar, der alle wesentlichen Informationen zu Technik und Finanzen enthält.

Unter www.energiegenossenschaft-starkenburg.de/unterlagen/formulare/reservierung_beteiligung_solarstark_1.pdf ist das zugehörige Reservierungsformular erhältlich.

Die ES hofft nun auf eine rege Bürgerbeteiligung, damit die Projekte auch tatsächlich so wie geplant über die Energiegenossenschaft Starkenburg realisieren werden können.

Es sind in diesem Zusammenhang auch noch Veranstaltungen im Raum Ober-Beerbach (WindSTARK) und in Heppenheim (SolarSTARK) geplant, um die Projekte direkt vorzustellen. Die Termine werden wir Ihnen rechtzeitig mitteilen.

Bei Fragen steht auch unsere Geschäftsstelle telefonisch unter 06252 / 12 41 382 zur Verfügung.

Energiegenossenschaft Starkenburg beim Kongress „Volle Energie“ vertreten

Auf Einladung von MetropolSolar referierte Vorstand Micha Jost am 20.2.2011 in Mannheim über die Ziele und Projekte der Energiegenossenschaft Starkenburg. Dabei wurden auch die beiden Energieprojekte vorgestellt. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kongresses „Volle Energie“ im Forum der Jugend statt.

Jost spannte in seinem Vortrag den Bogen vom den Erfinder des Genossenschaftswesens Friedrich Wilhelm Raiffeise bis hin zu den konkreten Finanzierungskonzepten der ES.

Der Vortrag stiess auf reges Publikumsinteresse und sorgte im Nachgang noch für eine angeregte Diskussion über die Möglichkeiten bürgerschatftlichen Engagements im Bereich der Erneuerbaren Energien in der Region. 

Die Präsentation ist auch als pdf-Datei verfügbar.

http://www.energiestark.de/es-20-02-2011-mannheim.pdf

Energiegenossenschaft Starkenburg präsentiert neuen Flyer

Rechtzeitig zum Kongress MetropolSolar am 20.02.2011 im Mannheim hat die ES ihren ersten Info-Flyer fertiggestellt. Auf 8 Seiten werden die Ziele und Konzepte der neuen Energiegenossenschaft  anschaulich dargestellt. Die Auflage betrug 800 Stück. Bereits in Mannheim fanden rund 150 Exemplare die ersten interessierten Abnehmer.

Als nächstes sollen nun Projektstecjbriefe zu den beiden Energieprojekten „Solar-STARK 1“ und „Wind-STARK 1“ folgen. Darin sind vor allem technische und finanzielle Details der Vorhaben zusammengestellt.

Der Flyer ist auch als pdf-Version verfügbar.

http://www.energiestark.de/image_broschuere_es_2_2011.pdf

Regierungspräsidium Darmstadt ebnet Weg für Bürgerwindrad – Sofortvollzug zum Bau auf der Neutscher Höhe angeordnet

Bei der Realisierung des Bürgerwindrades auf der „Neutscher Höhe“ ist man einen großen Schritt weitergekommen. In der 15-seitigen Anordnung zum Sofortvollzug hat die Genehmigungsbehörde in Darmstadt grünes Licht für den Bau gegeben.

Anlass waren die derzeit anhängigen Klagen beim Verwaltungsgericht Darmstadt, die nun aber das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) in diesem Zusammenhang als wenig aussichtsreich eingestuft hat. Es gäbe hier „fehlende Erfolgsaussichten der Klagen“, so die Aussage der Behörde. Dem gegenüber konstatierte das RP in seiner ausführlichen Begründung ein „überwiegendes öffentliches Interesse“ an der Umsetzung des Windradprojektes. Ausführlich begründet wird dies mit der Notwendigkeit zur Sicherung einer wirtschaftlichen Energieversorgung, den eindeutigen Vorgaben der Bundes- und Landespolitik und dem notwendige Fortschritt beim Klimaschutz.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) wird in Neutsch nun ihr zweites und bislang größtes Projekt in Angriff nehmen. Die Nettoinvestition für das 2 Megawatt Windrad beträgt knapp 3,6 Mio. €. „Wir können rund 2.000 Anteile an dem Bürgerwindrad anbieten und somit theoretisch 2.000 Menschen an dieser Stelle mit einbeziehen“, so das Darmstädter Vorstandsmitglied Micha Jost.

Dabei geht es der ES vor allem darum den Bürgern der umliegenden Kommunen Neutsch, Ober-Beerbach, Frankenhausen, Nieder-Beerbach und Steigerts, die Möglichkeit einer Beteiligung an diesem Klimaschutzprojekt zu bieten.

„Wir wollen, dass die Menschen vor Ort ihrem angelegten Geld bei der Arbeit zusehen können,“ sagt Vorstandsmitglied Jost und beschreibt die grundsätzlichen Rahmenbedingungen einer finanziellen Beteiligung:

„Wir bieten kein Biotop für Renditehaie. Der schnelle Euro ist mit uns nicht zu machen. Die Investition ist eine langfristige und nachhaltige Geldanlage in den Klimaschutz vor Ort. Trotzdem können wir deutlich höhere Zinsen als ein Sparbuch anbieten“, so Jost zu den möglichen Renditeerwartungen.

Informationen zum Projekt „Wind-STARK 1“ sind auf der Homepage zu finden. http://www.energiestark.de/html/windenergie.html

Ab der kommenden Woche (KW 8.) kann über die Website auch eine unverbindliche Vormerkung für den Erwerb von Anteilen am Bürgerwindrad erfolgen.

VOLLER ENERGIE – MetropolSolar-Konferenz am 20. Februar 2011 in Mannheim – Energiegenossenschaft Starkenburg präsentiert sich

Die Mannheimer Energiewende-Infotag 2011 ist mit profilierten ReferentInnen und einem umfangreichen Programm die zentrale Veranstaltung für Erneuerbare Energien-Akteure in Mannheim und der Region.

Im Rahmen des Forums „Bürger investieren in Erneuerbare“ ab 16:00 Uhr, wird Vorstandsmitglied Micha Jost die Aktivitäten der neuen Energiegenossenschaft vorstellen und die ersten Projekte erläutern. Ort: Jugendkulturzentrum Forum Neckarpromenade 46,  Mannheim

Termin: Sonntag, 20.02.2011 ab 9:30 Uhr

Pressetermin auf der Neutscher Höhe

[Windrad Nr. auf der Neutscher Höhe. Seit 1994 produziert diese 600 kW Anlage umweltfreundlichen Strom]

Am 14. Januar 2011 fand ein Pressetermin der Energiegenossenschaft Starkenburg auf der Neutscher Höhe statt. Manfred Conrad, unser Neutscher Aufsichtsratsvorsitzender sowie Vorstand Micha Jost hatten die schreibende Zunft an diesem windigen Nachmittag eingeladen. Hintergrund war es die Energiegenossenschaft sowie die Pläne für ein Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe vorzustellen. Das Darmstädter Echo war dann auch mit einem Redakteur vertreten.

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat mit Datum vom 03.12.2010 die Genehmigung zur Errichtung von zwei Windenergieanlagen auf der „Neutscher Höhe“ bei

Ober-Beerbach erteilt. Eines dieser Windräder (Leistung 2 MW) soll über die ES finanziert werden.

Die prognostizierte Stromerzeugung beträgt gemäß Windgutachten rund 5.000 Megawattstunden pro Jahr. Damit könnte ein Windrad die Stromversorgung von 1.250 Haushalten sicherstellen. Dabei werden jährlich rund 2.800 Tonnen CO2 eingespart.

Für die finanzielle Beteiligung an diesem Projekt sollen insbesondere Menschen aus dem unmittelbaren Umfeld des Standortes gewonnen werden, die dann auch von den Erträgen dieser umweltfreundlichen Energieerzeugung profitieren können.

Die ES würde es sehr begrüßen, wenn die Nachbarkommunen das Konzept des Bürger-Windrades mittragen würden. Von Seeheim-Jugenheim hat die ES bereits positive Signale erhalten. Die ES wird in den nächsten Wochen das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und für das Konzept werben.

Grundsteinlegung zu erstem Photovoltaik-Projekt der Energiegenossenschaft

[Bürgermeister Gerhard Herbert, ESM-Chef Franz Mitsch und Micha Jost (Vorstand Energiegenossenschaft Starkenburg, vierter bis sechster von links) beim ersten Spatenstich für den Hallenneubau der Windenergie-Firma ESM an der Heppenheimer Tiergartenstraße. ]

Die in Rimbach-Mitlechtern beheimatete Firma Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH (ESM) errichtet auf einem 25 000 Quadratmeter großen Areal südlich der Firma Langnese eine 4000 Quadratmeter große und 10 Meter hohe Halle, in die ein Großteil der Lagerhaltung, Montage, Verpackung sowie Versand verlegt werden soll. Firmeninhaber Franz Mitsch ist Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg und hat der Genossenschaft dankenswerter Weise sein Firmendach für eine 140 kWp-PV-Anlage zur Verfügung gestellt.

Zum Spatenstich war neben Inhaber Franz Mitsch unter anderem Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD) gekommen. Herbert zeigte sich erfreut über die Neuansiedlung, handelt es sich bei ESM doch um exakt die Art von Unternehmen, die seit langem für die Kreisstadt gefordert werden: Produzierendes Gewerbe mit vielen Arbeitsplätzen statt Logistikfirmen mit wenig Personal und viel zusätzlichem Schwerverkehr. Er kündigte bereits an, ESM zu unterstützen und sich für die Ansiedlung weiterer Firmen aus dem Bereich erneuerbarer Energien in unmittelbarer Nachbarschaft zu ESM stark zu machen.

Ebenfalls vor Ort waren zahlreiche Gründungsmitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg. Die Genossenschaft wird als erstes Projekt eine 140- kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle errichten. Mit der Fertigstellung ist im Mai zu rechnen.

Erstes Treffen mit Energiegenossenschaft Odenwald

[Micha Jost (links) im Bild und Christian Breunig (rechts) wollen in Zukunft eng kooperieren.]

Am 7. Januar fand ein fast 3 stündiges Treffen mit dem Vorstand der Energiegenossenschaft Odenwald statt. Gemeinsam wollte man die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausloten. Die Odenwälder Energiegenossenschaft (EGO) ist bereits seit 2008 sehr erfolgreich bei der Umsetzung von Projekten im Bereich der regenerativen Energien.

EGO-Vorstand Christian Breunig, ES-Vorstand Micha Jost und Gründungsmitglied Jürgen Simon erörterten ausführlich einige mögliche Projekte. Weitere Treffen sollen folgen.

Großes Interesse zeigten die Odenwälder im Bereich der Windenergie, da Projekte dieser Art bislang noch nicht umgesetzt wurden.

WindSTARK 2

Die HSE AG hat in einem Waldareal auf dem Binselberg bei Groß-Umstadt zwei Windenergieanlagen errichtet und im Winter 2010/2011 in Betrieb genommen. In der Absicht am Standort auch eine Bürgerbeteiligung zu realisieren, wurde die ES 2013 in das Projekt mit eingebunden.

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Logo fertiggestellt – Benedikt Kuhn von der Mannheimer Agentur QN-Design entwirft markantes Erscheinungsbild

Benedikt Kuhn von der prämierten Mannheimer Agentur QN-Desing hat das Logo der Energieagentur gestaltet. Wichtig war den Gründungsmitgliedern mit dem Logo die Begrifflichkeit von Gemeinsamkeit zum Ausdruck zu bringen.

Vorausgegangen war ein intensive Diskussion, über die Grundausrichtung. Es gab auch Stimmen die das Thema regenerative Energie im Logo deutlichet sichtbar machen wollen. An dieser Stelle bestand jedoch die Gefahr, durch zu viele Bildelemente die Erscheinung zu überladen.

Am Ende der Diskussion stand das markante und gleichzeitig moderne Logo, das 3 stilisierte Menschen mit einem klaren Schriftzug verbindet.

Die Gründungsmitglieder sind sehr zufrieden mit den gelungenen Entwürfen der Mannheimer Designprofis, die übrigens mit dem originellen Konzept“ Bembel with care“ für eine Odenwälder Getränkefirma für Aufsehen in der Branche gesorgt hatten.