Infomarkt „Windenergie in Groß-Umstadt“ – ES informiert Bürger vor Ort

Am 26. November fand in der Stadthalle Groß-Umstadt ein Informationsmarkt zum Thema „Windenergie Groß-Umstadt“ statt. Anlass war die geplante Erweiterung des Windparks Binselberg in östlicher Richtung um fünf weitere Windenergieanlagen. Projektentwicklerin ist die ENTEGA. Unser Beitrag besteht darin, die Bürgerbeteiligung vor Ort zu organisieren, diesmal gemeinsam mit der neu gegründeten Energiegenossenschaft Groß-Umstadt (EGU).

Entsprechend waren auch wir mit einem eigenen Informationsstand in der weitläufigen Halle vertreten. Die Veranstaltung bot eine gute Gelegenheit, unsere Genossenschaft vorzustellen und vor allem von unseren langjährigen Erfahrungen mit der Windkraft am Binselberg zu berichten: unser Projekt WindSTARK 2 (seit 2013).


Informationsmarkt statt Frontalvortrag – direkter Dialog im Mittelpunkt

Das Format des Informationsmarkts setzte bewusst auf offenen Austausch statt auf eine klassische Podiumsveranstaltung. An mehreren gleich gestalteten Ständen konnten Besucherinnen und Besucher ihre Fragen direkt an die jeweiligen Fachleute richten – ein Konzept, das stark an einen Marktplatz erinnert und Gespräche auf Augenhöhe ermöglicht.

Neben den Planern und Energiegenossenschaften präsentierten sich:

  • Die Stadt Groß-Umstadt, die ihre Rolle und Zuständigkeiten im Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren erläuterte

  • Hessen Forst, als Grundstückseigentümer, mit Informationen zu Auswirkungen und Rahmenbedingungen eines Windparks im Wald

  • LEA – LandesEnergieAgentur Hessen GmbH, mit Fachinformationen zur Energiewende im Land

  • Zwei Anti-Windkraft-Initiativen, die ihre Bedenken und Sichtweisen an eigenen Ständen darlegten

Durch diese Vielfalt an Ansprechpartnern konnten sich die Besucher ein umfassendes Bild der Projektplanung und der unterschiedlichen Perspektiven machen.


Großes Interesse – konstruktive Gespräche mit Befürwortern und Kritikern

Wir selbst kamen mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Besonders erfreulich war das große Interesse an unserem genossenschaftlichen Beteiligungsmodell. Einige wollten sich bereits direkt vor Ort auf die Warteliste für das Windprojekt setzen lassen.

Auch kritische Stimmen suchten den Austausch an unserem Stand. Wir nahmen uns Zeit, Fragen zu beantworten, Sorgen aufzunehmen und unsere Erfahrungen aus 15 Jahren Windkraftbetrieb in unserer Region transparent zu teilen. Unser Eindruck: Der Wissensdurst war groß – und wir hoffen, einen Beitrag zu einem sachlichen und fairen Dialog geleistet zu haben.