Landesnetzwerk Bürger-Energiegenossenschaften am 26. August aus der Taufe gehoben – Energiegenossenschaft Starkenburg zählt zu den Gründungsmitgliedern

Die Hessischen Energiegenossenschaften organisieren sich, um künftig in der Öffentlichkeit und auch gegenüber der Politik mehr Gehör zu finden. Am 26.8.2013 fand das Gründungstreffen in Hofheim/Taunus statt. 11 Energiegenossenschaften haben an diesem Abend die Satzung als Gründungsmitglieder unterschrieben. Der neue Verein nennt sich nun Landesnetzwerk Bürger-Energiegenossenschaften Hessen e.V. (i.G.) , kurz: LaNEG Hessen e.V. Maßgeblich vorangetrieben wurde die Idee der Vereinsgründung von der SolarInvest Main-Taunus eG.

Ute Schumacher sowie die ES-Vorstände Georg Schumacher und Micha Jost waren in Hofheim, um die Gründung dieser wichtigen Dachorganisation zu unterstützen.  Das neue Netzwerk, soll neben der Außenwirkung vor allem das Tagesgeschäft der rund 60 Hessischen Energiegenossenschaften unterstützen. Hier wird immer noch überwiegend im Ehrenamt gearbeitet. Häufig steht man vor den gleichen Herausforderungen und kann hier letztlich auch voneinander lernen. Ziel ist es, das Netzwerk möglichst bald auch auf hauptamtliche Füße zu stellen. Nur so lassen sich die vielfältigen Aufgaben dauerhaft bewältigen.

In Hessen gibt es derzeit knapp 60 Energiegenossenschaften. Das Spektrum ist derzeit noch sehr heterogen. Es reicht von ehrenamtlich geführten Genossenschaften, wie beispielsweise der ES oder der Energiegenossenschaft Darmstadt, bis hin zu Genossenschaftsgründungen, initiiert von Banken und Kommunalvertretern, die schon über hauptamtliche Mitarbeiter verfügen. Ein Beispiel dafür ist

die Energiegenossenschaft Odenwald mit über 2.200 Mitgliedern, die unterdessen sogar im Immobiliengeschäft tätig ist.

Informationsveranstaltung am Binselberg – Bürgerbeteiligung läuft an

Das Interesse an einer Beteiligung am Windpark Binselberg ist bei den Menschen vor Ort erfreulich groß. Nach dem heutigen Bürger-Informationstermin am Fuße der Windräder in der Nähe von Groß-Umstadt geht der ES-Vorstand davon aus, dass bereits innerhalb der nächsten Tage alle Anteile vergeben sein werden. Bürger aus der unmittelbaren Umgebung erhalten den Vorzug. Die HSE AG hat der ES zu Beginn des Monats einen Anteil von 10% an dem 8 Mio. €-Projekt verkauft. Dies war an die Bedingung geknüpft worden, hier eine direkte Bürgebeteilung umzusetzen.

Projekt SolarSTARK 9 lässt Mitgliederzahl der Energiegenossenschaft Starkenburg auf über 500 anwachsen

Nachhaltiger kann man mit Energie eigentlich kaum umgehen. Ab sofort wird auf der Neunkircher Höhe gespeicherte Sonnenenergie in Form von Holzstämmen mit Photovoltaikstrom zu Brennmaterial verarbeitet. SolarSTARK 9, das neuen Bürgerprojekt der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) auf dem Dach eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, versorgt den dortigen Maschinenpark künftig mit kostengünstigem und klimaneutralem Sonnenstrom. Da die Solarenergie mittlerweile den Steckdosenpreis deutlich unterschritten hat, wird der Eigenverbrauch zunehmend interessanter. Die 51 Kilowattpeak-Anlage beschert nun dem Halleneigentümer neben der Dachpacht zusätzlich eine geringere Stromrechnung.

Die Investitionssumme für SolarSTARK 9 in Höhe von rund 66.000 Euro wurde zu 100% über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung finanziert.  Mit dem neuen Projekt verfügt die ES nun über insgesamt 9 Bürgersolaranlagen, verteilt auf drei südhessische Landkreise mit einer Leistung von insgesamt 600 Kilo¬wattpeak, was einer Stromausbeute von jährlich einer halben Million Kilowattstunden entspricht. Die Mitgliederzahl hat sich parallel dazu auf 509 erhöht – damit zählen die Starkenburger nunmehr zu den größeren Energiegenossenschaften Hessens.

„Wir können den Strombedarf unserer Mitglieder rechnerisch fast komplett über Photovoltaik decken“, freut sich Georg Schumacher, ES-Vorstand und zuständig für die Solarsparte der Energiengenossenschaft. Die Errichtung der neuen Bürgersolar¬anlage in Neunkirchen in der Gemeinde Modautal hat Schumacher von der Planung bis zur Umsetzung gemeinsam mit einer lokalen Fachfirma innerhalb von nur 15 Ta¬gen umgesetzt.

Neben Photovoltaikanlagen betreibt die ES schon seit Ende 2011 ein Bürger-windrad nahe Ober-Beerbach. Hier wurden allein im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Das Windrad auf der Neutscher Höhe zählte damals zu den ersten genossenschaftlich betriebenen Windenergieanlagen Deutschlands.

Vorstandsmitglied Micha Jost sieht die derzeitige Mitgliederentwicklung der ES allerdings mit gemischten Gefühlen.

„Letztlich können wir nicht wirklich zufrieden sein, denn noch immer schieben wir einen Berg von rund 500 aufnahmewilligen Bürgern vor uns her, die wir andauernd vertrösten, weil die entsprechenden Projekte vor Ort fehlen“, gibt Jost zu bedenken.

„Wir müssen daher weiter in der Vorwärtsbewegung bleiben und schnellstmöglich weitere Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energie in Angriff nehmen“, beschreibt der 51jährige Darmstädter die Marschrichtung für die nächsten Monate.

Auf der Liste steht neben der Photovoltaik und Windenergie auch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom mit einem energieeffizienten Blockheizkraftwerk

Höhenretter üben Personenbergung bei WindSTARK 1 – zwei „Opfer“ erfolgreich abgeseilt

Am 2. Juni 2013 probte der Höhenrettungszug der Berufsfeuerwehr Darmstadt auf der Neutscher Höhe. Die fünf Profis unter Leitung von Frank Landzettel hatten die Aufgabe, eine Personenbergung aus der Gondel über den „Luftweg“ zu bewerkstelligen. Das angenommene Szenario war ein Arbeitsunfall bei Montage- oder Wartungsarbeiten. Im Ernstfall müsste die Person aus der Arbeitsluke an der Unterseite der Gondel über 100 Meter direkt nach unten abgeseilt werden. Die Aktion wurde dann gleich auch in zwei Durchgängen erfolgreich absolviert. Um die Übung noch etwas realistischer auszugestalten, bestand das zweite „Opfer“ aus dem ES-Vorstandmitglied Micha Jost. Adrenalingefüllt, aber ansonsten unbeschadet, überstand Jost den kontrollieren freien Fall aus luftiger Höhe in einer Rettungsbahre.

Da die Höhenretter alle notwendigen Sicherungsutensilien in großer Zahl mitführten, konnte die eingeladene Presse in der vorschriftsmäßigen Schutzausrüstung die besondere Gelegenheit zu einer Turmbesteigung nutzen. Dabei entstanden zum Teil auch spektakuläre Bilder.

Generalversammlung wählt Aufsichtsrat – Mitglieder für drei weitere Jahre im Amt bestätigt

Im Zeichen großer Geschlossenheit stand die diesjährige Generalversammlung der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) am 21. Juni in Ober-Beerbach. Einen deutlichen Ausdruck der Mitgliederzufriedenheit boten die Aufsichtsratswahlen, die ein einstimmiges Ergebnis brachten. Manfred Conrad, Andreas Guthier, Rolf Becker und Franz Schreier, bildeten den alten und neuen Aufsichtsrat. Sie erhielten in offener Wahl das Mandat für drei weitere Jahre. Wirtschaftlich ist die ES gut aufgestellt. Neun Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad sorgen derzeit für eine komfortable Ertragslage. Das Bilanzvolumen stieg 2012 auf 3,261 Mio. €, die ausgezahlten Zinsen an die Mitglieder beliefen sich auf 117.782 € und damit 173 % mehr als noch im Jahr 2011. Für die investierten Beträge der Bürger in Form von nachrangigen Darlehen wurde im Jahr 2012 je nach Projekt zwischen 4,0 und 5,0 Prozent Zinsen bezahlt.

Sorgen bereitet die lange Warteliste von mittlerweile mehr als 500 Bürgern, die noch nicht in die Energiegenossenschaft Starkenburg aufgenommen werden können, weil es an  entsprechenden Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien mangelt. Nur eine umfassende Projektentwicklung kann hier Abhilfe schaffen. Der ES Vorstand ist daher bemüht noch in diesem Jahr weitere Vorhaben auf den Weg zu bringen, zumal einige Mitglieder nach einem ES-Aufruf zusätzliche potentielle Standorte für Bürgersolaranlagen recherchiert hatten.

Der schon traditionelle gemeinsamer Imbiss durch die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach rundete die harmonische Veranstaltung ab.

SolarSTARK 4 knackt 100.000 Kilowattstunden Marke – Nachfolgeprojekte vor Ort möglich

Nach nur 15 Monaten Betriebszeit hat SolarSTARK4, die 600 m2 große Photovoltaikanlage auf der Sporthalle Büttelborn-Worfelden bereits 100.000 Kilowattstunden  umweltfreundlichen Strom erzeugt und damit rund 70 Tonnen klimaschädliches CO2 gegenüber konventioneller Energieerzeugung eingespart. Die produzierte Strommenge würde ausreichen, um im Mittel rund 20 Haushalte zu  versorgen, so Mitinitiator Andreas Peters. „Von der Idee bis zur Realisierung waren es Anfang 2012 nur rund 10 Wochen, da einerseits alle Fraktionen in der Gemeindevertretung das Projekt befürwortet haben und mit der Energiegenossenschaft Starkenburg(ES) ein engagierter Partner zur Verfügung stand, der die Anlage exzellent technisch geplant und mit der beauftragten Firma zügig ans Netz gebracht hat.“

Die Investitionssumme von 125.808,58 Euro wurde zu 100% von 50 Beteiligten finanziert, davon waren 46 Bürger direkt aus dem Ort – „Damit konnten wir  ein fast lupenreines Büttelborner Projekt umsetzen!“, wie ES-Vorstandsmitglied Micha Jost von der betont. „Wir sind mit der Anlage bislang in jeder Hinsicht sehr zufrieden. Allen Beteiligten hat die Investition im vergangenen Jahr bereits 5% Zinsen eingebracht “, zieht Jost ein positives Resümee des ersten Betriebsjahres. Die stark frequentierte Webseite, auf der die Stromproduktion immer aktuell dargestellt und statistisch aufbereitet wird, erfreut sich bei den beteiligten Bürgern  großer Beliebtheit, immerhin kann sie schon rund 4.600 Klicks seit Beginn verzeichnen. „Ich werde häufig gefragt, ob es weitere Projekte in Büttelborn geben wird“, so Mitinitiator Andreas Peters, „allerdings muss man ein geeignetes Dach dafür finden und einen Besitzer, der es zu fairen Konditionen vermietet.“ Micha Jost ergänzt: „Bei einem PV-Nachfolgeprojekt in Büttelborn müsste der Eigenverbrauch eine größere Rolle spielen. Nur mit einem klugen Verbrauchskonzept kann man die PV derzeit  wirtschaftlich darstellen.“

Andreas Peters und Micha Jost hoffen , dass die hervorragenden Produktionsergebnisse von SolarSTARK4 zu weiteren Nachfolgeprojekten in Büttelborn führen  „Es sind noch noch viele Schritte hin zu einer vollständigen Energiewende“, so Andreas Peters abschließend. „Aber mit Hilfe einer Genossenschaft wie der ES können die  Bürger  mit moderaten Beträgen mithelfen, dass die Regenerativen Energien zügig ausgebaut werden. Gleichzeitig bleibt der finanzielle Nutzen vor Ort, bei denen, die gemeinschaftlich in solche Projekte investieren“.

HR-Bericht über Energiewende – Energiegenossenschaft Starkenburg zum Interview im Studio

Am 19. Mai 2013 hat der Hessische Rundfunk einen Beitrag über die Energiewende gesendet. Thema war die dezentrale und regenerative Stromproduktion in Bürgerhand insbesondere unter Beteiligung von Energiegenossenschaften. Die HR-Umweltredaktion hatte zu diesem Thema auch Vorstandsmitglied Micha Jost ins Studio eingeladen und zu den konkreten Aktivitäten der ES befragt.

SolarSTARK 9 in Betrieb genommen – neue Bürgersolaranlage der Energiegenossenschaft Starkenburg in Modautal

In Neunkirchen hat die SolarSTARK-Familie neuen Zuwachs  bekommen. Auf einer landwirtschaftlich genutzten Halle wurde eine Anschlussleistung von 51 Kilowattpeak installiert. Knapp 47.000 Kilowattstunden jährlicher Stromertrag werden hier erwartet. Wie immer, musste es mit der Umsetzung ziemlich schnell gehen. In weniger als 3 Wochen war das Projekt realisiert. Schon Ende April konnte die Anlage in Betrieb genommen werden.

 Auch an diesem Standort wird der Eigenstromverbrauch eine besondere Rolle spielen, ein Betriebskonzept, das sowohl die Wirtschaftlichkeit, als auch den energietechnischen Nutzen eines solchen PV-Vorhabens wesentlich verbessert.

Was die Projektbeteiligung betrifft, gilt auch hier wieder das bewährte „Zwiebelschalenprinzip“. gemäß der Philosophie der ES, haben Bürger in Projektnähe wieder Vorrang.

Der Zins für das Nachrangdarlehen beträgt für dieses Projekt 3,75 %. Eine Beteiligung ist ab 2.000,- € möglich.

Der Projektsteckbrief enthält weitere Informationen zur Bürgersolaranlage in Neunkirchen.

Spendenübergabe an „Kindergarten Windrad“ –Förderverein nimmt auf der Neutscher Höhe insgesamt 1.000 Euro entgegen

Die „Gute Ute“ hat mittlerweile schon viele Gäste auf die Neutscher Höhe gelockt, doch selten war das Durchschnittsalter einer Besuchergruppe am Genossenschaftswindrad so niedrig. ES-Vorstandsmitglied Micha Jost durfte an diesem Samstag 15 Kinder des Seeheim-Jugenheimer Kindergartens Windrad begrüßen. Eltern, Kinder sowie die Leiterin der Einrichtung Barbara Ruschke-Jürgensen waren gekommen, um einen Spendenscheck über 500 € in Empfang zu nehmen. Groß war die Überraschung, als Franz Mitsch, Geschäftsführer der Firma ESM GmbH, Betreiber der benachbarten Windenergieanlage, auftauchte und ebenfalls einen Scheck über 500 € im Gepäck hatte. 

 Die insgesamt 1000 € sollen laut Vorsitzenden des Fördervereins, Martin Seebohn, der Gestaltung der Außenanlage des Kindergartens dienen. Eine Gegeneinladung wurde bei dieser Gelegenheit gleich ausgesprochen, die ES-Vorstand Jost und ESM-Geschäftsführer Mitsch gerne annahmen.

Die kleinen und großen Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich ausgiebig über das Windrad zu informieren. Die Leiterin Ruschke-Jürgensen bat in diesem Zusammenhang um kindgerechtes Infomaterial, damit man das Thema Windenergie mit in das Bildungsprogramm der Einrichtung aufnehmen kann. Denn der Name Windrad ist nicht von ungefähr gewählt und die besondere Verbundenheit mit den Erneuerbaren Energie symbolisieren.

Die Idee für diese Spende wurde übrigens von Mitgliedern der ES während der letzten Generalversammlung geboren. Auf diese Weise soll die Genossenschaft auch soziale Einrichtungen im Einzugsgebiet fördern.

HR-Info zu Gast bei WindSTARK 1

In einem besonderen Adventskalender hat hr-iNFO sich im Dezember 2012 unterschiedliche Überraschungen ausgedacht, die hr-iNFO-Hörer erleben konnten. Dabei haben wurden „Türen“ geöffnet, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dazu gehörte auch ein Besuch zu unserem Windrad. Zwei HR-Hörer bekamen am vergangenen Sonntag die einmalige Chance zu einem ungewöhnlichen Ausflug in luftige Höhen. Der Artikel und Hörfunkbeitrag ist auf der HR-Homepage zu finden.

Reservierung für SolarSTARK 8 abgeschlossen – Projekt mehr als 100% überzeichnet

Die Reservierungsphase für die neue Photovoltaikanlage auf dem Zwingenberger Kindergarten ist mittlerweile abgeschlossen. Das Interesse an einer Beteiligung hat das Angebot um mehr als das Doppelte überstiegen. Nun werden die Bewerbungen anhand der räumlichen Nähe zum Projekt sortiert. Gemäß den Vergaberegeln der Energiegenossenschaft Starkenburg haben die Bürger der Standortkommune absoluten Vorrang. Die Photovoltaikanlage verfügt über eine Leistung von 50 Kilowattpeak und ist bereits seit Ende Januar 2013 am Netz.

Schüler des Überwaldgymnasiums in Wald-Michelbach

Energiegenossenschaft Starkenburg zahlt Solarbonus an Schulzentrum Wald-Michelbach – über 2.100 Euro kommen Schulen direkt zugute

„Wer unter einem Solardach lernt oder arbeitet, der soll auch den Nutzen haben“ -getreu diesem Motto erhalten sowohl das Überwald-Gymnasium, wie auch die Eugen-Bachmann Schule jeweils 1.070 Euro für das Sonnenjahr 2012. Grundlage dafür war der Wunsch der Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) beide Schulen dauerhaft an den Erträgen für Sonnenstrom zu beteiligen.

 „Es ist unser Ziel, dass die finanziellen Vorteile der Erneuerbaren Energien bei den Menschen vor Ort ankommen“, betont ES-Vorstand Georg Schumacher und sieht in der Sonderzahlung ein zentrales Anliegen der Energiegenossenschaft Starkenburg verwirklicht. Im Herbst 2011 wurde auf dem Dach der Sporthalle im Schulzentrum eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 137 Kilowattpeak errichtet. Üblicherweise erhält bei Projekten dieser Art lediglich der Dacheigentümer eine Pacht. Doch die ES wollte nicht nur dem Kreis Bergstraße ein Nutzungsentgelt zahlen, denn davon hätten die Schulen keinen unmittelbaren Nutzen gehabt. Auf freiwilliger Basis wurde daher eine zusätzliche Bonuszahlung eingeführt. Beide Schulen erhalten 20 Jahre lang jeweils 3% vom Stromertrag.

An die Auszahlung hatte die ES allerdings eine zentrale Verpflichtung geknüpft: Einmal im Jahr müssen die Schulen eine Aktion zum Thema Photovoltaik durchführen. Für die „Woche der Sonne“ vom 26. April bis zum 5. Mai haben deshalb sowohl das Überwald-Gymnasium, wie auch die Eugen-Bachmann-Schule angekündigt, das Thema Photovoltaik im Rahmen einer Informationsveranstaltung aufzugreifen.

Damit die Schüler die Erträge des Sonnendachs stets im Blick haben, wurden von der Energiegenossenschaft großformatige Monitore angeschafft, die alle Leistungsdaten der Anlage in Echtzeit darstellen. Auf diese Weise ist diese zukunftsträchtige Technologie für die Schülerinnen und Schüler stets präsent. Gleichzeitig können die Informationen in den naturwissenschaftlichen Unterricht integriert werden. Die Photovoltaikanlage auf dem Schulzentrum hat seit Inbetriebnahme bereits 140.000 Kilowattstunden Strom erzeugt und damit der Umwelt bislang 98 Tonnen CO2 erspart.

 Vorstandsmitglied Georg Schumacher räumt unumwunden ein, dass die Energiegenossenschaft durch diese freiwillige Bonuszahlungen vergleichsweise hohe Betriebskosten für die PV-Anlage zu verkraften hat.

„Teilen gehört für uns zum genossenschaftlichen Geschäftsprinzip. Außerdem betrachten wir das auch als eine sinnvolle Investition in die Umweltbildung der nachkommenden Generation, die in Zukunft noch weitaus stärker als wir mit der Energiewende zu tun haben wird“, begründet der 52-jährige Wald-Michelbacher die Sonderzahlung.

 Zusätzlich zu den Schulen profitieren knapp 60 Bürger vor Ort ebenfalls von der Photovoltaikanlage. Sie hatten die Kosten von rund 270.000 Euro zu 100% mit Eigenkapital finanziert und erhalten dafür 20 Jahre lang 5% Zinsen für diese nachhaltige Investition.

SolarSTARK 8 in Zwingenberg – Reservierungsfrist für Bürgerbeteiligung läuft seit 15. März 2013

Am 15. März wurde die neueste Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kindertagesstätte Zwingenberg in einer gemeinsamen Veranstaltung der Stadt Zwingenberg und der Energiegenossenschaft Starkenburg symbolisch in Betrieb genommen. An diesem Standort erzeugen bereits seit Ende Januar 210 PV-Module mit einer Leistung von 50,4 Kilowattpeak jährlich rund45.000 Kilowattstunden klimaneutralen Strom. Das Investitionsvolumen betrug rund 68.000,- Euro (netto).

 Seit diesem Termin besteht für die Bürger die Gelegenheit sich an dem Projekt zu beteiligen. Ziel der ES ist es wie immer zunächst die Menschen vor Ort zu berücksichtigen. Wie üblich, wird eine umfassende Projektbeschreibung das Bürgersolarprojekt  vorstellen. Mit diesem Projekt hat sich die Gesamtleistung aller 8 PV-Anlagen auf über 550 Kilowattpeak erhöht.

Herr Pomy geht in die Luft – Rundflug über Neutscher Höhe für Gewinner von Preisrätsel

Beim Windradfest der Energiegenossenschaft Starkenburg im August vergangenen Jahres war als erste Platz des Preisrätsels ein Rundflug über die Neutscher Höhe ausgelobt worden. Glücklicher Gewinner war damals Joachim Pomy aus Bensheim. Da für das Fliegen neben dem Terminkalender auch stets das richtige Wetter von besonderer Bedeutung ist, dauerte es eine Weile bis alles zusammenpasste.

Am vergangenen Sonntag war es dann so weit. Vom Flugplatz Worms aus startete die 4-sitzige Robin 400 über den Rhein in Richtung Osten. Joachim Pomy, der beruflich viel mit dem Flieger unterwegs ist, saß jedoch zum ersten Mal in einer Sportmaschine. Dieses sehr viel unmittelbarere Flugerleben war sichtlich nach seinem Geschmack.

Nachdem man in sicheren Abstand das AKW Biblis passiert hatte, ging es direkt auf den Odenwald zu. Bereits nach rund 20 Minuten war das Ziel erreicht und in knapp 1000 Fuß Höhe (ca. 300 m) wurde die „Gute Ute“ auf der Neutscher Höhe umrundet.

Nach einem letzten Blick auf die eindrucksvolle Frankfurter Skyline drehte die Maschine wieder nach Westen ab. Auf dem Rückflug zeigte sich der deutliche Unterschied in Sachen Windenergienutzung zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Während man während des Fluges im Odenwald kaum Windenergieanlagen ausmachen konnte, waren in Rheinland-Pfalz zahlreiche Windparks zu sehen. Aus dieser Perspektive wird deutlich, warum Hessen in Punkto Windenergie im Ländervergleich einen hinteren Tabellenplatz belegt.

Nach rund 45 Minuten landete die Maschine wieder sicher auf dem Wormser Sportflugplatz.

Für Joachim Pomy ging ein ungewöhnlicher Sonntagnachmittag zu Ende, den er noch lange in guter Erinnerung halten wird.

WindSTARK 1 mit gutem Start im ersten Betriebsjahr

Bilanz für WindSTARK 1 – Energiegenossenschaft Starkenburg mit erstem Betriebsjahr sehr zufrieden

Für die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) nahm das erste Betriebsjahr ihres Bürgerwindrades auf der „Neutscher Höhe“ einen erfreulichen Verlauf. Die „Gute Ute“ wie das 2‐ Megawattkraftwerk auch gerne genannt wird, kam im Jahr 2012 rechnerisch auf rund 2.200 Vollaststunden und brachte einen Stromertrag von 4,44 Millionen Kilowattstunden. „Schon das erste Jahr verlief vielversprechend.  Ohne die unvermeidlichen Anlaufprobleme hätten wir sogar ein noch besseres Ergebnis erreichen können“, erläutert Georg Schumacher, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der ES.

Alle 282 am Projekt beteiligten Bürger durften sich bereits über die Zinsüberweisungen für das Wirtschaftsjahr 2012 freuen. Aufmerksam verfolgt die ES die aktuelle Diskussion um die Frage der Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen im Odenwald. Andreas Guthier, Aufsichtsratsmitglied und gelernter Betriebswirt kommt aufgrund der vorliegenden Zahlen zu einem klaren Ergebnis: „Unser Standort, der ja schließlich auch im Odenwald liegt, bietet eine ausgesprochen gute Wirtschaftlichkeit. Für unsere Mitglieder ist das eine solide Investition“, erklärt der Heppenheimer Finanzexperte.

 Die ES verweist dabei auf den praktizierten genossenschaftlichen Grundsatz, dass derjenige, der auf ein Windrad schaut, auch den Nutzen haben soll. „Dieses Beteiligungsprinzip zur direkten Einbindung der Bürger, können wir allen Kommunen, die sich mit dem Thema Windkraft beschäftigen nur wärmstens empfehlen. Wir sind auch gerne bereit unsere Erfahrungen zu teilen“, ergänzt Aufsichtsratsmitglied Guthier.

 In der Debatte besorgter Naturschützer über potentielle Windanlagenstandorte fehlt nach Meinung der ES vielfach die Kenntnis darüber, dass die Planungen stets umfangreiche Gutachten zu Flora und Fauna beinhalten und in ausgewiesenen Schutzgebieten zusätzliche FFH (Flora‐Fauna‐Habitat)‐Verträglichkeitsanalysen erforderlich sind. „Die gutachterliche Prüfung naturschutzfachlicher Aspekte nimmt den größten Teil der Genehmigungsplanung ein. Wer sich ernsthaft mit diesem Thema befasst, der wird überrascht sein, wie streng hier die behördlichen Vorgaben in punkto Ökologie sind“, erläutert Vorstandsmitglied Georg Schumacher die gängige Praxis.

 „Im Übrigen zählt der beginnende Klimawandel zur ärgsten Bedrohung für den Fortbestand der heimischen Flora und Fauna. Diesen Aspekt darf man in der Diskussion über das Für und Wider der Windkraft nicht aus den Augen verlieren“, so der 52jährige Umweltingenieur, der privat neben einer eigener Photovoltaikanlage und Pelletheizung, auch noch ein reaktiviertes Mühlrad als Stromquelle für seine Elektrofahrzeuge nutzt.

 Dach Berechnungen der ES hat die „Gute Ute“ der Umwelt allein 2012 rund 2.200 Tonnen CO2 erspart. „Auch das ist ein konkreter Beitrag zum Klima‐ und Naturschutz vor Ort“, ergänzt Vorstandsmitglied Schumacher.

Energiegenossenschaft STARKENBURG zieht Jahresbilanz – 2012 wurden knapp 4,9 Millionen Kilowattstunden klimaschonender Strom erzeugt

Energiegenossenschaft STARKENBURG zieht Jahresbilanz – 2012 wurden

knapp 4,9 Millionen Kilowattstunden klimaschonender Strom erzeugt

Die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) mit Sitz in der Kreisstadt Heppenheim

blickt zufrieden auf die Stromproduktion des vergangenen Jahres. Mit Abstand am

leistungsfähigsten zeigte sich dabei das Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe mit

einem Ertrag rund 4,4 Millionen Kilowattstunden. Der Sonnenstrom summierte sich

auf rund 0,5 Millionen Kilowattstunden. Im Jahr 2012 blieben damit der Umwelt rund

2.800 Tonnen klimaschädliches CO2 erspart.

Insgesamt 8 Photovoltaikanlagen und ein Bürgerwindrad hat die ES seit ihrer Gründung

im Dezember 2010 errichtet. Die Standorte sind über 3 Landkreise verteilt, wobei

allein am Stammsitz Heppenheim 3 Bürgersolaranlagen mit einer Gesamtleistung

von rund 190 Kilowattpeak betrieben werden.

Dank des hohen Bürgerinteresses konnte die ES alle Projekte bisher mit 100% Eigenkapital

stemmen.

„Interessant waren vor allem die Erfahrungen unseres ersten Betriebsjahres in Sachen

Windenergie. Obwohl es anfänglich noch technische Probleme gab, lief das

Bürgerwindrad 6.900 Stunden und produzierte damit insgesamt 79 % des Jahres

Strom“, berichtet Vorstandsmitglied Georg Schumacher. Der 52jährige Energieexperte

unterstützt die Bürgergenossenschaft ehrenamtlich mit Know-how aus über zwei

Jahrzehnten beruflicher Erfahrung im Bereich der Erneuerbaren Energie und der

Elektromobilität.

Beim Stromverkauf geht die ES unterdessen neue Wege und vertreibt ihren Windstrom

außerhalb des staatlichen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Über eine

Direktvermarktung konnten dabei sogar noch Zusatzerlöse erzielt werden.

„Unsere wirtschaftliche Situation ist durchaus erfreulich“, so die Einschätzung des

Heppenheimer Aufsichtsratsmitglieds Andreas Guthier mit Blick auf die Einnahmen.

Der gelernte Betriebswirt und Steuerberater sieht die Energiegenossenschaft finanziell

auf gutem Kurs. Ende Januar konnten die Mitglieder erneut die monetären Früchte

heimischer Sonnen- und Windenergieproduktion ernten. 474 Energiegenossen erhielten

für das Jahr 2012 Zinszahlungen von über 110.000 Euro. Eine 3-fache Steigerung um

im Vergleich zum Jahr 2011.

Jüngstes ES-Projekt war die Errichtung einer 50-Kilowattpeak Bürgersolaranlage auf

dem kommunalen Kindergarten der Stadt Zwingenberg. Seit Ende Januar fließt klimaschonender

Sonnenstrom ins Netz. Auch an diesem Standort setzt die ES auf

eine umfassende Beteiligung der Menschen von Ort.

Für das laufende Jahr ist die weitere Projektentwicklung das Hauptanliegen der Starkenburger.

„Mittlerweile stehen fast 500 Menschen auf der Warteliste, für die wir intensiv

nach Beteiligungsmöglichkeiten suchen“, beschreibt Aufsichtsratsmitglied Guthier

die anstehenden Herausforderungen für die Bürgerenergiegenossenschaft.

Energiegenossenschaft Starkenburg informiert über „Smart Grid für Privathaushalte“ – Matthias Dahlheimer vom Fraunhofer-Institut referierte am 23. Januar in Heppenheim

Intelligente Netze oder Smart Grid sind ein Thema, das derzeit hoch im Kurs steht. Entsprechend gut gefüllt war das Heppenheimer Tagungszentrum im Weiherhaus ab 18:30 Uhr zum angekündigten Vortrag von Mathias Dahlheimer vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik. Passend zum Thema hatte der Ingenieur eine Fülle von technischen Gerätschaften im Gepäck, um die entsprechenden Funktionen anschaulich darstellen zu können.

 Neben einem Umbau der Stromerzeugung muss in Zukunft auch der Stromverbrauch intelligenter werden. Jeder Einzelne kann Strom im eigenen Haushalt klug nutzen. Wer seinen Verbrauch genau kennt, findet leichter Stromfresser und kommt auf neue Ideen, wie Strom sinnvoll genutzt werden kann.

 „Einmal im Jahr die Stromrechnung zu kontrollieren, reicht dazu nicht aus“, meint Mathias Dalheimer vom Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern. Studien belegen, dass ein regelmäßiges Feedback über den eigenen Stromverbrauch dabei hilft, Strom zu sparen. Die Geräte des Fraunhofer-Instituts eignen sich für den Einsatz im Privathaushalt und geben jederzeit Auskunft darüber, wie viel Strom gerade im Haushalt verbraucht wird. Sie sind einfach zu installieren und können auch im Altbau und mit einfachen Stromzählern verwendet werden. Mit den Technologien des Projekts »mySmartGrid« (www.mysmartgrid.de) rückt das „Smart Grid“, das Stromnetz der Zukunft, in greifbare Nähe.

 Wer eine Photovoltaik-Anlage sein eigen nennt, erhält über mySmartGrid außerdem eine Ertragsprognose für die kommenden drei Tage und kann seine Anlage überwachen. Bei einem Ausfall wird umgehend per E-Mail informiert. Zudem errechnet das System den Eigenverbrauch von Sonnenstrom. Je höher dieser ist, desto besser. So wird im Idealfall das Stromnetz durch die mittäglichen PV-Stromspitzen weniger belastet und der eigene Sonnen-strom ist zudem günstiger als Strom aus dem Netz.

 Von unterwegs per Smartphone die Waschmaschine starten, weil die eigene Photovoltaikanlage gerade viel Sonnenstrom liefert – solchen Komfort wünschen sich viele Hausbewohner. Dank intelligent vernetzter Steckdosen können Verbraucher künftig ihre Haushaltsgeräte fernbedienen und so ganz nebenbei ihre Energiekosten senken.

 Die Funksteckdosen sind Bestandteil des Hausautomatisierungssystems HexaBus, das im Projekt »mySmartGrid« (www.mysmartgrid.de) entwickelt wurde. »Wir verwenden die Hexabus-Komponenten, um das Smart Home der Zukunft zu realisieren. Mit ihnen steuern wir Haushaltsgeräte so, dass der Energieverbrauch optimiert oder gesenkt wird. Zum Beispiel können Hausbewohner die Waschmaschine dann starten, wenn die Photovoltaikanlage auf dem Dach entsprechend viel Strom produziert«, sagt Mathias Dalheimer, Wirtschaftsingenieur am ITWM in Kaiserslautern, mySmartGrid-Projektleiter.

 Nach seinem Vortrag sah sich einer Fülle von Fragen gegenüber, die sich zunehmend zu Fachgesprächen entwickelten, da ein Gutteil der Gäste über profundes Vorwissen verfügte.

 Erst nach knapp 3 Stunden war der Informationshunger der letzten interessierten Bürger gestillt.

 Aufgrund der positiven Resonanz des Vortrages gibt es bereits Überlegungen zur Ausrichtung einer weiteren Veranstaltung, die sich dann mit dem Thema „Speicherung von Energie“ befassen könnte. Auch dazu läuft am Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern ein entsprechendes Forschungsprogramm.

Besuch bei der Guten Ute – MdL Gerhard Kleinböck lädt interessierte Bürger aus Weinheim nach Ober-Beerbach

Rund 70 Bürger standen am Fuße der „Guten Ute“, um sich aus erster Hand zum Thema Windkraft zu informieren. Eingeladen hatte der Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck, der in seinem Wahlkreis Weinheim die Diskussion um das Thema Windkraft mit Informationen aus erster Hand versachlichen will. „An der Bergstraße und im angrenzenden Odenwald lässt sich äußerst ertragreich Strom aus Windkraft erzeugen“, bringt Kleinböck die wesentliche Erkenntnis seines Vor-Ort-Termins auf den Punkt.

 Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten das Angebot des SPD-Abgeordneten wahrgenommen, sich in Seeheim-Jugenheim ein eigenes Bild von den derzeit viel diskutierten Windrädern zu machen. Die Interessierten erfuhren beeindruckende Zahlen zur Windenergienutzung in der Region. Micha Jost von der Energiegenossenschaft Starkenburg berichtete, dass das von ihnen betriebene Windrad jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom produziert und somit 1.250 Haushalte mit Energie versorgen kann. Die Rotoren der 3,3 Millionen teuren Anlage drehten sich 2012 6.900 Stunden und erzeugen somit knapp 80 Prozent des Jahres Strom. Die klimaschonende Energie der „Guten Ute“ reduziert den CO2-Ausstoß jährlich um 2.800 Tonnen.

 „Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll, dass die Windenergienutzung auch in unserer Region sinnvoll ist“, fordert Gerhard Kleinböck mögliche Standorte im Wahlkreis unvoreingenommen zu prüfen. Die Standortanalyse für Weinheim, die Windexperte Dipl.-Ing. Jürgen Simon den Teilnehmern der Exkursion vorstellte, ergab, dass der Eichelberg zwar die besten Windverhältnisse vorzuweisen hat, topografisch jedoch äußerst schwierig zu erschließen ist. Der Planer präferiert in Weinheim daher den Geiersberg. Laut seiner Aussage ähneln die Windverhältnisse dort jenen in Seeheim-Jugenheim.

 Sozialdemokrat Gerhard Kleinböck hat klare Vorstellungen was den Betrieb der Windräder in der Region betrifft. „Ich kann die Forderung ‘Wer drauf schaut, soll auch profitierten’ nur unterstützen“, begrüßt er Überlegungen der Energiegenossenschaften Starkenburg (Heppenheim) und Hohe Waid (Weinheim), mögliche Anlagen in seinem Wahlkreis als Bürgerwindräder zu konzipieren. „Dies würde den Energiemarkt demokratisieren und somit den gesellschaftlichen Gewinn nochmals steigern“, wünscht sich Gerhard Kleinböck neben der politischen auch die finanzielle Bürgerbeteiligung an der Energiewende.

Erste externe Genossenschaftsprüfung für Starkenburger– Schlussbericht bescheinigt ordentliche Arbeit

Genossenschaften zählen zu den insolvenzsichersten Unternehmensformen. Ein Grund dafür ist die regelmäßige externe Kontrolle durch den Genossenschaftsverband. Die ES hatte im Dezember 2012 nun erstmals Besuch eines Wirtschaftsprüfers, der den Geschäftsbetrieb mehrere Tage lang unter die Lupe nahm. Dabei wurden die komplette Buchhaltung, die Kalkulationen und das Projektmanagement begutachtet. Das bestehende Controllingsystem wurde auf Umfang und Güte abgeklopft. Die vollständige Digitalisierung aller Belege und Rechnungen hatte dabei die Arbeit des Prüfers deutlich erleichtert. Auch die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war Gegenstand der Begutachtung.

Der nun vorliegende Abschlussbericht attestiert den Starkenburgern „geordnete wirtschaftliche Verhältnisse“. Besonders interessant war die Feststellung von  „relativ niedrigen Verwaltungskosten“ bei gleichzeitig „hoher Verzinsung der Nachrangdarlehen“ für die Energiegenossen.

Aufgrund der hohen Bilanzsumme wird die ES künftig jährlich einer Prüfung unterzogen.

Neuer Tagesrekord für WindSTARK 1 – Stromproduktion erreichte am 4.Advent bisheriges Maximum

Am 23.Dezember 2012 stellte die Anlage auf der Neutscher Höhe mit 46.884 Kilowattstunden einen neuen Tagesrekord auf. Damit wurde die bisherige Spitzenleistung vom 4. Februar 2012 mit einem Stromertrag von 42.287 kWh um rund 10% übertroffen. Das theoretische tägliche Maximum liegt bei ca. 48.000 Kilowattstunden. WindSTARK 1 hat damit innerhalb von nur 24 Stunden genau so viel Strom erzeugt wie eine Photovoltaikanlage mit einer Anschlussleistung von 50 Kilowattpeak in einem ganzen Jahr.

Energiegenossenschaft Starkenburg baut neue Bürgersolaranlage – Heppenheimer Nibelungenschule ist Standort von SolarSTARK 7

Die Montagearbeiten auf dem Dach der Heppenheimer Nibelungenschule sind abgeschlossen – der erste umweltfreundliche Sonnenstrom fließt bereits. Die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) hat ihre mittlerweile siebte Bürgersolaranlage in Betrieb genommen. Georg Schumacher, ehrenamtliches ES-Vorstandsmitglied, war der Projektleiter und freut sich nun über den weiteren Zuwachs im Anlagenbestand. Das Sonnendach bot allerdings auch einige unerwartete Herausforderungen.

“Wir haben bei diesem Projekt erstmals auch das Thema Denkmalschutz berücksichtigen müssen. Bei der Auswahl der Module und der Montage der Anlage,  galt es die Vorgaben der Fachbehörde einzuhalten. So wurden aus optischen Gründen Module mit schwarzem Rahmen montiert“, beschreibt Solarexperte Schumacher die Besonderheiten des Vorhabens.

Initiiert wurde das Projekt von der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße, die SolarSTARK 7 in der Umsetzung unbürokratisch und engagiert unterstützte. Bereits im vergangenen Jahr kam auf diese Weise das Schulzentrum in Wald-Michelbach zu einer Bürgersolaranlage durch die Starkenburger Energiegenossen.

Gemäß der Genossenschaftsphilosophie, die den lokalen Bezug stets in den Vordergrund stellt, sind nun vor allem Schuleltern, Lehrer und Bürger aus Heppenheim eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Für neue Energiegenossen wird das Solarsparbuch auf dem Schuldach 20 Jahre lang einen Zins von 3,75 % Zins abwerfen.

Neben der Pacht für das Schuldach, die an den Kreis Bergstraße geht, wird die Nibelungenschule von der ES künftig einen direkten zusätzlichen „Solar-Bonus“ erhalten, der dieser Einrichtung unmittelbar zur Verfügung steht.

Mit ihrem siebten Solarprojekt hat die Energiegenossenschaft Starkenburg das halbe Megawatt bei der Photovoltaik überschritten. 506 Kilowattpeak solare Anlagenleistung sind nun bereits in Bürgerhand. Die ES erwartet in diesem Jahr knapp 460.000 Kilowattstunden Sonnenstrom. Die damit verbundenen Einnahmen in Höhe von rund 120.000 Euro kommen den mittlerweile 474 Mitgliedern zu Gute.

Vorstandsmitglied Schumacher zeigt sich für den weiteren Expansionskurs der Starkenburger zuversichtlich: „Wir werden unsere Hände nun nicht in den Schoß legen, denn bei der regionalen Energiewende gibt es für die Bürger noch viel zu tun. Das nächste Solarprojekt ist bereits in Arbeit.“

Wer sich für eine finanzielle Beteiligung an dem Projekt interessiert findet hier eine ausführliche Projektbeschreibung.

Technische Daten von SolarSTARK 7:

– Leistung: 28 kWp

– Stromertrag: ca. 25.000 kWh/Jahr

– CO2-Minderungspotential: 17 Tonnen/Jahr

– Kosten: ca. 43.000,- €

Genossenschaft „BürgerEnergieRheinMain“ gegründet – Energiegenossenschaft Starkenburg hat mit Know-how unterstützt

Die Genossenschaftsfamilie wächst weiter. Am 22. November 2012 wurde im Bürgerhaus Mörfelden die Energiegenossenschaft „BürgerEnergieRheinMain (BERM) von 27 Personen gegründet. Die ES hatte dabei bereits im Vorfeld der Neugründung mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Zum damaligen Gründungsworkshop in Mörfelden konnte die ES Motivation und Fachwissen beisteuern. So hat ein Mitglied der ES nun auch einen Sitz im Aufsichtsrat inne.

Bei der Konzeption der Finanzierung orientiert sich die BERM mit den sogenannten Nachrangdarlehen eng am „Starkenburger Modell“. Zusätzlich haben wir ein Berechnungsmodell für die Projektkalkulation zur Verfügung gestellt. Mit dieser kollegialen Unterstützung folgt die ES weiter ihrem selbstgesteckten Ziel, den Genossenschaftsgedanken zu fördern und Hilfestellung bei Neugründungen zu leisten. Konkurrenz ist hier fehl am Platze, denn letztlich geht es darum die Energiewende auf breiter Front gemeinsam mit Bürgern voranzubringen.

Wir wünschen den Kollegen der BERM einen guten Start und viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Energiegenossenschaft Starkenburg bei Heppenheimer Bürgerversammlung vorgestellt

Auf Einladung der Stadt Heppenheim hatte die Energiegenossenschaft Starkenburg Gelegenheit sich am 30. Oktober im Rahmen der diesjährigen Bürgerversammlung vorzustellen. Vor rund 100 Gästen erläuterte Aufsichtsrats- und Gründungsmitglied Andreas Guthier den Aufbau und die Ziel der Bürgergenossenschaft. Dabei wurde deutlich, dass die Starkenburger einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung des Heppenheimer Klimaschutzkonzeptes leisten können. Darin wird dem Ausbau der Windkraft in der Kreisstadt einen besonderen Stellenwert zugeschrieben. Die Energiegenossenschaft hatte dem Heppenheimer Magistrat bereits im Februar 2012 ein Angebot zur Umsetzung eines Bürgerwindparks (HeiKe) unterbreitet. Guthier stellte an diesem Abend auch das neueste Photovoltaik-Projekt vor (SolarSTARK 7), das zum 31.10. ans Netz gegangen ist.

Zum Pressebericht im Bergsträßer Anzeiger vom 01.11.2012. https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger_artikel,-heppenheim-stadt-will-mehrheit-am-stromnetz-erlangen-_arid,402464.html

Energiegenossenschaft Starkenburg bewirbt sich um Roßdorfer Bürgerwindpark-Projekt

 Geht es nach dem Wunsch der Gemeinde Roßdorf, werden sich auf kommunalem Grund bald auch Windräder drehen. Im Bereich Tannenkopf könnte ein Windpark mit bis zu 4 Anlagen errichtet werden. Auf ausdrückliche Anfrage der Gemeinde hat die Energiegenossenschaft Starkenburg im Rahmen eines offiziellen Bieterverfahrens auch ein Angebot zur Anpachtung kommunaler Flächen abgegeben. Das Anforderungsprofil beinhaltete unter anderem auch ein Konzept zur Bürgerbeteiligung – die Kernkompetenz der Energiegenossenschaft. Klare Zielrichtung der Starkenburger ist natürlich die umfassende Bürgerbeteiligung nach dem Motto: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“. Ziel ist es daher einen Bürgerwindpark umzusetzen.

Nach der fristgerechten Abgabe werden sich nun die Gremien der Gemeinde Roßdorf mit den Angeboten befassen.

Energiegenossenschaft Starkenburg mit Vortrag beim Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ am 26. September in Kassel vertreten

Am 25. und 26. September 2012 fand bereits zum vierten Mal der Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ statt. Mit mehr als 800 Teilnehmern zählt die Veranstaltung zum bundesweit größten Kommunalkongress zum Thema „Erneuerbare Energien in Regionen und Kommunen“. Neben den Mitveranstaltern Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Landkreistag wurde der Kongress vom Forschungsverbund Erneuerbare Energien, dem Klima-Bündnis, dem Institut für Urbanistik unterstützt und vom Umweltbundesamt fachlich beraten. Schirmherr war Bundesumweltminister Peter Altmaier.

Für kommunale Entscheider sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft bot der Kongress Gesprächspartner, die bereits Erfahrungen gesammelt haben oder vor den ersten Herausforderungen stehen. In den Foren wurden Informationen aus der Praxis für die Praxis geliefert und diskutiert.

Im Hessenforum berichtete die Energiegenossenschaft Starkenburg über ihre Projekte. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass das Thema Bürgerbeteiligung eine wachsende Bedeutung bekommen wird. Dabei fand das Genossenschaftsmodell á la Starkenburg besonderen Anklang. Vor allem, weil mit der direkten Projektbeteiligung der Bürger die regionalen Wertschöpfung bestmöglich realisiert werden kann. Das Motto“ Wer auf ein Windrad schaut, der soll den Nutzen haben“, bringt diesen Grundsatz auf einen einfachen Nenner.

Am 11.10.2012 wird die Energiegenossenschaft Starkenburg auf Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Hans-Böckler-Stiftung bei der Tagung „Finanzierung des Energieumstiegs“ in Berlin über ihre praktischen Erfahrungen berichten.

Ausflug in die Gondel von WindSTARK1 – Preisträger löst Gutschein ein

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen, sondern nur gewinnen. Dazu gehört beispielsweise ein Ausflug auf das „Dach“ des Bürgerwindrades „WindSTARK1“. Diese besondere und bislang erst wenigen Menschen vorbehaltene Besichtigungstour, war einer der Preise beim diesjährigen Windradfest der Energiegenossenschaft Starkenburg. Gut gesichert mit Helm, Sicherungsgurt,

Handschuhen und Halteseil wagte Matthias Mattei aus Balkhausen am Samstag den Aufstieg zum Dach des Bürgerwindrades.

Nach einer ausführlichen Einweisung durch ES-Vorstand Micha Jost über das unfallverhütende Verhalten innerhalb der Anlage, wurde zunächst das Windrad angehalten, damit ein gefahrloser Auf- und Abstieg möglich war. Denn nur wenn der Rotor steht, darf die Gondel betreten werden.

Die erste Etappe führte senkrecht über eine Leiter, bis zur sogenannten Befahranlage, eine Art Miniaufzug der gerade einmal Platz für zwei Personen bietet. In gemächlicher Fahrt schaukelte man nach oben. Am Endpunkt angelangt ging es wiederum per Leiter weiter, um so letztlich die letzten Meter bis in die Gondel zu meistern.

Vor Ort erläuterte Micha Jost dem Gast die eindrucksvolle Technik innerhalb der Gondel. Der mächtige 7 Tonnen schwere Generator, das Herzstück der 2 Megawattanlage, hat hier seinen Platz. Der eigentliche Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes folgte im Anschluss. In 100 m Höhe wagte der Gewinner den gut gesicherten Ausstieg auf das Dach der Gondel. Ein atemberaubender Ausblick über die Weiten des Odenwaldes belohte den Mut.

Das besondere Ereignis wurde von Matthias Mattei mit vielen Bildern festgehalten und dürfte damit noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein weiterer Preis des Windradfestes ist übrigens ein Rundflug über die Neutscher Höhe. Beim Einlösen dieses Preises wird ES-Vorstandsmitglied und Hobbypilot Georg Schumacher persönlich am Steuerknüppel des Flugzeugs sitzen.

SPD-Mühltal besucht WindSTARK1 – über 50 interessierte Bürger sind dabei

Eine Besuchergruppe von über 50 Personen folgte der Einladung der SPD-Mühltal zu einem Besuch des Bürgerwindrades der Energiegenossenschaft Starkenburg auf die Neutscher Höhe. Unter der Führung der SPD-Vorsitzenden Ruth Breyer wanderte die Gruppe von Frankenhausen in Richtung „WindSTARK 1“, wo sie bereits von Micha Jost und Manfred Conrad erwartet wurden. Vorstandsmitglied Jost stellte die Bürgerenergiegenossenschaft vor und erläuterte technische Details zu der 2 Megawatt-Anlage. Die Starkenburger Energiegenossen hatten eigen für diesen Tag zusätzlich ein Informationsblatt für die Gäste vorbereitet.

Die Besucher zeigten sich sichtlich beeindruckt und stellten intensive Detailfragen zu Betriebsführung und Anlagensicherheit. In die Diskussion mischten sich auch nachdenkliche Stimmen zur Frage des Landschaftsbildes. Hier wurde deutlich, dass die optische Wirkung von Windrädern je nach Betrachter höchst unterschiedlich ausfällt und damit subjektiv ist. Die harten Fakten sprechen jedoch eindeutig für die Windenergie, die mit Abstand das größte Potential im Bereich der regenerativen Energien hat. „Eine Energiewende ohne den Ausbau der Windkraft ist nicht zuschaffen“, so war dann auch das Fazit der allgemeinen Diskussion.

Zum Abschluss der Veranstaltung zog die Gruppe weiter ins Dorfgemeinschaftshaus Frankenhausen,  wo der Energiepolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Hans-Peter Hörr bei kühlen Getränken und Brezeln über die aktuellen Aktivitäten im Kreis Darmstadt-Dieburg informierte. Zum Abschluss sahen die Teilnehmer noch eine Diashow über den Aufbau der Windräder auf der Neutscher Höhe im Oktober 2011.

Erstes Windradfest der Energiegenossenschaft Starkenburg stieß auf großes Bürgerinteresse

Bei recht herbstlichen Wetter fand am 26. August das erste Windradfest der ES am Fuße der „Guten Ute“ statt. Kühle Temperaturen und gelegentliche Schauer taten dem Besucherinteresse allerdings keinen Abbruch. Ein strammer Südwestwind trieb das Windrad ordentlich an und so konnten alle Gäste die 2 MW-Anlage auch in Aktion erleben. Knapp 300 Bürger aus der Region nutzten an diesem Tag die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Nutzung der Windenergie zu informieren.

Den Beginn der Veranstaltung markierte um 11:00 Uhr ein musikalischer Frühschoppen.  Die Band Nobby & Bobcats gaben kernigen Rock & Roll  sowie Schlager der 50er und 60er Jahre zum Besten. Michael Anton aus Ober-Ramstadt, selbst ein Energiegenosse, war als Frontmann der Band im Einsatz.

In seinem einleitenden Grußwort brachte Bürgermeister Kühn seine Anerkennung für das innovative Betreibermodell des Bürgerwindrades zum Ausdruck. „Sie waren mit der Energiegenossenschaft Starkenburg Pioniere in Sachen Bürgerbeteiligung und haben das richtig angepackt“, so der Seeheim-Jugenheimer Rathauschef.

Als Programmpunkte wurde neben Kinderbasteln auch Einiges an Fachinformationen geboten. Zwei Kurzfilme zeigten den Antransport sowie der Aufbau des Windrades im Oktober des vergangenen Jahres. Zusätzlich wurden Daten und Fakten zum bisherigen Anlagenbetrieb präsentiert. Die anwesenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der ES wurden in zahlreichen Einzelgesprächen von Gästen zu technischen Anlagendetails aber auch zu weiten Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung befragt. Dabei wurde deutlich, dass großes Interesse an Folgeprojekten besteht.

Auch Menschen aus dem weiteren Umfeld nutzten die besondere Gelegenheit sich vor Ort einen Eindruck in Sachen Windenergienutzung zu verschaffen. „Das hört man ja kaum“, so ein überraschter Kommentar eines Ehepaares aus Birkenau, wo auch ein Bürgerwindrad der Energiegenossenschaft geplant ist.

Beim großen Preisrätsel war einiges an Fachwissen in Sachen Windkraft gefragt. Für drei Teilnehmer lohnte sich das Mitmachen ganz besonders. Stolzer Gewinner eines Rundfluges über die Neutscher Höhe war Joachim Pomy aus Bensheim. Über eine Windradbesichtigung mit Ausstieg aus der Gondel in 100 Metern Höhe durfte sich Benedikt Haug aus Seeheim freuen. Clara Schwarzenberg erhielt als dritten Preis einen Windradbausatz.

Maßgeblich unterstützt wurde das Windradfest durch die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach. Neben der allgemeinen Logistik waren die Floriansjünger beim Ausschank und der Verköstigung aktiv und sorgen für den ausreichenden Nachschub bei Speis und Trank.

Der gute Zuspruch und die positiven Rückmeldungen der Besucher sorgten für ein positives Fazit der Veranstalter. Damit kann die alles beherrschende Frage: „Gibt es das im nächsten Jahr wieder?“, mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet werden.

Hessischer Rundfunk mit Schwerpunkt Energiewende- Interview auf der Neutscher Höhe

Der Hessische Rundfunk will in einer 10-wöchigen Serie den Zustand und das Tempo der Energiewende in Hessen gründlich erforschen. In diesem Zusammenhang war auch die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) Gesprächspartner. HR-Redakteur Raphael Stübig hat Landwirt Ludwig Schuchmann – Windradpionier der ersten Stunde – Manfred Conrad Geschäftsführer der Odenwald-Wind GmbH und ES-Aufsichtsratsvorsitzender sowie ES-Vorstand Micha Jost auf der Neutscher Höhe besucht. Herausgekommen ist ein Beitrag für HR Info, der am 11.09.2012 gesendet wurde.

Halbjahresbilanz – beide Photovoltaikanlagen am Heppenheimer Stammsitz liegen deutlich über dem Soll

Mit 474 Mitgliedern ist die Energiegenossenschaft Starkenburg binnen 18 Monaten zu stattlicher Größe herangewachsen. Die Warteliste umfasst unterdessen mehr als 300 Bürger, die sich an kommenden Klimaschutzprojekten beteiligen wollen. Begonnen haben die Starkenburger im Mai 2011 mit zwei Photovoltaikanlagen an ihrem Stammsitz in Heppenheim. Im ersten Halbjahr 2012 übertrafen die beiden Bürgersolardächer die Erwartungen bei der Produktion von sauberem Sonnenstrom. 24 Prozent betrug das Plus bei SolarSTARK 1, SolarSTARK 2 brachte 8 Prozent mehr als kalkuliert.

Insgesamt 160 Kilowattpeak Leistung hat die Energiegenossenschaft Starkenburg auf Heppenheimer Dachflächen installiert. Das dazu notwendige Investitionsvolumen von rund 410.000 Euro konnte mit knapp 78 Bürgern gestemmt werden.

Das erste Projekt entstand auf dem Dach einer Firma für Schwingungstechnik dicht neben der A5. Gemäß dem Motto der Energiegenossenschaft „Wer unter einem Photovoltaikdach lernt, lebt, spielt, betet, feiert oder arbeitet, der soll den Nutzen haben“, hatten zunächst die Mitarbeiter des Unternehmens die Option sich zu beteiligen.

Die Bürgerprojekt SolarSTARK 2 war das Ergebnis tatkräftiger Unterstützung durch die Stadt Heppenheim, die im Juni 2011 das Dach der frischsanierten kommunalen Mehrzweckhalle in Ober-Laudenbach zur Verfügung stellte. Seither ist Heppenheim sogar  Mitglied in der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Der Betrieb aller Sonnendächer hat neben dem Beitrag zum Klimaschutz für die beteiligten Bürger auch einen  erfreulichen finanziellen Zusatzeffekt. Die Investition in die beiden Anlagen wird  für 20 Jahre mit 4,0 beziehungsweise 4,5 Prozent verzinst. Wirft ein Projekt mehr Ertrag ab als kalkuliert, fließt der Überschuss in den Gesamttopf der Energiegenossenschaft Starkenburg und wird zusätzlich über eine Dividende an alle Mitglieder ausgeschüttet.

Vorstandsmitglied Georg Schumacher fasst die Ergebnisse des erste Halbjahres zusammen: „Wir haben mit beiden Anlagen in Heppenheim bereits 95.000 Kilowattstunden Strom klimaneutral erzeugt und damit 20.000 Kilowattstunden mehr als geplant. Die Einnahmen belaufen sich bisher auf rund 24.000 Euro.“

Trotz der mittlerweile etwas schwierigeren Rahmenbedingungen, soll es in Sachen Photovoltaik noch weitergehen: „Wir haben derzeit einige Optionen für neue Bürgerprojekte, auch in Heppenheim“, berichtet Vorstand Schumacher, der alle Photovoltaikanlagen der Starkenburger betreut.

Derzeit engagiert sich die Energiegenossenschaft an ihrem Stammsitz auch bei der Erstellung des kommunalen Klimaschutzkonzeptes. Die Stadt Heppenheim will mit diesem ambitionierten Projekt die lokalen Potentiale in Sachen regenerativer Energie ermitteln und Wege zu deren Umsetzung festlegen.

Vorstand Micha Jost arbeitet in der Fachgruppe „Erneuerbare Energien“ mit. „Wir freuen uns, dass wir hier unseren Sachverstand einbringen dürfen und werden später vor allem an der praktischen Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes aktiv mitwirken“, versichert das Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg.

Schüler des Überwaldgymnasiums in Wald-Michelbach

Bürgersolaranlage auf Wald-Michelbacher Schulzentrum mit 16 Prozent im Plus – Energiegenossenschaft Starkenburg zieht zufriedene Halbjahresbilanz

Als im November vergangenen Jahres die 137 Kilowatt-Photovoltaikanlage im Beisein von Bürgermeister Joachim Kunkel und Landrat Matthias Wilkes eingeweiht wurde, hätten die Projektverantwortlichen nicht gedacht, dass sich das Genossenschaftsprojekt „SolarSTARK3“ gleich vom Start an so gut entwickeln würde. Besonders erfreulich ist dieser Umstand für 60 Bürger aus Wald-Michelbach, die im vergangenen Herbst die erforderliche Investitionssumme von 270.000 Euro zu 100% mit Eigenkapital gestemmt haben. Umgesetzt wurde das Projekt von der Energiegenossenschaft Starkenburg in Zusammenarbeit mit der IG Energiewende Überwald. Zwischen der ersten Bürgerinformationsveranstaltung und der Inbetriebnahme der Anlage lagen damals gerade 8 Wochen.

Vorstandsmitglied Georg Schumacher zeigt sich zufrieden mit den Erträgen der ersten 6 Monate „ Wir liegen trotz eines bisher eher durchwachsenen Sommers überraschend gut im Plan“, so der 52jährige Wald-Michelbacher, der die Idee für das Bürgersolardach hatte. Mit der umweltfreundlichen Erzeugung von 72.000 Kilowattstunden Sonnenstrom wurden der Umwelt bereits 51,8 Tonnen Kohlendioxid erspart.

Möglich wurde das Projekt mit Unterstützung des Kreises Bergstraße, der als Eigentümer aller Liegenschaften von der Energiegenossenschaft Starkenburg nun eine markübliche Pacht erhält. Zusätzlich sind beide Schulen mit jeweils 3% der Erträge (rund 1.000 Euro pro Schule und Jahr) beteiligt.

Georg Schumacher war die finanzielle Einbindung der Schulen ein wichtiges Anliegen. „Es gehört zu unserer Philosophie, dass Betroffene zu Beteiligten werden und auch der finanzielle Nutzen der Erneuerbaren Energien vor Ort bleibt“, sagt das Vorstandsmitglied der Starkenburger.

Damit die Schüler die Stromerträge stets gut im Blick haben, wurden von der Energiegenossenschaft eigens zwei große LED-Infodisplays angeschafft. Damit können sowohl das Überwaldgymnasium, als auch die Eugen-Bachmann Schule die umweltfreundliche Stromproduktion der PV-Anlagen in Echtzeit überwachen.

„Wir wollen die Schüler über diesen Weg auch an das Thema erneuerbare Energien heranführen, denn letztlich muss die nachwachsende Generation die nun begonnene Energiewende vollenden“, erläutert Schumacher die Absicht dahinter und verweist dabei auf die Notwendigkeit die regenerative Energieerzeugung auf lokaler Ebene mit Nachdruck voranzutreiben.

Zum Beitrag für den Klimaschutz gesellt sich ein erfreulicher finanzieller Nebeneffekt. Die Investition der Wald-Michelbacher Bürger wird mit 5% verzinst. Somit werden alljährlich insgesamt rund 14.000 Euro ausbezahlt – und das für eine Dauer von 20 Jahren. Zusätzlich erfolgt eine Gewinnbeteiligung an allen Projekten der Energiegenossenschaft Starkenburg, die mit 474 Mitgliedern insgesamt 6 Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad betreibt.

Volles Haus in Ober-Beerbach – Generalversammlung der Energiegenossenschaft Starkenburg am 22. Juni 2012 endet mit gemeinsamem Public Viewing

Im Bürgerhaus von Ober-Beerbach fand am vergangenen Freitag die diesjährige Generalversammlung der Energiegenossenschaft Starkenburg statt. Knapp 140 Mitglieder waren bei der zweistündigen Veranstaltung vertreten. Alle Beschlüsse sowie die Entlastung der Gremien wurden einstimmig gefasst. Wie geplant, konnte im Anschluss an die Versammlung mit tatkräftiger Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Beerbach im Bürgerhaus ein EM-Public Viewing auf der Großleinwand angeboten werden. Ausreichend mit Bier und Würstchen versorgt, fieberten die Energiegenossen nach getaner Arbeit am Ende noch gemeinsam mit „Jogis Jungs“. Umrahmt von 4-fachem Torjubel galt es abschließend den Einzug ins Halbfinale zu feiern.

Manfred Conrad führte als Vorsitzender des Aufsichtsrats souverän durch die Veranstaltung. In seinem Bericht bescheinigte der Neutscher Betriebswirt dem Vorstand eine gute Leistung und unterstrich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den Gremien der Bürgergenossenschaft. Ausdruck fand dies unter anderem in zahlreichen gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Vorstandsbericht für 2011 ging Vorstand Micha Jost detailliert auf die Besonderheiten des Aufbaujahres ein. Vergleichbar mit einer Firmengründung, musste die Genossenschaft zunächst eine komplette Infrastruktur aufbauen. Gleichzeitig galt es die Mitgliederverwaltung, die Projektentwicklung und deren Finanzierung gleichzeitig zu bewältigen. Das dynamische Wachstum belegen die Mitgliederzahlen, die von 13 auf 371 bis Ende 2011 anstiegen.

Drei Bürgersolaranlagen wurden im Mai, Juni und November 2011 in Betrieb genommen. Insgesamt 297 Kilowatttpeak Anschlussleistung wurden so realisiert.

Zentrale Herausforderung war allerdings die fristgerechte Inbetriebnahme des 2 Megawatt Bürgerwindrades. Die „Gute Ute“, wie sie von den Mitgliedern liebevoll genannt wird, ging am 10 Dezember 2011 ans Netz und fand bilanztechnisch noch keine Berücksichtigung bei den Stromerträgen.

2011 verzeichnete die Genossenschaft knapp 60.000 Euro an Einnahmen. Davon konnten bereits 43.000 Euro an die Mitglieder als Zinsen für die gewährten Darlehen ausbezahlt werden. Durch die besonderen Rahmenbedingungen im Gründungsjahr belief sich der Verlustvortrag bei einem Bilanzvolumen von 2,76 Mio. Euro auf rund 25.500 Euro.

Der Ausblick auf das laufende Jahr zeigte ein durchweg erfreuliches Bild. Auf Basis der Erträge der ersten 6 Monate, bewegt sich die Prognose 2012 auf 320.000 Euro zu und damit im Vergleich zu 2011 auf nahezu den fünffachen Ertrag. Grund dafür ist die Tatsche, dass 2012 bereits sechs Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad  ganzjährig für Stromeinnahmen sorgen.

Für 2012 planen die Starkenburger für die Projektdarlehen Zinsen von über 120 000 Euro an die Mitglieder auszuschütten. Bei planmäßigem Verlauf könnte dann bereits eine zusätzliche Dividende gezahlt werden.

Die Mitglieder nutzten die Generalversammlung für zahlreiche Fragen, die überwiegend um das Thema Windenergie kreisten. Das Interesse an den Ertragszahlen, Verfügbarkeiten und der Betriebsführung der Anlage, waren dabei die Schwerpunkte. In die verschiedenen Wortmeldungen mischte sich immer wieder auch Lob und Anerkennung für die engagierte Arbeit der Verantwortlichen.

Die ehrenamtlich tätigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurde daher auch einstimmig entlastet.

Nach Ende der Versammlung hatte die freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach einen kleinen Imbiss vorbereitet und verwandelte die Bürgerhalle mit Großbildleinwand und perfektem Ton in eine Public-Viving Arena. Die Veranstaltung geriet damit unversehens zur stimmungsvollen Fankurve.

Das packende Viertelfinalspiel, mit dem deutlichen Sieg der deutschen Nationalmannschaft, rundeten einen aus Sicht der Energiegenossenschaft Starkenburg erfolgreichen Tag ab.

Genossenschaftsmitglieder auf der grünen Wiese – Fototermin für „Bild am Sonntag“

23 ES-Mitglieder trafen sich am 20. Juni zu einem Fototermin auf der grünen Wiese. Hintergrund für diese ungewöhnliche und kurzfristig angesetzte Aktion war eine Anfrage der „Bild am Sonntag“ (BamS). Die auflagenstärkste Wochenendzeitung Deutschlands wird in ihrer Ausgabe am 1. Juli 2012 in einer Beilage verschiedene Genossenschaften vorstellen. Die ganze Aktion steht im Zusammenhang mit dem weltweiten UN-Jahr der Genossenschaften. Zu den ausgewählten, gehört auch die Energiegenossenschaft Starkenburg.

Die Mitglieder waren trotz schlechtester Wetterprognosen mitsamt Kind (Hannah) und Hund (Dusty)an zur „Guten Ute“ geeilt. Just um die Mittagszeit wurde die Wolkendecke dünner und entgegen aller Erwartungen herrschte schließlich doch noch ideales Fotografenlicht.

Geduldig folgten die Mitglieder den Regieanweisungen des Fotografen. Es dauerte eine ganze Weile bis schließlich jeder an der richtigen Stelle stand und 25 Gesichter synchron ins Objektiv schauten. Einzig Hund Dusty lies es am Ende an Konzentration mangeln, denn sein Tagespensum an Bewegung war vermutlich noch nicht ganz gedeckt.

Der Absatz der „BamS“ wird am 1. Juli in der Region Starkenburg vermutlich etwas höher ausfallen.

Informationsveranstaltung zum geplanten Bürgerwindpark Flockenbusch in Wald-Michelbach

Am Montag, 11. Juni 2012  (19:00 Uhr)  findet im „Haus des Gastes“ in Schönmattenwag (Heidelbergerstraße 58) eine Informationsveranstaltung zu unserem neuen geplanten Bürgerwindpark „Flockenbusch“ statt.

Für das Vorhaben im Grenzgebiet zwischen Wald-Michelbach und Brombach hat  bereits die konkrete Projektentwicklungsphase begonnen. Die Energiegenossenschaft Starkenburg könnte an diesem Standort sogar mehrere Windräder errichten.

Gemäß unserm Motto: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“, möchten wir zunächst die umliegende Bevölkerung über die Möglichkeiten und Chancen einer Bürgerbeteiligung informieren und das Projekt im Detail vorstellen.

Im Rahmen der Veranstaltung besteht auch die Möglichkeit erste Beteiligungsanteile zu reservieren.

Erste Million ist voll – großes Interesse bei Beteiligung an Bürgerwindpark „HeiKe“

Knapp 3 Wochen nach dem ersten Aufruf zu einer finanziellen Beteiligung haben Bürger aus Heppenheim und Umgebung bereits Reservierungen in einer Höhe von 1 Million Euro für den geplanten Bürgerwindpark auf dem Heiligenberg/Kesselberg (HeiKe) gezeichnet. „Das Interesse, dieses Klimaschutzprojekt umzusetzen ist groß“, berichtet Vorstandsmitglied Micha Jost. „Für uns ist der gute Zuspruch ein weiterer Beleg dafür, dass die Bürger bereit sind, die allseits geforderte Energiewende sogar mit eigenem Geld zu unterstützen“, lautet die Einschätzung von Jost.

Bei der Bürgerbeteiligung gilt für die Energiegenossen der zentrale Grundsatz: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“. Aus Sicht der Starkenburger ist dies der Schlüssel für die Akzeptanz der Windenergie vor Ort. Die hohe Beteiligungsbereitschaft der Bevölkerung bestätigt die bisherigen Erfahrungen, denn die Projekte der Energiegenossenschaft Starkenburg (sechs Bürgersolaranlagen und ein Bürgerwindrad) waren immer schnell ausgebucht. Bislang konnten alle Vorhaben zu 100 Prozent mit Eigenkapital finanziert werden.

Aus fachlicher Sicht gab es für das Projekt in dieser Woche noch eine weitere gute Nachricht. Der beauftragte Windgutachter hatte „HeiKe“ eine durchschnittliche Windhöffigkeit von über 7 Metern pro Sekunde in 140 Metern Höhe bescheinigt.

„Wir wussten zwar schon aus Voruntersuchungen und Berechnungen, dass der Standort eine gute Eignung aufweist, aber dass der Wind so kräftig weht, freut uns natürlich beson-ders“, so der Heppenheimer Windenergieplaner Jürgen Simon, der seit 3 Jahren an der Umsetzung des Projektes arbeitet.

Den Befürchtungen der Naturschützer wird im Rahmen weiterer Gutachten nachgegangen. Windexperte Simon erklärt dazu: „Wer im Februar bei unserem HeiKe-Waldspaziergang da-bei war, konnte sich vor Ort davon überzeugen, dass die eigentlichen Windradstandorte nicht in den wertvollen Buchenbeständen liegen. Manchen Kritikern würde ich empfehlen, sich erst einmal mit Fakten zu versorgen, anstatt die Öffentlichkeit mit falschen Informationen immer wieder auf´s Neue zu verunsichern“, mahnt Simon zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion.

In Sachen Finanzierung und Standorteignung stehen für die Starkenburger die Signale auf Grün. Doch an entscheidender Stelle klemmt es, denn die Zustimmung des Grundstückseigentümers, der Stadt Heppenheim, für das Projekt, steht noch aus. Nach wie vor wartet man auf eine Reaktion auf das Pachtangebot, welches die Energiegenossenschaft Starkenburg der Kommune bereits im Februar unterbreitet hatte.

„Unser Ziel ist es, mit intensiver Bürgerbeteiligung die Windkraftpotentiale im Grenzgebiet zwischen Heppenheim, Bensheim und Lautertal zu erschließen. Wir wollen das Projekt in enger Kooperation mit den Kommunen umsetzen. Auch der regionale Energieversorger GGEW steht als Projektpartner schon bereit“, erläutert Vorstandsmitglied Jost das vorliegen-de Konzept.

Für die Starkenburger bietet die Windkraft generell ein wachsendes Betätigungsfeld. „HeiKe ist nicht unser einzige Windprojekt. Wir arbeiten zeitgleich an mehreren Odenwaldstandorten an der Umsetzung von Bürgerwindparks. Hier sind Kommunen zum Teil selbst sehr engagiert dabei, solche Projekte voranzubringen, denn Windenergienutzung birgt auch erhebliche kommunale Einnahmequellen“, berichtet das Heppenheimer Aufsichtsratsmitglied Andreas Guthier.

Was den Betrieb von Bürgerwindrädern angeht, kann die Energiegenossenschaft bereits auf Erfahrungen bauen. Seit vergangenem Dezember dreht sich auf der Neutscher Höhe bei Seeheim

Jugenheim eine 2 Megawattanlage. 282 Bürger sind an diesem 3,5 Millionen-Euro Projekt beteiligt – vielleicht ein Modell auch für Heppenheim.

Symbolischen Einweihung der Bürgersolaranlage SolarSTARK4 auf der Sporthalle Worfelden am 28.04.2012

Im Beisein des Büttelborner Bürgermeisters Horst Götzenleuchter und der Landtags-Vizepräsidentin Ursula Hammann (GRÜNE), wurde am Samstag, 28.04. die Photovoltaikanlage SolarSTARK4 symbolisch eingeweiht. Rund 40 Personen, darunter überwiegend beteiligte Bürger, waren bei strahlendem Sonnenschein der Einladung gefolgt  Auf dem Sporthallendach in Büttelborn/Worfelden wird seit dem 8. März umweltfreundlicher Sonnenstrom produziert. Knapp 600 Quadratmeter verschattungsfreie Südlage sorgen dabei für ideale Rahmenbedingungen.

Alle Redner lobten in ihren Wortbeiträgen die genossenschaftiche Bürgerbeteiligung als gutes Instrument die Energiewende voranzubringen und sprachen sich dafür aus, diesen Weg mit weiteren Projekten weiterzuverfolgen.

Das besondere an diesem 127.000 Euro-Photovoltaikprojekt ist die Tatsache, dass die Finanzierung der Anlage allein über eine genossenschaftliche Bürgerbeteiligung erfolgte, mehr als 90% der Investition wurde dabei durch Bürger und Bürgerinnen direkt aus Worfelden, Klein-Gerau und Büttelborn bereit gestellt.

Das Projekt „SolarSTARK4“ entstand auf Initiative engagierter Bürger aus Büttelborn mit  Unterstützung durch alle Parteien in der Gemeindevertretung. Umgesetzt wurde das Vorhaben von der Energiegenossenschaft Starkenburg, die seit Dezember 2010 den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreibt. Die unabhängige Bürgergenossenschaft zählt inzwischen 435 Mitglieder und betreibt insgesamt sechs Photovoltaikanlagen (Gesamtleistung rund 476 Kilowattpeak) in der Region sowie – als bislang größtes Projekt – ein 2 Megawatt Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe in Seeheim-Jugenheim.

Reservierungen für Bürgerwindpark HeiKe ab sofort möglich

Seit mittlerweile drei Jahren wird in Heppenheim über die Möglichkeiten der lokalen Windenergienutzung diskutiert. Es gibt im Bereich Kesselberg/ Heiligenberg einen geeigneten Standort, der sich nach Ansicht der Energiegenossenschaft Starkenburg zur Realisierung eines Bürgerwindparks anbietet. Damit könnte die allseits geforderte Energiewende vor Ort Wirklichkeit werden.  Mit diesem Reservierungsformular können ab sofort Bürger ihr Interesse für die  Beteiligung an diesem Klimaschutzprojekt bekunden. Die Energiegenossenschaft Starkenburg folgt damit ihrem Motto: „Wer auf ein Windrad schaut, der soll auch den Nutzen haben“.

Grundsätzlich soll die Investition für 2-3 Windenergieanlagen am Standort Heiligenberg/ Kesselberg über eine umfassende Bürgerbeteiligung realisiert werden.

 Diese unverbindliche Reservierung, dient zunächst dazu, das Finanzierungskonzept für den Bürgerwindpark HeiKe konkretisieren zu können und gleichzeitig als Dokumentation des  Interesses der Bürger an diesem Klimachutzprojekt, mit dem die allseits geforderte  Energiewende vor Ort neue Impulse bekommen würde.

 Das Projekt „HeiKe“ befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase und wird nicht vor dem Jahr 2014 umzusetzen sein. Voruntersuchungen haben aber ergeben, dass der Standort grundsätzlich für die Windenergienutzung gut geeignet ist. Der Bereich ist daher bereits als Vorrangfläche ausgewiesen.

 Alle erforderlichen Grundstücke für den Bürgerwindpark befinden sich in kommunalem Eigentum. Die Energiegenossenschaft Starkenburg bemüht sich seit geraumer Zeit bei der Stadt Heppenheim intensiv um die Anpachtung dieser Flächen. Bislang leider noch ohne Erfolg.

 Der Abschluß eines Pachtvertrages mit der Stadt Heppenheim ist der zentrale Baustein zur Umsetzung dieses Bürgerwindparks.

Energiegenossenschaft Starkenburg führt Naturschutzmaßnahme durch – neue Hecke für den Neuntöter auf der Neutscher Höhe angelegt

Mitglieder der Energiegenossenschaft Starkenburg haben am vergangenen Wochenende auf der Neutscher Höhe eine rund 40 Meter lange Hecke angelegt. Die Naturschutzmaßnahme steht im Zusammenhang mit der Errichtung des Bürgerwindrades „WindSTARK 1“. Beim Bau der 2 Megawattanlage im Oktober 2011 mussten Sträucher einer Kranstellfläche weichen, für die nun ein entsprechender Ersatz geschaffen wurde.

Die Pflanzliste des neuen Feldgehölzes umfasste Arten, die besonders auf die Bedürfnisse des Neutöters abgestimmt waren. Vor allem dieser Vogel hatte damals einen Lebensraum verloren. So wurden überwiegend Schwarzdorn, Hunds- und Feldrosen gepflanzt, denn der Neuntöter, ist durch seine Vorliebe bekannt, seine Beutetiere auf Dornen aufzuspießen. Diese Methode der ausgeklügelten Vorratshaltung, hat dem „Vogel des Jahres 1985“ seinen martialischen Namen eingebracht. Die ornithologische Fachliteratur beschreibt das Verhalten allerdings als eine Form, um ungünstige Witterungsverhältnisse mit einem ausreichenden Nahrungsangebot zu überbrücken.

Rund 200 heimische und standorttypische Gehölze wurden von den ehrenamtlichen Helfern während des halbtägigen Arbeitseinsatzes in Handarbeit eingepflanzt.

Für Vorstandsmitglied Micha Jost ist es mit der reinen Pflanzaktion aber noch lange nicht getan, den nun steht die Aufwuchs- und Erhaltungspflege an.

„Jetzt gilt es, die neue Hecke mit reichlich Wasser heil über den ersten Sommer zu bringen. Wir haben zum Glück Genossenschaftsmitglieder unter den Landwirten und der Jägerschaft vor Ort, die uns hier aktiv unterstützen. Auch das Unkraut müssen wir in Schach halten“, beschreibt Jost das notwendige Arbeitspensum der kommenden Monate.

Neben dem Neuntöter wird das neue Feldgehölz auch der sonstigen heimischen Fauna willkommenen neuen Lebensraum bieten und damit einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt auf der Neutscher Höhe leisten.

Heppenheimer Altbürgermeister setzen auf Windenergie – Gerhard Herbert und Ulrich Obermayr laden am 31. März zu einem Informationsbesuch zum Bürgerwindrad auf die Neutscher Höhe ein

Um sich aus erster Hand über die Möglichkeiten der Windenergienutzung in Verbindung mit intensiver Bürgerbeteiligung zu informieren, haben die beiden Heppenheimer Altbürgermeister Gerhard Herbert und Ulrich Obermayr gemeinsam einen Besuchstermin am Windrad der Energiegenossenschaft Starkenburg auf die Neutscher Höhe organisiert.

Der Heppenheimer Windenergieplaner Jürgen Simon wird die Führung am 31. März begleiten und dabei einen Einblick in Planung und Betrieb des Genossenschaftswindrades geben.

An der 2 Megawatt Anlage zwischen den Ortsteilen Neutsch und Ober-Beerbach sind über 250 Bürger aus dem direkten Umfeld finanziell beteiligt.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg möchte auch an ihrem Stammsitz in Heppenheim das erfolgreiche praktizierte Beteiligungskonzept fortführen und hatte der Kreisstadt bereits vor einigen Wochen ein Angebot zur Errichtung des Bürgerwindparks „HeiKe“ unterbreitet.

„Wir haben gemeinsam beschlossen, die langwierige Diskussion in Heppenheim durch Fakten und praktische Beispiele konstruktiv voranzubringen“, so Gerhard Herbert, der bis Ende August 2011 Heppenheimer Bürgermeister war.

Ulrich Obermayr, der Vorgänger im Amte, sieht die Zeit gekommen, jetzt endlich zu Handeln. „Wir kommen um die Windkraftnutzung  als regenerative Energiequelle einfach nicht herum, diese Option muss auch Heppenheim nutzen“, fordert der ehemalige Rathauschef.

Interessierte Bürger sind zu diesem Informationstermin am Samstag, 31.03.2015 um 14:00 Uhr ganz herzlich eingeladen (Treffpunkt Neutscher Höhe; Wegkreuzung Hutzelstraße/ Neutscher Straße oder direkt am Windrad („WindSTARK1“). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Energiegenossenschaft Starkenburg zählt nun über 400 Mitglieder

SolarSTARK 6 in Bürstadt ist auf der Zielgeraden. Mit der Fertigstellung der Photovoltaikanlage in Büttelborn-Worfelden hat die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) die Grenze von 400 Mitgliedern übersprungen. Das Sonnendach auf einer kommunalen Sporthalle im Kreis Groß-Gerau liefert bereits Strom und wurde zu 100% mit Bürgerkapital finanziert.

SolarSTARK5 auf dem Feuerwehrgerätehaus in Lindenfels-Schlierbach ist ebenfalls schon am Netz. Im Bau befindet sich derzeit noch die Anlage in Bürstadt (SolarSTARK 6). Am 21. März wird in der Riedkommune eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger durchgeführt.

Nach Abschluss dieses Projektes verfügt die ES im Bereich der Photovoltaik insgesamt über 480 kWp Anschlussleistung.

Alle drei Genossenschaftsprojekte werden noch die Einspeisevergütung gemäß den Festsetzungen des „alten“ EEG erhalten.

SolarSTARK 4-6 noch bis 9. März 2012 ans Netz – gleich an drei Genossenschaftsbaustellen wird mächtig Gas gegeben

Trotz politischem Gegenwind aus Berlin wird sich die Energiegenossenschaft Starkenburg (ES) nicht entmutigen lassen und ihre Anstrengungen vervielfachen, um alle drei derzeit laufenden Photovoltaikprojekte noch fristgerecht fertigzustellen. Insgesamt 180 kWp Leistung müssen noch auf ein Rathaus (Bürstadt), eine Sporthalle (Büttelborn) und ein Feuerwehrgerätehaus (Lindenfels) montiert werden.

Vorstandsmitglied Georg Schumacher hatte die PV-Projekte so weitsichtig angelegt, dass die erwartete Kappung zum 31.03. im Zeitplan bereits einkalkuliert war. „Aber die Absichtserklärungen der vergangenen Woche in Berlin hatte auch die Starkeburger hart getroffen“, so Schumacher.

„Die Spielregeln sogar für laufende Projekte zu ändern, das ist schon eine neue Qualität im Umgang mit den Erneuerbaren Energien und man zweifelt an der Ernsthaftigkeit der politische Verantwortlichen die Energiewende tatsächlich umsetzen zu wollen“, so Vorstand Micha Jost.

Der Vorstand der ES sieht gerade für Bürgergenossenschaften die Gefahr, dass manches Bürgerprojekt, das bereits beauftragt wurde, nun kippt und zum Verlustgeschäft wird.

Erste Million ist geschafft – Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe liegt in Sachen Stromerzeugung gut im Plan

Vielleicht hat ja auch das neu errichtete Bürgerwindrad auf der Neutscher Höhe einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass der von besorgten Zeitgenossen prognostizierte Stromkollaps während der winterlichen Kälteperiode bislang nicht eingetreten ist. Die „Gute Ute“, wie das Zwei-Megawatt Bürgerwindrad von den Mitgliedern der Energiegenossenschaft Starkenburg liebevoll genannt wird, hat sich auf jeden Fall mächtig ins Zeug gelegt. Knapp 9 Wochen nach Inbetriebnahme sind nun schon 1 Million Kilowattstunden auf der Uhr – frischer Odenwaldwind für die Steckdosen der Region.

Der Neutscher Manfred Conrad hat das Bürgerwindrad von zu Hause aus ständig im Blick und konnte dabei feststellen, dass gerade der schneidende Ostwind während der Frosttage der Anlage zu beachtlichen Erträgen verholfen hat. „Gerade während der kalten Tage ist das Genossenschaftswindrad konstant gut gelaufen“, so die Analyse des Neutschers.

Conrad, der auch dem Aufsichtsrat der Energiegenossenschaft angehört, verfolgt die Kraftanstrengungen der „Guten Ute“ nicht nur mit eigenen Augen, sondern hat per Mausklick den Zugriff auf alle Betriebsdaten via Internet. Auf diese Weise lassen sich alle wichtigen Informationen per Tastendruck abrufen und für statistische Auswertungen aufbereiten.

„Der bisherige Tagesrekord der „Guten Ute“ war am 2. Februar zu verzeichnen. In nur 24 Stunden wurden 42.287 Kilowattstunden Strom erzeugt“, weiß Manfred Conrad.

Vorstandsmitglied Micha Jost zeigt sich erfreut über den guten Start. „Wir sind mit den bisherigen Stromerträgen zufrieden und hoffen, dass wir uns durch Optimierung in der Betriebsführung noch steigen können“, so das Vorstandsmitglied aus Darmstadt.

An der Finanzierung des 3,5 Millionen Euro Projektes haben sich mehr als 250 Bürger aus der Region beteiligt,  die sich über jeden windigen Tag besonders freuen können.

Die Energiegenossenschaft Starkenburg verfolgt das Ziel, noch weitere Vorhaben zur Nutzung der Windenergie in der Region umzusetzen.

Für den 16. Februar ist Micha Jost von der Gemeinde Lautertal zu einer Bürgerversammlung eingeladen, um das genossenschaftliche Beteiligungsmodell vorzustellen. In der Odenwaldgemeinde herrscht ein großes parteiübergreifendes Interesse am Ausbau der Windenergie –  unter intensiver Einbindung der Bürger vor Ort.

Jost sieht hier ein interessantes Potential für weitere Genossenschaftsprojekte „Vielleicht bekommt unsere Gute Ute in Lautertal noch Geschwister“.

Bürgerbeteiligung konkret- Energiegenossenschaft STARKENBURG erwirtschaftet über 37.000 Euro Zinsen für Mitglieder

Knapp 13 Monate sind seit der Gründung der Energiegenossenschaft Starkenburg vergangen. Nun können die mittlerweile 372 Mitglieder zum ersten Mal die monetären Früchte heimischer Sonnen- und Windenergie ernten. In den vergangenen Tagen erhielten die Energiegenossen Zinsüberweisungen für das Jahr 2011 in einer Höhe von rund 37 000 Euro.

Vorstandsmitglied Micha Jost freut sich über den gelungenen Start: „2011 war das Jahr des Aufbaus. Im Mai ging die erste Fotovoltaikanlage ans Netz, unser Windrad war sogar erst im Dezember betriebsbereit. Dennoch haben wir schon genügend Einnahmen erzielt, um die vereinbarten Zinsen zahlen zu können.“ Drei Bürgersolaranlagen und ein Zwei-Megawatt-Windrad haben das Geld für die Energiegenossenschaft verdient. Finanziert wurden die Projekte zu 100 Prozent mit Kapital der Bürger aus der Region. Für das Jahr 2012 planen die Starkenburger, einen Zinsertrag von über 100 000 Euro für die Mitglieder zu erwirtschaften.

Andreas Guthier, der dem Aufsichtsrat angehört, sieht das erste Betriebsjahr der Genossenschaft durchweg positiv. „Wir haben unser Versprechen eingelöst. Die Bürger aus der Region können über die Energiegenossenschaft Starkenburg von den Vorteilen der regenerativen Energien profitieren. Wir arbeiten hart daran, 2012 weiterhin gute Ergebnisse zu liefern“, so der Heppenheimer Steuerberater. Die aktuelle Projektliste umfasst vier weitere Bürgersolaranlagen mit einer Anschlussleistung von rund 250 Kilowatt-Peak, deren Realisierung bis zum Juni 2012 ansteht.

Auch in Sachen Windenergie soll es nach den Plänen der Starkenburger weitergehen. Allerdings müssen Bürgerwindparks langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. So vergehen von der Idee bis zur Umsetzung fast zwei Jahre, heißt es in einer Pressemitteilung der Energiegenossenschaft. „Nach unserem ersten Bürgerwindrad ist jetzt aber ein Bürgerwindpark dran“, zeigt sich Vorstandsmitglied Georg Schumacher, Umweltingenieur aus Wald-Michelbach, zuversichtlich, nach den mittlerweile erworbenen Projekterfahrungen auch größere Vorhaben angehen zu können.

In Sachen Projektfinanzierung werden die Genossen auch in Zukunft mit einer hohen Eigenkapitalquote arbeiten. Denn allein 250 Personen warten darauf, Mitglied werden zu dürfen. „Wir müssen alle Interessenten im Moment leider vertrösten“, bedauert Micha Jost den aktuellen Projektengpass und verweist dabei auf ein echtes Luxusproblem der Genossenschaft. „Wir haben derzeit mehr Geld als Energieprojekte“, bringt Jost die aktuelle Situation auf den Punkt.

Neues genossenschaftliches Solarprojekt in Büttelborn nimmt Gestalt an

Am 10. Januar wurde von der Energiegenossenschaft Starkenburg im Volkshaus Büttelborn eine Projektidee für eine Bürgersolaranlage vorgestellt. Auf dem Dach der kommunalen Sporthalle in Worfelden würden Photovoltaikmodule mit einer Leistung von knapp 80 Kilowattpeak Platz finden. Erste Kalkulationen gehen von Projektkosten von rund 153.000 € aus, wobei eine 100ige Finanzierung mit Eigenkapital angestrebt wird. Gemäß der Philosophie der ES sollen bei diesem Projekt zunächst wieder die Menschen vor Ort zum Zuge kommen. Unterdessen haben sich bereits 50 örtliche Interessenten gemeldet. Die parlamentarischen Gremien wollen nun relativ zügig über das Projekt entscheiden.