Im Beisein von etlichen Gebietshoheiten, Landrat Chistian Engelhardt sowie Mitgliedern des Hessischen Landtags (Aussschuss für Tourismus) wurde im Heppenheimer Vinoversum das Gemeinschaftsprojekt von der Winzergenossenschaft Bergstrasse und der Energiegenossenschaft Starkenburg symbolisch in Betrieb genommen. Die Gäste zeigten sich besonders von dem Konzept beeindruckt, wie die Zusammenarbeit zweier benachbarter Genossenschaften zu einer ausgeprägten Win-Win Situation geführt hat. Die Winzer wollten durch PV ihre hohen Stromkosten senken, hatten aber kein Geld für das Projekt. Die Starkenburger suchen immer nach Klimaschutz-Projekten und verfügen dabei über die notwendigen Finanzmittel.
Die PV-Anlage auf den weitläufigen Dachflächen ist auf eine Anschlussleistung von über 300 kWp ausgelegt. Die erzeugte Energie wird hauptsächlich für den Eigenverbrauch der vielfältigen Produktionsprozesse bei der Kelterung sowie Kühlung genutzt. Die ersten Monate zeigen, dass teilweise über 80% der erzeugten Solarenergie unmittelbar vor Ort verbraucht werden. Nur der überschüssige Strom gelangt ins Netz. Damit kann die Winzer eG künftig in erheblichem Umfang Energiekosten sparen und leistet gleichzeitig einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz.
Das Projekt war wie so oft deutlich überzeichnet. Vom Beteiligungsinteresse der Bürgerinnen und Bürger her hätten wir eine doppelt so große Anlage errichten können. Wie üblich, hatte das direkte Projektumfeld Vorfahrt. So kamen zunächst die Mitglieder der Winzer eG zum Zuge, die sich auch gleich den Löwenanteil an dem Projekt sicherten.