Atemberaubende Ausblicke von der Guten Ute – Jubiläumsquizgewinner besichtigt Bürgerwindrad

Auf diesen Tag hat unser Mitglied Dr. Roland Janzon lange hingefiebert. Am 8. April öffnete sich dann endlich ein geeignetes Zeitfenster für seinen Windradbesuch, inclusive Gondelbesichtigung! Unser Jubiläumsquiz-Gewinner durfte hautnah erleben, wie es sich anfühlt, die Welt aus der Perspektive unserer „Guten Ute“ zu betrachten. Schon beim Eintreffen auf der Neutscher Höhe lag eine besondere Anspannung in der Luft – denn der Aufstieg auf eine Windenergieanlage ist nichts Alltägliches, sondern ein echtes Erlebnis, das nur wenigen Menschen vergönnt ist, sofern man nicht zur Zunft der Windradtechniker gehört. 

Die erste Hürde auf dem Weg nach oben besteht im sorgfältigen Anlegen der Sicherheitsausrüstung (PSAgA – Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz). Dazu gehören unter anderem ein Auffanggurt, ein Schutzhelm, ein Bandfalldämpfer sowie ein Läufer als Bestandteil der Steigschutzsicherung an der Leiter. Denn Sicherheit steht an erster Stelle. Glücklicherweise verfügt die Anlage über einen Lift, sodass sich der körperlich anspruchsvolle Aufstieg per Leiter sich auf nur wenige Meter reduziert – dennoch bleibt der Moment, in dem man die Höhe erstmals bewusst wahrnimmt, beeindruckend.

Die letzten Meter vom Turm in die Gondel fordern etwas Geschick, denn hier muss der Turmdrehkranz passiert werden. Schritt für Schritt geht es weiter nach oben, bis sich schließlich die Luke zum Maschinenhaus öffnet. Oben angekommen präsentiert sich die beeindruckende Technik des Windrads aus nächster Nähe – ein Blick hinter die Kulissen, der sonst nur unseren Monteuren vorbehalten ist. Das Maschinenhaus mit Getriebe, Generator und Steuerungstechnik wirken aus dieser Perspektive noch einmal ganz anders und vermitteln einen direkten Eindruck von den gewaltigen Dimensionen der Anlage.

Und als hätte es der Tag besonders gut gemeint, begleitete uns bestes Kaiserwetter. Aus rund 100 Metern Höhe auf der Neutscher Höhe bot sich ein weiter, ungetrübter Blick über den Odenwald bis weit in die Rheinebene, die Skyline von Frankfurt bis zu den Ausläufern des Taunus. Ein Panorama, das zum Innehalten einlädt und das man nicht so schnell vergisst. 

Wir vermuten, dass auch unser Gewinner dieses Erlebnis noch lange in Erinnerung behalten wird.

Dr. Janzen hat einen eigenen Bericht über seinen Ausflug verfasst:

Darmstädter Besuchergruppe zu Gast in der Biogasanlage Lorsch

Anfang März machten Mitglieder der Online-Community „Feier@bend“ Station an unserer Biogasanlage. Die Darmstädter Regionalgruppe umfasst Menschen ab 60 Jahren und steht unter dem Motto „gemeinsam statt einsam“. Regelmäßig treffen sich die Mitglieder zu gemeinsamen Aktivitäten und Ausflügen in der Region.

Dieses Mal führte der Ausflug die Gruppe zur Biogasanlage der Energiegenossenschaft Starkenburg in Lorsch. Die interessierten Besucherinnen und Besucher erhielten dabei aus erster Hand spannende Einblicke in die Anlage und ihre Arbeitsweise.

Julia Straus übernahm die Führung und erklärte anschaulich, wie in der Anlage aus nachwachsenden Rohstoffen Biogas entsteht und anschließend zur Energiegewinnung genutzt wird. Dabei konnten die Gäste nicht nur die technischen Abläufe kennenlernen, sondern auch erfahren, welche Rolle Biogasanlagen für eine regionale und nachhaltige Energieversorgung spielen.

Die Teilnehmenden nutzten ausgibig die Gelegenheit um Fragen zu stellen und sich über erneuerbare Energien sowie die Arbeit der Energiegenossenschaft auszutauschen. Der Besuch bot somit nicht nur informative Einblicke, sondern auch einen schönen Anlass für Begegnung und gemeinsames Erleben.

Wir bedanken uns herzlich für das Interesse und den Besuch an unserer Anlage und freuen uns über das große Engagement für gemeinschaftliche Aktivitäten in der Region.

Aktuelles von den Bürgerwerken – dynamischer Stromtarif

Ab sofort können Sie unseren neuen dynamischen Stromtarif abschließen: 

BürgerÖkostrom flex.

Dynamische Tarife bieten die Möglichkeit, Ihre Stromkosten aktiv zu beeinflussen und die Kraft der Erneuerbaren Energien optimal zu nutzen. Wenn Sie Ihren Verbrauch in die Tageszeiten legen, in denen viel Energie aus Wind und Sonne im Netz ist und die Strompreise dadurch günstig sind, können Sie Kosten sparen. Unser neuer Tarif bietet Ihnen aktuelle Marktpreise, die viertelstündlich abgerechnet werden. Eine übersichtliche Darstellung in unserer App zeigt den Verbrauch von gestern und länger zurückliegenden Zeiträumen. Außerdem sind Arbeitspreise je Viertelstunde und Hinweise auf günstige Zeitfenster für den aktuellen sowie für den folgenden Tag dargestellt.

Wichtiger Hinweis: Um BürgerÖkostrom flex nutzen zu können, benötigen Sie ein intelligentes Messsystem, auch „Smart Meter“ genannt. 

Die Vorteile von BürgerÖkostrom flex auf einen Blick

    • Dynamisch: Strom ist dann besonders günstig, wenn viel erneuerbarer Strom im Netz ist.
    • Volle Kontrolle: Monatlich kündbarer Tarif und Transparenz über Ihre Stromkosten in der App.
    • Energiewende in Bürgerhand: Sie fördern direkt unsere Genossenschaft im Verbund der Bürgerwerke mit 0,5 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde.
    • Sicherheit: Nahtloser Wechsel und garantierte Stromversorgung.
    • Kostenloser Wechselservice: Einfach Daten eingeben und wir kümmern uns um alles andere!

Wechseln Sie jetzt zu BürgerÖkostrom und unterstützen Sie die Energiewende in unserer Region – wir freuen uns auf Sie!

 

mehr Infos zum STARKstrom

SolarSTARK 50 in Rimbach – ein Hochbehälter wird zum Jubiläumsprojekt

Zu unserem 15-jährigen Bestehen entsteht aktuell ein Projekt, das in vielerlei Hinsicht bemerkenswert ist: SolarSTARK 50, unsere 50. Photovoltaikanlage, wird künftig dazu beitragen, die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Rimbach nachhaltig und energieeffizient zu sichern. Am 27. November stellte die Gemeinde im Rahmen eines Pressetermins den Baufortschritt des neuen Hochbehälters vor – ein Millionenprojekt mit beeindruckende Dimensionen. Der Rohbau ist fertiggestellt, und schon beim Betreten der Halle wird deutlich: Hier entsteht eine hochmoderne Anlage, die Rimbach  zukunftssicher mit Wasser versorgen wird.

Der neue Hochbehälter misst etwa 50 Meter Länge, 20 Meter Breite und über 9 Meter Höhe. Die bietet Platz für zwei großvolumige Edelstahlbehälter mit einem Gesamtfassungsvermögen von 2.800 Kubikmetern. Mit Baukosten von rund 3,7 Millionen Euro enteht auf der Bergkuppe aktuell das größte Infrastrukturprojekt der Gemeinde. Der Bau begann Ende 2024, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2027 vorgesehen. Schon jetzt zeigt sich: Der Ersatzbau ist ein sinnvoller und notwendiger Schritt, denn der alte Hochbehälter war sowohl technisch überholt als auch an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Zudem wird ein Teil des bisherigen Behälters künftig als Feuerwehrzisterne erhalten bleiben – ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit angesichts steigender Waldbrandgefahr.


Solarenergie für eine kostengünstige und nachhaltige Wasserversorgung

Hier kommt unser Jubiläumsprojekt ins Spiel: Auf dem Hallendach entsteht die neue Bürgersolaranlage SolarSTARK 50.

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Installierte Anschlussleistung: 160 kWp

  • Stromertrag: ca. 140.000 kWh/a

  • Nutzung: Versorgung der Pumpen, Lüftungsanlagen und weiterer Technik des Hochbehälters

  • Vorteil für die Kommune: Reduzierte Betriebskosten durch unseren günstigen Sonnenstrom

  • nur der Überschussstrom wird ins öffentliche Netz eingespeist

  • Beitrag für Klimaschutz: jährlich ca. 70 t CO2-Einsparung

  • Investitionsbedarf: ca. 110.000 €

Die Montage der Module ist bereits für Dezember geplant. Die PV-Anlage kann voraussichtlich Mitte 2026 ans Netz gehen. Die vollständige Inbetriebnahme des gesamten Hochbehälters wird nach aktueller Planung im Jahr 2027 erfolgen. Mit SolarSTARK 50 entsteht ein Projekt, das nicht nur unser Jubiläum würdigt, sondern auch eindrucksvoll zeigt, wie Bürgerenergie kommunale Infrastruktur stärken kann.

Wie bei allen unseren Projekten gilt auch hier das bewährte Prinzip der Projektnähe. Zunächst erhalten die Bürgerinnen und Bürger in Rimbach und Umgebung die Möglichkeit sich finanziell zu beteiligen.

SolarSTARK 48 XXL – Besuch aus Afrika

Kaum sind wir Anteilseigner am neuen Solarpark in Lampertheim (SolarSTARK 48 XXL), geworden, bekommen wir auch schon weitgereisten Besuch aus Afrika. Gemeinsam mit der technischen Betriebsführung der GGEW durften wir sieben Ingenieure aus Mauretanien begrüßen. Die Besichtigung war Teil eines Trainings, das die GOPA-Gruppe im Rahmen eine Entwicklungshilfeprojektes organisiert hat. Bei eisigen Temperaturen, aber perfekten Sonnenschein entwickelten sich vor Ort rasch intensive Fachgespräche.

Besonders spannend: Die Gäste berichteten aus ihrem Berufsalltag in einem Umfeld, in dem Solarenergie zwar ideale Voraussetzungen hat – viel Sonne, viel Fläche –, jedoch mit ganz eigenen Herausforderungen zu kämpfen ist. Allen voran: Sand. Er belastet Module und Wechselrichter erheblich und erfordert völlig andere Wartungs- und Schutzkonzepte als in Mitteleuropa. Dieser Erfahrungsaustausch aus erster Hand war für uns ebenso wertvoll wie für unsere Gäste, die wiederum die technischen Standards und Prozesse einer deutschen Freiflächenanlage kennenlernen konnten.

Der Besuch aus Westafrika weckte Erinnerungen an eine vergangene Zusammenarbeit. Aus Kontakten durch die „World Community Power Conference“ 2018 in Bamako (Mali) entstand damals die Idee für das Projekt AfrikaSTARK. Die Energiegenossenschaft Starkenburg unterstützte den Aufbau eines solaren Bewässerungssystems für die Landwirtschaft in Mali – ein Projekt, das lokale Unternehmen stärkte und nachhaltige Wertschöpfung ermöglichte. Das gemeinsame Vorhaben zeigte beispielhaft, wie Partnerschaft auf Augenhöhe und erneuerbare Energien zusammenwirken können.

Der Besuch aus Mauretanien verdeutlicht, wie intensiv Erneuerbare Energien heute international vernetzen. Während wir in Lampertheim auf moderne Infrastruktur und verlässliche Netztechnik setzen, kämpfen andere Regionen mit klimatischen Extremen – und bringen dafür wertvolle Praxiserfahrungen mit. Beides zusammen erweitert unseren Horizont: Wir lernen voneinander, wir entwickeln uns gemeinsam weiter – und wir leisten einen Beitrag zu einer globalen Energiewende, die nur im Miteinander gelingen kann.

Infomarkt „Windenergie in Groß-Umstadt“ – ES informiert Bürger vor Ort

Am 26. November fand in der Stadthalle Groß-Umstadt ein Informationsmarkt zum Thema „Windenergie Groß-Umstadt“ statt. Anlass war die geplante Erweiterung des Windparks Binselberg in östlicher Richtung um fünf weitere Windenergieanlagen. Projektentwicklerin ist die ENTEGA. Unser Beitrag besteht darin, die Bürgerbeteiligung vor Ort zu organisieren, diesmal gemeinsam mit der neu gegründeten Energiegenossenschaft Groß-Umstadt (EGU).

Entsprechend waren auch wir mit einem eigenen Informationsstand in der weitläufigen Halle vertreten. Die Veranstaltung bot eine gute Gelegenheit, unsere Genossenschaft vorzustellen und vor allem von unseren langjährigen Erfahrungen mit der Windkraft am Binselberg zu berichten: unser Projekt WindSTARK 2 (seit 2013).


Informationsmarkt statt Frontalvortrag – direkter Dialog im Mittelpunkt

Das Format des Informationsmarkts setzte bewusst auf offenen Austausch statt auf eine klassische Podiumsveranstaltung. An mehreren gleich gestalteten Ständen konnten Besucherinnen und Besucher ihre Fragen direkt an die jeweiligen Fachleute richten – ein Konzept, das stark an einen Marktplatz erinnert und Gespräche auf Augenhöhe ermöglicht.

Neben den Planern und Energiegenossenschaften präsentierten sich:

  • Die Stadt Groß-Umstadt, die ihre Rolle und Zuständigkeiten im Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren erläuterte

  • Hessen Forst, als Grundstückseigentümer, mit Informationen zu Auswirkungen und Rahmenbedingungen eines Windparks im Wald

  • LEA – LandesEnergieAgentur Hessen GmbH, mit Fachinformationen zur Energiewende im Land

  • Zwei Anti-Windkraft-Initiativen, die ihre Bedenken und Sichtweisen an eigenen Ständen darlegten

Durch diese Vielfalt an Ansprechpartnern konnten sich die Besucher ein umfassendes Bild der Projektplanung und der unterschiedlichen Perspektiven machen.


Großes Interesse – konstruktive Gespräche mit Befürwortern und Kritikern

Wir selbst kamen mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Besonders erfreulich war das große Interesse an unserem genossenschaftlichen Beteiligungsmodell. Einige wollten sich bereits direkt vor Ort auf die Warteliste für das Windprojekt setzen lassen.

Auch kritische Stimmen suchten den Austausch an unserem Stand. Wir nahmen uns Zeit, Fragen zu beantworten, Sorgen aufzunehmen und unsere Erfahrungen aus 15 Jahren Windkraftbetrieb in unserer Region transparent zu teilen. Unser Eindruck: Der Wissensdurst war groß – und wir hoffen, einen Beitrag zu einem sachlichen und fairen Dialog geleistet zu haben.

 

Jetzt entscheidend: Lammerskopf im Regionalplan behalten – Ihre Unterstützung zählt!

In den kommenden Wochen fallen zentrale Entscheidungen für die Zukunft der Energiewende in unserer Region:
Am 21. November berät der Planungsausschuss des Verbands Region Rhein-Neckar (VRRN) über den Teilregionalplan Windenergie, am 12. Dezember entscheidet die Verbandsversammlung endgültig. Damit wird festgelegt, wo künftig Windenergie möglich ist – und wo nicht.

Gefährdet ist der Status einer Windvorrangfläche am Lammerskopf zwischen Heidelberg und Schönau an dessen Umsetzung auch die Energiegenossenschaft Starkenburg, gemeinsam mit der Heidelberger Energiegenossenschaft und der Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau beteiligt ist. Hier soll ein Bürgerwindpark entstehen.

Wir fordern den VRRN und seine Ausschussmitglieder auf:
👉 Lassen Sie den Lammerskopf im Regionalplan und ermöglichen Sie die vertiefte Prüfung des Projekts

Warum der Lammerskopf bleiben muss:

  1. Der Lammerskopf ist einer der besten Windstandorte Nordbadens.
    Er gehört zu den windreichsten Gebieten der gesamten Metropolregion und bietet damit beste Voraussetzungen, um effizient und klimafreundlich Strom zu erzeugen – dort, wo er auch gebraucht wird – in Heidelberg.
  2. Die Verträglichkeit mit dem Naturschutz ist weitgehend gegeben – Konflikte in Teilbereichen sind lösbar. Die bisher vorliegenden, umfangreichen Gutachten zeigen: Ein Windprojekt ist unter Berücksichtigung geeigneter Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen grundsätzlich möglich. Selbst die Höhere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Karlsruhe hält die vorgelegte FFH-Verträglichkeitsprüfung für plausibel. Offene Detailfragen – etwa zur Zuwegung – können und sollen im nachgelagerten Genehmigungsverfahren geklärt werden. Ein Abbruch des Verfahrens an dieser Stelle wäre voreilig und vor allem fachlich unbegründet.
  3. Das Projekt ist regional, bürgernah und vorbildlich. Am Lammerskopf plant kein auswärtiger Großkonzern, sondern ein Konsortium aus drei regionalen Energiegenossenschaften und den Stadtwerken Heidelberg. Über 50 % der Anteile liegen bei Bürgerenergiegenossenschaften – damit bleibt die Wertschöpfung in der Region und das Projekt unter demokratischer Kontrolle. Die Stadt Heidelberg als größte Standortkommune unterstützt das Vorhaben ausdrücklich.
  4. Faire Lastenverteilung in der Energiewende. Während im Neckar-Odenwald-Kreis bereits 43 Windräder stehen und 14 weitere geplant sind, gibt es im Rhein-Neckar-Kreis bisher keine einzige Anlage. Gerade deshalb wäre es ein falsches Signal, den Lammerskopf – das wichtigste Projekt im Kreis – zu streichen. Die Energiewende ist eine gemeinsame Aufgabe, und alle Regionen sollten ihren Beitrag leisten. 
  5. Der Lammerskopf ist bereits jetzt schon der am besten untersuchte Standort der Region. In enger Abstimmung mit Behörden, Fachgutachtern und Naturschutzverbänden wurden in den letzten Jahren umfangreiche Untersuchungen durchgeführt – in einer Detailtiefe, die bereits Genehmigungsniveau erreicht. Dass nun kleinste Unklarheiten (z. B. zur Zuwegung auf nur 0,01 % der Fläche) als Ablehnungsgrund herangezogen werden, ist unverhältnismäßig. Die Regionalplanung überschreitet hier ihre raumplanerischen Kompetenzen und verletzt den Gleichbehandlungsgrundsatz im Vergleich zu anderen Standorten.

Was auf dem Spiel steht:

  • 80–90 Millionen Euro Investition in eine klimafreundliche, regionale Energieversorgung
  • Rund 150 Millionen kWh grüner Strom pro Jahr, genug für zehntausende Haushalte
  • Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung für Stadt und Umland
  • Ein wichtiger Beitrag zur regionalen Wärmewende, z. B. durch den Betrieb der geplanten Flusswasserwärmepumpen der Stadtwerke Heidelberg für das kommunale Nahwärmenetz.

Unser Appell:
Beenden Sie den Prozess am Lammerskopf nicht politisch, bevor er fachlich abgeschlossen ist.
Geben Sie der Fläche die Chance, in die zweite Offenlage zu gehen – für eine sachgerechte, vertiefte Prüfung durch Fachbehörden, Gutachter und für eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung.

Petitionsstarter: Thomas Rinneberg

SolarSTARK 48 XXL – Energiegenossenschaft Starkenburg wird Projektpartner bei PV-Freiflächenanlage in Lampertheim -Bürgerbeteiligung in Millionenhöhe geplant

Seit Januar 2025 speist die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage der Solarpark Lampertheim GmbH zuverlässig Strom ins Netz. Mit einer Leistung von rund 6 Megawatt erzeugt sie jährlich so viel klimafreundlichen Strom, dass rechnerisch rund 7.000 Menschen aus dem Projektumfeld damit versorgt werden können. Errichtet wurde die Anlage von einem Konsortium aus GGEW AG und der ENTEGA Regenerativ GmbH.

Um nun auch die Bürgerinnen und Bürger stärker einzubinden, hat die GGEW AG jetzt die Hälfte ihres Anteils an die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) abgegeben. Aufgabe der ES wird darin bestehen eine umfassende regionale Bürgerbeteiligung zu organisieren. Hierbei geht es um ein Volumen von rund 1,6 Mio. Euro. In diesem Zusammenhang ist eine Informationsveranstaltung vor Ort geplant. Gleichzeitig sind bereits ab sofort digitale Informationen verfügbar.
Die Solarpark Lampertheim GmbH wird nun von drei gleichberechtigten Partnern getragen: der GGEW AG, der ENTEGA Regenerativ GmbH und der Energiegenossenschaft Starkenburg eG – alle halten jeweils 33,3 Prozent der Anteile.

Carsten Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der GGEW AG, betont:
„Die Bürgerbeteiligung ist uns allen ein besonderes Anliegen. Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir, dass die Menschen vor Ort nicht nur von sauberem Strom, sondern auch direkt von den wirtschaftlichen Vorteilen profitieren. Die Energiegenossenschaft Starkenburg eG kann in Sachen Bürgerbeteiligung auf 15 Jahre Erfahrung verweisen und ist von daher eine ideale Ergänzung der bisherigen Betreibergesellschaft.“

Mit der neuen Konstellation setzen die drei Partner ein deutliches Zeichen für eine dezentrale und bürgernahe Energiewende in Südhessen.

Projektinformationen für die Bürgerbeteiligung können bei der Energiegenossenschaft Starkenburg eG unter info@energiestark.de angefordert werden.

Am 22.10. findet im Lampertheimer Stadthaus (Römerstraße 102) ein Infoabend statt (Beginn: 19:00 Uhr).

Generalversammlung der Energiegenossenschaft in Elmshausen: Positive Bilanz, erfolgreiche Projektentwicklung… und 5 % Dividende

Auch in diesem Jahr konnte die Generalversammlung der Energiegenossenschaft  im Festzelt des TSV Elmshausen eine äußerst positive Bilanz der Geschäftsentwicklung ziehen. 

Der Vorstand berichtete umfassend über das Geschäftsjahr 2024. In einem über 100seitigen Geschäftsbericht, der  allen Mitgliedern vorlag, wurden die relevanten Entwicklungen ausführlich dargestellt. Die wesentlichen Zahlen und Grafiken wurden in Auszügen präsentiert. Trotz eines insgesamt durchschnittlichen Jahres konnte die Genossenschaft eine Dividende von 5 % an die Mitglieder ausschütten – ein erfreuliches Ergebnis, das den positiven Trend und die solide finanzielle Basis der Genossenschaft widerspiegelt.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor liegt in dem bisherigen Investitionsvolumen von über 22 Millionen Euro in Erneuerbare Energien. Dieses bedeutende finanzielle Engagement, das weitgehend aus Bürgerkapital besteht, umfasst 45 Bürgersolaranlagen, eine Biogasanlage, drei Bürgerwindräder sowie vier Beteiligungen an Windparks. Im vergangenen Jahr wurden rund 25 Millionen Kilowattstunden grünen Stroms erzeugt – ein beeindruckendes und solides Ergebnis, das die Rolle der Genossenschaft als wichtigen Akteur im Bereich der erneuerbaren Energien unterstreicht.

Mit Blick auf die Zukunft setzt die Energiegenossenschaft weiterhin auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen, insbesondere auf Dächern, aber auch im Zusammenhang mit Freiflächenanlagen. An mehreren Standorten laufen derzeit Genehmigungsverfahren. Trotz zuweilen fordernder genehmigungstechnischer Hürden, sind wir zuversichtlich die Projekte planmäßig umsetzen zu können.

Auch im Bereich der Windenergie gibt es erfreuliche Fortschritte zu vermelden: Der Bürgerwindpark Lammerskopf bei Heidelberg wird in enger Zusammenarbeit mit weiteren Energiegenossenschaften, den Stadtwerken Heidelberg und dem Trianel-Stadtwerke-Verbund konsequent vorangetrieben – eine Kooperation, die großes Potenzial für die Zukunft bietet.

Zusätzlich wurden an die Mitglieder im vergangenen Jahr Zinsen in Höhe von über 300.500 Euro für investierte Beträge in Form von nachrangigen Darlehen ausgezahlt – ein weiteres Zeichen für die positive Entwicklung der Genossenschaft.

Im Rahmen der Versammlung fand zudem die turnusgemäße Wahl des Aufsichtsrats statt. Einstimmig wiedergewählt wurden Manfred Conrad, Andreas Guthier, Brigitte Pötzl und Georg Schumacher. Neu im Gremium begrüßen wir herzlich Gerd Rech, der als neues Aufsichtsratsmitglied die Genossenschaft verstärken wird.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt die lange Warteliste für neue Mitglieder. Aktuell warten mehrere Hundert Interessierte darauf, Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Aufgrund der Satzung können neue Mitglieder jedoch nur aufgenommen werden, wenn zusätzlicher Kapitalbedarf besteht und sie aus dem direkten Umfeld neuer Projekte stammen. Mit Blick auf die geplanten Großprojekte sind wir jedoch zuversichtlich, dass die Warteliste im Jahr 2025 verkürzt werden kann.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Wettbewerb „EchtSTARK 2025“, bei dem die Genossenschaft erneut herausragende bürgerschaftliche und gemeinwohlorientierte Initiativen aus der Region auszeichnete. Aus sieben eingereichten Vorschlägen erreichten drei Finalisten die Endrunde und stellten ihre beeindruckenden Projekte dem Publikum vor. Die nachfolgende Abstimmung der Mitglieder brachte folgendes Ergebnis:

  1. KLIO – Klima-Initiative Ober-Ramstadt e.V.
    Preisgeld: 2.000,- €

  2. ABS Amphibien/Reptilien- und Biotopschutz Baden-Württemberg e.V. – Projekt „Wildes Heidelberg“
    Preisgeld: 1.500,- €

  3. Historischer Verein Neutsch e.V.
    Preisgeld: 1.000,- €

Die Genossenschaft bedankt sich bei allen Engagierten, die mit ihren Initiativen die Region nachhaltig stärken und lebenswert gestalten.

Foto: BBEn/Silke Reents

Rückblick auf den Bürgerenergiekonvent 2025 in Berlin – Energiegenossenschaft Starkenburg mittendrin

Am 16. und 17. Mai 2025 fand der Bürgerenergiekonvent des Bündnis Bürgerenergie in Berlin statt – ein zentrales Treffen der Bürgerenergiebewegung in Deutschland. Auch wir von der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) waren mit dabei – nicht nur als Teilnehmende. Unsrere Windkraftexpertin Julia Straus war mit ihrer Expertise als Referentin im Workshop „Windenergie für Bürgerenergiegemeinschaften“ gefragt.

In ihrem Beitrag präsentierte Julia die zahlreichen ES-Windprojekte und gab konkrete Einblicke in unsere langjährigen Erfahrungen bei der Planung und Gestaltung von Bürgerbeteiligung. Auf besonderes Interesse stießen dabei die verschiedenen standortspezifischen Kooperationsmodelle der Starkenburger. Hier wurde deutlich, dass es darauf ankommt aus der Fülle von Betreiberkonzepten passgenaue Lösungen zu entwickeln, die den jeweiligen Rahmenbedingungen gerecht werden.

Wichtig bei einer Veranstaltung dieser Art ist natürlich der fachliche Austausch mit anderen Initiativen aus ganz Deutschland. Das Themenspektrum reichte von innovativen Geschäftsmodellen bis hin zu den Herausforderungen im Umgang mit der aktuellen Gesetzeslage und dem sich verändernden Strommarkt.

Der Konvent bot eine breite Plattform für Vernetzung und politische Impulse. Der zweite Tag markierte mit dem Startschuss des Projekts CommunitE-Innovation zudem einen wichtigen Schritt hin zu mehr technischer und sozialer Innovation im Bereich der Bürgerenergie.

Wir nehmen viele neue Ideen und Kontakte mit zurück in die Region – und freuen uns darauf, die Bürgerenergiewende gemeinsam weiter voranzubringen.

Foto: BBEn/Silke Reents

Der Dossenheimer Jugendgemeinderat besucht den Windpark Greiner Eck

Am letzten Freitag im Februar hatten wir den Dossenheimer Jugendgemeinderat unter der Führung von Bürgermeister David Faulhaber im Windpark Greiner Eck zu Gast. Anlass dafür ist ein örtliches Windprojekt. Auf dem Gebiet Weißer Stein, oberhalb von Dossenheim und Schriesheim, befinden sich vorläufig ausgewiesene Flächen für die Windenergienutzung. Aktuell läuft dort ein Bewerbungsverfahren für einen interkommunalen Windpark. An der  Ausschreibung beteiligt sich auch unsere Energiegenossenschaft gemeinsam mit den Viernheimer Stadtwerken.

Der Jugendgemeinderat vertritt die Interessen der Dossenheimer Kinder und Jugendlichen. Er besteht aus 22 Mitgliedern zwischen zwölf und 20 Jahren. Angesichts der aktuellen öffentlichen Diskussionen über das Für und Wider wollte sich das Gremium aus erster Hand zum Thema Windkraft informieren, um sich am Ende selbst eine Meinung bilden zu können.

Julia Straus, die Windkraftexpertin der ES, Vorstand Micha Jost und Jochen Ohl von der Firma 3P Energieplan,  führten die Gruppe bei aprilartigem Wetter im Wechsel von Sonne, Schnee, Hagel und Regen zu zwei der fünf Windkraftanlagen. Für die Jugendlichen war eigens ein spezielles Online-Quiz in Sachen Windkraft vorbereitet worden. Mit dieser altergemäßen Methode erhielten die Besucher viele interessante Einblicke in die Windenergie. So erfuhren die Jugendlichen, dass es für eine Gemeinde/Stadt diverse Möglichkeiten gibt, finanziell an Windparks beteiligt zu werden und dass ein Windrad mehr als 6.000 von 8.760 Stunden eines Jahres Strom produziert. Überrascht waren die Gäste von der Tatsache, dass alle Anlagen im Windpark zu den Hauptflugzeiten der Fledermäuse automatisch angehalten werden.

Einen besonderen Höhepunkt gab es dann zum Ende der Führung. Die Besuchergruppe konnte auch den Innenbereich einer Windenergieanlage am Fuße des Turmes besichtigen. Diese nicht alltäglichen Einblicke in die komplexe Anlagentechnik und der Blick im Inneren bis fast hoch zur Gondel, beeindruckt unsere Gäste immer wieder.

Hintergrund:
Der Windpark Greiner Eck, erstreckt sich auf einem Bergrücken über Neckarsteinach/Hirschhorn und besteht aus fünf modernen Windenergieanlagen (ENERCON E-115- 3 MW). Er produziert im Schnitt jährlich über 28 Mio. kWh klimafreundlichen Strom.

Fünf Jahre vergingen von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Es war der erste Windpark im Kreis Bergstraße. Die Energiegenossenschaft Starkenburg betreibt seit 2017 dort ein eigenes Bürgerwindrad, das über eine lokale Bürgerbeteiligung finanziert werden konnte.

Die restlichen vier Windräder stehen im Eigentum der Stadtwerke Viernheim/Bad Vilbel, die das Projekt geplant und umgesetzt hatten.

Ein Batteriespeicher für den TV Büttelborn – Energiegenossenschaft Starkenburg erkundet neues Tätigkeitsfeld

Die Speicherung von Solarstrom erfährt zunehmende Bedeutung. Verbrauch und Erzeugung in Einklang zu bringen ist die Herausforderung der nächsten Jahre. Vor diesem Hintergrund haben der TV-Büttelborn und die  Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) das Projekt SolarSTARK 19 um einen Stromspeicher erweitert. Damit beginnt unser erster Versuch mit einem PV-Speicherbetrieb. Der TV Büttelborn ist ideal, da hier besonders in den Abendstunden viel Strom benötigt wird. Seit Mitte Dezember wird dort eine Batterie mit einer Kapazität von 28 kWh eingesetzt, um überschüssigen Sonnenstrom der 99 kWp-Anlage für die Nacht zu speichern. Dadurch könnte der Eigenstromanteil des Vereins jährlich um 8.000 kWh erhöht werden, was einer Verdopplung entspricht. Durch den Speicher lassen sich jährlich weitere 4 Tonnen CO2 einsparen.

Dank einer hauseigenen Visualisierung besteht die Möglichkeit, das Speichergeschehen sogar live und in Farbe in SolarSTARK View beobachten zu können. Hier werden die Be- und Entladevorgänge in Echtzeit dargestellt und statistisch ausgewertet. Die ersten Tage im neuen Jahr zeigte der Speicher bereits vollen Einsatz und wurde effizient genutzt. Wir sind sehr gespannt auf die Praxiserfahrungen, da es auch an anderen Standorten Einsatzmöglichkeiten für einen Speicher gibt. Derzeit betreibt die ES  42 PV-Dachanlagen.