Am vergangenen Sonntag waren die Wanderfreunde Bensheim zu Gast an unserer Biogasanlage in Lorsch. Die bunt gemischte Gruppe umfasste Teilnehmende im Alter von zehn Jahren bis ins Seniorenalter.
Als Hausherrin nahm Julia Straus die Besuchergruppe in Empfang. Um die mikrobielle Verwandlung von Mais bis hin zu Biogas darzustellen, hatte sie bereits Anschauungsmaterial vorbereitet. Verschiedene Eimern enthielten Proben mit dem Material der jeweiligen Abbauschritte. Damit konnten die Besucherinnen und Besucher den langen Weg vom frisch geernteten Mais, über den ein Jahr lang silierten Mais, das Substrat im Fermenter bis hin zum Endlager nachvollziehen. Auf diese Weise erhielten die Gäste einen intensiven Einblick in die Abläufe der Anlage. Dass die gesamten biologischen Prozesse das Ergebnis der „Arbeit“ natürlich vorkommender Bakterien ist, sorgte für allgemeines Erstaunen bei den Wanderfreunden.
Aus dem Endprodukt Biogas entsteht letztlich Strom und Wärme, während der verbleibende Gärrest als wertvoller Dünger auf den Feldern eingesetzt wird. Auf diese Weise entsteht ein nahezu geschlossener Kreislauf, in dem nichts ungenutzt bleibt. Bilanziell kann die Biogasanlage pro Jahr rund 3.000 Menschen mit Strom versorgen.
Während der Führung gab es reichlich Gelegenheit für Fragen. Von der Gelegenheit sich über Erneuerbare Energien sowie die Arbeit der Energiegenossenschaft auszutauschen wurde reger Gebrauch gemacht. Besonders erfreulich war, dass auch ein Ehepaar aus den Reihen unserer Mitglieder den Termin auf unserer Homepage entdeckt hatte und spontan zur Führung dazustieß.
Zum Abschluss wartete noch ein besonderer Programmpunkt auf die Wanderfreunde: Gemeinsam stellte sich die Gruppe auf unsere Fahrzeugwaage – und brachte dabei stolze 1,5 Tonnen auf die Waage.
Wir bedanken uns herzlich bei den Wanderfreunden Bensheim für ihren Besuch und das Interesse an der Lorscher Biogasanlage.