Auch in diesem Jahr fand die Generalversammlung der Energiegenossenschaft wieder im Festzelt des TSV Elmshausen statt. Die Örtlichkeit hat sich durch Lage und der vorhandenen Infrastruktur bewährt, nicht zuletzt auch durch das servierte „Odenwälder Fingerfood“, mit dem die Mitglieder dann auch umfangreiche Tagesordnungen problemlos überstehen.
Der Vorstand berichtete traditionell umfassend über das Geschäftsjahr 2025. In dem über 100seitigen Geschäftsbericht, den alle Mitglieder schon vor der Versammlung erhalten hatten, wurden die relevanten Entwicklungen ausführlich dargestellt. Die wesentlichen Zahlen und Grafiken wurden in Auszügen präsentiert.
Besonders in Auge fiel dabei der dynamische PV-Zubau, der satte 600% (!) über dem Vorjahr lag. Das geht vor allem auf das Konto eines Freiflächenprojektes gemeinsam mit ENTEGA und GGEW. Damit verbunden war ein deutlicher Mitgliederzuwachs von 20 % auf rund 1.500 Personen. Mehr als 26 Mio. Kilowattstunden Strom wurden 2025 erzeugt. Bilanziell lassen sich damit jährlich rund 26.000 Menschen versorgen. Grundsätzlich standen 2025 einem schwachen Windjahr durchschnittliche Erträge aus der Photovoltaik gegenüber. Die Biogasanlage in Lorsch musste im vergangenen Jahr einige technische Probleme meistern.
Sehr erfolgreich war wieder einmal das Ergebnis der Ausgründung der Projektstark GmbH, die alle PV-Projekte in Eigenregie umsetzt. Ebenfalls auf der Habenseite standen die zusätzlichen Erträge aus der Vermarktung von Solarstrom direkt an die Gebäudenutzer. Damit lassen sich deutlich höhere Einnahmen generieren als mit der reinen Netzeinspeisung. Mit diesem erfolgreichen Konzept wurden 2026 noch weitere PV-Anlagen realisiert.
Einstimmig wurde der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Ausschüttung eine Dividende von 4 % angenommen.
Eine Satzungsänderung sowie eine intensiv diskutierte Anpassung der Kreditvergabe an Tochterunternehmen rundeten die Formalien ab.
Der Vorstand hatte bereits mit der Einladung angekündigt, den Mitgliedern an diesem Abend exklusiv zwei weitere Großprojekte vorstellen zu wollen. Damit verbunden natürlich auch die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung. In Otzberg und Fürth war im Juni Baurecht für zwei Freiflächen-Photovoltaikanlage geschaffen worden. Es handelt sich in Summe um eine Anschlussleistung von 12,9 MWp. Beide Freiflächenanlagen werden jeweils mit einem sogenannten „Grünstromspeicher“ ausgestattet. Damit wird der erzeugte grüne Strom zeitlich flexibel ins Netz eingespeist. Das Interesse an einer finanziellen Beteiligung war wie so oft groß und schon 2 Tage später hieß es „ausverkauft“.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Wettbewerb „EchtSTARK 2026“, bei dem die Genossenschaft erneut herausragende bürgerschaftliche und gemeinwohlorientierte Initiativen aus der Region auszeichnete. Von siebzehn Vorschlägen erreichten drei Finalisten die Endrunde. Diese stellten ihre beeindruckenden Projekte dem Publikum vor. Die nachfolgende Abstimmung der Mitglieder brachte folgendes Ergebnis:
- Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße e.V. – Preisgeld 2.000,- €
- Altes Rathaus Traisa (ART) e.V. – Preisgeld1.500,- €
- Erneuerbare IG EFG Fischbach – und Gersprenztal – Preisgeld 1.000,- €
Die Genossenschaft bedankt sich bei allen Engagierten, die mit ihren Initiativen die Region nachhaltig stärken und lebenswert gestalten.