Führungsreihe im Windpark Greiner Eck lockte zahlreiche Besucher

Gleich an fünf Samstagen hatten interessierte Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit zu einer besonderen Führungen im Windpark Greiner Eck. Gemeinsam ging es zu Fuß durch den Wald bei Neckarsteinach hinauf zu einem der Windräder und sogar bis hinein in den Turm. Hier ist die Energiewende nicht abstrakt, sondern hörbar, sichtbar und unmittelbar erlebbar.

Das Publikum war allein schon altersmäßig bunt gesmischt – vom Kleinkind im Buggy bis zu Ü 80. Die meisten reisten aus der Region rund um Heidelberg und Neckargemünd an, um sich im Vorfeld des anstehenden Bürgerentscheids zum Thema Windkraft im Wald ein eigenes Bild zu machen. Auch Gäste aus Bretten und Mitglieder unserer Genossenschaft nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, zuzuhören und Windkraft aus nächster Nähe kennenzulernen.

Bei einer Führung war die Heidelberger Energiegenossenschaft mit einem Filmteam vor Ort. Ein Auszug aus dem Filmmaterial ist hier zu sehen. Gedreht wurde das Material von David von der „Onkel Lina Filmproduktion„. Nicht zuletzt auch die Drohnenaufnahmen lieferten einducksvolle Bilder vom Windpark.

Im Mittelpunkt standen der direkte Austausch, ehrliche Antworten und Informationen aus erster Hand: Wie funktioniert eine Windkraftanlage? Was bedeutet ein Standort im Wald? Wie laufen Planung und Betrieb ab? Und welchen Beitrag kann Windenergie vor Ort zur Energiewende leisten? Das Greiner Eck liefert dazu seit Inbetriebnahme im Jahr 2017 konkrete Antworten.

Ein besonderer Höhepunkt war der „Tag der offenen Tür“ am 28.6. Trotz brütender Hitze war die Veranstaltung gut besucht. Einige Besucherinnen und Besucher machten sich zu Fuß auf den rund einstündigen Weg durch den Wald oder kamen sportlich mit dem Fahrrad. Wer den Aufstieg bei den hohen Temperaturen nicht selbst bewältigen konnte oder wollte, nutzte den Shuttlebus, der von der Stadt Heidelberg zur Verfügung gestellt wurde.

Ob bei den Samstagsführungen oder beim „Tag der offenen Tür“: Für viele war es ein eindrucksvoller Moment, eine Windkraftanlage nicht nur von außen zu sehen, sondern auch einmal hineinschauen zu dürfen. Vor Ort konnten die Gäste ihre Fragen direkt an die Menschen richten, die sich mit Technik, Planung, Betrieb und regionaler Bürgerenergie auskennen.

Beim Tag der offenen Tür erhielten Micha Jost und Julia Straus tatkräftige Unterstützung von Jürgen Simon und Dr. Jochen Ohl, die für Planung und Betriebsführung der Anlagen verantwortlich sind, sowie von der BEG Kraichgau, der Stadt Heidelberg und OdenWatt. Vielen Dank für Ihre und Eure Unterstützung!

Wir nehmen aus diesen Wochen vor allem eines mit: großes Interesse, viele gute Gespräche und den Wunsch vieler Menschen, sich jenseits von Mythen, Legenden und Vorurteilen selbst ein Bild zu machen. Genau dafür waren diese Führungen gedacht. Denn die Energiewende lebt davon, dass man miteinander spricht, Fragen zulässt und Orte schafft, an denen Zukunft ganz konkret sichtbar wird.